© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion 8.1 | August 2025 

 

S3-Leitlinie 

Prostatakarzinom 

Version 8.1 – August 2025 

AWMF-Registernummer: 043-022OL 

Leitlinie (Kurzversion) 

1.1 Herausgeber 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion 8.1 | August 2025 

1

Wesentliche Neuerungen 

Für die Version 8 der Leitlinie wurden zu vorab definierten Themen insgesamt 28 

Fragestellungen systematische recherchiert. Eine Leitliniensynopse ergänzt die 

Grundlage für die Arbeiten an dieser Version der Leitlinie in den acht Arbeitsgruppen. 

Empfehlungen, Statements und Hintergrundtexte wurden für die zur Aktualisierung 

gestellten Kapitel überprüft und ggf. überarbeitet. 

Die folgenden inhaltlichen Änderungen wurden vorgenommen: 

1. Kapitel 4 „Früherkennung, Diagnostik und Stadieneinteilung“ wurde aus den 

vormaligen Kapiteln 4 „Früherkennung“ und 5 „Diagnostik und Stadieneinteilung“ 

zusammengeführt und komplett überarbeitet. 

a. In Kapitel 4.1 „Früherkennung“ gibt es neu die Empfehlung, dass zur 

Früherkennung von Prostatakarzinomen keine digital rektale Untersuchung 

erfolgen soll (4.1). Nach ergebnisoffener Beratung sollen Männer ab dem Alter 

von 45 Jahren mit einer Lebenserwartung von 10 Jahren und mehr, die eine 

Früherkennung wünschen, die Bestimmung des PSA-Werts angeboten werden 

(4.2 und 4.3). In Abhängigkeit von der Höhe des PSA-Wertes erfolgt eine 

risikoadaptierte Früherkennungsstrategie mit 5-jährlichen Intervallen bei einem 

PSA-Wert ≤1,5 ng/ml, 2-jährlichen Intervallen bei PSA 1,5–2,99 ng/ml und 

weiterer Diagnostik bei PSA ≥3 ng/ml (4.4). Weitere Empfehlungen betreffen die 

weitergehende Diagnostik, auch in Abhängigkeit vom Vorliegen einer familiären 

Belastung bzw. genetischer Prädisposition (4.5 ff). Eine Tabelle fasst die Vor- 

und Nachteile eines PSA-basierten Prostatakarzinom-Screenings zusammen 

(Tabelle 3). 

b. Auch Kapitel 4.2 „Diagnostik“ wurde grundlegend überarbeitet. Hierbei wurde 

die Magnetresonanztomographie der Prostata im Rahmen der Primärdiagnostik 

gestärkt, es wurden aber auch Empfehlungen für die Indikationsstellung zum 

MRT basierend auf dem individuellen Risiko für das Vorliegen eines 

Prostatakarzinoms gegeben (4.12 ff). Auch die Empfehlungen zur 

Indikationsstellung und Durchführung der bildmorphologisch gestützten Biopsie 

wurden aktualisiert (4.16 ff). Eine wesentliche Neuerung ist die Empfehlung, 

dass bei PI-RADS 1 und 2 Befunden keine Biopsie durchgeführt werden soll 

(4.23). Empfehlungen zu transrektalem Ultraschall (4.24 ff), Re-Biopsie (4.27 ff) 

nach vorheriger negativer Biopsie und zur Durchführung der 

Prostatastanzbiopsie (Empfehlungen 4.30 ff) wurden geprüft und aktualisiert. 

Männern mit metastasierter Erkrankung und/oder Hinweis auf ein familiäres 

Tumorrisikosyndrom wird empfohlen, eine humangenetische Sprechstunde in 

Anspruch zu nehmen („soll“-4.37 und 4.38). Abbildung 1 stellt Früherkennung 

und Diagnostik des Prostatakarzinoms mit Verweis auf ausgewählte 

Empfehlungen als Flussdiagramm dar. 

c. Im Kapitel 4.3 „Stadieneinteilung“ werden zunächst die unterschiedlichen 

Klassifikationen zur Stadieneinteilung dargestellt. Ältere Studien beziehen sich 

überwiegend auf die klinische Stadieneinteilung und lässt die heute übliche 

Bildgebung (u.a. MRT mit Informationen zur lokalen Tumorausbreitung) 

unberücksichtigt. 

Grundlage für die Empfehlungen zur Therapie des lokalisierten 

Prostatakarzinoms sind neben der D’Amico Klassifikation die klinische NCCN-

Klassifikation (Stand Februar 2025). Die Empfehlungen zur lokalen Diagnostik 

(T-Kategorie) bzw. Ausbreitungsdiagnostik wurden alle geprüft und aktualisiert 

(4.39 ff). Eine Ausbreitungsdiagnostik soll erst bei einem Prostatakarzinom des 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

2

ungünstigen intermediären oder hohen/sehr hohen Risikos vor der Entscheidung 

über eine therapeutische Maßnahme erfolgen (4.43). 

2. Kapitel 5 „Pathologisch-anatomische Diagnostik“ war zuvor Unterkapitel von 

„Diagnostik und Stadieneinteilung“ und ist jetzt ein eigenständiges Hauptkapitel. 

Inhaltlich wurde es vor allem geprüft und der Stellenwert verfügbarer Biomarker 

aufgearbeitet, allerdings ohne, dass eine diesbezügliche Empfehlung ausgesprochen 

wurde. Neu sollen nicht nur bei einem Gleason-Score von 7, sondern auch von 8 

cribriforme Tumorkomponenten im histopathologischen Befund erwähnt werden (5.9). 

3. Kapitel 6 „Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms“ wurde komplett 

umstrukturiert. In Anlehnung an die EAU-Leitlinie wurden die verschiedenen 

Therapieoptionen in Abhängigkeit von Tumorstadium bzw. Risikoprofil gegliedert: 

Dem Kapitel 6.1 „Therapieplanung und Aufklärung“ folgen Kapitel 6.2 „Lokal 

begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils“, Kapitel 6.3 „Lokal 

begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils“ , 

Kapitel 6.4 „Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms“ , Kapitel 6.5 

„Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms“, Kapitel 6.6 

„Neoadjuvante/adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie“, Kapitel 6.7 

„Fokale Therapie“ und Kapitel 6.8 „Watchful Waiting“. 

Als wesentlichste Änderung im Kapitel lokalisiertes Prostatakarzinom wird für das 

niedrige Risikoprofil initial ausschließlich die Aktive Überwachung (6.6) (aber keine 

lokale Therapie mehr) empfohlen. Hervorzuheben sind des Weiteren: 

a. Die Aktualisierung der Abbildung zur aktiven Überwachung beim niedrigen und 

günstig-intermediären Risikoprofil (Abbildung 2) bildet die zugehörigen 

Empfehlungen ab. 

b. Alle Therapieoptionen zur Aktiven Überwachung bzw. lokalen Therapie beim 

intermediären bzw. hohen Risikoprofil wurden aktualisiert. Die Empfehlungen 

zur Indikationsstellung und Durchführung der Therapien beim intermediären 

Risiko wurden in Abbildung 3 zusammengefasst. Die aktualisierten 

Empfehlungen betreffen: 

• Aktive Überwachung (6.13 und 6.14) 

• Radikale Prostatektomie und Lymphadenektomie (6.15 ff) 

• Perkutane Strahlentherapie, Fraktionierung, begleitende 

Androgendeprivation (6.19 ff) 

• Low bzw. High dose Rate Brachytherapie, ggf. Kombination mit perkutaner 

Strahlentherapie, begleitende Androgendeprivation (6.39 ff) 

c. Auch die Empfehlungen zu den lokalen Therapieverfahren beim lokal 

fortgeschrittenen Prostatakarzinom wurden aktualisiert (6.54 ff) 

d. Beim lymphknotenpositiven Prostatakarzinom wurde aufgrund aktueller 

Studiendaten eine „soll“-Empfehlung für eine erweiterte begleitende 

hormonablative Therapie mit GnRH-Analogon und Abirateron/Predniso(lo)n (2 

Jahre) ergänzt (6.70). 

e. Auch die Empfehlungen zur neoadjuvanten/adjuvanten Therapie bei radikaler 

Prostatektomie wurden geprüft und aktualisiert 

f. Neue Empfehlungen zum „Watchful Waiting“ wurden abgestimmt (6.90 ff). 

 

4. Überarbeitet wurden auch Teile des Kapitel 7 „Diagnostik und Therapie des 

rezidivierten oder metastasierten Prostatakarzinoms“, überwiegend auf der Basis 

aktueller Studien (systematische Literaturrecherche zum Thema Bildgebung für das 

Therapiemonitoring). 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

3

a. In Kapitel 7.2 „Therapie des PSA-Rezidivs“ wurde eine Empfehlung um die 

Therapieoption mit Enzalutamid ± Androgendeprivationstherapie beim high risk 

biochemischen Rezidiv ergänzt (7.11). 

b. In Kapitel 7.3 „Therapie des hormonsensitiven, metastasierten 

Prostatakarzinoms (mHSPC)“ wurde eine Empfehlung zur Therapie mit 

Darolutamid + ADT entsprechend der Studienlage inkl. dazugehöriger 

Ausführungsempfehlung ergänzt (7.30, 7.31). Das Flussdiagramm zu den 

Therapieoptionen beim mHPSC-Stadium wurde entsprechend aktualisiert 

(Abbildung 4). 

c. In Kapitel 7.4 „Therapie des androgenunabhängigen oder 

kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC)“ wurden 

Zwischenüberschriften zur leichteren Lesbarkeit eingefügt. Eine neue 

Empfehlung weist Lutetium (177Lu) Vipivotidtetraxetan als Therapieoption bei 

Patienten mit mCRPC nach Therapie mit Abirateron oder einem 

Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (Apalutamid, Darolutamid, Enzalutamid), 

die keine Chemotherapie bekommen können, aus (7.51). 

d. In Kapitel 7.5 „Lokale Therapie bei metastasiertem Prostatakarzinom“ 

wurden die Empfehlungen hinsichtlich der Gültigkeit geprüft bzw. modifiziert 

(perkutane Strahlentherapie bei neu diagnostiziertem, oligometastasiertem 

Prostatakarzinom mit „low volume“ CHAARTED-Kriterien mit konventionellem 

Staging (7.61). Eine Empfehlung, dass Patienten mit hohem lokalen 

Progressionsrisiko zusätzlich zur systemischen Therapie eine perkutane 

Strahlentherapie erhalten können, wurde ergänzt (7.62). 

e. Das Kapitel 7.7 „Bildgebung für das Therapiemonitoring beim mHSPC und 

mCRPC“ ergänzt die Leitlinie mit neu abgestimmten Empfehlungen (7.75 ff). 

f. Das vormalige Kapitel „Supportivtherapie und Palliativversorgung“ wurde in die 

beiden Kapitel 7.8 „Supportivtherapie“ sowie Kapitel 7.9 „Versorgung in der 

nicht-kurativen Therapiesituation“ aufgeteilt. Die Kapitel wurden umfassend 

überarbeitet und mit den S3-Leitlinien „Supportive Therapie“ und 

„Palliativmedizin“ harmonisiert. Die Prostatakarzinom-spezifischen 

Empfehlungen wurden geprüft und teilweise durch neue Empfehlungen ergänzt. 

 

Mit jeder neuen Version können nur Teile der Leitlinie aktualisiert werden. In den 

Kopfzeilen der Empfehlungen und Statements wurde vermerkt, wann diese erstellt 

bzw. aktualisiert wurden und ob sie modifiziert oder neu erstellt wurden, um eine 

Einordnung der Aktualität zu gewährleisten (vgl. Kapitel 2.1.3). 

Eine detaillierte Übersicht der Änderungen befindet sich im Kapitel 13 der 

Langversion der Leitlinie. 

Ergänzend zur ärztlichen Leitlinie wird eine aktualisierte Patientenleitlinie zur 

Verfügung gestellt (www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/patientenleitlinien/prostatakrebs). 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

4

Inhalt 

Wesentliche Neuerungen .......................................................................... 1 

1 Informationen zu dieser Leitlinie ...................................................... 9 

1.1 Herausgeber ......................................................................................................................... 9 

1.2 Federführende Fachgesellschaft(en) ....................................................................................... 9 

1.3 Finanzierung der Leitlinie ...................................................................................................... 9 

1.4 Kontakt ................................................................................................................................. 9 

1.5 Zitierweise ............................................................................................................................ 9 

1.6 Besonderer Hinweis ............................................................................................................... 9 

1.7 Ziele des Leitlinienprogramms Onkologie .............................................................................. 9 

1.8 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie ................................................................................. 10 

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe .............................................................................. 11 

1.9.1 Koordination .................................................................................................................. 11 

1.9.2 Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen ........................................................... 11 

1.9.3 Arbeitsgruppen und deren Mitglieder ............................................................................. 14 

1.9.4 Patientenbeteiligung ...................................................................................................... 14 

1.9.5 Methodische Begleitung ................................................................................................. 14 

1.10 Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................................... 14 

2 Einführung .................................................................................... 18 

3 Epidemiologie, Risikofaktoren, Prävention und Ernährung ................ 19 

3.1 Epidemiologie ..................................................................................................................... 19 

3.2 Risikofaktoren ..................................................................................................................... 19 

3.2.1 Risikofaktoren für das Auftreten eines Prostatakarzinoms .............................................. 19 

3.2.2 Testosteronsubstitution ................................................................................................. 19 

3.3 Prävention und Ernährung ................................................................................................... 20 

4 Früherkennung, Diagnostik und Stadieneinteilung ........................... 21 

4.1 Früherkennung .................................................................................................................... 21 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

5

4.1.1 Definition und allgemeine Anmerkungen ........................................................................ 21 

4.1.2 Tests zur Früherkennung des Prostatakarzinoms ............................................................ 21 

4.2 Diagnostik .......................................................................................................................... 23 

4.3 Stadieneinteilung ................................................................................................................ 29 

5 Pathologisch-anatomische Diagnostik ............................................. 33 

5.1 Allgemeine Grundsätze ....................................................................................................... 33 

5.1.1 Erforderliche klinische Angaben und Entnahme von Gewebeproben ................................ 33 

5.1.2 Histopathologische Karzinomdiagnose und Differenzialdiagnose .................................... 33 

5.1.3 Grading ......................................................................................................................... 34 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate........................................................... 35 

5.2.1 Stanzbiopsie .................................................................................................................. 35 

5.2.2 Präparat aus radikaler Prostatektomie ............................................................................ 36 

5.2.3 Transurethrales Resektionsmaterial ("TUR-P") und enukleierte noduläre Hyperplasie 

(sogenanntes Adenektomiepräparat) ........................................................................... 37 

5.2.4 Regionale Lymphadenektomie ........................................................................................ 37 

5.3 Prognostische Faktoren für das Prostatakarzinom ................................................................ 37 

5.4 Wissenschaftliche Untersuchungen von Gewebeproben ........................................................ 38 

6 Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms .................................. 39 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung ........................................................................................ 39 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils ............................................ 40 

6.2.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) ....................................................................... 40 

6.2.2 Ablehnung/Beendigung der Aktiven Überwachung ......................................................... 43 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils ................... 44 

6.3.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) beim intermediären Risikoprofil ...................... 45 

6.3.2 Radikale Prostatektomie ................................................................................................. 45 

6.3.3 Perkutane Strahlentherapie ............................................................................................ 46 

6.3.4 Brachytherapie ............................................................................................................... 49 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms ...................................................... 52 

6.4.1 Radikale Prostatektomie ................................................................................................. 52 

6.4.2 Perkutane Strahlentherapie ............................................................................................ 53 

6.4.3 Brachytherapie ............................................................................................................... 54 

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms ....................................................... 55 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

6

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie ........................... 55 

6.7 Fokale Therapie ................................................................................................................... 57 

6.7.1 Einleitung ...................................................................................................................... 57 

6.7.2 Statement ...................................................................................................................... 57 

6.7.3 Einsatz Fokaler Therapien .............................................................................................. 57 

6.7.4 Einzelne Verfahren der fokalen Therapie ........................................................................ 58 

6.8 Watchful Waiting ................................................................................................................. 59 

7 Diagnostik und Therapie des rezidivierten oder metastasierten 

Prostatakarzinoms ........................................................................ 60 

7.1 Definition und Diagnostik des Tumorrezidivs ....................................................................... 60 

7.2 Therapie des PSA-Rezidivs .................................................................................................. 62 

7.2.1 Systemische Therapie bei PSA-Rezidiv oder PSA-Progression ......................................... 62 

7.2.2 Salvage-Strahlentherapie des PSA-Rezidivs und der PSA-Persistenz nach radikaler 

Prostatektomie............................................................................................................ 63 

7.2.3 Salvage-Therapie der PSA-Progression nach Strahlentherapie ......................................... 64 

7.3 Therapie des hormonsensitiven, metastasierten Prostatakarzinoms (mHSPC) ........................ 65 

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder kastrationsresistenten Prostatakarzinoms 

(CRPC) ................................................................................................................................. 69 

7.4.1 Therapie des nicht-metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (nmCPRC) 70 

7.4.2 Therapie des metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCPRC) ........... 70 

7.4.3 Therapie des neuroendokrinen Prostatakarzinoms (NEPC) ............................................... 74 

7.5 Lokale Therapie bei metastasiertem Prostatakarzinom ......................................................... 75 

7.5.1 Präambel ....................................................................................................................... 75 

7.5.2 Perkutane Strahlentherapie und radikale Prostatektomie ................................................. 75 

7.6 Therapie von Knochenmetastasen........................................................................................ 77 

7.7 Bildgebung für das Therapiemonitoring beim mHSPC und mCRPC ........................................ 78 

7.8 Supportivtherapie ................................................................................................................ 79 

7.8.1 Definition ...................................................................................................................... 79 

7.8.2 Allgemeine supportive Maßnahmen ................................................................................ 79 

7.8.3 Spezifische supportive Behandlung häufiger unerwünschter therapiebedingter Wirkungen

 .................................................................................................................................. 80 

7.8.4 Unerwünschte Wirkungen der Hormonentzugstherapie ................................................... 81 

7.8.5 Unerwünschte Wirkungen der Androgenrezeptor-Signalweg Inhibitoren (ARPI) bzw. 

Abirateron .................................................................................................................. 82 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

7

7.8.6 Spezifische unerwünschte Wirkungen der Chemotherapie mit Taxanen ........................... 83 

7.8.7 Spezifische unerwünschte Wirkungen der systemischen Therapie mit Inhibitoren der Poly-

(ADP-ribose)-Polymerasen (PARPi) .............................................................................. 84 

7.8.8 Unerwünschte Wirkungen der Radioligandentherapie ...................................................... 84 

7.9 Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation ........................................................... 85 

7.9.1 Definition ...................................................................................................................... 85 

7.9.2 Zielsetzung .................................................................................................................... 85 

7.9.3 Diagnostik ..................................................................................................................... 85 

7.9.4 Allgemeine Maßnahmen ................................................................................................. 86 

7.9.5 Spezifische Maßnahmen ................................................................................................. 87 

7.9.6 Therapiebegrenzung ...................................................................................................... 88 

7.9.7 Versorgungsstrukturen .................................................................................................. 89 

8 Rehabilitation ................................................................................ 90 

8.1 Rehabilitation nach kurativer intendierter Therapie .............................................................. 90 

8.2 Rehabilitation für Patienten unter Hormonentzugstherapie .................................................. 91 

8.3 Rehabilitation für Patienten in der Palliativsituation .............................................................. 92 

9 Nachsorge ..................................................................................... 93 

9.1 Nachsorge nach lokaler kurativ intendierter Therapie ........................................................... 93 

9.2 Testosteronsubstitution nach Prostatakarzinom ................................................................... 94 

9.3 Follow-up unter hormonablativer Therapie .......................................................................... 94 

10 Psychosoziale Aspekte und Lebensqualität ...................................... 95 

10.1 Aufklärung und Beratung..................................................................................................... 95 

10.2 Psychosoziale Unterstützung ............................................................................................... 96 

11 Anhang ......................................................................................... 97 

11.1 Qualitätsindikatoren ............................................................................................................ 97 

11.2 Forschungsfragen ............................................................................................................... 97 

11.3 Änderungen in der Version 8 ............................................................................................... 97 

11.4 Grundlagen der Methodik .................................................................................................... 97 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

8

12 Tabellenverzeichnis ....................................................................... 99 

13 Abbildungsverzeichnis ................................................................. 100 

14 Literaturverzeichnis ..................................................................... 101 

 

 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

9

1 Informationen zu dieser Leitlinie 

1.1 Herausgeber 

Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen 

Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e. V. 

(DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH). 

1.2 Federführende Fachgesellschaft(en) 

 

 

1.3 Finanzierung der Leitlinie 

Diese Leitlinie wurde von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des 

Leitlinienprogramms Onkologie gefördert. 

1.4 Kontakt 

Office Leitlinienprogramm Onkologie 

c/o Deutsche Krebsgesellschaft e. V. 

Kuno-Fischer-Straße 8 

14057 Berlin 

leitlinienprogramm@krebsgesellschaft.de 

www.leitlinienprogramm-onkologie.de 

1.5 Zitierweise 

Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, 

AWMF): S3-Leitlinie Prostatakarzinom, Kurzversion 8.1, 2025, AWMF-

Registernummer: 043-022OL https://www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/; Zugriff am [tt.mm.jjj] 

1.6 Besonderer Hinweis 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

1.7 Ziele des Leitlinienprogramms Onkologie 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

1.8 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

10

1.8 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie 

Bei diesem Dokument handelt es sich um die Kurzversion der S3-Leitlinie 

Prostatakarzinom, welche über folgende Seiten zugänglich ist 

• Leitlinienprogramm Onkologie (https://www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/) 

• AWMF (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/043-022OL) 

• Guidelines International Network (www.gin.net) 

 

  Neben der Kurzversion gibt es folgende ergänzende Dokumente: 

• Langfassung der Leitlinie 

• Leitlinienreport zur Leitlinie 

• Evidenztabellen zur Leitlinie 

• Patientenleitlinie "Früherkennung von Prostatakrebs" 

• Patientenleitlinie “Prostatakrebs 1 - Lokal begrenztes Prostatakarzinom“ 

• Patientenleitlinie "Prostatakrebs 2 - Lokal fortgeschrittenes und 

metastasiertes Prostatakarzinom" 

• Englische Übersetzung (geplant) 

• Foliensatz 

 

Nähere Informationen zu Vorversionen finden sich in der Dokumentationshistorie 

(https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/). 

Die Leitlinie ist außerdem in der App des Leitlinienprogramms Onkologie enthalten. 

Weitere Informationen unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/app/ 

 

 

 

 

 

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

11

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

Die Mitwirkenden an der Leitlinie werden im Folgenden benannt. 

1.9.1 Koordination 

 

Leitlinienkoordination 

Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm, Prof. Dr. Bernhard Wörmann (Co-Koordinator) 

Steuergruppe der Leitlinie 

Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm (Vorsitzender), PD Dr. Dirk Böhmer, Prof. Dr. Christian 

Bolenz, Prof. Dr. Tobias Franiel, Prof. Dr. Michael Fröhner, Prof. Dr. Peter Jürgen 

Goebell, Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Prof. Dr. Ken Herrmann, Prof. Dr. Glen 

Kristiansen, Prof. Dr. Thomas Wiegel (stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. 

Bernhard Wörmann. 

Koordinationsteam 

Anne Berkholz, M.Sc., Dr. Julia Lackner, MPH, Dr. Stefanie Schmidt, MPH (alle 

UroEvidence der DGU), Dr. Katharina Leucht (Jena) 

1.9.2 Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

Nachfolgend sind die an der Leitlinienaktualisierung beteiligten medizinischen 

Fachgesellschaften und sonstigen Organisationen sowie deren mandatierte Vertreter 

aufgeführt. Nähere Informationen zu den Beteiligten der Vorversionen finden sich in 

der Dokumentationshistorie (https://www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/). 

Tabelle 1: Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

(alphabetisch) 

Personen 

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Rehabilitation und 

Sozialmedizin in der DKG (AGORS) 

Prof. Dr. Freerk Baumann 

Dr. Wilfried Hoffmann - Stellvertreter 

Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin 

in der Onkologie in der DKG (PRiO) 

Prof. Dr. Oliver Micke 

Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie in der DKG 

(ARO) 

PD Dr. Dirk Böhmer 

Prof. Dr. Stefan Höcht 

PD Dr. Bülent Polat 

Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie der 

Deutschen Krebsgesellschaft (AUO) 

Prof. Dr. Peter Hammerer 

Prof. Dr. Axel Merseburger 

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

12

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

(alphabetisch) 

Personen 

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG 

(PSO) 

Dr. André Karger 

Berufsverband Deutscher Pathologinnen und Pathologen 

(BDP) 

Prof. Dr. Arndt Hartmann 

Prof. Dr. Glen Kristiansen 

Prof. Dr. Guido Sauter 

Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten (BVDST) Prof. Dr. Arndt-Christian Müller 

Prof. Dr. Peter Niehoff 

Prof. Dr. Constantinos Zamboglou 

Prof. Dr. Daniel Zips 

Berufsverband der Deutschen Radiologen (BDR) Prof. Dr. Patrick Asbach 

Prof. Dr. Kolja Thierfelder - 

Stellvertreter 

Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) Prof. Dr. Peter Jürgen Goebell 

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) Ernst-Günther Carl 

Udo Ehrmann 

Joachim Guderian 

Werner Seelig 

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und 

Familienmedizin (DEGAM) 

Prof. Dr. Thomas Kötter 

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) Prof. Dr. Andreas Wiedemann 

Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) Dr. Bernd Auber - * 

PD Dr. Alexander Volk 

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische 

Onkologie (DGHO) 

Prof. Dr. Ulrich Kaiser 

Prof. Dr. Bernhard Wörmann 

Prof. Dr. Gunhild von Amsberg 

Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und 

Laboratoriumsmedizin (DGKL) 

Prof. Dr. Stefan Holdenrieder 

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) Prof. Dr. Matthias Eiber 

Prof. Dr. Ken Herrmann 

Prof. Dr. Bernd Krause 

Prof. Dr. Kambiz Rahbar 

Prof. Dr. Ali Afshar-Oromieh - 

Stellvertreter 

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

13

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

(alphabetisch) 

Personen 

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) Dr. Peter Kirschner 

Dr. Claudia Schmalz - Stellvertreterin 

Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) Prof. Dr. Arndt Hartmann 

Prof. Dr. Glen Kristiansen 

Prof. Dr. Guido Sauter 

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) Prof. Dr. Daniel Aebersold 

Prof. Dr. Ute Ganswindt 

PD Dr. Nina-Sophie Schmidt-

Hegemann 

Prof. Dr. Thomas Wiegel 

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin 

(DEGUM) 

Prof. Dr. Stephan Kruck 

Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) Prof. Dr. Peter Albers 

PD Dr. Burkhard Beyer 

Prof. Dr. Andreas Blana 

Prof. Dr. Christian Bolenz 

Prof. Dr. Angelika Borkowetz 

Prof. Dr. Martin Burchardt 

Prof. Dr. Maximilian Burger 

Prof. Dr. Michael Fröhner 

Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm 

Prof. Dr. Boris Hadaschik 

Prof. Dr. Oliver Hakenberg 

Prof. Dr. Axel Heidenreich 

Prof. Dr. Julia Heinzelbecker 

Dr. Thomas-Oliver Henkel 

PD Dr. Thomas Höfner 

PD Dr. Anne-Sophie Knipper 

Prof. Dr. Tillmann Loch 

Prof. Dr. Gerd Lümmen 

Dr. Stefan Machtens 

Prof. Dr. Carsten-Henning Ohlmann 

Prof. Dr. Manuel Ritter 

Prof. Dr. Martin Schostak 

Prof. Dr. Stefan Siemer 

Prof. Dr. Dr. Arnulf Stenzl 

Prof. Dr. Thomas Steuber 

Prof. Dr. Derya Tilki 

Dr. Sigrid Wagner - * 

Prof. Dr. Friedhelm Wawroschek 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

14

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

(alphabetisch) 

Personen 

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) Prof. Dr. Tobias Franiel 

Prof. Dr. Sascha Kaufmann 

Prof. Dr. Lars Schimmöller 

Prof. Dr. Dipl.-Phys. Heinz-Peter 

Schlemmer 

 

*Die DGU benannte zusätzlich Herrn Dr. Bernd Auber (Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (DfG)) 

und Frau Dr. Sigrid Wagner (Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU)), diese waren für diese Version 

nicht aktiv an der Erstellung der Leitlinie beteiligt. 

1.9.3 Arbeitsgruppen und deren Mitglieder 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

1.9.4 Patientenbeteiligung 

Während des gesamten Erstellungsprozesses waren Patientenvertreter (Herr Carl, 

Herr Ehrmann, Herr Guderian, Herr Seelig) des Bundesverbandes Prostatakrebs 

Selbsthilfe e. V. an der Erarbeitung und Abstimmung der Empfehlungen direkt 

beteiligt. 

1.9.5 Methodische Begleitung 

• Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen 

Fachgesellschaften, AWMF (Dr. Monika Nothacker) 

• Leitlinienprogramm Onkologie, OL (Dr. Markus Follmann, Thomas Langer, 

Gregor Wenzel) 

• UroEvidence (Anne Berkholz, Dr. Julia Lackner, Dr. Stefanie Schmidt) 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

Tabelle 2: Abkürzungsverzeichnis 

Abkürzung Erläuterung 

ADT Androgendepivationstherapie 

AHB Anschlussheilbehandlung 

AP Anteroposterior 

ARPI Androgenrezeptor-Signalweg Inhibitoren (engl.: Androgen receptor pathway 

inhibitor) 

AS Aktive Überwachung (engl.: Active Surveillance) 

ASA American Society of Anesthesiologists 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

15

Abkürzung Erläuterung 

ASAP Atypische kleine drüsige Proliferation (engl.: atypical small acinar proliferation) 

ATYP Atypische Drüsen, die auf Prostatakrebs hindeuten (engl.: atypical glands suspicious 

for prostate Cancer 

AVPC Aggressive Variante eines Prostatakarzinoms (engl.: aggressive variant prostate 

cancer) 

AWMF Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. 

CRPC kastrationsresistentes Prostatakarzinom (engl.: castration-resistant prostate cancer) 

CT Computertomographie 

DGU Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. 

DKG Deutsche Krebsgesellschaft e.V. 

DKH Stiftung Deutsche Krebshilfe 

DNS Desoxyribonukleinsäure 

DRU Digital-rektale Untersuchung 

EAU European Association of Urology 

EBRT perkutane Strahlentherapie / external beam radiotherapy 

ECOG Eastern Cooperative Oncology Group 

EK Expertenkonsens 

FDG Fluordesoxyglucose 

GG Gradierungsgruppe nach ISUP (engl.: Grade Group) 

GnRH Gonadotropin-Releasing-Hormone 

GoR Grad der Empfehlung (engl.: Grade of Recommendation) 

Gy Kurzbezeichnung für die Maßeinheit der Energiedosis Gray 

HDR Hohe Dosisrate (engl.: high dose rate) 

HE Hämatoxylin-Eosin-Färbung 

HIFU Hochintensiver fokussierter Ultraschall 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

16

Abkürzung Erläuterung 

HRR homologe Rekombinationsreparatur 

HT Hormontherapie 

ICI Intrakavernöse Injektionen (engl.: Intracavernosal injections) 

IDC-P Intraduktales Karzinom der Prostata (engl.: intraductal carcinoma of the prostate) 

IGRT Bildgesteuerte Strahlentherapie (engl.: image-guided radiation therapy) 

IMRT intensitätsmodulierte Radiotherapie 

IRE Irreversible Elektroporation 

ISUP International Society of Urologic Pathology, Internationale Gesellschaft für 

Urologische Pathologie 

ISAR Identification of Seniors at Risk 

KI Konfidenzintervall 

LDR Niedrige Dosisrate (engl.: low-dose rate) 

mCRPC Metastasiertes, kastrationsresistentes Prostatakarzinom (engl.: metastatic 

castration-resistant prostate cancer) 

mHSPC Metastasiertes, hormonsensitives Prostatakarzinom (engl.: metastatic hormone-

sensitive prostate cancer) 

MMR Fehlpaarungsreparatur (engl.: MismatchRepair) 

mpMRT multiparametrische Magnetresonanztomografie 

MRT Magnetresonanztomographie 

MUSE System zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion (engl.: medicated urethral system 

for erection) 

NCCN National Comprehensive Cancer Network 

NEPC Neuroendokrines Prostatakarzinom (engl.: neuroendocrine prostate cancer) 

nmCRPC Nicht-metastasiertes, kastrationsresistentes Prostatakarzinom (engl.: nonmetastatic, 

castration-resistant prostate cancer) 

OL Leitlinienprogramm Onkologie 

PARP Poly(ADP-ribose) Polymerase 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

17

Abkürzung Erläuterung 

PARPI Poly(ADP-ribose) Polymerase-Inhibitoren 

PDE Phosphodiesterase 

PET Positronen-Emissions-Tomographie 

PET/CT Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie 

PI-RADS Prostate Imaging Reporting and Data System 

PIN Prostatische intraepitheliale Neoplasie 

Pn1 Perineuralscheideninfiltration 

PSA Prostata-spezifisches Antigen 

PSMA Prostata-spezifisches Membranantigen 

RCT Randomisierte kontrollierte Studie / Randomized Controlled Trial 

RFA Radiofrequenzablation 

RPE Radikale Prostatektomie 

RT Radiotherapie (engl.: radiotherapy) 

S3 Qualitätsstufe einer Leitlinie nach AWMF-Klassifikation 

SBRT Stereotaktische Bestrahlung (engl.: stereotactic body radiation therapy) 

SKAT Schwellkörper-Autoinjektionstherapie 

SIGN Scottish Intercollegiate Guidelines Network 

SRT Salvageradiotherapie 

TNM Tumor, Node, Metastasis (Staging-System); Präfix c: klinisch, Präfix p: pathologisch 

TURP Transurethrale Resektion der Prostata 

VTP Vaskulär-gezielte photodynamische Therapie (engl.: vascular-targeted photodynamic 

therapy) 

WHO Welt-Gesundheitsorganisation (engl.: World Health Organization) 

 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

18

2 Einführung 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

3.1 Epidemiologie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

19

3 Epidemiologie, Risikofaktoren, 

Prävention und Ernährung 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

3.1 Epidemiologie 

3.2 Risikofaktoren 

3.2.1 Risikofaktoren für das Auftreten eines Prostatakarzinoms 

Nr. Empfehlungen/Statements 

3.1 Männer sollen darauf hingewiesen werden, dass das Alter der wichtigste Risikofaktor für 

das Auftreten eines Prostatakarzinoms ist. 

(Zu den Konsequenzen in Hinblick auf Früherkennung und Screening siehe Kapitel 4.1.2 

„PSA und DRU in Früherkennung/ Screening“). 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

3.2 Männer, deren Brüder und/oder Väter an einem Prostatakarzinom erkrankt sind/waren, 

sollen auf das über zweifach erhöhte Risiko aufmerksam gemacht werden, im Laufe ihres 

Lebens ein Prostatakarzinom zu entwickeln. 

GoR: A Evidenzlevel: 2++ Quellen: [1], [2], [3] 

3.2.2 Testosteronsubstitution 

Nr. Empfehlungen/Statements 

3.3 Bei hypogonadalen Patienten ohne klinisch erkennbares Prostatakarzinom kann 

Testosteron substituiert werden. Bisher wurde ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines 

Prostatakarzinoms nicht nachgewiesen. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1+ Quellen: [4], [5], [6], [7], [8], [9], [10], [11], [12] 

3.4 Bei Nachweis eines Hypogonadismus soll der Patient vor einer Testosteronsubstitution 

digital-rektal untersucht und der PSA-Wert soll bestimmt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

 

3.3 Prävention und Ernährung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

20

3.3 Prävention und Ernährung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

3.5 Männer sollen über eine gesunde Lebensweise beraten werden. Hierzu gehören Aspekte der 

Ernährung, der körperlichen Bewegung und der psychosozialen Situation. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

3.6 Die Einnahme von 5-alpha-Reduktase-Hemmer(n) reduziert die Häufigkeit des Nachweises 

von Prostatakarzinomen und Präneoplasien (High-Grade Prostatic Intraepithelial Neoplasia 

(PIN)). Allerdings existieren keine Hinweise zur Auswirkung auf tumorspezifische Mortalität 

oder Gesamtmortalität. Der PSA-Wert wird durch 5-alpha-Reduktase-Hemmer abgesenkt. In 

Deutschland sind 5-alpha-Reduktase-Hemmer zur Prävention des Prostatakarzinoms nicht 

zugelassen. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Quellen: [13], [14], [15], [16] 

Expertenmeinung 

 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

21

4 Früherkennung, Diagnostik und 

Stadieneinteilung 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

4.1 Früherkennung 

4.1.1 Definition und allgemeine Anmerkungen 

4.1.2 Tests zur Früherkennung des Prostatakarzinoms 

Nr. Empfehlungen/Statements 

4.1 Zur Früherkennung von Prostatakarzinomen soll keine digital-rektale 

Untersuchung erfolgen. 

GoR: A Evidenzlevel: 2+ Quellen: [17], [18], [19] 

4.2 Männer ab dem Alter von 45 Jahren mit einer Lebenserwartung von mindestens 

10 Jahren, die eine Prostatakarzinom-Früherkennung wünschen, sollen 

ergebnisoffen über die Vor- und Nachteile beraten werden (siehe Tabelle 3). 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.3 Männern, die nach dieser Beratung weiter eine Früherkennung wünschen, soll die 

Bestimmung eines Prostata-spezifischen Antigen (PSA)-Wertes angeboten werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.4 Entsprechend der Höhe des PSA-Wertes soll eine Risikozuordnung und eine 

risikoadaptierte Empfehlung zur Früherkennungsstrategie und weiteren 

Diagnostik erfolgen. 

Basis-PSA-Wert Risikozuordnung Empfehlung 

<1,5 ng/ml niedriges Risiko 5-jährliche Intervalle 

1,5 ng/ml – 2,99 ng/ml intermediäres Risiko 2-jährliche Intervalle 

≥3 ng/ml (kontrolliert) hohes Risiko Diagnostik 

 

GoR: A Evidenzlevel: 1-, 3 Quellen: [17], [20], [21], [22], [23], [24] 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

22

Nr. Empfehlungen/Statements 

4.5 Ein erhöhter PSA-Wert ≥3 ng/ml soll vor der weiteren Diagnostik unter 

Berücksichtigung von Einflussfaktoren innerhalb von 3 Monaten kontrolliert 

werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [25], [17], [23] 

4.6 Bei einem kontrolliert erhöhten PSA-Wert ≥3 ng/ml soll eine urologische 

Konsultation erfolgen. Bestätigt sich dabei ein Risiko für ein Prostatakarzinom, 

soll eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata erfolgen. 

GoR: A Evidenzlevel: 1-, 2+ Quellen: [21], [26], [27], [28], [20], [17], [29], 

[23] 

4.7 Männern mit einer familiären Belastung (≥ ein erstgradig Verwandter) soll ein 

PSA-basiertes Screening ab einem Alter von 45 Jahren angeboten werden. 

 

Konsensbasierte Empfehlung 

Verknüpfte Empfehlungen: 4.8, 4.9, 4.10 

4.8 

 

 

 

4.9 

 

 

 

4.10 

Männern ab einem Alter von 40 Jahren mit einer pathogenen Variante in den 

Genen BRCA2, MSH2 oder MSH6 sollte eine Konsultation im Rahmen einer 

Risikosprechstunde angeboten werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Bei Vorliegen einer pathogenen Variante in den Genen BRCA2, MSH2 oder MSH6 

sollen eine PSA-Bestimmung und eine MRT der Prostata erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Bei Vorliegen einer pathogenen Variante und PI-RADS 3-5 in der MRT und/oder 

einem PSA-Wert von ≥3 ng/ml sollte eine MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der 

Prostata empfohlen werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

23

Tabelle 3: Vor- und Nachteile eines PSA-basierten Prostatakarzinom-Screenings 

Vorteile • Reduktion der Sterblichkeit am Prostatakarzinom bzw. der Metastasierung 

[20]: 

o ca. 3 von 1.000 gescreenten Männern sterben nicht am 

Prostatakarzinom 

o ca. 4 von 1.000 gescreenten Männern bekommen keine Metastasen 

• Reduktion der Früherkennungsuntersuchungen durch einen Basis-PSA-Wert 

im Alter von 45 Jahren [17]: 

o 9 von 10 Männer haben im Alter von 45 Jahren einen Basis-PSA-Wert 

<1,5 ng/ml und benötigen dann für 5 Jahre keinen weiteren Test 

Nachteile • psychologische Belastung und Nebenwirkung der Diagnostik bei früh 

erkannten, aber nicht lebensbedrohlichen Tumoren [30], [31] 

• sog. „Überdiagnose“ bei ca. 14 Männern, um einen Todesfall zu vermeiden 

[20] 

• Gefahr der „Übertherapie“, wenn Tumore, die nicht lebensbedrohlich sind, 

operiert oder bestrahlt werden [20], [17] 

• unnötige Diagnostik bei erhöhten Basis-PSA-Werten ohne Tumornachweis 

(falsch-positiver Befund, 3 von 10 MRTs zeigen einen unauffälligen Befund, 3 

von 4 Biopsien bei erhöhtem PSA-Wert zeigen keinen Tumor, 1 von 4 Biopsien 

nach auffälliger MRT zeigen keinen Tumor [32]) 

• geringe Wahrscheinlichkeit einer falschen Sicherheit durch unauffällige 

Basis-PSA-Werte trotz Nachweis eines klinisch signifikanten Tumors (falsch-

negativer Befund; 0,7 von 1.000) [17] 

• häufige Wiederholung von PSA-Tests bei 1 von 10 Männern mit einem Basis-

PSA Wert von 1,5-3 ng/ml (alle zwei Jahre) [17] 

• in seltenen Fällen (1,0-1,4 %) führt die Biopsie zu behandlungsbedürftigen 

Infektionen [33] 

4.2 Diagnostik 

Nr. Empfehlungen/Statements 

4.11 Bei klinischem Verdacht auf ein Prostatakarzinom (erhöhter PSA-Wert, 

Symptome) sollen Männer im Rahmen einer urologischen Konsultation über die 

Vor- und Nachteile einer Diagnostik und deren Konsequenzen beraten werden. 

Insbesondere soll über die Aussagekraft von positiven und negativen 

Testergebnissen, Überdiagnosen sowie über gegebenenfalls erforderliche weitere 

Maßnahmen informiert werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

24

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 4.12, 4.13 

4.12 

 

 

 

 

4.13 

Eine MRT der Prostata im Rahmen der Primärdiagnostik soll ab einer bestätigten 

Erhöhung des PSA-Werts von >3 ng/ml und vor einer Biopsie erfolgen, sofern 

hieraus handlungsrelevante Konsequenzen resultieren. 

GoR: A Evidenzlevel: 2++, 2- Quellen: [34], [35], [36], [37], [27], [28], [29], 

[38], [39] 

Vor der Durchführung einer MRT der Prostata soll das individuelle Risiko zur 

Detektion eines Prostatakarzinoms unter Berücksichtigung des Alters, der 

Anamnese, der mutmaßlichen Lebenserwartung, der familiären Belastung, der 

digital-rektalen Untersuchung und der Ultraschall-gestützten Bestimmung der 

PSA-Dichte mit dem Patienten besprochen werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2+, 1- Quellen: [40], [35], [36], [37], [27], [28], [41], 

[42] 

4.14 Bei klinischem Verdacht auf ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom oder wenn 

eine Kontraindikation für eine MRT vorliegt, kann eine histologische Sicherung 

ohne vorangegangene MRT erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.15 Die Durchführung einer MRT soll entsprechend den aktuellen Qualitätsstandards 

und die Befundung durch einen für die MRT der Prostata zertifizierten Radiologen 

(Q2-Zertifikat der Deutsche Röntgengesellschaft) erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.16 Die Stanzbiopsie soll unter Berücksichtigung aller bildmorphologischen 

Information erfolgen. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+, 2++ Quellen: [34], [35], [36], [37], [43], [44] 

4.17 Die in der MRT beschriebenen Karzinom-suspekten Herde (PI-RADS 4 und 5) sollen 

durch die Entnahme von 2-3 Zylindern pro Herd gezielt biopsiert werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2++ Quellen: [34], [35], [36], [37] 

4.18 PI-RADS 3 Befunde in der MRT der Prostata sollen bei niedrigem individuellem 

Risiko nicht biopsiert werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2++ Quellen: [34], [35], [36], [37] 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

25

Nr. Empfehlungen/Statements 

4.19 Die gezielte Biopsie sollte über eine Software-basierte MRT/Ultraschall-

Fusionsbiopsie, oder als MRT-gestützte Biopsie („in-bore“ 1 ) erfolgen. 

1 gezielte Biopsie direkt im MRT 

GoR: B Evidenzlevel: 2++ Quellen: [34] 

4.20 Zusätzlich zur MRT-gezielten Biopsie sollte im Rahmen der Erstbiopsie eine 

systematische Biopsie erfolgen. 

GoR: B Evidenzlevel: 2++ Quellen: [34],[35], [36], [37] 

4.21 Im Rahmen der Re-Biopsie nach tumorfreier Erstbiopsie kann auf eine zusätzliche 

systematische Biopsie verzichtet werden, wenn die systematische Biopsie initial 

durchgeführt wurde. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 2++ Quellen: [34], [35], [36], [37] 

4.22 Eine periläsionale Biopsie (in der Penumbra der MRT-suspekten Läsion) kann 

durchgeführt werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 2++, 2+ Quellen: [45],[46], [47], [48] 

4.23 Bei PI-RADS 1 und 2 Befunden soll keine Biopsie durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.24 Die transrektale Ultraschalluntersuchung, auch als Hochfrequenz-Ultraschall, 

kann als ergänzende bildgebende Diagnostik eingesetzt werden, wenn sie den 

geltenden Qualitätsanforderungen genügt. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 2++ Quellen: [49], [50], [51], [52] 

4.25 Eine auf künstlicher Intelligenz-basierte Ultraschall-Bildanalyse kann bei 

transrektal Ultraschall-gestützter Biopsie genutzt werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1+ Quellen: [53], [54], [44] 

4.26 Andere Ultraschall-Untersuchungsmethoden, wie der Kontrastmittel-verstärkte 

Ultraschall, Ultraschall-Elastographie und Histoscanning sollen nicht zur 

Primärdiagnostik eingesetzt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1-, 3 Quellen: [55], [56], [57], [58], [59], [60], [61], 

[62] 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

26

Nr. Empfehlungen/Statements 

4.27 Die erneute gezielte Biopsie kann auch in Form einer MRT „in-bore“ 1 -Biopsie 

durchgeführt werden. 

1 gezielte Biopsie direkt im MRT 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1- Quellen: [63], [64], [65], [66], [67], [68] 

4.28 Nach negativer systematischer Biopsie ohne vorherige MRT soll bei 

fortbestehendem Karzinom-Verdacht eine Bildgebung mittels MRT, den geltenden 

Qualitätsstandards entsprechend, erfolgen. 

GoR: A Evidenzlevel: 2++ Quellen: [69], [70], [65], [68] 

4.29 Nach negativer Re-Biopsie soll bei gleichbleibenden klinischen Parametern (PSA, 

PSA-Dichte) keine weitere invasive Intervention erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.30 Die Stanzbiopsie soll gezielt unter bildgebender Kontrolle unter Einbeziehung der 

Lokalisationsinformationen transperineal oder transrektal erfolgen. 

GoR: A Evidenzlevel: 1++, 1- Quellen: [33], [71], [32] 

4.31 Bei Durchführung einer systematischen Stanzbiopsie im Rahmen einer gezielten 

Biopsie oder wenn eine MRT nicht durchgeführt werden kann, sollen alle 

Sextanten der Prostata mit insgesamt zehn bis zwölf Gewebezylindern abgedeckt 

werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1++ Quellen: [72] 

4.32 Die transrektale Stanzbiopsie soll unter Antibiotikaprophylaxe erfolgen. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [73], [74] 

4.33 Bei Risikopatienten sollte ein Rektalabstrich erfolgen. 

GoR: B Evidenzlevel: 1++, 1- Quellen: [33], [71], [32] 

4.34 Povidon-Jod kann bei der transrektalen Biopsie angewendet werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

27

Nr. Empfehlungen/Statements 

4.35 Bei der transperinealen Stanzbiopsie kann auf eine Antibiotikaprophylaxe 

verzichtet werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1++, 1- Quellen: [75], [76], [33], [32], [71] 

4.36 Zur Verminderung des Schmerzempfindens während der Stanzbiopsie der 

Prostata soll eine Anästhesie vorgenommen werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1++ Quellen: [77], [78], [79], [80], [81], [82] 

4.37 Männern mit metastasiertem Prostatakarzinom soll eine Vorstellung in einer 

humangenetischen Sprechstunde und eine Keimbahn-Testung Prostatakarzinom-

relevanter Gene angeboten werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.38 Männer mit einem Prostatakarzinom und einem Hinweis auf ein familiäres 

Tumorrisikosyndrom (u.a. erblicher Brust-/Eierstockkrebs, Lynch-Syndrom) soll 

eine Vorstellung in einer humangenetischen Sprechstunde und eine Keimbahn-

Testung angeboten werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

28

 

Abbildung 1: Algorithmus zur Früherkennung und Diagnostik des Prostatakarzinoms 

mit Verweis auf ausgewählte Empfehlungen 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

29

4.3 Stadieneinteilung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

4.39 Zur Bestimmung der klinischen T-Kategorie sollen der digital-rektale Untersuchungsbefund 

und die Magnetresonanztomographie herangezogen werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2- Quellen: [83], [84] 

4.40 Patienten mit Tumorkategorie cT1 und low-risk-Parametern sollen nach 

Magnetresonanztomographie vor Biopsie keine bildgebenden Untersuchungen zum Staging 

(Skelettszintigrafie, Computertomographie, Positronen-Emissions-

Tomographie/Computertomographie) erhalten. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.41 Für Patienten mit günstigem intermediärem Risiko (favorable intermediate risk) besteht 

ein geringes Risiko für Metastasen. Daher sollte von einer weiteren Ganzkörper-Staging-

Bildgebung abgesehen werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

4.42 Die PSMA-PET-Bildgebung hat eine höhere Genauigkeit für den Nachweis von 

Prostatakarzinom-Metastasen als die Kombination aus Computertomographie und 

Knochenszintigraphie. 

GoR: ST Evidenzlevel: 1+, 2- Quellen: [85], [86], [83], [87] 

4.43 Patienten mit einem unfavorable intermediate risk oder high risk/very high risk 

Prostatakarzinom sollen vor der Entscheidung über eine therapeutische Maßnahme ein 

Staging erhalten. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [85], [88] 

4.44 Die PSMA-PET/CT soll beim Prostatakarzinom mit Risikofaktoren für eine 

Fernmetastasierung (ISUP GG ≥3 oder T-Kategorie cT3/cT4 oder PSA ≥20 ng/ml) zur 

Ausbreitungsdiagnostik eingesetzt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+, 2- Quellen: [85], [86], [87], [83] 

4.45 Nomogramme können bei nachgewiesenem Prostatakarzinom zur Einschätzung der 

lokalen Ausbreitung und der Prognose herangezogen werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 2+ Quellen: [89], [90], [91] 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

30

Nr. Empfehlungen/Statements 

4.46 Im Falle der Verwendung sollen extern validierte Nomogramme benutzt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

Tabelle 4: Risikogruppen nach D’Amico (D’Amico AV et al. 1998) 

Das lokal begrenzte Prostatakarzinom wird nach D´Amico et al. 1998 bezüglich der 

Entwicklung eines Rezidivs in Risikogruppen eingeteilt [92]: 

Niedriges Risiko PSA ≤10 ng/ml und ISUP-Grad 1 (Gleason-Score 6) und cT-Kategorie 1c, 2a. 

Intermediäres     

(im Folgenden: 

mittleres) Risiko 

PSA >10 ng/ml - 20 ng/ml oder ISUP-Grad 2 oder 3 (Gleason-Score 7) oder  cT-

Kategorie 2b. 

Hohes Risiko PSA > 20 ng/ml oder ISUP-Grad ≥4 (Gleason-Score ≥8) oder cT-Kategorie 2c 

[92], [93] 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

31

Tabelle 5: Risikogruppeneinteilung (nach NCCN 1.2025; eigene Übersetzung) 

Risikogruppe Klinische und pathologische Faktoren 

Sehr niedrig Erfüllt alle der folgenden Kriterien: 

• cT1c 

• ISUP-Grad 1 

• PSA <10 ng/mL 

• <3 positive Biopsiezylinder, ≤50 % Tumorinfiltration je Zylinder 

• PSA-Dichte <0,15 ng/mL/g 

Niedrig Erfüllt alle der folgenden Kriterien, aber nicht die Voraussetzungen für ein sehr 

niedriges Risiko 

• cT1-cT2a 

• ISUP-Grad 1 

• PSA <10 ng/mL 

Intermediär Erfüllt alle der folgenden 

Kriterien: 

• Keine 

Hochrisikofaktoren 

• Keine sehr hohen 

Risikofaktoren 

Erfüllt ≥1 intermediären 

Risikofaktor: 

• cT2b-cT2c 

• ISUP-Grad 2 oder 3 

• PSA 10-20 ng/mL 

Günstig 

intermediär 

Erfüllt alle der folgenden 

Kriterien: 

• 1 intermediärer 

Risikofaktor 

• ISUP-Grad 1 oder 2 

• <50 % positive 

Biopsiezylinder (z. B. <6 

von 12 Stanzen) 

Ungünstig 

intermediär 

Erfüllt ≥1 der folgenden Kriterien: 

• 2 oder 3 intermediäre 

Risikofaktoren 

• ISUP-Grad 3 

• ≥50 % positive 

Biopsiezylinder (z.B. ≥6 

von 12 Stanzen) 

Hoch Erfüllt ≥1 Hochrisikofaktor, aber nicht die Kriterien für ein sehr hohes Risiko: 

• cT3-cT4 

• ISUP-Grad 4 oder 5 

• PSA >20 ng/mL 

Sehr hoch Erfüllt mindestens zwei der folgenden Kriterien: 

• cT3-cT4 

• ISUP-Grad 4 oder 5 

• PSA >40 ng/mL 

Quelle: [94] 

 

 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

32

Tabelle 6: EAU-Risikoeinteilung für das lokal begrenzte und lokal fortgeschrittene 

Prostatakarzinom (nach EAU Guideline, LIMITED UPDATE APRIL 2024) 

Definition 

Niedrigrisiko Intermediäres Risiko Hochrisiko 

PSA <10 ng/ml 

und ISUP Grad 1 

und cT1-2a* 

PSA 10–20 ng/ml 

oder ISUP Grade 2 oder 3 

oder cT2b* 

PSA >20 ng/ml 

oder ISUP Grade 4 oder 5 

oder cT2c* 

jeder PSA-Wert 

jeder ISUP-Grade 

cT3-4* oder cN+** 

Lokal begrenzt Lokal 

fortgeschritten 

ISUP = International Society of Urological Pathology; PSA = prostate-specific antigen;                       

* basierend auf der digital rektalen Untersuchung;                                                 

** basierend auf konventioneller Bildgebung (CT/Knochenszintigraphie) 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion 8.1 | August 2025 

33

5 Pathologisch-anatomische Diagnostik 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

5.1.1 Erforderliche klinische Angaben und Entnahme von 

Gewebeproben 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.1 

• Dem Pathologen sollen folgende Angaben übermittelt werden: Patientendaten, Art 

der Entnahme (z. B. Stanzbiopsie, radikale Prostatektomie, transurethrale 

Resektion, Enukleation), Entnahmelokalisation der Gewebeproben sowie weitere 

relevante klinische Informationen (PSA-Werte, Ergebnisse der digitalen rektalen 

Untersuchung und bildgebender Verfahren (PI-RADS), vorausgegangene 

antiandrogene/hormonablative Behandlung, lokale Vorbehandlung). 

• Das Prostatektomiepräparat soll ohne vorherige Gewebsentnahme an den 

Pathologen übersandt werden, um Artdiagnose des Tumors, Bestimmung der pT-

Kategorie und Beurteilung des Resektionsrands nicht zu beeinträchtigen. 

• Für Gewebsentnahmen im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen siehe 

Empfehlung 5.24. 

• Die Fixierung soll in einem ausreichenden Volumen vierprozentiger wässriger 

Formaldehydlösung (gepuffert) erfolgen (Volumen: Gewebe mindestens 3: 1). 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.1.2 Histopathologische Karzinomdiagnose und 

Differenzialdiagnose 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.2 Zur Diagnose des azinären Adenokarzinoms der Prostata sind in der Regel folgende 

histomorphologische Kriterien erforderlich: 1. Architekturstörungen + 2. Kernatypie + 3. 

Ausschluss einer benignen Läsion. 

• Sind nur zwei der genannten Kriterien vorhanden, sollte die Diagnose atypischer 

Drüsen bzw. einer sogenannten atypischen mikroglandulären Proliferation 

(„atypical small acinar proliferation – ASAP“) oder „atypical glands suspicious for 

prostate cancer – ATYP“ gestellt werden. 

• Zum Nachweis des Fehlens von Basalzellen sollten in unklaren Fällen geeignete 

immunhistochemische Färbungen durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

34

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.3 In Fällen mit konventionell-morphologisch eindeutig benignen oder malignen Läsionen soll 

keine Immunhistochemie durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.4 In den Fällen, in denen mit konventionell-morphologischen Methoden die Dignität einer 

Läsion nicht eindeutig festzustellen ist, soll eine immunhistochemische Abklärung mit ein 

oder zwei Basalzellmarkern erfolgen. Zusätzlich können Positivmarker des 

Prostatakarzinoms eingesetzt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.5 Das Prostatakarzinom soll gemäß der aktuellen WHO-Klassifikation histologisch typisiert 

werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.6 Bei Vorliegen einer prostatischen intraepithelialen Neoplasie (PIN) soll im 

histopathologischen Befund nur die „High-Grade-PIN“ erwähnt werden, mit einem 

zusätzlichen Hinweis auf ein uni- oder multifokales Auftreten. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.1.3 Grading 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.7 Bei der Angabe des Tumorgrades soll die Angabe des Gleason-Scores nach aktueller 

ISUP/WHO-Klassifikation erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.8 Eine intraduktale Tumorkomponente (IDC-P nach WHO-Definition) soll in der Diagnose 

erwähnt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.9 Bei einem Gleason-Score von 7 (WHO/ISUP Graduierungsgruppen/Grade Groups 2-3) sollen 

cribriforme Tumorkomponenten im Kommentar erwähnt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

35

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene 

Gewebepräparate 

5.2.1 Stanzbiopsie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.10 Jede Gewebeprobe soll eindeutig einer Lokalisation zuzuordnen sein. 

Vom Pathologen sollen Anzahl und Länge der Gewebeproben bestimmt werden. Die 

Stanzzylinder sollen flach und in der gesamten Länge eingebettet und in Stufenschnitten 

aufgearbeitet werden (mindestens drei repräsentative Schnittstufen pro Paraffinblock). 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.11 Bei positivem Karzinomnachweis sollen folgende Informationen vom Pathologen an den 

Einsendenden übermittelt werden: 

• Anzahl und Lokalisation Karzinom-positiver Gewebeproben; 

• Quantitative Abschätzung der Tumorausdehnung (in mm); 

• Gleason-Score gemäß aktueller ISUP/WHO-Klassifikation; 

• wenn beurteilbar, sollen Perineuralscheideninfiltration (Pn1), eine 

Kapselinfiltration, ein kapselüberschreitendes Wachstum und eine 

Samenblaseninfiltration angegeben werden; 

• bei gezielten Biopsien mit mehreren Stanzen aus einem bildgebenden Herd werden 

diese im Gleason-Score zusammengefasst; 

• bei systematischen Biopsien werden pro Stanze die Tumorausdehnung und der 

Gleason-Score bestimmt. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.12 Unabhängig vom Karzinomnachweis sollen Angaben zur Repräsentativität der Proben 

sowie zu PSA-relevanten Befunden (z. B. unspezifische oder granulomatöse Prostatitis, 

noduläre Hyperplasie, Infarkt) gemacht werden. 

Falls bei fehlendem Karzinomnachweis Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Biopsien 

nicht repräsentativ sind, soll dies im Befund angegeben werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.13 Nach hormonablativer/antiandrogener Therapie, Bestrahlung oder fokaler Therapie kann 

ein semiquantitatives Regressionsgrading („gering, mäßig, stark“) durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

36

5.2.2 Präparat aus radikaler Prostatektomie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.14 Folgendes Vorgehen soll bei der makroskopischen Bearbeitung eingehalten werden: 

• Prostatektomiepräparate sollen in drei Dimensionen (mm) ausgemessen werden. 

• Zur Bestimmung des minimalen Randsaums soll das Präparat ventral und dorsal 

verschiedenfarbig mit Tusche markiert werden. 

• Vesikale (=basale) und apikale Absetzungsflächen sollen ebenfalls mit Tusche 

markiert werden. Beide Flächen sollen in Form 3-5 mm dicker Scheiben im rechten 

Winkel zur Urethra abgetrennt werden. 

• Die Scheiben sollen anschließend parasagittal lamelliert und eingebettet werden. 

• Die Absetzungsränder beider Samenleiter und beide Samenblasen sollen 

seitengetrennt eingebettet werden. 

• Das Prostatektomiepräparat soll in der transversalen Ebene in 3-5 mm dicke 

Scheiben lamelliert und repräsentativ oder komplett eingebettet werden 

(Großflächenschnitte oder orientiert in normalen Histologiekapseln). 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.15 Bei der mikroskopischen Begutachtung sollen folgende Angaben gemacht werden: 

• Angabe der Karzinomlokalisation (anatomische Zonen); 

• Angabe der pT-Kategorie sowie weiterer Parameter zum Prostatakarzinom (wie 

für die Stanzbiopsie); 

• Wegen der prognostischen Relevanz Unterteilung der Kategorie pT3a 

(Kapselüberschreitung = Tumor im Fettgewebe) nach Epstein et al. 1996 [96] in 

fokale Kapselpenetration (wenige Tumordrüsen unmittelbar außerhalb der 

Prostata in ein bis zwei Schnitten) und etablierte Kapselpenetration (= höheres 

Ausmaß der Penetration); 

• Angabe zum chirurgischen Resektionsrand; 

• Bei R1-Status (definiert als positiver Schnittrand) aufgrund eines nicht tumorfreien 

Randsaums sollen der Ort der Randbeteiligung durch das Karzinom (posterior, 

postero-lateral, anterior, apikal, proximal-vesikal, distal-urethral), die 

Ausdehnung der Beteiligung (in mm), das Gleason-Muster am positiven 

Schnittrandes sowie das Fehlen oder Vorhandensein der Prostatakapsel in diesem 

Bereich angegeben werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.16 Zusätzlich zur Unterklassifikation des pT2-Karzinoms (Prostatektomiepräparat) soll ein 

metrisches Maß für die Tumorgröße angegeben werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.3 Prognostische Faktoren für das Prostatakarzinom 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

37

5.2.3 Transurethrales Resektionsmaterial ("TUR-P") und 

enukleierte noduläre Hyperplasie (sogenanntes 

Adenektomiepräparat) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.17 Das Material soll gewogen werden. Es sollten mindestens zehn Kapseln eingebettet werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.2.4 Regionale Lymphadenektomie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.18 Es sollen zur Bestimmung der Lymphknotenkategorie alle Lymphknoten makroskopisch 

präpariert und dann eingebettet, untersucht und gezählt werden. Die Lymphknoten sollen 

getrennt nach den angegebenen Regionen beurteilt werden. Nach histologischer 

Untersuchung soll die pN-Kategorie (pN0 oder pN1) festgelegt werden. Die Gesamtzahl und 

die Zahl der befallenen Lymphknoten sowie der Durchmesser der größten Metastase sollen 

angegeben werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.3 Prognostische Faktoren für das Prostatakarzinom 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.19 Für die prognostische Evaluation des radikalen Prostatektomiepräparates sollen folgende 

drei histopathologische Parameter berücksichtigt werden: 

• Tumor-Graduierung nach Gleason nach WHO/ISUP (entsprechend der aktuellen 

Version, siehe auch Empfehlung 5.7); 

• TNM-Kategorie (entsprechend der TNM-Klassifikation der aktuellen Auflage); 

• chirurgische Resektionsränder des Karzinoms. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.20 Für die Abschätzung der Prognose aufgrund der Pathologie sollen in der 

Routineversorgung keine über die Pathomorphologie hinausgehenden weiterführenden 

Untersuchungen (Molekularbiologie, Immunhistochemie, Zytometrie) durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.4 Wissenschaftliche Untersuchungen von Gewebeproben 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

38

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.21 Für die Abschätzung der Prognose sollten über die Pathomorphologie hinausgehende 

validierte genomische/transkriptomische Tests nur dann durchgeführt werden, wenn 

deren Ergebnis die Therapieplanung ändern würde. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.22 Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom sollen eine 

Sequenzierung von BRCA2 und 1 angeboten bekommen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.23 Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom kann eine 

immunhistochemische Untersuchung der Mismatch Repair (MMR)-Proteine im Karzinom 

angeboten werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

5.4 Wissenschaftliche Untersuchungen von 

Gewebeproben 

Nr. Empfehlungen/Statements 

5.24 

• Eine Gewebsentnahme für wissenschaftliche oder andere Untersuchungen soll nur 

nach Einverständnis des aufgeklärten Patienten und Vorliegen eines positiven 

Ethikvotums durchgeführt werden. 

• Gewebeproben sollen vom Urologen oder vom Pathologen in gegenseitiger 

Absprache entnommen werden. Entnahme und Lokalisation der Gewebeproben 

sollen auf dem Einsendeschein dokumentiert werden. 

• Von allen asservierten Proben soll ein konventionell gefärbter (HE) Schnitt als 

Kontrolle diagnostisch ausgewertet werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

39

6 Therapie des lokalisierten 

Prostatakarzinoms 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) erfordert eine besonders intensive ärztliche 

Beratung und Begleitung. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

6.2 Nichtkurativ intendierte palliative Strategien sind Watchful Waiting und 

Androgendeprivation sowie medikamentöse, operative und Bestrahlungsmaßnahmen zur 

Symptomvorbeugung und -behandlung. Folgende Faktoren sind bei der Entscheidung 

ausschlaggebend und vom behandelnden Arzt zu beachten: 

• Patientenpräferenz; 

• eingeschränkte Lebenserwartung durch Alter oder Komorbiditäten; 

• Erkrankung mit hohem Progressionsrisiko. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

6.3 Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom, die für eine kurative Behandlung in 

Frage kommen, sollen die unerwünschten Wirkungen und Therapiefolgen einer sofortigen 

lokalen Therapie gegen das Risiko einer nicht rechtzeitigen Behandlung im Falle einer 

Strategie der Aktiven Überwachung (Active Surveillance) abgewogen werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [97], [98], [99] 

6.4 Patienten, für die eine kurative Therapie in Frage kommt, sollte vor der 

Therapieentscheidung angeboten werden, sowohl von einem Urologen als auch von einem 

Strahlentherapeuten über die Vor- und Nachteile der radikalen Prostatektomie und der 

Strahlentherapie aufgeklärt zu werden. 

Anmerkung: Diese Empfehlung gilt auch für das lokal fortgeschrittene Prostatakarzinom. 

GoR: B Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

6.5 Komorbiditätsklassifikationen und dazugehörige Überlebensraten können zur 

Entscheidungsfindung im Hinblick auf Früherkennung, Diagnostik und Therapie des 

Prostatakarzinoms berücksichtigt werden. Hierzu können Charlson-Score und ASA-

Klassifikation eingesetzt werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

40

 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen 

Risikoprofils 

6.2.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.6 Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils (ISUP 

Gruppe 1 und low risk nach D’Amico-Kriterien) sollen aktiv überwacht werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.7, 6.8, 6.9 

6.7 

 

 

 

6.8 

 

 

 

 

 

6.9 

Der Tumor soll nach Beginn der Aktiven Überwachung und innerhalb der ersten 2 Jahre 

bei ISUP Gruppe 1 alle 6 Monate und bei ISUP Gruppe 2 alle 3 Monate durch PSA-

Bestimmung kontrolliert werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Erste Re-Biopsie (s. Abbildung 2): 

• Bei Patienten mit initialer MRT soll eine erneute MRT der Prostata mit gezielter 

und systematischer Biopsie nach 12-18 Monaten erfolgen. 

 

• Bei Patienten ohne initiale MRT der Prostata soll diese innerhalb von 6 Monaten 

erfolgen. Im Fall einer Target Läsion PI-RADS ≥3 soll eine gezielte Biopsie erfolgen. 

Liegt keine Target Läsion vor, soll keine konfirmatorische Biopsie durchgeführt 

werden (s. Abbildung 2). 

Konsensbasierte Empfehlung 

Die MRT der Prostata soll geltenden Qualitätsstandards entsprechen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.10 Weitere gezielte und systematische Biopsien sollten abhängig vom Ergebnis der ersten Re-

Biopsie entsprechend der Ergebnisse der im Verlauf durchgeführten MRT-Bildgebung und 

den erhobenen PSA-Werten durchgeführt werden, spätestens jedoch alle 3 Jahre innerhalb 

der ersten 10 Jahre aktiver Überwachung. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

41

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.11 Bei signifikantem PSA-Anstieg (Verdopplungszeit <3 Jahre) sollte eine erneute MRT mit 

gezielter und systematischer Re-Biopsie erfolgen. Eine alleinige Progression des PSA-Wertes 

und/oder einer MRT-Läsion sollte nicht zum Abbruch der Aktiven Überwachung führen. 

Die Aktive Überwachung soll beendet werden, bei: 

• Upgrading zu ISUP Gruppe 2 mit ungünstigem Risikoprofil* 

• Upgrading zu >= ISUP Gruppe 3 

• Lokal fortgeschrittenem Tumorstadium (≥cT3 und/oder cN+) 

*cribriformes oder intraduktales Wachstum, signifikante Zunahme des Anteils Gleason-Muster 4. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion 8.1 | August 2025 

42

 

 

Abbildung 2: Flussdiagramm Aktive Überwachung

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion 8.1 | August 2025 

43

6.2.2 Ablehnung/Beendigung der Aktiven Überwachung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.12 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils (nach 

D’Amico beziehungsweise „very low risk“ und „low risk“ nach NCCN-Klassifikation) sollen 

keine Lymphadenektomie erhalten. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

44

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des 

intermediären und hohen Risikoprofils 

 

Abbildung 3: Therapieoptionen beim lokal begrenzten Prostatakarzinom des 

intermediären Risikoprofils inkl. ausgewählter Informationen zur Ausführung 

entsprechend der Empfehlungen dieses Kapitels nach Empfehlungsgrad 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

45

6.3.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) beim 

intermediären Risikoprofil 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.13 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom der ISUP Gruppe 2 und günstigem 

Risikoprofil kann eine Aktive Überwachung angeboten werden. Das günstige Risikoprofil 

beinhaltet kein cribriformes und/oder intraduktales Wachstum und einen geringen Anteil 

Gleason-Muster 4. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.14 Patienten mit folgenden Parametern sollen keine Aktive Überwachung erhalten: 

• PSA-Werte ≥15 ng/ml 

• ISUP Gruppe 2 mit ungünstigem Risikoprofil* oder ISUP Gruppe 3 bis 5 (Gleason-

Score ≥7b) 

• Lokal fortgeschrittenes Tumorstadium (≥cT3 und/oder cN+) 

*cribriformes oder intraduktales Wachstum, hoher Anteil Gleason-Muster 4. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.3.2 Radikale Prostatektomie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.15 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils und 

einer Lebenserwartung von über 10 Jahren soll eine radikale Prostatektomie angeboten 

werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [102] 

6.16 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils und einer 

Lebenserwartung von über 10 Jahren soll eine radikale Prostatektomie, gegebenenfalls als 

Teil einer multimodalen Therapie, angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [102] 

6.17 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils können 

eine ausgedehnte Lymphadenektomie erhalten. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.18 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom mit hohem oder sehr hohem Risiko 

(nach NCCN-Klassifikation) und Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom 

sollten im Rahmen einer radikalen Prostatektomie eine ausgedehnte Lymphadenektomie 

erhalten. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

46

6.3.3 Perkutane Strahlentherapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.19 Die perkutane Strahlentherapie soll in IMRT-Technik unter Einsatz bildgeführter Techniken 

(IGRT) durchgeführt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1++, 2+ Quellen: [103], [104] 

6.20 Patienten mit einem Prostatakarzinom aller Risikogruppen sollen bei Verwendung einer 

Standardfraktionierung mit einer Dosis von mindestens 74,0 Gy bis ca. 80 Gy (IMRT + 

IGRT) bestrahlt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1++, 2+ Quellen: [104], [103] 

6.3.3.1 Perkutane Strahlentherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms des 

intermediären Risikoprofils 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.21, 6.22, 6.23 

6.21 

 

 

 

6.22 

 

 

 

6.23 

Patienten mit einem lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils 

soll eine perkutane Strahlentherapie (IMRT + IGRT) angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [105] 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils sollten 

zusätzlich zur perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) eine begleitende hormonablative 

Therapie von 4 bis 6 Monaten erhalten. Diese kann vor der Strahlentherapie beginnen. 

GoR: B Evidenzlevel: 1+ Quellen: [106], [107] 

Bei der Entscheidung für oder gegen eine zusätzliche Hormontherapie sollten zusätzliche 

Faktoren (insbesondere Gleason Score, Komorbidität) beachtet und mit dem Patienten 

diskutiert werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

47

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.24, 6.25 

6.24 

 

 

 

 

6.25 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils soll eine 

Standardfraktionierung (74 Gy bis 80 Gy) oder eine moderate Hypofraktionierung (z. B. 3 

Gy/60 Gy; 2,5 Gy bis 70 Gy) angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1++ Quellen: [108], [109] 

Zusätzlich sollte eine Androgendeprivationstherapie von 4-6 Monaten Dauer eingesetzt 

werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 1+ Quellen: [110] 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.26, 6.27, 6.28 

6.26 

 

 

 

 

6.27 

 

 

 

 

6.28 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils können 

mit einer extremen Hypofraktionierung (6,1 Gy bis 42,7 Gy oder 7,25 / 8 Gy bis 40 Gy) 

analog der HYPO-RT-Studie oder der PACE-B-Studie bestrahlt werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1+ Quellen: [111], [112], [113], [114], [115], [116] 

Vor einer Entscheidung für eine extreme Hypofraktionierung sollen Patienten über das 

Risiko einer erhöhten urogenitalen Toxizität der hypofraktionierten Bestrahlung gegenüber 

der Standardfraktionierung aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Zusätzlich sollte eine Androgendeprivationstherapie von 4-6 Monaten Dauer eingesetzt 

werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 1+ Quellen: [110] 

6.29 Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils 

besteht kein Hinweis auf einen patientenrelevanten Vorteil der Protonentherapie im 

Vergleich zur Photonentherapie (IMRT + IGRT). 

GoR: ST Evidenzlevel: 2+ Quellen: [117] 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

48

6.3.3.2 Perkutane Strahlentherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms des 

hohen Risikoprofils 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.30, 6.31, 6.32, 6.33 

6.30 

 

 

 

6.31 

 

 

 

6.32 

 

 

 

6.33 

Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils soll eine 

perkutane Strahlentherapie (IMRT + IGRT) angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2+, 1+ Quellen: [118], [119], [105] 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils sollen zusätzlich 

zur perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) eine adjuvante hormonablative Therapie 

erhalten. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [120] 

Die hormonablative Therapie soll 24 bis 36 Monate dauern. Diese kann bis zu 6 Monate 

vor der Strahlentherapie beginnen. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [121], [122], [123], [124] 

Die Entscheidung über die Dauer der hormonablativen Therapie soll individuell in 

Abhängigkeit von Komorbidität und Verträglichkeit getroffen werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.34, 6.35 

6.34 

 

 

 

6.35 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils soll eine 

Standardfraktionierung (74 Gy bis 80 Gy) oder eine moderate Hypofraktionierung (z. B. 

3,0 Gy / 60,0 Gy; 2,5 Gy / 70,0 Gy) angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1++ Quellen: [108], [109] 

Zusätzlich soll eine Androgendeprivationstherapie von 24 bis 36 Monaten Dauer eingesetzt 

werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [110] 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

49

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.36, 6.37 

6.36 

 

 

 

6.37 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils können mit einer 

perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit integrierter Dosiserhöhung der 

dominanten intraprostatischen Läsion in der mpMRT (analog FLAME-Studie) bestrahlt 

werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1- Quellen: [125] 

Zusätzlich soll eine Androgendeprivationstherapie von 24 bis 36 Monaten Dauer eingesetzt 

werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [110] 

6.38 Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils besteht kein 

Hinweis auf einen patientenrelevanten Vorteil der Protonentherapie im Vergleich zur 

Photonentherapie (IMRT + IGRT). 

GoR: ST Evidenzlevel: 2+ Quellen: [117] 

6.3.4 Brachytherapie 

Tabelle 7: Allgemeine Unterschiede zwischen LDR- und HDR-Brachytherapie 

Prostata-Brachytherapie-

Verfahren 

Technische und patientenbezogene Unterschiede 

Niedrige Dosisleistung (LDR) 

• permanente Implantation Seeds (Strands oder Einzelseeds) 

• Verwendung von Jod-125 (I-125) (am häufigsten) oder 

Palladium 103, 103 Pd-) in Europa nicht verfügbar) 

• I-125 145 Gy für Monotherapie, 110 Gy für 

Kombinationstherapie 

• Strahlendosis, die über Wochen und Monate abgegeben 

wird 

• akute Nebenwirkungen klingen über Monate hinweg ab 

• Strahlenschutz für Patienten und Mitarbeiter erforderlich 

• zeitlich begrenzter Strahlenschutz für Kleinkinder und 

Schwangere 

Hohe Dosisleistung (HDR) 

• vorübergehende Implantation 

• Iridium-192 (IR-192) oder Cobalt 60 (Co60), das durch 

implantierte Nadeln temporär eingeführt wird 

• abgegebene Strahlendosis in Minuten 

• Monotherapie 2x13,5 Gy oder 3 x11,5 Gy siehe [126], [127] 

• Kombinationstherapie 1x15 Gy, 2x 9 Gy [126], [127] 

• akute Nebenwirkungen klingen über Wochen ab 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

50

6.3.4.1 Brachytherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms des 

intermediären Risikoprofils 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.39, 6.40 

6.39 

 

 

 

6.40 

Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des günstigen intermediären 

Risikoprofils (nach NCCN) soll eine LDR-Brachytherapie angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [128], [129], [130] 

Die LDR-Brachytherapie soll bei lokal begrenztem Prostatakarzinom des günstigen 

intermediären Risikoprofils (nach NCCN) als Monotherapie (ohne perkutane 

Strahlentherapie) durchgeführt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [128], [129], [130] 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.41, 6.42, 6.43 

6.41 

 

 

 

 

6.42 

 

 

6.43 

Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des ungünstigen intermediären 

Risikoprofils (nach NCCN) sollte ein LDR-Brachytherapie-Boost in Verbindung mit einer 

perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) angeboten werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 1- Quellen: [131], [132] 

Patienten sollen über die mit dieser Therapieform mögliche signifikante Erhöhung der 

Spättoxizität (≥ Grad 3) aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Eine Androgendeprivationstherapie soll bei Einsatz der Brachytherapie analog zu den 

Empfehlungen der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit 4-6 Monaten Dauer 

eingesetzt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2+ Quellen: [130], [133] 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

51

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.44, 6.45, 6.46 

6.44 

 

 

 

6.45 

 

6.46 

Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils 

sollte eine HDR Brachytherapie, kombiniert mit einer perkutanen Strahlentherapie (IMRT + 

IGRT), angeboten werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 1+,3 Quellen: [134], [135] 

Patienten sollen über die mit dieser Therapieform mögliche signifikante Erhöhung der 

Spättoxizität (≥ Grad 3) aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Eine Androgendeprivationstherapie (4-6-Monate) soll bei Einsatz der HDR-Brachytherapie 

analog zu den Empfehlungen der perkutanen Strahlentherapie eingesetzt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.3.4.2 Brachytherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms des hohen 

Risikoprofils 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.47, 6.48, 6.49 

6.47 

 

 

 

6.48 

 

 

6.49 

Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils sollte eine 

HDR Brachytherapie, kombiniert mit einer perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT), 

angeboten werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 1+ Quellen: [134], [135] 

Patienten sollen über die mit dieser Therapieform mögliche Erhöhung der Spättoxizität (≥ 

Grad 3) aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Eine Androgendeprivationstherapie sollte bei Einsatz der HDR-Brachytherapie analog zu 

den Empfehlungen bei der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit 24-36 Monaten 

Dauer eingesetzt werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 2+ Quellen: [134], [135], [136], [110] 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

52

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.50, 6.51, 6.52 

6.50 


 

 

6.51 

 

 

 

6.52 

Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils kann ein 

LDR-Brachytherapie-Boost in Verbindung mit einer perkutanen Strahlentherapie (IMRT + 

IGRT) angeboten werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1- Quellen: [131], [132] 

Patienten sollen über die mit dieser Therapieform mögliche Erhöhung der Spättoxizität (≥ 

Grad 3) aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Eine Androgendeprivationstherapie sollte bei Einsatz der LDR-Brachytherapie analog zu 

den Empfehlungen bei der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit 24-36 Monaten 

Dauer eingesetzt werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 2+ Quellen: [130], [133], [137], [131], [132] 

6.53 Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils sollen 

keine LDR oder HDR-Brachytherapie als Monotherapie erhalten. 

GoR: A Evidenzlevel: 2+ Quellen: [92], [119], [138], [139], [140], [141], [142] 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen 

Prostatakarzinoms 

6.4.1 Radikale Prostatektomie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.54 Patienten mit einer Lebenserwartung von über 10 Jahren und einem lokal 

fortgeschrittenen Prostatakarzinom oder einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des 

sehr hohen Risikoprofils nach NCCN soll eine radikale Prostatektomie als Teil einer 

multimodalen Therapie angeboten werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

53

6.4.2 Perkutane Strahlentherapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.55, 6.56, 6.57, 6.58 

6.55 

 

 

6.56 

 

 

6.57 

 

 

6.58 

Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom soll eine perkutane 

Strahlentherapie (IMRT+IGRT) angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [143] 

Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom sollen zusätzlich zur perkutanen 

Strahlentherapie (IMRT + IGRT) eine hormonablative Therapie erhalten. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [144], [145], [146], [147] 

Die hormonablative Therapie soll mindestens 24 bis 36 Monate dauern. Diese kann bis zu 

6 Monate vor der Strahlentherapie beginnen. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [124] 

Die Entscheidung über die Dauer der hormonablativen Therapie soll individuell in 

Abhängigkeit von Komorbidität und Verträglichkeit getroffen werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.59 Wenn Patienten mit hormonsensitivem Prostatakarzinom des Stadiums Nx/N0 M0) mit 2 

oder mehr Risikofaktoren (PSA>40 ng/ml/T3/4 oder ISUP 4-5) eine Bestrahlung der 

Prostata und des pelvinen Lymphabflusses (IMRT + IGRT) erhalten, soll zusätzlich eine 

hormonablative Therapie mit GnRH-Analogon (3 Jahre) und Abirateron/Prednison (2 Jahre) 

angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [148] 

6.60 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (cN0 M0 – PSMA-PET-CT) 

(Risikofaktoren analog POP-RT-Studie) kann zusätzlich zu einer Prostatabestrahlung (IMRT 

+ IGRT) eine Bestrahlung der pelvinen Lymphabflussgebiete kombiniert mit einer 

Androgendeprivationstherapie (24 Monate) angeboten werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1+, 1- Quellen: [149], [150] 

6.61 Bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom soll eine Protonentherapie nur 

innerhalb klinischer Studien angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2+ Quellen: [117] 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

54

6.4.3 Brachytherapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.62, 6.63, 6.64 

6.62 

 

 

 

6.63 

 

 

 

6.64 

Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom der klinischen Kategorie cT3a 

kann eine HDR-Brachytherapie kombiniert mit einer perkutanen Strahlentherapie (IMRT + 

IGRT) angeboten werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1+ Quellen: [135], [134] 

Eine Androgendeprivationstherapie sollte bei Einsatz der HDR-Brachytherapie analog zu 

den Empfehlungen der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit 24 bis 36 Monaten 

Dauer eingesetzt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Patienten sollen über die mit dieser Therapieform mögliche signifikante Erhöhung der 

Spättoxizität (≥ Grad 3) aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.65, 6.66, 6.67 

6.65 

 

 

 

6.66 

 

 

 

6.67 

Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom der klinischen Kategorie 

cT3a kann ein LDR-Brachytherapie-Boost in Verbindung mit einer Strahlentherapie (IMRT + 

IGRT) angeboten werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1- Quellen: [131] 

Patienten sollen über die mit dieser Therapieform mögliche signifikante Erhöhung der 

Spättoxizität (≥ Grad 3) aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Eine Androgendeprivationstherapie sollte bei Einsatz der LDR-Brachytherapie analog zu 

den Empfehlungen der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit 24 bis 36 Monaten 

Dauer eingesetzt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

55

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven 

Prostatakarzinoms 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.68 Lokale Behandlungsoptionen für Patienten mit histologisch gesicherten 

Lymphknotenmetastasen sind die operative Therapie oder die Strahlentherapie. Als 

systemische Behandlung steht die sofortige oder die verzögerte hormonablative Therapie 

zur Verfügung. 

Ein valider Vergleich der möglichen Primärtherapieverfahren als Monotherapie oder in 

Kombination ist aufgrund der vorliegenden Studien nicht möglich. 

GoR: ST Evidenzlevel: 1-, 3 Quellen: [151] 

6.69 Der therapeutische Stellenwert der Lymphadenektomie im Rahmen der radikalen 

Prostatektomie beim lymphknotenpositiven Prostatakarzinom ist nicht in prospektiven 

Studien geklärt. 

Der therapeutische Stellenwert der Bestrahlung der pelvinen Lymphabflusswege nach 

radikaler Prostatektomie mit Lymphknotendissektion beim lymphknotenpositiven 

Prostatakarzinom ist nicht in prospektiven Studien geklärt. 

GoR: ST Evidenzlevel: 3, 2- Quellen: [152], [153], [154], [155], [156], [157] 

6.70 Wenn Patienten mit lymphknotenpositivem hormonsensitivem Prostatakarzinom (N1 M0) 

eine Bestrahlung der Prostata und des pelvinen Lymphabflusses (IMRT + IGRT) erhalten, 

soll zusätzlich eine hormonablative Therapie mit GnRH-Analogon (3-Jahre) und 

Abirateron/Prednison (2 Jahre) angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [148] 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei 

radikaler Prostatektomie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.71 Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom aller Risikoprofile sollte vor 

radikaler Prostatektomie keine neoadjuvante antihormonelle Therapie erfolgen. 

GoR: B Evidenzlevel: 1++ Quellen: [95] 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

56

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.72 Als adjuvante perkutane Strahlentherapie (IMRT+IGRT) wird die Strahlentherapie nach 

radikaler Prostatektomie nach Erreichen des definierten PSA-Nullbereichs bezeichnet. 

(Zur Behandlung bei postoperativ persistierendem PSA-Wert siehe Kapitel 7.2) 

(Zur Definition der PSA-Progression siehe Kapitel 7.1) 

Konsensbasiertes Statement 

Verknüpfte Empfehlungen: 6.73, 6.74, 6.75 

 

 

6.73 

 

 

 

6.74 

 

 

 

 

6.75 

Die Indikation zur adjuvanten Strahlentherapie (IMRT+IGRT) beschränkt sich auf 

folgende Risikogruppen: 

Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom (pN0) mit hohem Risiko und 

den nachfolgenden Faktoren sollte eine adjuvante Strahlentherapie (IMRT+IGRT) unter 

Aufklärung über Nutzen und Risiken als Option angeboten werden: pT3/pT4 (unabhängig 

vom R-Status) + Gleason Score 8-10 (ISUP 4-5). 

GoR: B Evidenzlevel: 1- Quellen: [158], [159], [160], [161], [162], [163], [164] 

Patienten mit einem lokal begrenztem Prostatakarzinom (pN0) und den nachfolgenden 

Faktoren kann eine adjuvante Strahlentherapie (IMRT+IGRT) unter Aufklärung über Nutzen 

und Risiken als Option angeboten werden: R1 (multifokal-positiver Schnittrand) + Gleason 

Score 8-10 + pT2. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1- Quellen: [158], [162], [164] 

Bei jeder der genannten Gruppen soll bei der Aufklärung über die adjuvante 

Strahlentherapie die alternative Option der perkutanen Strahlentherapie (IMRT+IGRT) bei 

PSA-Anstieg aus dem definierten Nullbereich genannt werden (siehe Kapitel 7.2 zur 

Behandlung des PSA-Rezidivs). 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.76 Patienten mit histopathologisch nachgewiesenen Lymphknotenmetastasen kann eine 

adjuvante Hormontherapie oder eine adjuvante Hormontherapie plus adjuvante 

Strahlentherapie (IMRT + IGRT von Prostataloge und Lymphabflussgebiet) angeboten 

werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.7 Fokale Therapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

57

6.7 Fokale Therapie 

6.7.1 Einleitung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.77 Bei der fokalen Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms wird nur ein Teil der 

Prostata behandelt. 

Konsensbasiertes Statement 

6.7.2 Statement 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.78 Ziel der fokalen Therapie bei lokal begrenztem Prostatakarzinom ist die Eradikation aller 

signifikanten Tumoren. 

Konsensbasiertes Statement 

 

6.7.3 Einsatz Fokaler Therapien 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.79 Patienten mit einem unilateralen, lokal begrenzten Prostatakarzinom niedrigen Risikos 

kann eine fokale Therapie angeboten werden, wenn diese sowohl Standardtherapien als 

auch eine Active Surveillance (AS) ablehnen sowie die folgenden Voraussetzungen erfüllen: 

• Gleason Score 6 

• PSA < 10 ng/ml 

• unauffälliger Tastbefund 

• maximal 50 % positive Stanzen nur auf einer Seite in der systematischen Biopsie 

• Diagnose durch mpMRT, Fusionsbiopsie und systematische Biopsie. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.80 a. Patienten, die eine fokale Therapie erwägen, sollen eine mpMRT, eine mpMRT-

Fusionsbiopsie und eine systematische Biopsie erhalten. 

 

b. Wenn eine MRT-Fusionsbiospie nicht möglich ist, kann alternativ eine templatebasierte 

Biopsie erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.7 Fokale Therapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

58

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.81 a. Die Aufklärung über eine fokale Therapie soll beinhalten, dass der Nachweis einer 

Gleichwertigkeit der Therapie mit den Standardtherapien nicht vorliegt. 

 

b. Die Aufklärung über eine fokale Therapie soll für den Falle, dass eine Salvagetherapie 

erforderlich wird, zusätzlich zu den unter Empfehlung a. beschriebenem, den Hinweis auf 

möglicherweise schlechtere funktionelle und onkologische Ergebnisse einer 

Salvagetherapie beinhalten. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.82 In Anlehnung an die Active Surveillance Strategie soll 6 bis 12 Monate nach einer fokalen 

Therapie eine gezielte und eine systematische Biopsie erfolgen (behandeltes Areal gezielt 

und die restliche Drüse zusätzlich systematisch). 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.83 Es liegen keine vergleichenden Daten zwischen den verschiedenen Technologien zur 

fokalen Therapie vor, die eine Beurteilung der Effektivität, der Nebenwirkungen und der 

Sicherheitsparameter zulassen würde. 

Konsensbasiertes Statement 

6.84 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom sollen keine fokale Therapie – egal 

mit welcher Technologie - erhalten. 

GoR: A Evidenzlevel: 3 Quellen: [165], [166] 

6.7.4 Einzelne Verfahren der fokalen Therapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.85 Die fokale, vaskuläre gezielte photodynamische Therapie (VTP) unter Verwendung von 

Padeliporfin ist die einzige fokale Technologie, für die Ergebnisse aus einer prospektiven 

randomisierten kontrollierten Studie zum Vergleich der fokalen Therapie beim Niedrig-

Risiko-Prostatakarzinom mit der Active Surveillance vorliegen. 

GoR: ST Evidenzlevel: 1- Quellen: [167] 

6.86 Es liegen keine ausreichenden Daten zur Beurteilung der onkologischen Effektivität und 

Sicherheit der fokalen, hochintensiven, fokussierten Ultraschallablation (HIFU) vor. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

6.8 Watchful Waiting 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

59

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.87 Es liegen keine ausreichenden Daten zur Beurteilung der onkologischen Effektivität und 

Sicherheit der fokalen Kryotherapie vor. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

6.88 Es liegen keine ausreichenden Daten zur Beurteilung der onkologischen Effektivität und 

Sicherheit der fokalen irreversiblen Elektroporation (IRE) vor, insbesondere zu den 

Langzeitergebnissen. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

6.89 Es liegen keine ausreichenden Daten zur Beurteilung der onkologischen Effektivität und 

Sicherheit für die fokale Laserablation, die fokale Brachytherapie, die fokale 

Radiofrequenzablation (RFA), die fokale stereotaktische Bestrahlung (SBRT) die fokale 

Mikrowellentherapie sowie die fokale transurethrale Ultraschallablation vor. 

Konsensbasiertes Statement 

6.8 Watchful Waiting 

Nr. Empfehlungen/Statements 

6.90 Watchful Waiting ist eine Strategie zur Vermeidung einer Therapie bei nicht 

symptomatischen Patienten mit Prostatakarzinom und mutmaßlich limitierter 

Lebenserwartung (z. B. aufgrund hohen Lebensalters und/oder größerer Komorbidität). 

Konsensbasiertes Statement 

6.91 Während einer Watchful Waiting-Strategie sollen keine anlassfreien krebsspezifischen 

Kontrolluntersuchungen wie z. B. Prostata-spezifische Antigen-Wert-Bestimmungen oder 

eine Bildgebung durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.92 Watchful Waiting sollte gewählt werden, wenn die Lebenserwartung des Betroffenen bei 

unter 10 Jahren liegt. Zur Abschätzung der Lebenserwartung sollte das Lebensalter, die 

Komorbidität, die Gebrechlichkeit und der mentale Status herangezogen werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

6.93 Kommt es während des Watchful Waiting zu einer symptomatischen Progression, soll eine 

palliative Therapie erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

7.1 Definition und Diagnostik des Tumorrezidivs 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

60

7 Diagnostik und Therapie des 

rezidivierten oder metastasierten 

Prostatakarzinoms 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

7.1 Definition und Diagnostik des Tumorrezidivs 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.1 Bei asymptomatischen Patienten nach kurativ intendierter Therapie soll die Bestimmung 

des Serum-PSA zur Nachsorge eingesetzt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [172] 

Expertenmeinung 

7.2 Nach radikaler Prostatektomie kennzeichnet ein in mindestens zwei Messungen bestätigter 

PSA-Wert auf >0,2 ng/ml ein biochemisches Rezidiv. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Quellen: [172], [173], [174], [175] 

Expertenmeinung 

7.3 Nach alleiniger Strahlentherapie kennzeichnet ein in mindestens zwei Messungen 

bestätigter PSA-Anstieg von >2 ng/ml über den postinterventionellen PSA-Nadir ein 

biochemisches Rezidiv. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Quellen: [176], [177] 

Expertenmeinung 

7.4 Eine bioptische Sicherung eines biochemischen Rezidivs nach RPE ist nicht erforderlich. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [179], [180] 

Expertenmeinung 

7.5 Eine bioptische Sicherung eines biochemischen Rezidivs sollte bei Patienten nach 

Strahlentherapie mit der Option einer lokalen Rezidivtherapie angestrebt werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [181], [182], [183] 

7.6 Für Patienten mit biochemischem Rezidiv (nach RP ab PSA ≥ 0,2 ng/ml oder nach RT Nadir 

+2 ng/ml) nach primär kurativer Therapie, (s. Statement 7.2 und Statement 7.3) soll 

primär eine PSMA-PET Hybrid-Bildgebung zur Beurteilung der Tumorausbreitung erfolgen, 

falls sich aus dem Befund eine therapeutische Konsequenz ergibt. 

GoR: A Evidenzlevel: 2+, 3 Quellen: [184], [185], [186], [187], [188], [189], [190], [191] 

7.1 Definition und Diagnostik des Tumorrezidivs 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

61

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.7 Bei Patienten mit biochemischem Rezidiv nach primärer kurativ intendierter Therapie und 

lokaler Rezidivtherapieoption soll eine Differenzierung zwischen lokalem und systemischem 

Rezidiv angestrebt werden. 

Zu diesem Zweck sollen 

• die PSA-Verdopplungszeit; 

• die Latenzzeit zur primären kurativ intendierten Therapie und 

• der Gleason-Score 

herangezogen werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [192] 

Expertenmeinung 

7.8 Bei asymptomatischen Patienten mit biochemischem Rezidiv sollte bei einem PSA-Wert <10 

ng/ml keine Knochenszintigraphie durchgeführt werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

 

Tabelle 8: Korrelation PSA-Werte und 68Ga-PMSA PET Positivität (nach EAU 2024, eigene 

Übersetzung) 

PSA (ng/ml) 68 Ga-PSMA PET-Positivität 

< 0,2 33 % (KI 16-51) 

0,2-0,49 45 % (KI 39-52) 

0,5-0,99 59 % (KI 50-68) 

1,0-1,99 75 % (KI 66-84) 

2,0 + 95 % (KI 92-97) 

PSA = Prostata-Spezifisches Antigen;                                                       

68Ga-PMSA PET= Gallium-68 Prostataspezifisches Membran Antigen Positronen Emissions-Tomographie;      KI 

= Konfidenzintervall;                                                                Quelle: 

[193] 

 

7.2 Therapie des PSA-Rezidivs 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

62

Tabelle 9: Risikoeinteilung eines biochemischen Rezidivs (nach EAU 2024, eigene 

Übersetzung) 

 

EAU niedriges Risiko 

Biochemisches Rezidiv 

EAU hohes Risiko   

Biochemisches Rezidiv 

Nach radikaler 

Prostatektomie 

PSA-Verdopplungszeit >1 Jahr 

UND pathologischer ISUP-Grad < 4 

PSA-Verdopplungszeit ≤1 Jahr 

ODER pathologischer ISUP-Grad 4-5 

Nach Strahlentherapie Zeit bis zum biochemischen Rezidiv 

>18 Monate         UND Biopsie 

ISUP-Grad <4 

Zeit bis zum biochemischen Rezidiv 

≤18 Monate         ODER 

Biopsie ISUP-Grad 4-5 

Quelle: [193] 

7.2 Therapie des PSA-Rezidivs 

7.2.1 Systemische Therapie bei PSA-Rezidiv oder PSA-Progression 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.9 Bei Patienten mit PSA-Rezidiv und günstigen prognostischen Kriterien (PSA 

Verdopplungszeit von >12 Monaten, Gleason-Score <8 (ISUP <4)) ist das abwartende 

Verhalten eine Option. 

GoR: ST Evidenzlevel: 2++ Quellen: [194], [195] 

7.10 Die hormonablative Therapie ist beim PSA-Rezidiv oder bei PSA-Progression keine 

Standardtherapie. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Quellen: [178] 

Expertenmeinung 

7.2 Therapie des PSA-Rezidivs 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

63

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.11, 7.12, 7.13 

7.11 

 

 

 

7.12 

 

 

 

7.13 

Patienten mit high-risk biochemischem Rezidiv nach EMBARK sollte Enzalutamid als 

Monotherapie oder in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) 

angeboten werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 1+ Quellen: [196] 

Vor Therapieeinleitung sollen die Patienten über Vor- und Nachteile einer Mono- bzw. 

Kombinationstherapie aufgeklärt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [196] 

Zuvor soll mit Patienten, die noch keine Strahlentherapie erhalten haben, eine potentiell 

kurative Strahlentherapie diskutiert werden (siehe Kapitel 7.2.2). 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [196] 

7.2.2 Salvage-Strahlentherapie des PSA-Rezidivs und der PSA-

Persistenz nach radikaler Prostatektomie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.14 Die perkutane Salvage-Strahlentherapie (SRT) (mind. 66 Gy) soll als Therapieoption nach 

radikaler Prostatektomie bei PSA-Anstieg aus dem Nullbereich in der Kategorie pN0/NX 

angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2++ Quellen: [197], [198], [199], [200], [201] 

7.15 Patienten mit hohem Progressionsrisiko (PSA vor SRT >0,7 ng/ml) soll zusätzlich zur 

perkutanen Salvage-Strahlentherapie (SRT) eine Androgendeprivationstherapie (ADT) oder 

Bicalutamid angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [199] 

7.16 Die perkutane Salvage-Strahlentherapie (SRT) (mind. 66 Gy) soll in Kombination mit einer 

Androgendeprivationstherapie (ADT) als Therapieoption nach radikaler Prostatektomie bei 

PSA-Anstieg aus dem Nullbereich und ungünstigen prognostischen Kriterien (PSA 

Verdopplungszeit <12 Monate, Gleason 8-10 (ISUP 4-5)) in der Kategorie pN0/NX 

angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2++ Quellen: [195], [199], [200], [202] 

7.2 Therapie des PSA-Rezidivs 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

64

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.17 Bei einer zusätzlichen Androgendeprivationstherapie (ADT) zur perkutanen 

Strahlentherapie (SRT) kann sich die Dauer der ADT an dem Progressionsrisiko orientieren 

(hohes Progressionsrisiko: 24 Monaten bzw. erhöhtes Progressionsrisiko: 6 Monate). 

GoR: 0 Evidenzlevel: 2- Quellen: [203], [199], [204], [200] 

7.18 a. Die Salvage-Strahlentherapie soll möglichst frühzeitig beginnen (PSA vor SRT <0,5 

ng/ml). 

 

b. Bei initialem Stadium pN0 und frühzeitigem Bestrahlungsbeginn sollten die 

Lymphabflusswege nicht mitbestrahlt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 2++, 3 Quellen: [197], [198], [205], [206] 

7.19 Die Behandlung des persistierenden PSA-Werts (oberhalb des definierten Nullbereichs) 

nach radikaler Prostatektomie sollte nach den oben genannten Prinzipien der Behandlung 

des PSA-Rezidivs erfolgen. 

GoR: B Evidenzlevel: 2++ Quellen: [207], [208], [209], [210], [211] 

7.2.3 Salvage-Therapie der PSA-Progression nach Strahlentherapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.20 Die Salvageprostatektomie ist eine Therapieoption beim PSA-Rezidiv nach primärer 

perkutaner Strahlentherapie oder Brachytherapie, wenn die PSA-Progression mit hoher 

Wahrscheinlichkeit nicht durch eine Metastasierung bedingt ist. 

Die funktionellen Ergebnisse in Bezug auf Potenz und Kontinenz sind deutlich schlechter 

als bei primärer Operation. 

GoR: ST Evidenzlevel: 2++, 3 Quellen: [182], [212] 

7.21 Vor einer Salvageprostatektomie sollte eine bioptische Sicherung angestrebt werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 3 Quellen: [182] 

7.22 Die Salvageprostatektomie ist nur von erfahrenen Operateuren durchzuführen. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

7.3 Therapie des hormonsensitiven, metastasierten Prostatakarzinoms (mHSPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

65

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.23 a) Die HIFU-Therapie kann zur Therapie des histologisch gesicherten isolierten Lokal-

rezidivs nach perkutaner Strahlentherapie eingesetzt werden. 

b) Der Patient soll über den experimentellen Charakter dieses Verfahrens als Salvage-

Therapie und über die Therapiealternativen informiert werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 3, 4 Quellen: [213], [214], [215] 

7.3 Therapie des hormonsensitiven, metastasierten 

Prostatakarzinoms (mHSPC) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.24 Bei Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakarzinom soll zeitnah nach 

Diagnosestellung eine Androgendeprivation zur Reduktion des Risikos typischer 

Komplikationen (z. B. pathologische Frakturen, Rückenmarkskompression, 

Harnleiterobstruktion) und ggf. zur palliativen tumorspezifischen Therapie eventueller 

tumor- bzw. metastasenbedingter Symptome (z. B. Knochenschmerzen) eingeleitet werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.25 Eine Androgendeprivation kann durch chirurgische Kastration, durch subkutan oder 

intramuskulär zu verabreichende Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Agonisten oder 

durch subkutan oder oral zu verabreichende GnRH-Antagonisten durchgeführt werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1++ Quellen: [216], [217] 

7.26 Bei Patienten mit ausgeprägten tumor- bzw. metastasenbedingten Schmerzen oder 

drohenden Komplikationen (z. B. Rückenmarkskompression) sollte die 

Androgendeprivation mit einem Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Antagonisten 

und/oder mit einem Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (ARPI: Apalutamid, 

Enzalutamid, Darolutamid) eingeleitet werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.27 Eine Monotherapie mit einem nicht-steroidalen Androgenrezeptor-Antagonisten der ersten 

Generation (z. B. Bicalutamid, Flutamid) soll bei Patienten mit metastasiertem, 

hormonsensitivem Prostatakarzinom nicht durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.28 Bei Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC) soll eine 

Einteilung nach high- und low-volume, high- und low-risk, sowie de novo und metachron 

metastasiert erfolgen. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+,1- Quellen: [218], [219], [220] 

7.3 Therapie des hormonsensitiven, metastasierten Prostatakarzinoms (mHSPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

66

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.29 Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom sollen mit Einleitung 

der Androgendeprivation, spätestens innerhalb von 3 Monaten danach, über eine 

Kombinationstherapie (gemäß 7.30) aufgeklärt werden, sowie über: 

• Die zu erwartende Überlebenszeit trotz des nicht-kurativen Charakters der 

Therapie; 

• Die unerwünschten Wirkungen; 

• Den Einfluss auf die Lebensqualität. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.30 a. Patienten in gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1) mit metastasiertem (M1), 

hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC) soll zusätzlich zur Androgendeprivation 

eine Hormontherapie mit Apalutamid oder Enzalutamid angeboten werden. 

(Empfehlungsgrad: A) 

 

b. Patienten in gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1) mit metastasiertem (M1), 

hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC) sollte zusätzlich zur Androgendeprivation 

eine Hormontherapie mit Darolutamid angeboten werden. 

(Empfehlungsgrad: B) 

 

c. Patienten in gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1) mit neu diagnostiziertem (de novo), 

metastasiertem (M1), hormonsensitivem, high-risk Prostatakarzinom (mHSPC) soll 

zusätzlich zur Androgendeprivation eine Hormontherapie mit Abirateron (plus Prednison / 

Prednisolon) angeboten werden. 

(Empfehlungsgrad: A) 

 

d. Patienten in gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1) mit metastasiertem (M1), 

hormonsensitivem Prostatakarzinom, die für eine Docetaxel-Chemotherapie geeignet sind, 

soll zusätzlich zur Androgendeprivation eine Hormontherapie mit Darolutamid in 

Kombination mit 6 Zyklen Docetaxel angeboten werden. 

(Empfehlungsgrad: A) 

 

e. Patienten in gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1) mit neu-diagnostiziertem (de novo), 

metastasiertem (M1), hormonsensitivem Prostatakarzinom und hohem Tumorvolumen 

(„high volume disease“), die für eine Docetaxel-Chemotherapie geeignet sind, kann 

zusätzlich zur Androgendeprivation eine Hormontherapie mit Abirateron (plus 

Prednison/Prednisolon) in Kombination mit 6 Zyklen Docetaxel angeboten werden. 

(Empfehlungsgrad: 0) 

GoR: A/B/0 Evidenzlevel: 1+,1-, 2+ Quellen: [221], [222], [223], [218], [219], [224], [225], 

[226], [227], [228] 

7.3 Therapie des hormonsensitiven, metastasierten Prostatakarzinoms (mHSPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

67

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.31 a. Bei Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Androgendeprivation und 

Apalutamid, soll die Apalutamid-Gabe innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der 

Androgendeprivation beginnen. Die Therapie soll in einer Dosierung von 240 mg/Tag 

gegeben werden. 

 

b. Bei Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Androgendeprivation und 

Enzalutamid, soll die Enzalutamid-Gabe innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der 

Androgendeprivation beginnen. Die Therapie soll in einer Dosierung von 160 mg/Tag 

gegeben werden. 

c. Bei Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Androgendeprivation und 

Darolutamid, soll die Darolutamid-Gabe innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der 

Androgendeprivation beginnen. Die Therapie soll in einer Dosierung von 600 mg zweimal 

täglich gegeben werden. 

 

d. Bei Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Androgendeprivation und 

Abirateron, soll die Abirateron-Gabe innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der 

Androgendeprivation beginnen. Die Therapie soll in einer Dosierung von 1000 mg/Tag in 

Kombination mit Prednison oder Prednisolon (5 mg/Tag) gegeben werden. 

 

e. Bei Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Darolutamid, Docetaxel-

Chemotherapie und Androgendeprivation, soll die Darolutamid-Gabe in einer Dosierung 

von 2 x 600 mg/Tag innerhalb von 3 Monaten nach Einleitung der Androgendeprivation 

beginnen. Die Chemotherapie soll innerhalb von 6 Wochen nach erster Darolutamid-Gabe 

beginnen; Docetaxel soll über 6 Zyklen alle 3 Wochen in einer Dosierung von 75 mg/m 2 

Körperoberfläche verabreicht werden. 

 

f. Bei Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Abirateron, Docetaxel-

Chemotherapie und Androgendeprivation, soll die Abirateron-Gabe in einer Dosierung von 

1000 mg/Tag (plus Prednison/Prednisolon) innerhalb von 6 Wochen nach Einleitung der 

Androgendeprivation beginnen. Die Chemotherapie soll ab 6 Wochen nach Einleitung der 

Androgendeprivation beginnen; Docetaxel soll über 6 Zyklen alle 3 Wochen in einer 

Dosierung von 75 mg/m 2  Körperoberfläche verabreicht werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+,1-, 2+ Quellen: [222], [223], [218], [219], [224], [225], [226], 

[228] 

7.32 Gründe für einen Therapieabbruch sollen sein: Patientenwunsch, Progress oder intolerable 

Nebenwirkungen. Wird die Behandlung mit einem Medikament aus der Kombination wegen 

intolerabler Nebenwirkungen abgebrochen, dann soll die übrige Therapie wie vorgesehen 

weitergeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.3 Therapie des hormonsensitiven, metastasierten Prostatakarzinoms (mHSPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

68

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.33 Patienten, die nicht für eine Kombinationsbehandlung in Frage kommen, soll eine 

Androgendeprivation angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1++ Quellen: [229], [230] 

 

 

 

Abbildung 4: Flussdiagramm zur Darstellung der gemäß 7.30 und 7.31 empfohlenen 

Therapieoptionen zur systemischen Therapie des mHSPC. 

Vergleichende Studien zwischen den empfohlenen Kombinationen liegen nicht vor. Die Dreifach-

Kombinationen kommen nur bei Eignung für eine Docetaxel-Chemotherapie in Betracht. Die 

Kombination aus ADT + Abirateron + Docetaxel ist in Europa nicht zugelassen. Zum Stellenwert der 

lokalen Strahlenbehandlung beim oligometastasierten Prostatakarzinom vgl. Kapitel 7.5. 

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

69

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder 

kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.34 Zur Definition eines kastrationsresistenten Prostatakarzinoms unter Androgensuppression 

sollen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: 

• Testosteronspiegel <50 ng/dl und gleichzeitig 

o Biochemischer Progress mit drei konsekutiven Anstiegen des PSA-Wertes im 

mindestens wöchentlichen Abstand, Anstieg des PSA-Wertes um mindestens 

50 % gegenüber dem Nadir und PSA-Wert >2 ng/ml; 

und/oder 

o Progress in der Bildgebung. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.35 Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom sollen über folgende Inhalte 

aufgeklärt werden: 

• Eine Heilung kann nicht erreicht werden. 

• Für die weitere Behandlung stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.36 Bei Patienten mit progredienter Erkrankung unter medikamentöser Kastration sollten die 

therapeutischen Optionen und das therapeutische Vorgehen interdisziplinär im 

Tumorboard beraten und festgelegt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.37 Die folgenden, für eine Therapieentscheidung ausschlaggebenden Faktoren sollen 

berücksichtigt werden: 

• Symptomatik 

• Prädiktive histologische, bildgebende und genetische Diagnostik (Darstellung der 

Parameter im Hintergrundtext) 

• Vortherapien und Therapieansprechen 

• Progressionsdynamik 

• Lokalisation von Metastasen und Tumorlast 

• Komorbidität, Lebenserwartung und Lebensqualität 

• Nebenwirkungen der Therapieoptionen 

• Patientenpräferenz 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

70

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.38 Bei geriatrischen Patienten (über 70 Jahre und multimorbid, oder über 80 Jahre) sollte zur 

Entscheidungsfindung vor Einleitung einer tumorspezifischen Therapie ein geriatrisches 

Assessment (z. B. ISAR, G8) durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.39 Bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom soll die 

Androgendeprivationstherapie fortgesetzt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.4.1 Therapie des nicht-metastasierten, kastrationsresistenten 

Prostatakarzinoms (nmCPRC) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.40 Patienten mit einem in der konventionellen Bildgebung nicht-metastasierten, 

kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC) und einem hohen Risiko für 

Metastasierung (PSA-Verdopplungszeit von <10 Monaten) soll zusätzlich zur 

Androgendeprivationstherapie (ADT) die Therapie mit einem Androgenrezeptor-Signalweg-

Inhibitor (ARPI) (alphabetische Reihenfolge: Apalutamid, Darolutamid oder Enzalutamid) 

angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+, 1- Quellen: [240], [241], [242], [243], [244], [245], [246], 

[247], [248] 

7.4.2 Therapie des metastasierten, kastrationsresistenten 

Prostatakarzinoms (mCPRC) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.41 Die systemische Therapie soll bei Bedarf in Kombination mit symptomatischen und 

supportiven Maßnahmen durchgeführt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.42 Falls keine positiven Ergebnisse einer früher durchgeführten Keimbahntestung vorliegen, 

soll vor Einleitung einer systemischen Therapie des metastasierten, kastrationsresistenten 

Prostatakarzinom die Sequenzierung (Keimbahn, somatisch) von Genen, die in der 

Reparatur der homologen DNS-Rekombination (homologen Rekombinationsreparatur 

(HRR)) eine Rolle spielen, durchgeführt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [249] 

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

71

7.4.2.1 Therapie des mCRPC bei Nachweis einer BRCA1/2-Mutation 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.43 Bei Nachweis einer BRCA1/2-Mutation und Progress nach Vortherapie mit einem 

Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (ARPI) oder Abirateron soll eine Monotherapie mit 

Olaparib angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1- Quellen: [249], [250] 

7.44 Bei Nachweis einer BRCA1/2-Mutation soll, falls eine Chemotherapie klinisch nicht indiziert 

ist, eine der folgenden Kombinationstherapien angeboten werden (alphabetische 

Reihenfolge): 

• Niraparib + Abirateron (in Kombination mit Prednison/Prednisolon) 

• Olaparib + Abirateron (in Kombination mit Prednison/Prednisolon) 

• Talazoparib + Enzalutamid 

GoR: A Evidenzlevel: 1++, 1+ Quellen: [251], [252], [253] 

7.45 Da keine Ergebnisse direkt vergleichender Studien vorliegen, sollen bei der 

Therapieentscheidung insbesondere die Charakteristika der jeweiligen Zulassungsstudien 

berücksichtigt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.4.2.2 Therapie des mCRPC bei Nachweis eines HRR-Defektes (außer BRCA1/2) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.46 Patienten mit Nachweis eines Defektes der homologen Rekombinationsreparatur (HRR) 

außer BRCA1/2, die in der Vortherapie keinen Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (ARPI) 

oder Abirateron erhalten haben, soll die Therapie mit einer dieser Optionen angeboten 

werden (alphabetische Reihenfolge): 

• Abirateron (in Kombination mit Prednison/Prednisolon) 

• Abirateron (in Kombination mit Prednison/Prednisolon) + Olaparib (falls eine 

Chemotherapie klinisch nicht indiziert ist) 

• Docetaxel 

• Enzalutamid 

• Enzalutamid + Talazoparib (falls eine Chemotherapie klinisch nicht indiziert ist) 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.47 Bei Entscheidung für eine Kombinationstherapie soll insbesondere die zugrundeliegende 

homologen Rekombinationsreparatur (HRR)-Alteration berücksichtigt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

72

7.4.2.3 Therapie des mCRPC ohne Nachweis eines HRR-Defektes 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.48 Patienten ohne Nachweis einer BRCA1/2-Mutation oder eines anderen Defektes der 

homologen Rekombinationsreparatur (HRR), die in der Vortherapie keinen 

Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (ARPI) oder Abirateron erhalten haben, soll die 

Therapie mit einer dieser Optionen angeboten werden (alphabetische Reihenfolge): 

• Abirateron (in Kombination mit Prednison/Prednisolon) 

• Docetaxel 

• Enzalutamid 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [254], [255], [256] 

7.4.2.4 Therapie des mCRPC in Abhängigkeit von Vortherapien 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.49 Patienten, die in der Vortherapie kein Taxan erhalten haben und für die eine 

Chemotherapie geeignet ist, soll die Therapie mit Docetaxel in zwei- oder dreiwöchigen 

Dosierungsschemata angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [256], [257] 

7.50 Patienten ohne Nachweis einer BRCA1/2-Mutation oder eines anderen Defektes der 

homologen Rekombinationsreparatur (HRR), die in der Vortherapie keinen 

Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (ARPI) oder Abirateron erhalten haben, kann, falls 

eine Chemotherapie klinisch nicht indiziert ist, eine Kombinationstherapie mit einer dieser 

Optionen angeboten werden (alphabetische Reihenfolge): 

• Abirateron (in Kombination mit Prednison/Prednisolon) + Olaparib 

• Enzalutamid + Talazoparib 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1++,1+ Quellen: [251], [253] 

7.51 Patienten mit metastasierter, kastrationsresistenter, progredienter Erkrankung nach 

Therapie mit Abirateron oder einem Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (Apalutamid, 

Darolutamid, Enzalutamid), die keine Chemotherapie bekommen können, kann Lutetium 

(177Lu) Vipivotidtetraxetan angeboten werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1- Quellen: [258] 

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

73

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.52 Patienten mit metastasierter, kastrationsresistenter, progredienter Erkrankung und gutem 

Allgemeinzustand nach Chemotherapie mit Docetaxel sowie Abirateron oder einem 

Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (Apalutamid, Darolutamid, Enzalutamid) soll eine 

der folgenden Therapieoptionen angeboten werden (alphabetische Reihenfolge): 

• Cabazitaxel 

• Lutetium (177Lu) Vipivotidtetraxetan (Kriterien für die Bildgebung im 

Hintergrundtext) 

GoR: A Evidenzlevel: 1+, 1- Quellen: [259], [260], [261], [262] 

7.53 Statt eines Wechsels des Therapieprinzips (siehe Empfehlungen 8.44-8.48) kann Patienten 

mit metastasiertem, kastrationsresistenten Prostatakarzinom, progredienter Erkrankung, 

gutem Allgemeinzustand nach Chemotherapie mit Docetaxel sowie Abirateron oder einem 

Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (ARPI) (Apalutamid, Darolutamid, Enzalutamid) eine 

der folgenden Therapieoptionen angeboten werden: 

• Nach Vortherapie mit ARPI (Apalutamid, Darolutamid, Enzalutamid): Abirateron 

(in Kombination mit Prednison/Prednisolon) 

• Nach Vortherapie mit Abirateron: Enzalutamid 

• Nach Vortherapie mit Abirateron, ARPI oder Docetaxel und längerem 

Therapieintervall: Retherapie mit Abirateron (in Kombination mit 

Prednison/Prednisolon), Enzalutamid oder Docetaxel. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.54 Patienten mit metastasiertem, kastrationsresistenten Prostatakarzinom, progredienter 

Erkrankung, gutem Allgemeinzustand und symptomatischen ossären Metastasen und 

gleichzeitig ohne bekannte viszerale Metastasen, kann Radium-223 angeboten werden, 

wenn keine andere verfügbare systemische Therapie für das metastasierte, 

kastrationsresistente Prostatakarzinom geeignet ist. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1+ Quellen: [263] 

7.55 Radium-223 soll nicht in Kombination mit Abirateron und Prednison/Prednisolon 

angewandt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [264] 

 

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

74

7.4.2.5 Therapie des mCRPC bei reduziertem Allgemeinzustand 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.56 Patienten mit kastrationsresistenter, symptomatischer, progredienter Erkrankung und 

reduziertem Allgemeinzustand (ECOG ≥2, Karnofsky-Index <70) soll eine 

symptombezogene Therapie angeboten werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.57 Patienten mit kastrationsresistenter, progredienter Erkrankung und reduziertem 

Allgemeinzustand (ECOG ≥2, Karnofsky-Index <70) kann zusätzlich eine der in Empfehlung 

7.39 bis 7.55 aufgeführten Therapieoptionen angeboten werden, wenn der reduzierte 

Allgemeinzustand vor allem auf das metastasierte Prostatakarzinom zurückzuführen ist 

und keine Therapie-begrenzenden Komorbiditäten vorliegen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.4.3 Therapie des neuroendokrinen Prostatakarzinoms (NEPC) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.58 Bei Patienten mit mindestens einem der folgenden Kriterien sollte eine histologische 

Abklärung für ein neuroendokrines Prostatakarzinom angeboten werden: 

• Neu aufgetretenen Lebermetastasen 

• Multiple oder neu aufgetretenen lytische Knochenmetastasen mit und ohne 

Weichteilkomponente 

• Niedriger PSA-Wert bei Erstvorstellung oder bei Progression im Vergleich zur 

Tumorlast 

• Verlust oder Fehlen der PSMA-Expression zum Zeitpunkt der 

Krankheitsprogression oder FDG-positive, PSMA-negative Läsionen in der PSMA-

PET/CT. 

• Erhöhung von NSE oder Chromogranin A im Serum 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.59 Bei Nachweis eines de novo oder transdifferenzierten neuroendokrinen Prostatakarzinoms 

sollte eine Platin-basierte Chemotherapie in Kombination mit Etoposid durchgeführt 

werden. Eine Behandlung innerhalb einer klinischen Studie ist zu präferieren. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.5 Lokale Therapie bei metastasiertem Prostatakarzinom 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

75

7.5 Lokale Therapie bei metastasiertem 

Prostatakarzinom 

7.5.1 Präambel 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.60 Unter einem oligometastasierten Prostatakarzinom wird ein Tumor mit maximal 4 in 

konventioneller Bildgebung (Skelettszintigraphie und CT oder MRT) nachweisbaren 

Knochenmetastasen ohne extraossäre viszerale Metastasen verstanden. 

GoR: ST Evidenzlevel: 1- Quellen: [272], [273] 

7.5.2 Perkutane Strahlentherapie und radikale Prostatektomie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.61, 7.62, 7.63 

7.61 

 

 

 

 

7.62 

 

 

 

 

7.63 

Patienten mit einem neu diagnostizierten, oligometastasierten Prostatakarzinom („low 

volume“ nach CHAARTED-Kriterien mit konventionellem Staging) kann zusätzlich zur 

systemischen Therapie (Androgendeprivation -ADT/ARPI- simultan, Docetaxel sequentiell) 

eine perkutane Strahlentherapie der Prostata angeboten werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1- Quellen: [272], [273], [274], [275] 

Patienten mit einem neu diagnostiziertem, hormonnaiven metastasierten 

Prostatakarzinom (mit konventionellem Staging) und hohem lokalen Progressionsrisiko 

kann zusätzlich zur systemischen Therapie eine perkutane Strahlentherapie der Prostata 

angeboten werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1- Quellen: [275] 

Die externe Strahlentherapie (EBRT) sollte hypofraktioniert verabreicht werden, die 

Strahlendosis sollte eine Äquivalenzdosis von 74 Gy in 2 Gy-Standardfraktionierung nicht 

überschreiten. 

GoR: B Evidenzlevel: 1- Quellen: [272], [273], [274], [275] 

7.5 Lokale Therapie bei metastasiertem Prostatakarzinom 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

76

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.64, 7.65 

7.64 Die radikale Prostatektomie ist als Therapieoption beim oligometastasierten 

Prostatakarzinom nicht hinreichend durch Evidenz belegt. 

Konsensbasiertes Statement 

7.65 Die radikale Prostatektomie kann beim oligometastasierten Prostatakarzinom nach 

Diskussion in einer interdisziplinären Tumorkonferenz im Rahmen einer multimodalen 

Therapie angeboten werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 2++ Quellen: [276] 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.66, 7.67, 7.68 

7.66 

 

 

 

7.67 

 

 

 

 

7.68 

Die metastasengerichtete lokal ablative Therapie beim oligometastasierten 

Prostatakarzinom ist nicht hinreichend durch Evidenz belegt, insbesondere in Bezug auf 

onkologische Endpunkte. 

Konsensbasiertes Statement 

Die metastasengerichtete lokal ablative Therapie beim oligometastasierten 

Prostatakarzinom kann zur Verzögerung einer Androgendeprivation und/oder 

Tumorprogression eingesetzt werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 2++ Quellen: [277], [276], [278] 

Eine externe Strahlentherapie (EBRT) als ablative Behandlung sollte hypofraktioniert 

erfolgen, vorzugsweise als stereotaktische Bestrahlung (SBRT). 

GoR: B Evidenzlevel: 2++ Quellen: [277], [276], [278] 

 

7.6 Therapie von Knochenmetastasen 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

77

7.6 Therapie von Knochenmetastasen 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.69 Die Therapie symptomatischer ossärer Metastasen ist Bestandteil des onkologischen 

Gesamtkonzeptes (siehe 7.54, 7.55, 7.71). Patienten mit ossären Metastasen soll 

zusätzlich eine oder mehrere der folgenden Therapieoptionen angeboten werden: 

• medikamentöse Schmerztherapie 

• lokale Bestrahlung, siehe Empfehlung 7.70 

• operative Intervention (in der Regel in Kombination mit Bestrahlung). 

GoR: A Evidenzlevel: siehe die 

jeweiligen Empfehlungen 

Quellen: [263], [279], [280] 

7.70 Die lokale perkutane Bestrahlung soll bei Knochenmetastasen in folgenden Situationen 

eingesetzt werden: 

• Persistierende lokalisierte Knochenschmerzen 

• drohende spinale Kompression (ggf. nach operativer Intervention) 

• nach operativer Stabilisierung 

• erhöhtes Frakturrisiko 

GoR: A Evidenzlevel: 1++ Quellen: [279] 

7.71 Radionuklide können bei multiplen Knochenmetastasen im kastrationsresistenten Stadium 

zur Schmerztherapie eingesetzt werden. Für die Indikation zu Radium-223 wird auf die 

Empfehlung 7.54 und Empfehlung 7.55 verwiesen. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 1+ Quellen: [280] 

7.72 Zur Prävention von Komplikationen bei Knochenmetastasen im Hormon-naiven Stadium 

sollten Bisphosphonate nicht eingesetzt werden. 

(Empfehlungsgrad: B) 

Die Wirkung von Denosumab in diesem Stadium kann derzeit nicht beurteilt werden. 

(Statement) 

GoR: B Evidenzlevel: 1+,4 Quellen: [281], [282], [283], [284], [285], 

[286], [287] 

7.73 Zur Prävention von Komplikationen bei Knochenmetastasen im kastrationsresistenten 

Stadium soll der monoklonale Antikörper Denosumab oder als Bisphosphonat 

Zoledronsäure unter Aufklärung von Nutzen und Schaden angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [282], [284] 

7.7 Bildgebung für das Therapiemonitoring beim mHSPC und mCRPC 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

78

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.74 Zur Prävention von Kieferosteonekrosen soll vor der Gabe von Bisphosphonaten oder 

Denosumab 

• eine zahnärztliche Untersuchung und ggf. erforderliche zahnärztliche Sanierung 

sowie 

• eine Unterweisung und Motivation des Patienten zu überdurchschnittlicher 

Mundhygiene stattfinden. 

GoR: A Evidenzlevel: 3 Quellen: [282], [288] 

7.7 Bildgebung für das Therapiemonitoring beim 

mHSPC und mCRPC 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.75 Bei Patienten mit einem metastasierten, hormonsensitiven Prostatakarzinom sollte vor 

Therapiebeginn und zum Zeitpunkt des PSA-Nadirs eine konventionelle Bildgebung mittels 

Computertomographie (Abdomen/Thorax/Becken) und Knochenszintigraphie erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.76 Bei stabilem Krankheitsverlauf sollte alle 6-12 Monate eine erneute Bildgebung erfolgen. 

Unabhängig davon sollte eine Bildgebung erfolgen 

• Bei Verdacht auf klinischen Progress 

• Bei PSA-Progress (Kriterien siehe Hintergrundtext) 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.77 Bei Patienten mit einem metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom sollte 

alle 3-6 Monate eine konventionelle Bildgebung mittels Computertomographie 

(Abdomen/Thorax/Becken) und Knochenszintigraphie erfolgen. 

Unabhängig davon sollte eine Bildgebung erfolgen 

• Bei Verdacht auf klinischen Progress 

• Bei PSA-Progress (Kriterien siehe Hintergrundtext) 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.78 Alternativ zur konventionellen Bildgebung kann eine PSMA-PET/CT durchgeführt werden. 

GoR: 0 Evidenzlevel: 2++, 2+ Quellen: [289], [290] 

7.8 Supportivtherapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

79

7.8 Supportivtherapie 

7.8.1 Definition 

7.8.2 Allgemeine supportive Maßnahmen 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.79 Die Patienten sollen auf die Notwendigkeit körperlicher Aktivität während der 

onkologischen Therapie hingewiesen werden, da diese sich positiv auf die körperliche 

Fitness, die Verträglichkeit der Therapie und die Ausführung täglicher Aktivitäten 

(activities of daily living -ADL) auswirkt. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.80 Patienten mit Prostatakrebs sollte eine ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil 

pflanzlicher Lebensmittel empfohlen werden. Darüber hinaus gibt es keine ausreichende 

Evidenz für spezifische Empfehlungen zur Ernährung beim Prostatakarzinom – weder für 

die Prävention noch zur Beeinflussung des Erkrankungsverlaufes. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.81 Es gibt keine ausreichende Evidenz zum Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln beim 

Prostatakarzinom – weder für die Prävention noch zur Beeinflussung des 

Erkrankungsverlaufes. 

Konsensbasiertes Statement 

7.82 Es gibt keine ausreichende Evidenz zum Einsatz komplementärer medizinischer Methoden 

für die Prävention oder die Beeinflussung des Erkrankungsverlaufes. 

Konsensbasiertes Statement 

 

7.8 Supportivtherapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

80

7.8.3 Spezifische supportive Behandlung häufiger unerwünschter 

therapiebedingter Wirkungen 

7.8.3.1 Lokale Therapie – Radikale Prostatektomie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.83 Die häufigsten unerwünschten Folgen nach radikaler Prostatektomie sollen wie folgt 

behandelt werden: 

• erektile Dysfunktion: siehe Empfehlungen im Kapitel 8 

• Inkontinenz: siehe Empfehlungen im Kapitel 8 

• Anastomosenstriktur (siehe Hintergrundtext): konservative oder operative 

Behandlung möglich 

• Lymphozelen: siehe 7.84 bis 7.86 

Konsensbasierte Empfehlung 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.84, 7.85, 7.86 

7.84 

 

 

 

7.85 

 

 

7.86 

Nach Lymphadenektomie sollte eine Ultraschalluntersuchung - ggf. mit 

Dopplerflowmessung - postoperativ zur Diagnostik von Lymphozelen erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Lymphozelen nach Lymphadenektomie sollen behandelt werden, wenn sie symptomatisch 

und/oder gefäßkomprimierend sind. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Asymptomatische und nicht gefäßkomprimierende Lymphozelen sollen ohne Intervention 

weiter kontrolliert werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.8.3.2 Lokale Therapie - Strahlentherapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.87 Zur Behandlung der chronischen Strahlenproktitis kann aus der Studienlage keine 

Standardtherapie abgeleitet werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

7.8 Supportivtherapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

81

Tabelle 10: Zusammenfassung der antiemetischen Prophylaxe 

Emesis-Risiko Bestrahlte Körperregion Antiemetische Prophylaxe 

Moderat Oberes Abdomen, Brustwirbelsäule/ 

Lendenwirbelsäule, Neuroachse in 

Abhängigkeit von der Technik 

5-HT3-RA und Dexamethason 

Gering Becken, Hirnschädel, Hals-Nasen-

Ohren-Bereich 

5-HT3-RA oder Rescue-Therapie 

Minimal Extremitäten, Brust Keine Routineprophylaxe 

7.8.4 Unerwünschte Wirkungen der Hormonentzugstherapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.88 Patienten sollen über die typischen und häufigen unerwünschten Wirkungen der hormon-

ablativen Therapie sowie deren Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

Tabelle 11: Typische und häufige Nebenwirkungen einer hormon-ablativen Therapie 

und Möglichkeiten der Prophylaxe und Behandlung 

Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen)  Prophylaxe/Behandlung 

Kastration 

Libidoverlust keine 

Erektile Dysfunktion Phosphodiesterasehemmer (PDE5-Hemmer), 

intrakavernöse Injektionen (ICI, SKAT), MUSE 

Vakuumpumpen, Penisimplantate 

Hitzewallungen (55-80 % aller Patienten 

während der hormonablativen Therapie) 

Cyproteronacetat, Antidepressiva (Venlafaxin), 

Clonidin 

Gynäkomastie und Brustschmerz: 50 % bei 

kompletter Androgenblockade (CAB), 10-20 % 

nach Kastration) 

Prophylaktische Bestrahlung, Mastektomie, 

Tamoxifen (die Verordnung von Tamoxifen 

entspricht einem off-label-use) 

Zunahme des Körperfetts körperliche Aktivität/Sport, 

Ernährungsberatung 

Muskelabbau körperliche Aktivität/Sport 

7.8 Supportivtherapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

82

Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen)  Prophylaxe/Behandlung 

Anämie (schwere Form in 13 % der CAB-

Patienten) 

Transfusion bei symptomatischer Anämie, 

Erythropoese-stimulierende Substanzen 

(Erythropoietin u. a.) unter sorgfältiger 

Abwägung der Risiken 

Reduktion der Knochendichte körperliche Aktivität/Sport, Kalzium + Vitamin 

D, Bisphosphonate / RANK-Ligand Antikörper 

bei Osteoporosenachweis 

Abnahme der kognitiven Fähigkeiten Gehirntraining 

Östrogene 

Erhöhung des Risikos für kardiovaskuläre 

Ereignisse (akuter Myokardinfarkt, chronische 

Herzinsuffizienz, zerebrovaskuläre Ereignisse, 

Tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) 

parenterale Gabe, ggf. Antikoagulation 

Steroidale Antiandrogene 

Hauptnebenwirkungen der Wirkstoffgruppe: 

Libidoverlust, erektile Dysfunktion, selten 

Gynäkomastie 

Erektile Dysfunktion s.o. 

Nichtsteroidale Antiandrogene 

Hauptnebenwirkungen der Wirkstoffgruppe: 

Gynäkomastie (49-66 %), Brustschmerz (40-72 

%), Hitzewallungen (9-13 %) 

Prophylaktische Bestrahlung der Brustdrüse, 

Tamoxifen bzw. Aromatase-Inhibitoren (die 

Verordnung von Tamoxifen entspricht einem 

off-label-use) 

Quelle: [176] 

7.8.5 Unerwünschte Wirkungen der Androgenrezeptor-Signalweg 

Inhibitoren (ARPI) bzw. Abirateron 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.89 Patienten sollen über Behandlungsmöglichkeiten typischer und häufiger unerwünschter 

Wirkungen der kombinierten Behandlung mit einer Androgendeprivationstherapie und 

einem Androgenrezeptor-Signalweg Inhibitor bzw. Abirateron aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

7.8 Supportivtherapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

83

7.8.6 Spezifische unerwünschte Wirkungen der Chemotherapie mit 

Taxanen 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.90 Patienten sollen über Behandlungsmöglichkeiten typischer und häufiger unerwünschter 

Wirkungen der Behandlung mit Docetaxel aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.91 Patienten sollen über Behandlungsmöglichkeiten typischer und häufiger unerwünschter 

Wirkungen der Behandlung mit Cabazitaxel aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.92 Bei systemischer Therapie mit Taxanen sollen regelmäßige Blutbildkontrollen vor und nach 

der Behandlung erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.93 Bei systemischer Therapie mit Cabazitaxel kann G-CSF prophylaktisch gegeben werden, 

um das Risiko einer symptomatischen Neutropenie zu verringern. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.94 Eine Untersuchung des neurologischen Status soll vor Einleitung einer potentiell 

neurotoxischen Tumortherapie zur Erhebung des Ausgangsbefundes und Identifizierung 

von Risikopatienten erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

Tabelle 12: Empfohlene Dosisänderungen im Falle von Nebenwirkungen bei mit 

Cabazitaxel behandelten Patienten 

Nebenwirkungen Dosisänderung 

Länger anhaltende Neutropenie ≥ Grad 3 

(länger als 1 Woche) trotz entsprechender 

Behandlung einschließlich G-CSF 

Behandlung bis zum Erreichen einer 

Neutrophilenzahl von > 1.500 Zellen/mm³ 

aussetzen, dann Cabazitaxel-Dosis von 25 

mg/m² auf 20 mg/m² reduzieren 

Febrile Neutropenie oder neutropenische 

Infektion 

Behandlung bis zum Erreichen einer 

Verbesserung oder einer Normalisierung und 

einer Neutrophilenzahl von > 1.500 Zellen/mm³ 

aussetzen, dann Cabazitaxel-Dosis von 25 

mg/m² auf 20 mg/m² reduzieren 

 

7.8 Supportivtherapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

84

7.8.7 Spezifische unerwünschte Wirkungen der systemischen 

Therapie mit Inhibitoren der Poly-(ADP-ribose)-Polymerasen 

(PARPi) 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.95 Patienten sollen über die typischen und häufigen unerwünschten Wirkungen der 

Behandlung mit einem Poly-(ADP-Ribose)-Polymerase (PARP)-Inhibitor sowie deren 

Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

7.8.8 Unerwünschte Wirkungen der Radioligandentherapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.96 Patienten sollen über die typischen und häufigen unerwünschten Wirkungen der 

Behandlung mit einem PSMA-Radioliganden sowie deren Behandlungsmöglichkeiten 

aufgeklärt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.97 Patienten sollten vor Beginn einer PSMA-Ligandentherapie eine medikamentöse Antiemese 

mit 5-HT ₃ -Antagonisten mit oder ohne Dexamethason erhalten. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.98 Die Behandlung von Mundtrockenheit (Xerostomie) soll symptomorientiert mit topischen 

Maßnahmen erfolgen. Eine systemische Therapie kann erforderlich sein. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.99 Die Behandlung hämatotoxischer unerwünschter Wirkungen soll symptomorientiert 

erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

7.9 Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

85

7.9 Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation 

7.9.1 Definition 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.100 Im Zentrum der uro-onkologischen Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation 

steht die Verbesserung der Lebensqualität durch effektive Behandlung von typischen 

belastenden Symptomen bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom als Teil 

der interdisziplinären Versorgung zu der auch die palliativmedizinische Versorgung 

gehören kann. 

Konsensbasiertes Statement 

7.9.2 Zielsetzung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.101 Ziel der Behandlung in der nicht-kurativen Therapiesituation ist es, eine effektive 

Behandlung häufiger Symptome bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom 

zur Verbesserung der Lebensqualität durchzuführen. 

Konsensbasiertes Statement 

7.9.3 Diagnostik 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.102 Körperliche und psychische Beschwerden wie Angst, Unruhe, Depression, Dyspnoe, 

Schwäche und Fatigue sollen regelmäßig erhoben werden und angemessen betreut und 

behandelt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

7.9 Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

86

7.9.4 Allgemeine Maßnahmen 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.103, 7.104 

7.103 

 

 

 

 

7.104 

Die Möglichkeiten der palliativmedizinischen Versorgung sollen mit dem Patienten und 

seinen Angehörigen umfassend besprochen werden und es sollten im Sinne einer „Early 

integration of palliative care“ frühzeitig im Krankheitsverlauf Unterstützungsoptionen 

angeboten werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1-, 2- Quellen: [291], [292] 

Der Zeitpunkt der Ergänzung der Regelversorgung durch eine Palliativversorgung hängt 

in erster Linie vom Bedürfnis des Patienten und dem individuellen Krankheitsverlauf ab. 

Konsensbasiertes Statement 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.105, 7.106 

7.105 

 

 

 

7.106 

Die Festlegung der medizinischen Behandlungsstrategie soll interdisziplinär und 

multiprofessionell erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Dem Patienten sollte Zugang zu einem interdisziplinären Behandlungsteam angeboten 

werden (einschließlich psychosozial bzw. psychoonkologisch sowie palliativmedizinisch 

geschultem Fachpersonal). 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

7.9 Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

87

7.9.5 Spezifische Maßnahmen 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.107, 7.108, 7.109 

7.107 

 

 

 

7.108 

 

 

 

7.109 

Die medikamentöse Tumorschmerztherapie soll nach den Empfehlungen der europäischen 

EAPC/Caraceni-Leitlinie sowie im Einzelnen nach den Empfehlungen der jeweils gültigen 

S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ 

erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Im Rahmen der Schmerztherapie sollen nichtmedikamentöse physikalische (u. a. 

Lagerung, Lymphdrainage, aktivierende Pflege) und psychosoziale (psychologischer, ggf. 

seelsorgerischer Beistand) Maßnahmen erwogen werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Tumorspezifische Maßnahmen (z. B. Strahlentherapie, operative Verfahren, 

medikamentöse Tumortherapien) haben ebenfalls einen Stellenwert in der 

Tumorschmerztherapie. 

Konsensbasiertes Statement 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.110, 7.111 

7.110 

 

 

 

7.111 

Bei Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung und Fatigue soll 

differentialdiagnostisch überprüft werden, ob die Symptomatik durch eine behandelbare 

Ursache (z.B. Anämie, Depression oder Medikamenten-nebenwirkungen) verursacht wird. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung und Fatigue sollte eine 

patientenzentrierte angemessene Bewegungs- und Trainingstherapie empfohlen werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.112 Zur besseren Erfassung, Objektivierung und Vergleichbarkeit körperlicher und 

psychischer Beschwerden sollten standardisierte Fragebögen eingesetzt werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 3 Quellen: [293], [294] 

7.113 Bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom kann es durch die Krankheit 

und/oder Therapiebedingt zu Gewichtsverlust und Ernährungsstörungen kommen. 

Ein multidisziplinärer Ansatz, einschließlich medizinischer, ernährungs-physiologischer 

und psychosozialer Interventionen kann notwendig werden, um durch frühzeitige 

Diagnose und Intervention Lebensqualität und Therapieerfolg zu verbessern. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.9 Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

88

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.114 Ein Gesprächsangebot über Fragen der Sexualität sollte im Rahmen der Betreuung von 

Patienten mit Prostatakarzinom erfolgen. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.115 Bei Patienten mit einem nicht-heilbaren Prostatakarzinom sollte die Erfassung und 

Behandlung einer Depression Teil der Betreuung sein. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.116 Angst ist bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom weit verbreitet und 

erfordert eine frühzeitige Erkennung und gezielte Interventionen. Ein multidisziplinärer 

Ansatz aus medizinischer, psychologischer und sozialer Betreuung kann helfen, die Angst 

zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. 

Konsensbasierte Empfehlung 

7.9.6 Therapiebegrenzung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

Verknüpfte Empfehlungen: 7.117, 7.118, 7.119 

7.117 

 

 

 

7.118 

 

 

 

7.119 

Bei Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung ist die Erfassung zu 

Vorstellungen und Wünschen im Hinblick auf die Therapieziele und eine 

Therapiebegrenzung wesentlicher Teil der Behandlung. 

Konsensbasiertes Statement 

Alle erforderlichen Maßnahmen sollen sich an den individuellen Therapie- und 

Lebenszielen des Patienten orientieren. 

Konsensbasierte Empfehlung 

Eine Therapiebegrenzung bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom zielt darauf ab, 

unnötige Belastungen zu vermeiden und den Fokus auf die Lebensqualität des Patienten 

zu legen. Sie erfordert einen multidisziplinären Ansatz, der medizinische, ethische und 

psychosoziale Aspekte berücksichtigt. 

Konsensbasiertes Statement 

7.9 Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

89

7.9.7 Versorgungsstrukturen 

Nr. Empfehlungen/Statements 

7.120 Sind zusätzliche Unterstützungsangebote oder eine Ergänzung der Regelversorgung durch 

eine Palliativversorgung geboten, soll der Patient umfassend über Betreuungsangebote 

informiert werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

8.1 Rehabilitation nach kurativer intendierter Therapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

90

8 Rehabilitation 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

8.1 Rehabilitation nach kurativer intendierter Therapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

8.1 Patienten nach lokaler Therapie sollen über eine fachspezifische Rehabilitation 

insbesondere in Form einer Anschlussheilbehandlung (AHB) informiert werden. 

Expertenkonsens basierend auf Empfehlungen 8.4, 8.5 und Statement 8.7. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+, 1- 

8.2 a. Die Zielsetzung der Rehabilitation nach radikaler Prostatektomie besteht: 

• in der Therapie der postoperativen Funktionsstörungen, insbesondere der 

Harninkontinenz und erektilen Dysfunktion; 

• in der Wiederherstellung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit; 

• in der Wiederbefähigung zur Teilhabe am normalen gesellschaftlichen Leben und, 

• soweit der Patient noch im Berufsleben steht, in dem Erhalt oder der 

Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. 

b. Die Zielsetzung der Rehabilitation nach Strahlentherapie besteht: 

• in der Therapie der postradiogenen Funktionsstörungen, insbesondere von 

Funktionsstörungen von Blase und Darm erektiler Dysfunktion; 

• in der Wiederherstellung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit; 

• in der Wiederbefähigung zur Teilhabe am normalen gesellschaftlichen Leben und; 

• soweit der Patient noch im Berufsleben steht, in dem Erhalt oder der 

Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

8.3 Die Rehabilitation sollte fachurologisch, bei entsprechender Komorbidität der Patienten 

multidisziplinär und mit Hilfe multimodaler Therapiekonzepte erfolgen. 

GoR: B Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

8.4 Die postoperative Harninkontinenz nach radikaler Prostatektomie soll mit Hilfe 

multimodaler Konzepte therapiert werden. Im Mittelpunkt des Kontinenztrainings bei 

Belastungsinkontinenz soll die Physiotherapie stehen. Andere Formen der Inkontinenz 

sollen evaluiert und ggf. entsprechend behandelt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+ Quellen: [295], [296], [297], [298], [299] 

8.2 Rehabilitation für Patienten unter Hormonentzugstherapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

91

Nr. Empfehlungen/Statements 

8.5 a) Zur Therapie der erektilen Dysfunktion nach kurativer Therapie können PDE-5-

Inhibitoren, Vakuumerektionshilfesysteme, intrakavernöse Injektionen oder intraurethrale 

Prostaglandine (Aldoprostadil) in Kombination mit physiotherapeutischem ED-Training 

eingesetzt werden. 

b) Zur Therapie der erektilen Dysfunktion sollte zunächst ein PDE-5-Inhibitor eingesetzt 

werden. Bei Ineffektivität der PDE-5-Inhibitor-Therapie sollten intrakavernöse Injektionen 

oder intraurethrale Prostaglandine (Aldoprostadil) oder Vakuumerektionshilfesysteme 

unter Berücksichtigung der Patientenpräferenz in Kombination mit physiotherapeutischem 

ED-Training erwogen werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 1-,4 Quellen: [300], [301], [302] 

8.6 Der Bedarf einer psychoonkologischen Betreuung zur Unterstützung der 

Krankheitsverarbeitung soll geprüft und entsprechende Maßnahmen sollen ggf. angeboten 

werden. 

Siehe auch S3-Leitlinie Psychoonkologie. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

8.2 Rehabilitation für Patienten unter 

Hormonentzugstherapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

8.7 Die Zielsetzung der Rehabilitation während Hormonentzugstherapie besteht 

• in der Therapie der Nebenwirkungen; 

• im Erhalt bzw. in der Wiederherstellung der physischen und psychischen 

Leistungsfähigkeit; 

• im Erhalt bzw. in der Wiederbefähigung zur Teilhabe am normalen 

gesellschaftlichen Leben und, 

• soweit der Patient noch im Berufsleben steht, im Erhalt oder der Wiederherstellung 

der Erwerbsfähigkeit. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Expertenmeinung 

8.8 Patienten unter Hormonentzugstherapie sollen rehabilitative Maßnahmen empfohlen 

werden, die Elemente der Bewegungstherapie enthalten. 

GoR: A Evidenzlevel: 1+,1- Quellen: [303], [304], [305] 

8.3 Rehabilitation für Patienten in der Palliativsituation 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

92

8.3 Rehabilitation für Patienten in der Palliativsituation 

Nr. Empfehlungen/Statements 

8.9 Auch in der nicht-kurativen Situation sollten rehabilitative Maßnahmen symptomorientiert 

empfohlen werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

9.1 Nachsorge nach lokaler kurativ intendierter Therapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

93

9 Nachsorge 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

9.1 Nachsorge nach lokaler kurativ intendierter 

Therapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

9.1 a) Asymptomatische Patienten nach lokaler kurativ intendierter Therapie sollen innerhalb 

von zwölf Wochen nach Ende der Therapie eine Nachsorgeuntersuchung erhalten. 

(Empfehlungsgrad: A) 

b) Bei asymptomatischen Patienten sollten die Untersuchungen innerhalb der ersten zwei 

Jahre vierteljährlich, im 3. und 4. Jahr halbjährlich und vom 5. Jahr an in jährlichen 

Intervallen wiederholt werden. 

(Empfehlungsgrad: B) 

GoR: A/B Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [172], [181] 

Expertenmeinung 

9.2 Bei asymptomatischen Patienten nach kurativ intendierter Therapie soll die Bestimmung 

des Serum-PSA-Werts zur Nachsorge eingesetzt werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [172], [181] 

Expertenmeinung 

9.3 Bei Patienten ohne biochemisches Rezidiv ist die DRU in der Nachsorge des 

Prostatakarzinoms nicht routinemäßig indiziert. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [172] 

Expertenmeinung 

9.4 Bildgebende Verfahren sollen nur dann eingesetzt werden, wenn therapeutische 

Maßnahmen möglich sind und/oder Symptome bestehen. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [181] 

Expertenmeinung 

9.2 Testosteronsubstitution nach Prostatakarzinom 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

94

9.2 Testosteronsubstitution nach Prostatakarzinom 

Nr. Empfehlungen/Statements 

9.5 Eine Testosteronsubstitution nach kurativer Therapie eines Patienten mit Prostatakarzinom 

und Zeichen von Hypogonadismus kann die Lebensqualität verbessern. 

(Statement) 

Der Einfluss auf das Rezidivrisiko ist aufgrund der Datenlage gegenwärtig unklar, 

deswegen sollte eine besondere Aufklärung und Überwachung des Patienten erfolgen. 

(Empfehlungsgrad: B) 

GoR: B Evidenzlevel: 3, 4 Quellen: [306], [307], [308] 

9.3 Follow-up unter hormonablativer Therapie 

Nr. Empfehlungen/Statements 

9.6 Im Rahmen drei- bis sechsmonatiger Kontrolluntersuchungen unter hormonablativer 

Therapie sollten eine Anamnese und körperliche Untersuchung sowie eine Bestimmung des 

PSA-Werts eingesetzt werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 4 Quellen: [181] 

Expertenmeinung 

9.7 Über zusätzliche Labordiagnostik (z. B. Hämoglobin-, AP-Bestimmung) sollte individuell und 

in Abhängigkeit von der klinischen Situation und Symptomatik entschieden werden. 

GoR: B Evidenzlevel: 4 Quellen: [172] 

Expertenmeinung 

9.8 Über Bildgebung zur Verlaufskontrolle soll in Abhängigkeit von Symptomatik und 

möglichen therapeutischen Konsequenzen entschieden werden. Bei fehlender Symptomatik 

ist eine bildgebende Diagnostik nicht erforderlich. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [172] 

Expertenmeinung 

 

10.1 Aufklärung und Beratung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

95

10 Psychosoziale Aspekte und 

Lebensqualität 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

10.1 Aufklärung und Beratung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

10.1 Dem Patienten soll angeboten werden, seine Partnerin/seinen Partner an Aufklärungs- und 

Beratungsgesprächen teilhaben zu lassen. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [309], [310], [311], [312] 

Expertenmeinung 

10.2 Im ärztlichen Gespräch soll der Patient über alle in dieser Leitlinie beschriebenen 

relevanten Therapieoptionen, deren Erfolgsaussichten und deren mögliche Auswirkungen 

informiert werden. Insbesondere soll auf die Auswirkungen auf sein körperliches 

Erscheinungsbild, sein Sexualleben (Impotenz), seine Harn- und Stuhlkontrolle 

(Inkontinenz) und Aspekte des männlichen Selbstverständnisses (Selbstbild) eingegangen 

werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [309], [313], [314], [315], [316] 

Expertenmeinung 

10.3 Im ärztlichen Gespräch sollen die individuellen Präferenzen, Bedürfnisse, Sorgen und 

Ängste des Patienten eruiert und berücksichtigt werden. Wenn ein Patient dafür mehrere 

Gespräche benötigt, soll das Angebot zu weiteren Gesprächen bestehen. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [309], [313], [314], [315], [316] 

Expertenmeinung 

10.4 Der Patient soll auf die evidenzbasierten Patientenleitlinien zum Prostatakarzinom 

hingewiesen werden. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [309], [313], [314], [317] 

Expertenmeinung 

10.5 Der Patient soll durch ebenso qualifizierte wie allgemeinverständliche Informationen zur 

Therapieentscheidung befähigt werden. 

Konsensbasierte Empfehlung 

 

10.2 Psychosoziale Unterstützung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

96

10.2 Psychosoziale Unterstützung 

Nr. Empfehlungen/Statements 

10.6 Standardisierte Fragebögen ermöglichen die Erfassung und Quantifizierung der 

Lebensqualität. 

GoR: ST Evidenzlevel: 4 Quellen: [178], [312], [318], [319], [320], [316] 

Expertenmeinung 

10.7 Dem Patienten sollte eine psychosoziale und psychoonkologische Unterstützung bei 

psychischen, sexuellen oder partnerschaftlichen Problemen angeboten werden (siehe S3-

Leitlinie Psychoonkologie). 

Konsensbasierte Empfehlung 

10.8 Der Patient soll auf die Möglichkeit hingewiesen werden, sich mit einer Selbsthilfegruppe in 

Verbindung zu setzen. Die Internetseite des Bundesverbandes Prostatakrebs-Selbsthilfe 

https://www.prostatakrebs-bps.de/ enthält die Adressen aller bundesdeutschen 

Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen. 

GoR: A Evidenzlevel: 4 Quellen: [314], [321] 

Expertenmeinung 

 

 

11.1 Qualitätsindikatoren 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

97

11 Anhang 

11.1 Qualitätsindikatoren 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

11.2 Forschungsfragen 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

11.3 Änderungen in der Version 8 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

11.4 Grundlagen der Methodik 

Details zu diesem Kapitel können der Langversion der Leitlinie entnommen werden. 

Tabelle 13: Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN 

Evidenzgrad Beschreibung 

1++ Qualitativ hochwertige Metaanalysen, Systematische Übersichten von RCTs, oder 

RCTs mit sehr geringem Risiko systematischer Fehler (Bias) 

1+ Gut durchgeführte Metaanalysen, Systematische Übersichten von RCTs, oder RCTs 

mit geringem Risiko systematischer Fehler (Bias) 

1- Metaanalysen, Systematische Übersichten von RCTs, oder RCTs mit hohem Risiko 

systematischer Fehler (Bias) 

2++ Qualitativ hochwertige systematische Übersichten von Fall-Kontroll- oder 

Kohortenstudien oder 

Qualitativ hochwertige Fall-Kontroll- oder Kohortenstudien mit sehr niedrigem 

Risiko systematischer Verzerrungen (Confounding, Bias, „Chance“) und hoher 

Wahrscheinlichkeit, dass die Beziehung ursächlich ist. 

2+ Gut durchgeführte Fall-Kontroll Studien oder Kohortenstudien mit niedrigem Risiko 

systematischer Verzerrungen (Confounding, Bias, „Chance“) und moderater 

Wahrscheinlichkeit, dass die Beziehung ursächlich ist. 

2- Fall-Kontroll Studien oder Kohortenstudien mit einem hohen Risiko systematischer 

Verzerrungen (Confounding, Bias, „Chance“) und signifikantem Risiko, dass die 

Beziehung nicht ursächlich ist. 

3 Nicht-analytische Studien, z.B. Fallberichte, Fallserien 

4 Expertenmeinung 

 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

98

Tabelle 14: Schema der Empfehlungsgraduierung 

Empfehlungsgrad Beschreibung 

A Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - 

verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht 

B Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme – 

verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht 

0 offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme – 

verwendete Ausdrucksweise = kann 

 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

99

12 Tabellenverzeichnis 

Tabelle 1: Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen .............................................................. 11 

Tabelle 2: Abkürzungsverzeichnis ..................................................................................................... 14 

Tabelle 3: Vor- und Nachteile eines PSA-basierten Prostatakarzinom-Screenings ................................ 23 

Tabelle 4: Risikogruppen nach D’Amico (D’Amico AV et al. 1998) ...................................................... 30 

Tabelle 5: Risikogruppeneinteilung (nach NCCN 1.2025; eigene Übersetzung) .................................... 31 

Tabelle 6: EAU-Risikoeinteilung für das lokal begrenzte und lokal fortgeschrittene 

Prostatakarzinom (nach EAU Guideline, LIMITED UPDATE APRIL 2024) ...................... 32 

Tabelle 7: Allgemeine Unterschiede zwischen LDR- und HDR-Brachytherapie ...................................... 49 

Tabelle 8: Korrelation PSA-Werte und 68Ga-PMSA PET Positivität (nach EAU 2024, eigene 

Übersetzung) ........................................................................................................... 61 

Tabelle 9: Risikoeinteilung eines biochemischen Rezidivs (nach EAU 2024, eigene Übersetzung) ......... 62 

Tabelle 10: Zusammenfassung der antiemetischen Prophylaxe .......................................................... 81 

Tabelle 11: Typische und häufige Nebenwirkungen einer hormon-ablativen Therapie und 

Möglichkeiten der Prophylaxe und Behandlung ......................................................... 81 

Tabelle 12: Empfohlene Dosisänderungen im Falle von Nebenwirkungen bei mit Cabazitaxel 

behandelten Patienten .............................................................................................. 83 

Tabelle 13: Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN..................................................................... 97 

Tabelle 14: Schema der Empfehlungsgraduierung ............................................................................. 98 

 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

100

13 Abbildungsverzeichnis 

Abbildung 1: Algorithmus zur Früherkennung und Diagnostik des Prostatakarzinoms mit Verweis 

auf ausgewählte Empfehlungen ................................................................................ 28 

Abbildung 2: Flussdiagramm Aktive Überwachung ............................................................................ 42 

Abbildung 3: Therapieoptionen beim lokal begrenzten Prostatakarzinom des intermediären 

Risikoprofils inkl. ausgewählter Informationen zur Ausführung entsprechend der 

Empfehlungen dieses Kapitels nach Empfehlungsgrad ............................................... 44 

Abbildung 4: Flussdiagramm zur Darstellung der gemäß 7.30 und 7.31 empfohlenen 

Therapieoptionen zur systemischen Therapie des mHSPC. ........................................ 68 

 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

101

14 Literaturverzeichnis 

 

1. Zeegers M, Jellema A, Ostrer H. Empiric risk of prostate carcinoma for relatives of patients with prostate 

carcinoma: a meta-analysis. Cancer. 2003;97: 1894-1903. URL: 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12673715 

2. Johns L, Houlston R. A systematic review and meta-analysis of familial prostate cancer risk. BJU Int. 

2003;91: 789-794. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12780833 

3. Taylor M, Mainous A, Wells B. Prostate cancer and sexually transmitted diseases: a meta-analysis. Fam 

Med. 2005;37: 506-512. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15988645 

4. Calof O, Singh A, Lee M, Kenny A, Urban R, Tenover J, et al. Adverse events associated with testosterone 

replacement in middle-aged and older men: a meta-analysis of randomized, placebo-controlled trials. J 

Gerontol. A Biol Sci Med Sci. 2005;60: 1451-1457. URL: 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16339333 

5. Gerstenbluth R, Maniam P, Corty E, Seftel A. Prostate-specific antigen changes in hypogonadal men 

treated with testosterone replacement. J Androl. 2002;23: 922-926. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12399540 

6. Hajjar R, Kaiser F, Morley J. Outcomes of long-term testosterone replacement in older hypogonadal 

males: a retrospective analysis. J Clin Endocrinol. Metab. 1997;82: 3793-3796. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9360543 

7. Marks L, Mazer N, Mostaghel E, Hess D, Dorey F, Epstein J, et al. Effect of testosterone replacement 

therapy on prostate tissue in men with late-onset hypogonadism: a randomized controlled trial. JAMA. 

2006;296: 2351-2361. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17105798 

8. Rhoden E, Morgentaler A. Testosterone replacement therapy in hypogonadal men at high risk for 

prostate cancer: results of 1 year of treatment in men with prostatic intraepithelial neoplasia. J Urol. 

2003;170: 2348-2351. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14634413 

9. Wang C, Cunningham G, Dobs A, Iranmanesh A, Matsumoto A, Snyder P, et al. Long-term testosterone gel 

(AndroGel) treatment maintains beneficial effects on sexual function and mood, lean and fat mass, and 

bone mineral density in hypogonadal men. J Clin Endocrinol. Metab. 2004;89: 2085-2098. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15126525 

10. Boyle P, Koechlin A, Bota M, d'Onofrio A, Zaridze D, Perrin P, et al. Endogenous and exogenous 

testosterone and the risk of prostate cancer and increased prostate specific antigen (PSA): a meta-

analysis. BJU Int. 2016; URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26779889 

11. Kang D, Li H. The effect of testosterone replacement therapy on prostate-specific antigen (PSA) levels in 

men being treated for hypogonadism: a systematic review and meta-analysis. Medicine (Baltimore). 

2015;94: e410. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25621688 

12. Cui Y, Zong H, Yan H, Zhang Y. The effect of testosterone replacement therapy on prostate cancer: a 

systematic review and meta-analysis. Prostate Cancer Prostatic. Dis. 2014;17: 132-143. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24445948 

13. Thompson I, Goodman P, Tangen C, Lucia M, Miller G, Ford L, et al. The influence of finasteride on the 

development of prostate cancer. N Engl J Med. 2003;349: 215-224. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12824459 

14. Thompson I, Lucia M, Redman M, Darke A, La Rosa F, Parnes H, et al. Finasteride decreases the risk of 

prostatic intraepithelial neoplasia. J Urol. 2007;178: 107-109. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17499284 

15. Wilt T, MacDonald R, Hagerty K, Schellhammer P, Kramer B. Five-alpha-reductase Inhibitors for prostate 

cancer prevention. Cochrane Database Syst Rev. 2008;CD007091. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18425978 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

102

16. Kramer B, Hagerty K, Justman S, Somerfield M, Albertsen P, Blot W, et al. Use of 5-alpha-reductase 

inhibitors for prostate cancer chemoprevention: American Society of Clinical Oncology/American 

Urological Association 2008 Clinical Practice Guideline. J Clin Oncol. 2009;27: 1502-1516. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19252137 

17. Krilaviciute A, Kaaks R, Seibold P, de Vrieze M, Lakes J, Radtke J, et al. Risk-adjusted Screening for 

Prostate Cancer-Defining the Low-risk Group by Data from the PROBASE Trial. Eur Urol. 2024;: URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38749854/ 

18. Krilaviciute A, Becker N, Lakes J, Radtke J, Kuczyk M, Peters I, et al. Digital Rectal Examination Is Not a 

Useful Screening Test for Prostate Cancer. Eur Urol Oncol. 2023;6(6): 566-573. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37806841/ 

19. Matsukawa A, Yanagisawa T, Bekku K, Kardoust Parizi M, Laukhtina E, Klemm J, et al. Comparing the 

Performance of Digital Rectal Examination and Prostate-specific Antigen as a Screening Test for Prostate 

Cancer: A Systematic Review and Meta-analysis. Eur Urol Oncol. 2024;7(4): 697-704. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38182488/ 

20. de Vos I, Meertens A, Hogenhout R, Remmers S, Roobol M. A Detailed Evaluation of the Effect of Prostate-

specific Antigen-based Screening on Morbidity and Mortality of Prostate Cancer: 21-year Follow-up 

Results of the Rotterdam Section of the European Randomised Study of Screening for Prostate Cancer. 

Eur Urol. 2023;84(4): 426-434. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37029074/ 

21. Hugosson J, Roobol MJ, Månsson M, Tammela TLJ, Zappa M, Nelen V, et al. A 16-yr Follow-up of the 

European Randomized study of Screening for Prostate Cancer. European urology. 2019;76: 43-51. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30824296/ 

22. Jin Y, Jung J, Han W, Hwang E, Nho Y, Lee N, et al. Diagnostic accuracy of prostate-specific antigen below 

4 ng/mL as a cutoff for diagnosing prostate cancer in a hospital setting: A systematic review and meta-

analysis. Investig Clin Urol. 2022;63(3): 251-261. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35534215/ 

23. Paschen U, Sturtz S, Fleer D, Lampert U, Skoetz N, Dahm P. Assessment of prostate-specific antigen 

screening: an evidence-based report by the German Institute for Quality and Efficiency in Health Care. 

BJU Int. 2022;129(3): 280-289. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33961337/ 

24. Matti B, Xia W, van der Werf B, Zargar-Shoshtari K. Age-Adjusted Reference Values for Prostate Specific 

Antigen - A Systematic Review and Meta-Analysis. Clin Genitourin Cancer. 2022;20(2): e114-e125. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34969631/ 

25. Arsov C, Albers P, Herkommer K, Gschwend J, Imkamp F, Peters I, et al. A randomized trial of risk-

adapted screening for prostate cancer in young men-Results of the first screening round of the PROBASE 

trial. Int J Cancer. 2022;150(11): 1861-1869. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35076933/ 

26. Nordström T, Discacciati A, Bergman M, Clements M, Aly M, Annerstedt M, et al. Prostate cancer 

screening using a combination of risk-prediction, MRI, and targeted prostate biopsies (STHLM3-MRI): a 

prospective, population-based, randomised, open-label, non-inferiority trial. Lancet Oncol. 2021;22(9): 

1240-1249. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34391509/ 

27. Hugosson J, Månsson M, Wallström J, Axcrona U, Carlsson S, Egevad L, et al. Prostate Cancer Screening 

with PSA and MRI Followed by Targeted Biopsy Only. N Engl J Med. 2022;387(23): 2126-2137. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36477032/ 

28. Eklund M, Jäderling F, Discacciati A, Bergman M, Annerstedt M, Aly M, et al. MRI-Targeted or Standard 

Biopsy in Prostate Cancer Screening. N Engl J Med. 2021;385(10): 908-920. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34237810/ 

29. Fazekas T, Shim S, Basile G, Baboudjian M, Kói T, Przydacz M, et al. Magnetic Resonance Imaging in 

Prostate Cancer Screening: A Systematic Review and Meta-Analysis. JAMA Oncol. 2024;10(6): 745-754. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38576242/ 

30. Nielsen SB, S, TK, and Brodersen J. Psychosocial consequences of potential overdiagnosis in prostate 

cancer a qualitative interview study. Scandinavian Journal of Primary Health Care. 2020;38: 439. URL: 

https://doi.org/10.1080/02813432.2020.1843826 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

103

31. DeFrank JT, Barclay C, Sheridan S, Brewer NT, Gilliam M, Moon AM, et al. The Psychological Harms of 

Screening: the Evidence We Have Versus the Evidence We Need. 2015;30: 242. URL: 

https://doi.org/10.1007/s11606-014-2996-5 

32. Mian B, Feustel P, Aziz A, Kaufman R, Bernstein A, Fisher H. Clinically Significant Prostate Cancer 

Detection Following Transrectal and Transperineal Biopsy: Results of the Prostate Biopsy Efficacy and 

Complications Randomized Clinical Trial. J Urol. 2024;212(1): 21-31. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38700844/ 

33. Hu J, Assel M, Allaf M, Vickers A, Ehdaie B, Cohen A, et al. Transperineal vs Transrectal Prostate Biopsy-

The PREVENT Randomized Clinical Trial. JAMA Oncol. 2024;: URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39298143/ 

34. Drost FJH, Osses DF, Nieboer D, Steyerberg EW, Bangma CH, Roobol MJ, et al. Prostate MRI, with or 

without MRI-targeted biopsy, and systematic biopsy for detecting prostate cancer. Cochrane Database 

Syst Rev. 2019;4: CD012663. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31022301/ 

35. Kasivisvanathan V, Rannikko A, Borghi M, Panebianco V, Mynderse L, Vaarala M, et al. MRI-Targeted or 

Standard Biopsy for Prostate-Cancer Diagnosis. N Engl J Med. 2018;378(19): 1767-1777. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29552975/ 

36. Rouvière O, Puech P, Renard-Penna R, Claudon M, Roy C, Mège-Lechevallier F, et al. Use of prostate 

systematic and targeted biopsy on the basis of multiparametric MRI in biopsy-naive patients (MRI-FIRST). 

The Lancet. Oncology. 2019;20: 100-109. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30470502/ 

37. van der Leest M, Cornel E, Israël B, Hendriks R, Padhani A, Hoogenboom M, et al. Head-to-head 

Comparison of Transrectal Ultrasound-guided Prostate Biopsy Versus Multiparametric Prostate 

Resonance Imaging with Subsequent Magnetic Resonance-guided Biopsy in Biopsy-naïve Men with Elevated 

Prostate-specific Antigen: A Large Prospective Multicenter Clinical Study. Eur Urol. 2019;75(4): 570-578. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30477981/ 

38. Haider M, Brown J, Yao X, Chin J, Perlis N, Schieda N, et al. Multiparametric Magnetic Resonance Imaging 

in the Diagnosis of Clinically Significant Prostate Cancer: an Updated Systematic Review. Clin Oncol (R 

Coll Radiol). 2021;33(12): e599-e612. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34400038/ 

39. Tu X, Liu Z, Zhang C, Chang T, Xu H, Bao Y, et al. Diagnostic Role of Magnetic Resonance Imaging-

Targeted Biopsy for Prostate Cancer in Biopsy-Naïve Men: A Meta-Analysis. Urol Int. 2020;104(3-4): 187-

198. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31825927/ 

40. Albertsen P, Moore D, Shih W, Lin Y, Li H, Lu-Yao G. Impact of comorbidity on survival among men with 

localized prostate cancer. J Clin Oncol. 2011;29(10): 1335-41. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21357791/ 

41. Wang L, He W, Shi G, Zhao G, Cen Z, Xu F, et al. Accuracy of novel urinary biomarker tests in the 

diagnosis of prostate cancer: A systematic review and network meta-analysis. Front Oncol. 2022;12: 

1048876. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36457516/ 

42. Josefsson A, Månsson M, Kohestani K, Spyratou V, Wallström J, Hellström M, et al. Performance of 

4Kscore as a Reflex Test to Prostate-specific Antigen in the GÖTEBORG-2 Prostate Cancer Screening Trial. 

Eur Urol. 2024;86(3): 223-229. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38772787/ 

43. Elwenspoek M, Sheppard A, McInnes M, Merriel S, Rowe E, Bryant R, et al. Comparison of Multiparametric 

Magnetic Resonance Imaging and Targeted Biopsy With Systematic Biopsy Alone for the Diagnosis of 

Prostate Cancer: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Netw Open. 2019;2(8): e198427. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31390032/ 

44. Wang X, Xie Y, Zheng X, Liu B, Chen H, Li J, et al. A prospective multi-center randomized comparative 

trial evaluating outcomes of transrectal ultrasound (TRUS)-guided 12-core systematic biopsy, mpMRI-

targeted 12-core biopsy, and artificial intelligence ultrasound of prostate (AIUSP) 6-core targeted biopsy 

for prostate cancer diagnosis. World J Urol. 2023;41(3): 653-662. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35852595/ 

45. Lombardo R, Tema G, Nacchia A, Mancini E, Franco S, Zammitti F, et al. Role of Perilesional Sampling of 

Patients Undergoing Fusion Prostate Biopsies. Life (Basel). 2023;13(8): URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37629576/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

104

46. Novara G, Zattoni F, Zecchini G, Aceti A, Pellizzari A, Ferraioli G, et al. Role of targeted biopsy, 

perilesional biopsy, and random biopsy in prostate cancer diagnosis by mpMRI/transrectal 

ultrasonography fusion biopsy. World J Urol. 2023;41(11): 3239-3247. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37079076/ 

47. Duwe G, Boehm K, Haack M, Sparwasser P, Brandt M, Mager R, et al. Single-center, prospective phase 2 

trial of high-intensity focused ultrasound (HIFU) in patients with unilateral localized prostate cancer: 

good functional results but oncologically not as safe as expected. World J Urol. 2023;41(5): 1293-1299. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36920492/ 

48. Noujeim J, Belahsen Y, Lefebvre Y, Lemort M, Deforche M, Sirtaine N, et al. Optimizing multiparametric 

magnetic resonance imaging-targeted biopsy and detection of clinically significant prostate cancer: the 

role of perilesional sampling. Prostate Cancer Prostatic Dis. 2023;26(3): 575-580. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36509930/ 

49. Avolio P, Lughezzani G, Fasulo V, Maffei D, Sanchez-Salas R, Paciotti M, et al. Assessing the Role of High-

resolution Microultrasound Among Naïve Patients with Negative Multiparametric Magnetic Resonance 

Imaging and a Persistently High Suspicion of Prostate Cancer. Eur Urol Open Sci. 2023;47: 73-79. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36601049/ 

50. Klotz L, Chin J, Black P, Finelli A, Anidjar M, Bladou F, et al. Comparison of Multiparametric Magnetic 

Resonance Imaging-Targeted Biopsy With Systematic Transrectal Ultrasonography Biopsy for Biopsy-

Naive Men at Risk for Prostate Cancer: A Phase 3 Randomized Clinical Trial. JAMA Oncol. 2021;7(4): 534-

542. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33538782/ 

51. You C, Li X, Du Y, Peng L, Wang H, Zhang X, et al. The Microultrasound-Guided Prostate Biopsy in 

Detection of Prostate Cancer: A Systematic Review and Meta-Analysis. J Endourol. 2022;36(3): 394-402. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34569293/ 

52. Sountoulides P, Pyrgidis N, Polyzos S, Mykoniatis I, Asouhidou E, Papatsoris A, et al. Micro-Ultrasound-

Guided vs Multiparametric Magnetic Resonance Imaging-Targeted Biopsy in the Detection of Prostate 

Cancer: A Systematic Review and Meta-Analysis. J Urol. 2021;205(5): 1254-1262. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33577367/ 

53. Xie Y, Tokas T, Grabski B, Loch T. Internal Fusion: exact correlation of transrectal ultrasound images of 

the prostate by detailed landmarks over time for targeted biopsies or follow-up. World J Urol. 2018;36(5): 

693-698. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29282497/ 

54. Tokas T, Grabski B, Paul U, Bäurle L, Loch T. A 12-year follow-up of ANNA/C-TRUS image-targeted 

biopsies in patients suspicious for prostate cancer. World J Urol. 2018;36(5): 699-704. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29275507/ 

55. Mitterberger M, Horninger W, Pelzer A, Strasser H, Bartsch G, Moser P, et al. A prospective randomized 

trial comparing contrast-enhanced targeted versus systematic ultrasound guided biopsies: impact on 

prostate cancer detection. Prostate. 2007;67: 1537-1542. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17705242 

56. Braeckman J, Autier P, Garbar C, Marichal M, Soviany C, Nir R, et al. Computer-aided ultrasonography 

(HistoScanning): a novel technology for locating and characterizing prostate cancer. BJU. Int. 2008;101: 

293-298. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17922870 

57. Eggert T, Khaled W, Wenske S, Ermert H, Noldus J. Stellenwert der Elastographie in der klinischen 

Diagnostik des lokalisierten Prostatakarzinoms Vergleich von Detektionsraten der B-Modus-Sonographie 

und der elastographieunterstutzten systematischen 10fach-Biopsie. Urologe A. 2008;47: 1212-1217. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18704361 

58. Konig K, Scheipers U, Pesavento A, Lorenz A, Ermert H, Senge T. Initial experiences with real-time 

elastography guided biopsies of the prostate. J Urol. 2005;174: 115-117. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15947593 

59. Miyagawa T, Tsutsumi M, Matsumura T, Kawazoe N, Ishikawa S, Shimokama T, et al. Real-time 

elastography for the diagnosis of prostate cancer: evaluation of elastographic moving images. Jpn J Clin 

Oncol. 2009;39: 394-398. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19359330 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

105

60. Nelson E, Slotoroff C, Gomella L, Halpern E. Targeted biopsy of the prostate: the impact of color Doppler 

imaging and elastography on prostate cancer detection and Gleason score. Urology. 2007;70: 1136-

1140. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18158034 

61. Salomon G, Köllerman J, Thederan I, Chun F, Budäus L, Schlomm T, et al. Evaluation of prostate cancer 

detection with ultrasound real-time elastography: a comparison with step section pathological analysis 

after radical prostatectomy. Eur Urol. 2008;54: 1354-1362. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18374470 

62. Tsutsumi M, Miyagawa T, Matsumura T, Kawazoe N, Ishikawa S, Shimokama T, et al. The impact of real-

time tissue elasticity imaging (elastography) on the detection of prostate cancer: clinicopathological 

analysis. Int J Clin Oncol. 2007;12: 250-255. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17701002 

63. Panebianco V, Barchetti G, Simone G, Del Monte M, Ciardi A, Grompone M, et al. Negative 

Multiparametric Magnetic Resonance Imaging for Prostate Cancer: What's Next?. Eur Urol. 2018;74(1): 

48-54. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29566957/ 

64. Grivas N, Lardas M, Espinós E, Lam T, Rouviere O, Mottet N, et al. Prostate Cancer Detection Percentages 

of Repeat Biopsy in Patients with Positive Multiparametric Magnetic Resonance Imaging (Prostate Imaging 

Reporting and Data System/Likert 3-5) and Negative Initial Biopsy A Mini Systematic Review. Eur Urol. 

2022;82(5): 452-457. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35985901/ 

65. Venderink W, Jenniskens S, Michiel Sedelaar J, Tamada T, Fütterer J. Yield of Repeat Targeted Direct in-

Bore Magnetic Resonance-Guided Prostate Biopsy (MRGB) of the Same Lesions in Men Having a Prior 

Negative Targeted MRGB. Korean J Radiol. 2018;19(4): 733-741. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29962879/ 

66. Lee K, Koo K, Cho K, Lee S, Han W, Choi Y, et al. Indications for a second prostate biopsy in patients 

suspected with prostate cancer after an initial negative prostate biopsy. Prostate Int. 2017;5(1): 24-28. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28352620/ 

67. Ploussard G, Nicolaiew N, Marchand C, Terry S, Allory Y, Vacherot F, et al. Risk of repeat biopsy and 

prostate cancer detection after an initial extended negative biopsy: longitudinal follow-up from a 

prospective trial. BJU Int. 2013;111(6): 988-96. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23452046/ 

68. Quentin M, Boschheidgen M, Radtke J, Spohn F, Ullrich T, Drewes L, et al. MRI in-bore biopsy following 

MRI/US fusion-guided biopsy in patients with persistent suspicion of clinically significant prostate cancer. 

Eur J Radiol. 2024;175: 111436. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38522396/ 

69. Perrin A, Venderink W, Patak MA, Möckel C, Fehr J, Jichlinski P, et al. The utility of in-bore 

multiparametric magnetic resonance-guided biopsy in men with negative multiparametric magnetic 

resonance-ultrasound software-based fusion targeted biopsy. Urologic oncology. 2020; URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33341358/ 

70. Beetz N, Dräger F, Hamm C, Shnayien S, Rudolph M, Froböse K, et al. MRI-targeted biopsy cores from 

prostate index lesions: assessment and prediction of the number needed. Prostate Cancer Prostatic Dis. 

2023;26(3): 543-551. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36209237/ 

71. Ploussard G, Barret E, Fiard G, Lenfant L, Malavaud B, Giannarini G, et al. Transperineal Versus 

Transrectal Magnetic Resonance Imaging-targeted Biopsies for Prostate Cancer Diagnosis: Final Results 

of the Randomized PERFECT trial (CCAFU-PR1). Eur Urol Oncol. 2024;7(5): 1080-1087. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38403523/ 

72. Eichler K, Hempel S, Wilby J, Myers L, Bachmann L, Kleijnen J. Diagnostic value of systematic biopsy 

methods in the investigation of prostate cancer: a systematic review. J Urol. 2006;175: 1605-1612. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16600713 

73. Bootsma A, Laguna Pes M, Geerlings S, Goossens A. Antibiotic prophylaxis in urologic procedures: a 

systematic review. Eur Urol. 2008;54: 1270-1286. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18423974 

74. Pilatz A, Dimitropoulos K, Veeratterapillay R, Yuan Y, Omar M, MacLennan S, et al. Antibiotic Prophylaxis 

for the Prevention of Infectious Complications following Prostate Biopsy: A Systematic Review and Meta-

Analysis. J Urol. 2020;204(2): 224-230. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32105195/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

106

75. Jacewicz M, Günzel K, Rud E, Sandbæk G, Magheli A, Busch J, et al. Antibiotic prophylaxis versus no 

antibiotic prophylaxis in transperineal prostate biopsies (NORAPP): a randomised, open-label, non-

inferiority trial. Lancet Infect Dis. 2022;22(10): 1465-1471. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35839791/ 

76. Basourakos S, Alshak M, Lewicki P, Cheng E, Tzeng M, DeRosa A, et al. Role of Prophylactic Antibiotics in 

Transperineal Prostate Biopsy: A Systematic Review and Meta-analysis. Eur Urol Open Sci. 2022;37: 53-

63. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35243391/ 

77. Richman J, Carter H, Hanna M, Murphy J, Rowlingson A, Andrews R, et al. Efficacy of periprostatic local 

anesthetic for prostate biopsy analgesia: a meta-analysis. Urology. 2006;67: 1224-1228. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16765183 

78. Tiong H, Liew L, Samuel M, Consigliere D, Esuvaranathan K. A meta-analysis of local anesthesia for 

transrectal ultrasound-guided biopsy of the prostate. Prostate Cancer Prostatic Dis. 2007;10: 127-136. 

URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17211441 

79. von Knobloch R, Weber J, Varga Z, Feiber H, Heidenreich A, Hofmann R. Bilateral fine-needle administered 

local anaesthetic nerve block for pain control during TRUS-guided multi-core prostate biopsy: a 

prospective randomised trial. Eur Urol. 2002;41(5): 508-14; discussion 514. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12074792/ 

80. Bass E, Donaldson I, Freeman A, Jameson C, Punwani S, Moore C, et al. Magnetic resonance imaging 

targeted transperineal prostate biopsy: a local anaesthetic approach. Prostate Cancer Prostatic Dis. 

2017;20(3): 311-317. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28485391/ 

81. Immerzeel J, Israël B, Bomers J, Schoots I, van Basten J, Kurth K, et al. Multiparametric Magnetic 

Resonance Imaging for the Detection of Clinically Significant Prostate Cancer: What Urologists Need to 

Know Part 4: Transperineal Magnetic Resonance-Ultrasound Fusion Guided Biopsy Using Local 

Anesthesia. Eur Urol. 2022;81(1): 110-117. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34799197/ 

82. Xiang J, Yan H, Li J, Wang X, Chen H, Zheng X. Transperineal versus transrectal prostate biopsy in the 

diagnosis of prostate cancer: a systematic review and meta-analysis. World J Surg Oncol. 2019;17(1): 31. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30760274/ 

83. Chow K, So W, Lee H, Lee A, Yap D, Takwoingi Y, et al. Head-to-head Comparison of the Diagnostic 

Accuracy of Prostate-specific Membrane Antigen Positron Emission Tomography and Conventional 

Imaging Modalities for Initial Staging of Intermediate- to High-risk Prostate Cancer: A Systematic Review 

and Meta-analysis. Eur Urol. 2023;84(1): 36-48. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37032189/ 

84. Wang Y, Lo C, Chen L, Chang C, Huang Y, Huang Y, et al. Comparing the Detection Performance Between 

Multiparametric Magnetic Resonance Imaging and Prostate-Specific Membrane Antigen PET/CT in 

Patients With Localized Prostate Cancer: A Systematic Review and Meta-analysis. Clin Nucl Med. 

2023;48(7): e321-e331. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37145456/ 

85. Hofman MS, Lawrentschuk N, Francis RJ, Tang C, Vela I, Thomas P, et al. Prostate-specific membrane 

antigen PET-CT in patients with high-risk prostate cancer before curative-intent surgery or radiotherapy 

(proPSMA). Lancet. 2020;395: 1208-1216. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32209449/ 

86. Karpinski M, Hüsing J, Claassen K, Möller L, Kajüter H, Oesterling F, et al. Combining PSMA-PET and 

PROMISE to re-define disease stage and risk in patients with prostate cancer: a multicentre retrospective 

study. Lancet Oncol. 2024;25(9): 1188-1201. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39089299/ 

87. Zhao R, Li Y, Nie L, Qin K, Zhang H, Shi H. The meta-analysis of the effect of 68Ga-PSMA-PET/CT diagnosis 

of prostatic cancer compared with bone scan. Medicine (Baltimore). 2021;100(15): e25417. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33847640/ 

88. Luining W, Boevé L, Hagens M, Meijer D, de Weijer T, Ettema R, et al. A Comparison of Globally Applied 

Prognostic Risk Groups and the Prevalence of Metastatic Disease on Prostate-specific Membrane Antigen 

Positron Emission Tomography in Patients with Newly Diagnosed Prostate Cancer. Eur Urol Oncol. 2024;: 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38693019/ 

89. Briganti A, Chun F, Salonia A, Gallina A, Farina E, Da Pozzo L, et al. Validation of a nomogram predicting 

the probability of lymph node invasion based on the extent of pelvic lymphadenectomy in patients with 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

107

clinically localized prostate cancer. BJU Int. 2006;98: 788-793. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16796698 

90. Chun F, Briganti A, Graefen M, Montorsi F, Porter C, Scattoni V, et al. Development and external 

validation of an extended 10-core biopsy nomogram. Eur Urol. 2007;52: 436-444. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17010505 

91. Steuber T, Graefen M, Haese A, Erbersdobler A, Chun F, Schlom T, et al. Validation of a nomogram for 

prediction of side specific extracapsular extension at radical prostatectomy. J Urol. 2006;175: 939-944. 

URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16469587 

92. D'Amico A, Whittington R, Malkowicz S, Schultz D, Blank K, Broderick G, et al. Biochemical outcome after 

radical prostatectomy, external beam radiation therapy, or interstitial radiation therapy for clinically 

localized prostate cancer. JAMA. 1998;280: 969-974. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9749478 

93. Thompson I, Thrasher J, Aus G, Burnett A, Canby-Hagino E, Cookson M, et al. Guideline for the 

management of clinically localized prostate cancer: 2007 update (confirmed 2009). J Urol. 2007;177: 

2106-2131. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17509297 

94. NCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology (NCCN Guidelines®). Prostate Cancer. Version 1.2025 — 

December 4, 2024. 2025; URL: https://www.nccn.org/professionals/physician_gls/pdf/prostate.pdf 

95. Cornford P, van den Bergh R, Briers E, Van den Broeck T, Brunckhorst O, Darraugh J, et al. EAU-EANM-

ESTRO-ESUR-ISUP-SIOG Guidelines on Prostate Cancer-2024 Update Part I: Screening, Diagnosis, and 

Local Treatment with Curative Intent. Eur Urol. 2024;86(2): 148-163. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38614820/ 

96. Epstein J, Partin A, Sauvageot J, Walsh P. Prediction of progression following radical prostatectomy A 

multivariate analysis of 721 men with long-term follow-up. Am J Surg Pathol. 1996;20: 286-292. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8772781 

97. Bill-Axelson A, Holmberg L, Ruutu M, Garmo H, Stark J, Busch C, et al. Radical prostatectomy versus 

watchful waiting in early prostate cancer. N Engl J Med. 2011;364: 1708-1717. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21542742 

98. Wilt T, Brawer M, Jones K, Barry M, Aronson W, Fox S, et al. Radical prostatectomy versus observation for 

localized prostate cancer. N. Engl. J Med. 2012;367: 203-213. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22808955 

99. Ip S, Dahabreh I, Chung M, Yu W, Balk E, Iovin R, et al. An evidence review of active surveillance in men 

with localized prostate cancer. Evid Rep. Technol. Assess. (Full. Rep. ). 2011;1-341. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23126653 

100. Charlson M, Pompei P, Ales K, MacKenzie C. A new method of classifying prognostic comorbidity in 

longitudinal studies: development and validation. J Chronic. Dis. 1987;40: 373-383. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3558716 

101. American Society of Anesthesiologists (ASA). ASA Physical Status Classification System. 2014; URL: 

https://www.asahq.org/-/media/sites/asahq/files/public/resources/standards-guidelines/asa-physical-

status-classification-system.pdf 

102. Chan V, Tan W, Asif A, Ng A, Gbolahan O, Dinneen E, et al. Effects of Delayed Radical Prostatectomy and 

Active Surveillance on Localised Prostate Cancer-A Systematic Review and Meta-Analysis. Cancers (Basel). 

2021;13(13): URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34208888/ 

103. Yu T, Zhang Q, Zheng T, Shi H, Liu Y, Feng S, et al. The Effectiveness of Intensity Modulated Radiation 

Therapy versus Three-Dimensional Radiation Therapy in Prostate Cancer: A Meta-Analysis of the 

Literatures. PLoS One. 2016;11: e0154499. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27171271 

104. Viani G, Viana B, Martin J, Rossi B, Zuliani G, Stefano E. Intensity-modulated radiotherapy reduces toxicity 

with similar biochemical control compared with 3-dimensional conformal radiotherapy for prostate 

cancer: A randomized clinical trial. Cancer. 2016;122(13): 2004-11. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27028170/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

108

105. Hamdy F, Donovan J, Lane J, Metcalfe C, Davis M, Turner E, et al. Fifteen-Year Outcomes after 

Monitoring, Surgery, or Radiotherapy for Prostate Cancer. N Engl J Med. 2023;388(17): 1547-1558. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36912538/ 

106. Jones C, Hunt D, McGowan D, Amin M, Chetner M, Bruner D, et al. Radiotherapy and short-term 

androgen deprivation for localized prostate cancer. N Engl J Med. 2011;365: 107-118. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21751904 

107. Pisansky T, Hunt D, Gomella L, Amin M, Balogh A, Chinn D, et al. Duration of androgen suppression 

before radiotherapy for localized prostate cancer: radiation therapy oncology group randomized clinical 

trial 9910. J Clin Oncol. 2015;33(4): 332-9. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25534388/ 

108. Kim S, Kong J, Lee Y, Lee J, Kang T, Kong T, et al. Dose-escalated radiotherapy for clinically localized and 

locally advanced prostate cancer. Cochrane Database Syst Rev. 2023;3(3): CD012817. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36884035/ 

109. Hickey B, James M, Daly T, Soh F, Jeffery M. Hypofractionation for clinically localized prostate cancer. 

Cochrane Database Syst Rev. 2019;9(9): CD011462. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31476800/ 

110. Kishan A, Sun Y, Hartman H, Pisansky T, Bolla M, Neven A, et al. Androgen deprivation therapy use and 

duration with definitive radiotherapy for localised prostate cancer: an individual patient data meta-

analysis. Lancet Oncol. 2022;23(2): 304-316. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35051385/ 

111. Fransson P, Nilsson P, Gunnlaugsson A, Beckman L, Tavelin B, Norman D, et al. Ultra-hypofractionated 

versus conventionally fractionated radiotherapy for prostate cancer (HYPO-RT-PC): patient-reported 

quality-of-life outcomes of a randomised, controlled, non-inferiority, phase 3 trial. Lancet Oncol. 

2021;22(2): 235-245. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33444529/ 

112. Widmark A, Gunnlaugsson A, Beckman L, Thellenberg-Karlsson C, Hoyer M, Lagerlund M, et al. Ultra-

hypofractionated versus conventionally fractionated radiotherapy for prostate cancer: 5-year outcomes 

of the HYPO-RT-PC randomised, non-inferiority, phase 3 trial. Lancet. 2019;394(10196): 385-395. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31227373/ 


113. Brand D, Tree A, Ostler P, van der Voet H, Loblaw A, Chu W, et al. Intensity-modulated fractionated 

radiotherapy versus stereotactic body radiotherapy for prostate cancer (PACE-B): acute toxicity findings 

from an international, randomised, open-label, phase 3, non-inferiority trial. Lancet Oncol. 2019;20(11): 

1531-1543. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31540791/ 

114. Ratnakumaran R, Hinder V, Brand D, Staffurth J, Hall E, van As N, et al. The Association between Acute 

and Late Genitourinary and Gastrointestinal Toxicities: An Analysis of the PACE B Study. Cancers (Basel). 

2023;15(4): URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36831631/ 

115. Tree A, Ostler P, van der Voet H, Chu W, Loblaw A, Ford D, et al. Intensity-modulated radiotherapy versus 

stereotactic body radiotherapy for prostate cancer (PACE-B): 2-year toxicity results from an open-label, 

randomised, phase 3, non-inferiority trial. Lancet Oncol. 2022;23(10): 1308-1320. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36113498/ 

116. van As N, Yasar B, Griffin C, Patel J, Tree A, Ostler P, et al. Radical Prostatectomy Versus Stereotactic 

Radiotherapy for Clinically Localised Prostate Cancer: Results of the PACE-A Randomised Trial. Eur Urol. 

2024;: URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39266383/ 

117. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Protonentherapie Indikation: Prostatakarzinom Abschlussbericht 

des Unterausschusses „Methodenbewertung" des Gemeinsamen Bundesausschusses (3 Update-Recherche). 

2008; URL: http://www.g-ba.de/downloads/40-268-739/2008-06-19_Abschluss_Protonen-

Prostatakarzinom.pdf 

118. Hamdy F, Donovan J, Lane J, Mason M, Metcalfe C, Holding P, et al. 10-Year Outcomes after Monitoring, 

Surgery, or Radiotherapy for Localized Prostate Cancer. N Engl J Med. 2016;375: 1415-1424. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27626136 

119. 72 Gy, external beam radiotherapy > or =72 Gy, permanent seed implantation, or combined 

seeds/external beam radiotherapy for stage T1-T2 prostate cancer. Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2004;58: 

25-33. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14697417 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

109

120. Bolla M, Van TG, Warde P, Dubois J, Mirimanoff R, Storme G, et al. External irradiation with or without 

long-term androgen suppression for prostate cancer with high metastatic risk: 10-year results of an 

EORTC randomised study. Lancet Oncol. 2010;11: 1066-1073. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20933466 

121. Horwitz E, Bae K, Hanks G, Porter A, Grignon D, Brereton H, et al. Ten-year follow-up of radiation therapy 

oncology group protocol 92-02: a phase III trial of the duration of elective androgen deprivation in locally 

advanced prostate cancer. J Clin Oncol. 2008;26: 2497-2504. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18413638 

122. Lawton C, Lin X, Hanks G, Lepor H, Grignon D, Brereton H, et al. Duration of Androgen Deprivation in 

Locally Advanced Prostate Cancer: Long-Term Update of NRG Oncology RTOG 9202. Int J Radiat Oncol 

Biol Phys. 2017;98: 296-303. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28463149 

123. Bolla M, de Reijke T, van Tienhoven G, Van Den Bergh A, Oddens J, Poortmans P, et al. Duration of 

androgen suppression in the treatment of prostate cancer. N Engl J Med. 2009;360: 2516-2527. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19516032 

124. Nabid A, Carrier N, Martin A, Bahary J, Lemaire C, Vass S, et al. Duration of Androgen Deprivation 

Therapy in High-risk Prostate Cancer: A Randomized Phase III Trial. Eur Urol. 2018;74(4): 432-441. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29980331/ 

125. Kerkmeijer L, Groen V, Pos F, Haustermans K, Monninkhof E, Smeenk R, et al. Focal Boost to the 

Intraprostatic Tumor in External Beam Radiotherapy for Patients With Localized Prostate Cancer: Results 

From the FLAME Randomized Phase III Trial. J Clin Oncol. 2021;39(7): 787-796. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33471548/ 

126. Henry A, Pieters B, André Siebert F, Hoskin P. GEC-ESTRO ACROP prostate brachytherapy guidelines. 

Radiother Oncol. 2022;167: 244-251. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34999134/ 

127. Yamada Y, Rogers L, Demanes D, Morton G, Prestidge B, Pouliot J, et al. American Brachytherapy Society 

consensus guidelines for high-dose-rate prostate brachytherapy. Brachytherapy. 2012;11(1): 20-32. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22265435/ 

128. Giberti C, Chiono L, Gallo F, Schenone M, Gastaldi E. Radical retropubic prostatectomy versus 

brachytherapy for low-risk prostatic cancer. World J Urol. 2009;27: 607-612. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19455340/ 

129. Giberti C, Gallo F, Schenone M, Gastaldi E, Cortese P, Ninotta G, et al. Robotic prostatectomy versus 

brachytherapy for the treatment of low risk prostate cancer. The Canadian journal of urology. 2017;24: 

8728-8733. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28436359/ 

130. Michalski J, Winter K, Prestidge B, Sanda M, Amin M, Bice W, et al. Effect of Brachytherapy With External 

Beam Radiation Therapy Versus Brachytherapy Alone for Intermediate-Risk Prostate Cancer: NRG 

Oncology RTOG 0232 Randomized Clinical Trial. J Clin Oncol. 2023;41(24): 4035-4044. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37315297/ 

131. Morris WJ, Tyldesley S, Rodda S, Halperin R, Pai H, McKenzie M, et al. Androgen Suppression Combined 

with Elective Nodal and Dose Escalated Radiation Therapy (the ASCENDE-RT Trial). Int J Radiat Oncol Biol 

Phys. 2017;98: 275-285. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28262473/ 

132. Rodda S, Tyldesley S, Morris WJ, Keyes M, Halperin R, Pai H, et al. ASCENDE-RT. Int J Radiat Oncol Biol 

Phys. 2017;98: 286-295. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28433432/ 

133. Yorozu A, Namiki M, Saito S, Egawa S, Yaegashi H, Konaka H, et al. Trimodality Therapy With Iodine-125 

Brachytherapy, External Beam Radiation Therapy, and Short- or Long-Term Androgen Deprivation 

Therapy for High-Risk Localized Prostate Cancer: Results of a Multicenter, Randomized Phase 3 Trial 

(TRIP/TRIGU0907). Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2024;118(2): 390-401. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37802225/ 

134. Hoskin P, Rojas A, Ostler P, Bryant L, Lowe G. Randomised trial of external-beam radiotherapy alone or 

with high-dose-rate brachytherapy for prostate cancer: Mature 12-year results. Radiother Oncol. 

2021;154: 214-219. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33011207/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

110

135. Sathya J, Davis I, Julian J, Guo Q, Daya D, Dayes I, et al. Randomized trial comparing iridium implant 

plus external-beam radiation therapy with external-beam radiation therapy alone in node-negative locally 

advanced cancer of the prostate. J. Clin. Oncol. 2005;23: 1192-1199. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15718316 

136. Keyes M, Merrick G, Frank S, Grimm P, Zelefsky M. American Brachytherapy Society Task Group Report: 

Use of androgen deprivation therapy with prostate brachytherapy-A systematic literature review. 

Brachytherapy. 2017;16(2): 245-265. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28110898/ 

137. Joseph D, Denham J, Steigler A, Lamb D, Spry N, Stanley J, et al. Radiation Dose Escalation or Longer 

Androgen Suppression to Prevent Distant Progression in Men With Locally Advanced Prostate Cancer: 10-

Year Data From the TROG 0304 RADAR Trial. Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2020;106(4): 693-702. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32092343/ 

138. Beyer D, Brachman D. Failure free survival following brachytherapy alone for prostate cancer: 

comparison with external beam radiotherapy. Radiother Oncol. 2000;57: 263-267. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11104883 

139. Sharkey J, Cantor A, Solc Z, Huff W, Chovnick S, Behar R, et al. 103Pd brachytherapy versus radical 

prostatectomy in patients with clinically localized prostate cancer: a 12-year experience from a single 

group practice. Brachytherapy. 2005;4: 34-44. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15737905 

140. Zaorsky N, Doyle L, Hurwitz M, Dicker A, Den R. Do theoretical potential and advanced technology justify 

the use of high-dose rate brachytherapy as monotherapy for prostate cancer?. Expert review of 

anticancer therapy. 2014;14: 39-50. URL: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24124755 

141. Hinnen K, Battermann J, van Roermund J, Moerland M, Jurgenliemk-Schulz I, Frank S, et al. Long-term 

biochemical and survival outcome of 921 patients treated with I-125 permanent prostate brachytherapy. 

Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2010;76: 1433-1438. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19540075 

142. Koukourakis G, Kelekis N, Armonis V, Kouloulias V. Brachytherapy for prostate cancer: a systematic 

review. Adv Urol. 2009;327945. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19730753 

143. Widmark A, Klepp O, Solberg A, Damber J, Angelsen A, Fransson P, et al. Endocrine treatment, with or 

without radiotherapy, in locally advanced prostate cancer (SPCG-7/SFUO-3): an open randomised phase 

III trial. Lancet. 2009;373: 301-308. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19091394 

144. Shelley M, Kumar S, Wilt T, Staffurth J, Coles B, Mason M. A systematic review and meta-analysis of 

randomised trials of neo-adjuvant hormone therapy for localised and locally advanced prostate 

carcinoma. Cancer Treat Rev. 2009;35: 9-17. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18926640 

145. Shelley M, Kumar S, Coles B, Wilt T, Staffurth J, Mason M. Adjuvant hormone therapy for localised and 

locally advanced prostate carcinoma: a systematic review and meta-analysis of randomised trials. 

Cancer Treat. Rev. 2009;35: 540-546. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19493624 

146. Cuppone F, Bria E, Giannarelli D, Vaccaro V, Milella M, Nistico C, et al. Impact of hormonal treatment 

duration in combination with radiotherapy for locally advanced prostate cancer: meta-analysis of 

randomized trials. BMC Cancer. 2010;10: 675. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21143897 

147. Bria E, Cuppone F, Giannarelli D, Milella M, Ruggeri E, Sperduti I, et al. Does hormone treatment added to 

radiotherapy improve outcome in locally advanced prostate cancer?: meta-analysis of randomized trials. 

Cancer. 2009;115: 3446-3456. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19484790 

148. Attard G, Murphy L, Clarke N, Cross W, Jones R, Parker C, et al. Abiraterone acetate and prednisolone 

with or without enzalutamide for high-risk non-metastatic prostate cancer: a meta-analysis of primary 

results from two randomised controlled phase 3 trials of the STAMPEDE platform protocol. Lancet. 

2022;399(10323): 447-460. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34953525/ 

149. Pommier P, Chabaud S, Lagrange J, Richaud P, Lesaunier F, Le PE, et al. Is there a role for pelvic 

irradiation in localized prostate adenocarcinoma? Preliminary results of GETUG-01. J. Clin. Oncol. 

2007;25: 5366-5373. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18048817 

150. Blanchard P, Faivre L, Lesaunier F, Salem N, Mesgouez-Nebout N, Deniau-Alexandre E, et al. Outcome 

According to Elective Pelvic Radiation Therapy in Patients With High-Risk Localized Prostate Cancer: A 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

111

Secondary Analysis of the GETUG 12 Phase 3 Randomized Trial. Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2016;94(1): 

85-92. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26576711/ 

151. Swanson G, Thompson I, Basler J. Treatment options in lymph node-positive prostate cancer. Cancer. 

2006;106: 2531-2539. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16700035 

152. Fossati N, Willemse P, Van den Broeck T, van den Bergh R, Yuan C, Briers E, et al. The Benefits and Harms 

of Different Extents of Lymph Node Dissection During Radical Prostatectomy for Prostate Cancer: A 

Systematic Review. Eur Urol. 2017;72: 84-109. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28126351 

153. Da Pozzo L, Cozzarini C, Briganti A, Suardi N, Salonia A, Bertini R, et al. Long-term follow-up of patients 

with prostate cancer and nodal metastases treated by pelvic lymphadenectomy and radical 

prostatectomy: the positive impact of adjuvant radiotherapy. Eur Urol. 2009;55: 1003-1011. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19211184 

154. Briganti A, Karnes R, Da Pozzo L, Cozzarini C, Capitanio U, Gallina A, et al. Combination of adjuvant 

hormonal and radiation therapy significantly prolongs survival of patients with pT2-4 pN+ prostate 

cancer: results of a matched analysis. Eur Urol. 2011;59: 832-840. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21354694 

155. Abdollah F, Karnes R, Suardi N, Cozzarini C, Gandaglia G, Fossati N, et al. Impact of adjuvant 

radiotherapy on survival of patients with node-positive prostate cancer. J Clin Oncol. 2014;32: 3939-

3947. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25245445 

156. Tilki D, Preisser F, Tennstedt P, Tober P, Mandel P, Schlomm T, et al. Adjuvant radiation therapy is 

associated with better oncological outcome compared with salvage radiation therapy in patients with 

pN1 prostate cancer treated with radical prostatectomy. BJU Int. 2016; URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27743493 

157. Jegadeesh N, Liu Y, Zhang C, Zhong J, Cassidy R, Gillespie T, et al. The role of adjuvant radiotherapy in 

pathologically lymph node-positive prostate cancer. Cancer. 2017;123: 512-520. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27859018 

158. Bolla M, van Poppel H, Tombal B, Vekemans K, Da Pozzo L, Reijke TM, et al. Postoperative radiotherapy 

after radical prostatectomy for high-risk prostate cancer. Lancet. 2012;380: 2018-2027. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23084481/ 

159. Parker CC, Clarke NW, Cook AD, Kynaston HG, Petersen PM, Catton C, et al. Timing of radiotherapy after 

radical prostatectomy (RADICALS-RT). Lancet. 2020;396: 1413-1421. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33002429/ 

160. Vale C, Fisher D, Kneebone A, Parker C, Pearse M, Richaud P, et al. Adjuvant or early salvage 

radiotherapy for the treatment of localised and locally advanced prostate cancer. Lancet. 2020;396: 

1422-1431. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33002431/ 

161. Kneebone A, Fraser-Browne C, Duchesne GM, Fisher R, Frydenberg M, Herschtal A, et al. Adjuvant 

radiotherapy versus early salvage radiotherapy following radical prostatectomy (TROG 0803/ANZUP 

RAVES). Lancet Oncol. 2020;21: 1331-1340. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33002437/ 

162. Thompson I, Tangen C, Paradelo J, Lucia M, Miller G, Troyer D, et al. Adjuvant radiotherapy for 

pathological T3N0M0 prostate cancer significantly reduces risk of metastases and improves survival: 

long-term followup of a randomized clinical trial. J Urol. 2009;181: 956-962. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19167731 

163. Sargos P, Chabaud S, Latorzeff I, Magné N, Benyoucef A, Supiot S, et al. Adjuvant radiotherapy versus 

early salvage radiotherapy plus short-term androgen deprivation therapy in men with localised prostate 

cancer after radical prostatectomy (GETUG-AFU 17). Lancet Oncol. 2020;21: 1341-1352. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33002438/ 

164. Wiegel T, Bartkowiak D, Bottke D, Bronner C, Steiner U, Siegmann A, et al. Adjuvant radiotherapy versus 

wait-and-see after radical prostatectomy. European urology. 2014;66: 243-250. URL: 

www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24680359 

165. Crouzet S, Chapelon J, Rouviere O, Mege-Lechevallier F, Colombel M, Tonoli-Catez H, et al. Whole-gland 

ablation of localized prostate cancer with high-intensity focused ultrasound: oncologic outcomes and 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

112

morbidity in 1002 patients. Eur Urol. 2014;65: 907-914. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23669165 

166. Ganzer R, Fritsche H, Brandtner A, Brundl J, Koch D, Wieland W, et al. Fourteen-year oncological and 

functional outcomes of high-intensity focused ultrasound in localized prostate cancer. BJU Int. 2013;112: 

322-329. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23356910 

167. Azzouzi A, Vincendeau S, Barret E, Cicco A, Kleinclauss F, van der Poel H, et al. Padeliporfin vascular-

targeted photodynamic therapy versus active surveillance in men with low-risk prostate cancer 

(CLIN1001 PCM301): an open-label, phase 3, randomised controlled trial. Lancet Oncol. 2017;18: 181-

191. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28007457 

168. Uchida T, Tomonaga T, Kim H, Nakano M, Shoji S, Nagata Y, et al. Improved outcomes with 

advancements in high intensity focused ultrasound devices for the treatment of localized prostate 

cancer. J Urol. 2015;193: 103-110. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25079940 

169. Thuroff S, Chaussy C. Evolution and outcomes of 3 MHz high intensity focused ultrasound therapy for 

localized prostate cancer during 15 years. J Urol. 2013;190: 702-710. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23415962 

170. Dickinson L, Arya M, Afzal N, Cathcart P, Charman S, Cornaby A, et al. Medium-term Outcomes after 

Whole-gland High-intensity Focused Ultrasound for the Treatment of Nonmetastatic Prostate Cancer from 

a Multicentre Registry Cohort. Eur Urol. 2016;70: 668-674. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26951947 

171. Berge V, Dickinson L, McCartan N, Hindley R, Diep L, Emberton M, et al. Morbidity associated with 

primary high intensity focused ultrasound and redo high intensity focused ultrasound for localized 

prostate cancer. J Urol. 2014;191: 1764-1769. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24373800 

172. Dutch Urological Association. Prostate Cancer Nation-wide guideline Version 10. 2007 

173. Amling C, Bergstralh E, Blute M, Slezak J, Zincke H. Defining prostate specific antigen progression after 

radical prostatectomy: what is the most appropriate cut point?. J Urol. 2001;165: 1146-1151. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11257657 

174. Stephenson A, Kattan M, Eastham J, Dotan Z, Bianco F, Lilja H, et al. Defining biochemical recurrence of 

prostate cancer after radical prostatectomy: a proposal for a standardized definition. J. Clin. Oncol. 

2006;24: 3973-3978. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16921049 

175. Freedland S, Sutter M, Dorey F, Aronson W. Defining the ideal cutpoint for determining PSA recurrence 

after radical prostatectomy Prostate-specific antigen. Urology. 2003;61: 365-369. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12597949 

176. Heidenreich A, Aus G, Abbou C, Bolla M, Joniau S, Matveev V, et al. EAU guidelines on prostate cancer. 

2007 

177. Roach M, Hanks G, Thames H, Schellhammer P, Shipley W, Sokol G, et al. Defining biochemical failure 

following radiotherapy with or without hormonal therapy in men with clinically localized prostate cancer: 

recommendations of the RTOG-ASTRO Phoenix Consensus Conference. Int. J. Radiat. Oncol. Biol. Phys. 

2006;65: 965-974. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16798415 

178. National Collaborating Centre for Cancer, National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE). 

Prostate Cancer: diagnosis and treatment. 2008; URL: http://www.nice.org.uk/Guidance/CG58 

179. Foster L, Jajodia P, Fournier G, Shinohara K, Carroll P, Narayan P. The value of prostate specific antigen 

and transrectal ultrasound guided biopsy in detecting prostatic fossa recurrences following radical 

prostatectomy. J Urol. 1993;149: 1024-1028. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7683341 

180. Fowler J, Brooks J, Pandey P, Seaver L. Variable histology of anastomotic biopsies with detectable 

prostate specific antigen after radical prostatectomy. J Urol. 1995;153: 1011-1014. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7531783 

181. Heidenreich A, Bolla M, Joniau S, van der Kwast T, Matveev V, Mason M, et al. EAU guidelines on prostate 

cancer. 2009 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

113

182. Nguyen P, D'Amico A, Lee A, Suh W. Patient selection, cancer control, and complications after salvage 

local therapy for postradiation prostate-specific antigen failure: a systematic review of the literature. 

Cancer. 2007;110: 1417-1428. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17694553 

183. Adler G, Seufferlein T. [Hope and disappointment in cancer medicine]. Z Arztl Fortbild Qualitatssich. 

2007;101: 287-92. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17711253 

184. Pfister D, Porres D, Heidenreich A, Heidegger I, Knuechel R, Steib F, et al. Detection of recurrent prostate 

cancer lesions before salvage lymphadenectomy is more accurate with Ga-PSMA-HBED-CC than with F-

Fluoroethylcholine PET/CT. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2016; URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26993315 

185. Sterzing F, Kratochwil C, Fiedler H, Katayama S, Habl G, Kopka K, et al. (68)Ga-PSMA-11 PET/CT: a new 

technique with high potential for the radiotherapeutic management of prostate cancer patients. Eur J 

Nucl Med Mol Imaging. 2016;43: 34-41. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26404016 

186. Morigi J, Stricker P, van Leeuwen P, Tang R, Ho B, Nguyen Q, et al. Prospective Comparison of 18F-

Fluoromethylcholine Versus 68Ga-PSMA PET/CT in Prostate Cancer Patients Who Have Rising PSA After 

Curative Treatment and Are Being Considered for Targeted Therapy. J Nucl Med. 2015;56: 1185-1190. 

URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26112024 

187. Afshar-Oromieh A, Zechmann C, Malcher A, Eder M, Eisenhut M, Linhart H, et al. Comparison of PET 

imaging with a (68)Ga-labelled PSMA ligand and (18)F-choline-based PET/CT for the diagnosis of 

recurrent prostate cancer. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2014;41: 11-20. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24072344 

188. van Leeuwen P, Stricker P, Hruby G, Kneebone A, Ting F, Thompson B, et al. (68) Ga-PSMA has a high 

detection rate of prostate cancer recurrence outside the prostatic fossa in patients being considered for 

salvage radiation treatment. BJU Int. 2016;117: 732-739. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26683282 

189. Shakespeare T. Effect of prostate-specific membrane antigen positron emission tomography on the 

decision-making of radiation oncologists. Radiat Oncol. 2015;10: 233. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26582424 

190. Emmett L, Tang R, Nandurkar R, Hruby G, Roach P, Watts J, et al. 3-Year Freedom from Progression 

After. J Nucl Med. 2020;61(6): 866-872. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31676727/ 

191. Meijer D, Eppinga W, Mohede R, Vanneste B, Meijnen P, Meijer O, et al. Prostate-specific Membrane 

Antigen Positron Emission Tomography/Computed Tomography Is Associated with Improved Oncological 

Outcome in Men Treated with Salvage Radiation Therapy for Biochemically Recurrent Prostate Cancer. 

Eur Urol Oncol. 2022;5(2): 146-152. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35074282/ 

192. Pound C, Partin A, Eisenberger M, Chan D, Pearson J, Walsh P. Natural history of progression after PSA 

elevation following radical prostatectomy. JAMA. 1999;281: 1591-1597. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10235151 

193. Prostate Cancer. 2024 

194. Tilki D, Preisser F, Graefen M, Huland H, Pompe R. External Validation of the European Association of 

Urology Biochemical Recurrence Risk Groups to Predict Metastasis and Mortality After Radical 

Prostatectomy in a European Cohort. Eur Urol. 2019;75: 896-900. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30955970/ 

195. van den Broeck T, van den Bergh R, Arfi N, Gross T, Moris L, Briers E, et al. Prognostic Value of 

Biochemical Recurrence Following Treatment with Curative Intent for Prostate Cancer. Eur Urol. 2019;75: 

967-987. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30342843/ 

196. Freedland S, de Almeida Luz M, De Giorgi U, Gleave M, Gotto G, Pieczonka C, et al. Improved Outcomes 

with Enzalutamide in Biochemically Recurrent Prostate Cancer. N Engl J Med. 2023;389(16): 1453-1465. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37851874/ 

197. Tendulkar R, Agrawal S, Gao T, Efstathiou J, Pisansky T, Michalski J, et al. Contemporary Update of a 

Multi-Institutional Predictive Nomogram for Salvage Radiotherapy After Radical Prostatectomy. Journal of 

clinical oncology. 2016;34: 3648-3654. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27528718/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

114

198.  05 ng/ml and impact of post-SRT PSA nadir in post-prostatectomy recurrent prostate cancer. Prostate 

cancer and prostatic diseases. 2019;22: 344-349. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30487644/ 

199. Shipley W, Seiferheld W, Lukka H, Major P, Heney N, Grignon D, et al. Radiation with or without 

Antiandrogen Therapy in Recurrent Prostate Cancer. The New England journal of medicine. 2017;376: 

417-428. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28146658/ 

200. Carrie C, Magné N, Burban-Provost P, Sargos P, Latorzeff I, Lagrange JL, et al. Short-term androgen 

deprivation therapy combined with radiotherapy as salvage treatment after radical prostatectomy for 

prostate cancer (GETUG-AFU 16). The Lancet. Oncology. 2019;20: 1740-1749. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31629656/ 

201. Wiegel T, Lohm G, Bottke D, Hocht S, Miller K, Siegmann A, et al. Achieving an undetectable PSA after 

radiotherapy for biochemical progression after radical prostatectomy is an independent predictor of 

biochemical outcome--results of a retrospective study. Int. J Radiat. Oncol. Biol. Phys. 2009;73: 1009-

1016. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18963539 

202. Ghadjar P, Aebersold DM, Albrecht C, Böhmer D, Flentje M, Ganswindt U, et al. Use of androgen 

deprivation and salvage radiation therapy for patients with prostate cancer and biochemical recurrence 

after prostatectomy. Strahlenther Onkol. 2018;194: 619-626. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29383406/ 

203. Kishan AU, Tendulkar RD, Tran PT, Parker CC, Nguyen PL, Stephenson AJ, et al. Optimizing the Timing of 

Salvage Postprostatectomy Radiotherapy and the Use of Concurrent Hormonal Therapy for Prostate 

Cancer. European urology oncology. 2018;1: 3-18. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31100226/ 

204. Spratt D, Dess R, Zumsteg Z, Lin D, Tran P, Morgan T, et al. A Systematic Review and Framework for the 

Use of Hormone Therapy with Salvage Radiation Therapy for Recurrent Prostate Cancer. European 

urology. 2018;73: 156-165. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28716370/ 

205. Bartkowiak D, Thamm R, Siegmann A, Böhmer D, Budach V, Wiegel T. Lead-time bias does not falsify the 

efficacy of early salvage radiotherapy for recurrent prostate cancer. Radiotherapy and oncology: journal 

of the European Society for Therapeutic Radiology and Oncology. 2020;154: 255-259. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32920006/ 

206. King CR. The dose-response of salvage radiotherapy following radical prostatectomy. Radiotherapy and 

oncology: journal of the European Society for Therapeutic Radiology and Oncology. 2016;121: 199-203. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27863963/ 

207. Preisser F, Chun FKH, Pompe RS, Heinze A, Salomon G, Graefen M, et al. Persistent Prostate-Specific 

Antigen After Radical Prostatectomy and Its Impact on Oncologic Outcomes. European urology. 2019;76: 

106-114. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30772034/ 

208. Ploussard G, Fossati N, Wiegel T, D'Amico A, Hofman MS, Gillessen S, et al. Management of Persistently 

Elevated Prostate-specific Antigen After Radical Prostatectomy. European urology oncology. 2021;[Epub 

ahead of print]. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33574012/ 

209. Wiegel T, Bartkowiak D, Bottke D, Thamm R, Hinke A, Stöckle M, et al. Prostate-specific antigen 

persistence after radical prostatectomy as a predictive factor of clinical relapse-free survival and overall 

survival. International journal of radiation oncology, biology, physics. 2015;91: 288-294. URL: 

www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25445556 

210. Bartkowiak D, Siegmann A, Böhmer D, Budach V, Wiegel T. The impact of prostate-specific antigen 

persistence after radical prostatectomy on the efficacy of salvage radiotherapy in patients with primary 

N0 prostate cancer. BJU international. 2019;124: 785-791. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31220400/ 

211. Dess RT, Sun Y, Jackson WC, Jairath NK, Kishan AU, Wallington DG, et al. Association of Presalvage 

Radiotherapy PSA Levels After Prostatectomy With Outcomes of Long-term Antiandrogen Therapy in Men 

With Prostate Cancer. JAMA oncology. 2020;6: 735-743. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32215583/ 

212. Heidenreich A, Richter S, Thuer D, Pfister D. Prognostic parameters, complications, and oncologic and 

functional outcome of salvage radical prostatectomy for locally recurrent prostate cancer after 21st-

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

115

century radiotherapy. Eur Urol. 2010;57: 437-443. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19303197 

213. Parekh A, Graham P, Nguyen P. Cancer control and complications of salvage local therapy after failure 

of radiotherapy for prostate cancer: a systematic review. Semin Radiat Oncol. 2013;23: 222-234. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23763889 

214. Crouzet S, Blana A, Murat F, Pasticier G, Brown S, Conti G, et al. Salvage high-intensity focused 

ultrasound (HIFU) for locally recurrent prostate cancer after failed radiation therapy: Multi-institutional 

analysis of 418 patients. BJU Int. 2017;119: 896-904. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28063191 

215. Kanthabalan A, Peters M, van Vulpen M, McCartan N, Hindley R, Emara A, et al. Focal salvage high-

intensity focused ultrasound in radiorecurrent prostate cancer. BJU Int. 2017;120: 246-256. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28258616 

216. Studer U, Whelan P, Albrecht W, Casselman J, de RT, Hauri D, et al. Immediate or deferred androgen 

deprivation for patients with prostate cancer not suitable for local treatment with curative intent: 

European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) Trial 30891. J. Clin. Oncol. 

2006;24: 1868-1876. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16622261 

217. Kunath F, Jensen K, Pinart M, Kahlmeyer A, Schmidt S, Price CL, et al. Early versus deferred standard 

androgen suppression therapy for advanced hormone-sensitive prostate cancer. The Cochrane database 

of systematic reviews. 2019;6: CD003506. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31194882/ 

218. Fizazi K, Tran N, Fein L, Matsubara N, Rodriguez-Antolin A, Alekseev BY, et al. Abiraterone acetate plus 

prednisone in patients with newly diagnosed high-risk metastatic castration-sensitive prostate cancer 

(LATITUDE). Lancet Oncol. 2019;20: 686-700. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30987939/ 

219. Fizazi K, Tran NP, Fein L, Matsubara N, Rodriguez-Antolin A, Alekseev BY, et al. Abiraterone plus 

Prednisone in Metastatic, Castration-Sensitive Prostate Cancer. The New England journal of medicine. 

2017;377: 352-360. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28578607/ 

220. Sweeney C, Chen Y, Carducci M, Liu G, Jarrard D, Eisenberger M, et al. Chemohormonal Therapy in 

Metastatic Hormone-Sensitive Prostate Cancer. N Engl J Med. 2015;373: 737-746. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26244877 

221. Agarwal N, McQuarrie K, Bjartell A, Chowdhury S, Pereira de Santana Gomes A, Chung B, et al. Health-

related quality of life after apalutamide treatment in patients with metastatic castration-sensitive 

prostate cancer (TITAN). Lancet Oncol. 2019;20: 1518-1530. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31578173/ 

222. Chi KN, Agarwal N, Bjartell A, Chung BH, Pereira de Santana Gomes AJ, Given R, et al. Apalutamide for 

Metastatic, Castration-Sensitive Prostate Cancer. N Engl J Med. 2019;381: 13-24. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31150574/ 

223. Armstrong A, Szmulewitz R, Petrylak D, Holzbeierlein J, Villers A, Azad A, et al. ARCHES: A Randomized, 

Phase III Study of Androgen Deprivation Therapy With Enzalutamide or Placebo in Men With Metastatic 

Hormone-Sensitive Prostate Cancer. J Clin Oncol. 2019;37: 2974-2986. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31329516/ 

224. Smith M, Hussain M, Saad F, Fizazi K, Sternberg C, Crawford E, et al. Darolutamide and Survival in 

Metastatic, Hormone-Sensitive Prostate Cancer. N Engl J Med. 2022;386(12): 1132-1142. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35179323/ 

225. Hussain M, Tombal B, Saad F, Fizazi K, Sternberg C, Crawford E, et al. Darolutamide Plus Androgen-

Deprivation Therapy and Docetaxel in Metastatic Hormone-Sensitive Prostate Cancer by Disease Volume 

and Risk Subgroups in the Phase III ARASENS Trial. J Clin Oncol. 2023;41(20): 3595-3607. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36795843/ 

226. Fizazi K, Foulon S, Carles J, Roubaud G, McDermott R, Fléchon A, et al. Abiraterone plus prednisone 

added to androgen deprivation therapy and docetaxel in de novo metastatic castration-sensitive prostate 

cancer (PEACE-1): a multicentre, open-label, randomised, phase 3 study with a 2 × 2 factorial design. 

Lancet. 2022;399(10336): 1695-1707. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35405085/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

116

227. 70 years): The PEACE-1 trial. ASCO GU. 2023 

228. Saad F, Vjaters E, Shore N, Olmos D, Xing N, Pereira de Santana Gomes A, et al. Darolutamide in 

Combination With Androgen-Deprivation Therapy in Patients With Metastatic Hormone-Sensitive Prostate 

Cancer From the Phase III ARANOTE Trial. J Clin Oncol. 2024;: JCO2401798. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39279580/ 

229. Clarke NW, Ali A, Ingleby FC, Hoyle A, Amos CL, Attard G, et al. Addition of docetaxel to hormonal 

therapy in low- and high-burden metastatic hormone sensitive prostate cancer. Annals of oncology: 

official journal of the European Society for Medical Oncology. 2019;30: 1992-2003. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31560068/ 

230. Wilt T, air B, MacDonald R, Rutks I. Early versus deferred androgen suppression in the treatment of 

advanced prostatic cancer. Cochrane. Database. Syst. Rev. 2001;CD003506. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11869665 

231. Fizazi K, Tran N, Fein L, Matsubara N, Rodriguez-Antolin A, Alekseev B, et al. Abiraterone plus Prednisone 

in Metastatic, Castration-Sensitive Prostate Cancer. N Engl J Med. 2017;377: 352-360. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28578607 

232. European Medicines Agency. Zytiga: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. 2024; URL: 

https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/zytiga-epar-product-information_de.pdf 

233. European Medicines Agency. Erleada: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. 2024; URL: 

https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/erleada-epar-product-

information_de.pdf 

234. European Medicines Agency. Nubeqa: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. 2024; URL: 

http://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/nubeqa-epar-product-information_de.pdf 

235. European Medicines Agency. Xtandi: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. 2024; URL: 

www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/xtandi-epar-product-information_de.pdf 

236. Chi K, Chowdhury S, Bjartell A, Chung B, Pereira de Santana Gomes A, Given R, et al. Apalutamide in 

Patients With Metastatic Castration-Sensitive Prostate Cancer: Final Survival Analysis of the Randomized, 

Double-Blind, Phase III TITAN Study. J Clin Oncol. 2021;39(20): 2294-2303. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33914595/ 

237. Armstrong A, Azad A, Iguchi T, Szmulewitz R, Petrylak D, Holzbeierlein J, et al. Improved Survival With 

Enzalutamide in Patients With Metastatic Hormone-Sensitive Prostate Cancer. J Clin Oncol. 2022;40(15): 

1616-1622. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35420921/ 

238. James N, de Bono J, Spears M, Clarke N, Mason M, Dearnaley D, et al. Abiraterone for Prostate Cancer 

Not Previously Treated with Hormone Therapy. N Engl J Med. 2017;377: 338-351. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28578639 

239. James N, Clarke N, Cook A, Ali A, Hoyle A, Attard G, et al. Abiraterone acetate plus prednisolone for 

metastatic patients starting hormone therapy: 5-year follow-up results from the STAMPEDE randomised 

trial (NCT00268476). Int J Cancer. 2022;151(3): 422-434. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35411939/ 

240. Smith M, Saad F, Chowdhury S, Oudard S, Hadaschik B, Graff J, et al. Apalutamide Treatment and 

Metastasis-free Survival in Prostate Cancer. N Engl J Med. 2018;378: 1408-1418. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29420164/ 

241. Small E, Saad F, Chowdhury S, Oudard S, Hadaschik B, Graff J, et al. Apalutamide and overall survival in 

non-metastatic castration-resistant prostate cancer. Ann Oncol. 2019;30: 1813-1820. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31560066/ 

242. Smith M, Saad F, Chowdhury S, Oudard S, Hadaschik B, Graff J, et al. Apalutamide and Overall Survival 

in Prostate Cancer. Eur Urol. 2020;79: 150-158. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32907777/ 

243. Fizazi K, Shore N, Tammela TL, Ulys A, Vjaters E, Polyakov S, et al. Darolutamide in Nonmetastatic, 

Castration-Resistant Prostate Cancer. N Engl J Med. 2019;380: 1235-1246. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30763142/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

117

244. Fizazi K, Shore N, Tammela TL, Ulys A, Vjaters E, Polyakov S, et al. Nonmetastatic, Castration-Resistant 

Prostate Cancer and Survival with Darolutamide. N Engl J Med. 2020;383: 1040-1049. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32905676/ 

245. Sternberg C, Fizazi K, Saad F, Shore N, Giorgi U, Penson D, et al. Enzalutamide and Survival in 

Nonmetastatic, Castration-Resistant Prostate Cancer. N Engl J Med. 2020;382: 2197-2206. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32469184/ 

246. Hussain M, Fizazi K, Saad F, Rathenborg P, Shore N, Ferreira U, et al. Enzalutamide in Men with 

Nonmetastatic, Castration-Resistant Prostate Cancer. N Engl J Med. 2018;378: 2465-2474. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29949494/ 

247. Tombal B, Saad F, Penson D, Hussain M, Sternberg C, Morlock R, et al. Patient-reported outcomes 

following enzalutamide or placebo in men with non-metastatic, castration-resistant prostate cancer 

(PROSPER). Lancet Oncol. 2019;20: 556-569. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30770294/ 

248. Saad F, Cella D, Basch E, Hadaschik B, Mainwaring P, Oudard S, et al. Effect of apalutamide on health-

related quality of life in patients with non-metastatic castration-resistant prostate cancer. Lancet Oncol. 

2018;19: 1404-1416. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30213449/ 

249. Bono J, Mateo J, Fizazi K, Saad F, Shore N, Sandhu S, et al. Olaparib for Metastatic Castration-Resistant 

Prostate Cancer. N Engl J Med. 2020;382: 2091-2102. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32343890/ 

250. Hussain M, Mateo J, Fizazi K, Saad F, Shore N, Sandhu S, et al. Survival with Olaparib in Metastatic 

Castration-Resistant Prostate Cancer. N Engl J Med. 2020;383: 2345-2357. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32955174/ 

251. Saad F, Clarke N, Oya M, Shore N, Procopio G, Guedes J, et al. Olaparib plus abiraterone versus placebo 

plus abiraterone in metastatic castration-resistant prostate cancer (PROpel): final prespecified overall 

survival results of a randomised, double-blind, phase 3 trial. Lancet Oncol. 2023;24(10): 1094-1108. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37714168/ 

252. Chi K, Rathkopf D, Smith M, Efstathiou E, Attard G, Olmos D, et al. Niraparib and Abiraterone Acetate for 

Metastatic Castration-Resistant Prostate Cancer. J Clin Oncol. 2023;41(18): 3339-3351. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36952634/ 

253. Agarwal N, Azad A, Carles J, Fay A, Matsubara N, Heinrich D, et al. Talazoparib plus enzalutamide in 

men with first-line metastatic castration-resistant prostate cancer (TALAPRO-2): a randomised, placebo-

controlled, phase 3 trial. Lancet. 2023;402(10398): 291-303. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37285865/ 

254. Ryan C, Smith M, de Bono J, Molina A, Logothetis C, de SP, et al. Abiraterone in metastatic prostate 

cancer without previous chemotherapy. N Engl J Med. 2013;368: 138-148. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23228172 

255. Beer T, Armstrong A, Rathkopf D, Loriot Y, Sternberg C, Higano C, et al. Enzalutamide in metastatic 

prostate cancer before chemotherapy. N Engl J Med. 2014;371: 424-433. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24881730 

256. Tannock I, de WR, Berry W, Horti J, Pluzanska A, Chi K, et al. Docetaxel plus prednisone or mitoxantrone 

plus prednisone for advanced prostate cancer. N. Engl. J. Med. 2004;351: 1502-1512. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15470213 

257. Kellokumpu-Lehtinen P, Harmenberg U, Joensuu T, McDermott R, Hervonen P, Ginman C, et al. 2-Weekly 

versus 3-weekly docetaxel to treat castration-resistant advanced prostate cancer: a randomised, phase 3 

trial. Lancet Oncol. 2013;14: 117-124. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23294853 

258. Morris M, Castellano D, Herrmann K, de Bono J, Shore N, Chi K, et al. Lancet. 2024;404(10459): 1227-

1239. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39293462/ 

259. de Bono J, Oudard S, Ozguroglu M, Hansen S, Machiels J, Kocak I, et al. Prednisone plus cabazitaxel or 

mitoxantrone for metastatic castration-resistant prostate cancer progressing after docetaxel treatment: 

a randomised open-label trial. Lancet. 2010;376: 1147-1154. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20888992 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

118

260. Sartor O, de Bono J, Chi K, Fizazi K, Herrmann K, Rahbar K, et al. Lutetium-177-PSMA-617 for Metastatic 

Castration-Resistant Prostate Cancer. N Engl J Med. 2021;385(12): 1091-1103. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34161051/ 

261. Hofman M, Emmett L, Sandhu S, Iravani A, Joshua A, Goh J, et al. [. Lancet. 2021;397(10276): 797-804. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33581798/ 

262. Buteau J, Martin A, Emmett L, Iravani A, Sandhu S, Joshua A, et al. PSMA and FDG-PET as predictive and 

prognostic biomarkers in patients given [. Lancet Oncol. 2022;23(11): 1389-1397. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36261050/ 

263. Parker C, Nilsson S, Heinrich D, Helle S, O'Sullivan J, Fossa S, et al. Alpha emitter radium-223 and 

survival in metastatic prostate cancer. N Engl J Med. 2013;369: 213-223. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23863050 

264. Smith M, Parker C, Saad F, Miller K, Tombal B, Ng Q, et al. Addition of radium-223 to abiraterone acetate 

and prednisone or prednisolone in patients with castration-resistant prostate cancer and bone 

metastases (ERA 223). Lancet Oncol. 2019;20: 408-419. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30738780/ 

265. Aparicio A, Harzstark A, Corn P, Wen S, Araujo J, Tu S, et al. Platinum-based chemotherapy for variant 

castrate-resistant prostate cancer. Clin Cancer Res. 2013;19(13): 3621-30. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23649003/ 

266. Papandreou C, Daliani D, Thall P, Tu S, Wang X, Reyes A, et al. Results of a phase II study with 

doxorubicin, etoposide, and cisplatin in patients with fully characterized small-cell carcinoma of the 

prostate. J Clin Oncol. 2002;20(14): 3072-80. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12118020/ 

267. Steineck G, Reuter V, Kelly W, Frank R, Schwartz L, Scher H. Cytotoxic treatment of aggressive prostate 

tumors with or without neuroendocrine elements. Acta Oncol. 2002;41(7-8): 668-74. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14651212/ 

268. Culine S, El Demery M, Lamy P, Iborra F, Avancès C, Pinguet F. Docetaxel and cisplatin in patients with 

metastatic androgen independent prostate cancer and circulating neuroendocrine markers. J Urol. 

2007;178(3 Pt 1): 844-8; discussion 848. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17631339/ 

269. Fléchon A, Pouessel D, Ferlay C, Perol D, Beuzeboc P, Gravis G, et al. Phase II study of carboplatin and 

etoposide in patients with anaplastic progressive metastatic castration-resistant prostate cancer (mCRPC) 

with or without neuroendocrine differentiation: results of the French Genito-Urinary Tumor Group 

(GETUG) P01 trial. Ann Oncol. 2011;22(11): 2476-2481. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21436186/ 

270. Corn P, Heath E, Zurita A, Ramesh N, Xiao L, Sei E, et al. Cabazitaxel plus carboplatin for the treatment 

of men with metastatic castration-resistant prostate cancers: a randomised, open-label, phase 1-2 trial. 

Lancet Oncol. 2019;20(10): 1432-1443. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31515154/ 

271. Apostolidis L, Nientiedt C, Winkler E, Berger A, Kratochwil C, Kaiser A, et al. Clinical characteristics, 

treatment outcomes and potential novel therapeutic options for patients with neuroendocrine carcinoma 

of the prostate. Oncotarget. 2019;10(1): 17-29. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30713600/ 

272. Burdett S, Boevé LM, Ingleby FC, Fisher DJ, Rydzewska LH, Vale CL, et al. Prostate Radiotherapy for 

Metastatic Hormone-sensitive Prostate Cancer. Eur Urol. 2019;76: 115-124. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30826218/ 

273. Parker CC, James ND, Brawley CD, Clarke NW, Hoyle AP, Ali A, et al. Radiotherapy to the primary tumour 

for newly diagnosed, metastatic prostate cancer (STAMPEDE). Lancet. 2018;392: 2353-2366. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30355464/ 

274. Roy S, Fervaha G, Spratt D, Sun Y, Kishan A, Loblaw A, et al. Prostate Radiotherapy in Low-volume 

Metastatic Hormone-sensitive Prostate Cancer: A Network Meta-analysis. Eur Urol. 2024;86(1): 10-17. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38570246/ 

275. Bossi A, Foulon S, Maldonado X, Sargos P, MacDermott R, Kelly P, et al. Efficacy and safety of prostate 

radiotherapy in de novo metastatic castration-sensitive prostate cancer (PEACE-1): a multicentre, open-

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

119

label, randomised, phase 3 study with a 2 × 2 factorial design. Lancet. 2024;404(10467): 2065-2076. 

URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39580202/ 

276. Slaoui A, Albisinni S, Aoun F, Assenmacher G, Al Hajj Obeid W, Diamand R, et al. A systematic review of 

contemporary management of oligometastatic prostate cancer. World J Urol. 2019;37: 2343-2353. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30706122/ 

277. Phillips R, Shi WY, Deek M, Radwan N, Lim SJ, Antonarakis ES, et al. Outcomes of Observation vs 

Stereotactic Ablative Radiation for Oligometastatic Prostate Cancer. JAMA Oncol. 2020;6: 650-659. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32215577/ 

278. Connor MJ, Smith A, Miah S, Shah TT, Winkler M, Khoo V, et al. Targeting Oligometastasis with 

Stereotactic Ablative Radiation Therapy or Surgery in Metastatic Hormone-sensitive Prostate Cancer. Eur 

Urol Oncol. 2020;3: 582-593. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32891600/ 

279. Falkmer U, Jarhult J, Wersall P, Cavallin-Stahl E. A systematic overview of radiation therapy effects in 

skeletal metastases. Acta Oncol. 2003;42: 620-633. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14596519 

280. Bauman G, Charette M, Reid R, Sathya J. Radiopharmaceuticals for the palliation of painful bone 

metastasis-a systemic review. Radiother Oncol. 2005;75: 258-270. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16299924 

281. James N, Sydes M, Clarke N, Mason M, Dearnaley D, Spears M, et al. Addition of docetaxel, zoledronic 

acid, or both to first-line long-term hormone therapy in prostate cancer (STAMPEDE): survival results 

from an adaptive, multiarm, multistage, platform randomised controlled trial. Lancet. 2016;387: 1163-

1177. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26719232 

282. Fizazi K, Carducci M, Smith M, Damiao R, Brown J, Karsh L, et al. Denosumab versus zoledronic acid for 

treatment of bone metastases in men with castration-resistant prostate cancer: a randomised, double-

blind study. Lancet. 2011;377: 813-822. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21353695 

283. Smith M, Coleman R, Klotz L, Pittman K, Milecki P, Ng S, et al. Denosumab for the prevention of skeletal 

complications in metastatic castration-resistant prostate cancer: comparison of skeletal-related events 

and symptomatic skeletal events. Ann Oncol. 2015;26: 368-374. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25425475 

284. Yuen K, Shelley M, Sze W, Wilt T, Mason M. Bisphosphonates for advanced prostate cancer. Cochrane 

Database Syst Rev. 2006;CD006250. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17054286 

285. James N, Pirrie S, Pope A, Barton D, Andronis L, Goranitis I, et al. Clinical Outcomes and Survival 

Following Treatment of Metastatic Castrate-Refractory Prostate Cancer With Docetaxel Alone or With 

Strontium-89, Zoledronic Acid, or Both: The TRAPEZE Randomized Clinical Trial. JAMA Oncol. 2016;2: 

493-499. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26794729 

286. Kamba T, Kamoto T, Maruo S, Kikuchi T, Shimizu Y, Namiki S, et al. A phase III multicenter, randomized, 

controlled study of combined androgen blockade with versus without zoledronic acid in prostate cancer 

patients with metastatic bone disease: results of the ZAPCA trial. Int J Clin Oncol. 2016;1-8. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27614621 

287. Smith M, Halabi S, Ryan C, Hussain A, Vogelzang N, Stadler W, et al. Randomized controlled trial of early 

zoledronic acid in men with castration-sensitive prostate cancer and bone metastases: results of CALGB 

90202 (alliance). J Clin Oncol. 2014;32: 1143-1150. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24590644 

288. Saad F. Clinical benefit of zoledronic acid for the prevention of skeletal complications in advanced 

prostate cancer. Clin Prostate Cancer. 2005;4: 31-37. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15992459 

289. Han S, Woo S, Kim Y, Lee J, Wibmer A, Schoder H, et al. Concordance between Response Assessment 

Using Prostate-Specific Membrane Antigen PET and Serum Prostate-Specific Antigen Levels after Systemic 

Treatment in Patients with Metastatic Castration Resistant Prostate Cancer: A Systematic Review and 

Meta-Analysis. Diagnostics (Basel). 2021;11(4): URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33917006/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

120

290. Alongi P, Laudicella R, Lanzafame H, Farolfi A, Mapelli P, Picchio M, et al. PSMA and Choline PET for the 

Assessment of Response to Therapy and Survival Outcomes in Prostate Cancer Patients: A Systematic 

Review from the Literature. Cancers (Basel). 2022;14(7): URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35406542/ 

291. Vanbutsele G, Pardon K, Van Belle S, Surmont V, De Laat M, Colman R, et al. Effect of early and 

systematic integration of palliative care in patients with advanced cancer: a randomised controlled trial. 

Lancet Oncol. 2018;19(3): 394-404. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29402701/ 

292. Ghabashi E, Sharaf B, Kalaktawi W, Calacattawi R, Calacattawi A. The Magnitude and Effects of Early 

Integration of Palliative Care Into Oncology Service Among Adult Advanced Cancer Patients at a Tertiary 

Care Hospital. Cureus. 2021;13(5): e15313. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34211813/ 

293. Aaronson N, Ahmedzai S, Bergman B, Bullinger M, Cull A, Duez N, et al. The European Organization for 

Research and Treatment of Cancer QLQ-C30: a quality-of-life instrument for use in international clinical 

trials in oncology. J Natl Cancer Inst. 1993;85(5): 365-76. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8433390/ 

294. Mendoza T, Wang X, Cleeland C, Morrissey M, Johnson B, Wendt J, et al. The rapid assessment of fatigue 

severity in cancer patients: use of the Brief Fatigue Inventory. Cancer. 1999;85(5): 1186-96. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10091805/ 

295. MacDonald R, Fink H, Huckabay C, Monga M, Wilt T. Pelvic floor muscle training to improve urinary 

incontinence after radical prostatectomy: a systematic review of effectiveness. BJU. Int. 2007;100: 76-81. 

URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17433028 

296. Manassero F, Traversi C, Ales V, Pistolesi D, Panicucci E, Valent F, et al. Contribution of early intensive 

prolonged pelvic floor exercises on urinary continence recovery after bladder neck-sparing radical 

prostatectomy: results of a prospective controlled randomized trial. Neurourol. Urodyn. 2007;26: 985-

989. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17487874 

297. Anderson C, Omar M, Campbell S, Hunter K, Cody J, Glazener C. Conservative management for 

postprostatectomy urinary incontinence. Cochrane Database Syst Rev. 2015;1: CD001843. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25602133 

298. Wang W, Huang Q, Liu F, Mao Q. Effectiveness of preoperative pelvic floor muscle training for urinary 

incontinence after radical prostatectomy: a meta-analysis. BMC Urol. 2014;14: 99. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25515968 

299. Zhu Y, Yao X, Zhang S, Dai B, Ye D. Pelvic floor electrical stimulation for postprostatectomy urinary 

incontinence: a meta-analysis. Urology. 2012;79: 552-555. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22386394 

300. Geraerts I, Van PH, Devoogdt N, De GA, Fieuws S, Van KM. Pelvic floor muscle training for erectile 

dysfunction and climacturia 1 year after nerve sparing radical prostatectomy: a randomized controlled 

trial. Int J Impot. Res. 2016;28: 9-13. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26538105 

301. Prota C, Gomes C, Ribeiro L, de BJ, Nakano E, Dall'oglio M, et al. Early postoperative pelvic-floor 

biofeedback improves erectile function in men undergoing radical prostatectomy: a prospective, 

randomized, controlled trial. Int J Impot. Res. 2012;24: 174-178. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22573231 

302. Zippe C, Pahlajani G. Penile rehabilitation following radical prostatectomy: role of early intervention and 

chronic therapy. Urol Clin. North Am. 2007;34: 601-18, viii. URL: 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17983900 

303. Bo Y, Jiansheng W. Effects of Exercise on Cancer-related Fatigue and Quality of Life in Prostate Cancer 

Patients Undergoing Androgen Deprivation Therapy: A Meta-analysis of Randomized Clinical Trials. Chin 

Med Sci J. 2017;32: 13-21. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28399980 

304. Teleni L, Chan R, Chan A, Isenring E, Vela I, Inder W, et al. Exercise improves quality of life in androgen 

deprivation therapy-treated prostate cancer: systematic review of randomised controlled trials. Endocr. 

Relat Cancer. 2016;23: 101-112. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26584972 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

121

305. Hasenoehrl T, Keilani M, Sedghi Komanadj T, Mickel M, Margreiter M, Marhold M, et al. The effects of 

resistance exercise on physical performance and health-related quality of life in prostate cancer patients: 

a systematic review. Support Care Cancer. 2015;23: 2479-2497. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26003426 

306. Sarosdy M. Testosterone replacement for hypogonadism after treatment of early prostate cancer with 

brachytherapy. Cancer. 2007;109: 536-541. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183557 

307. Agarwal P, Oefelein M. Testosterone replacement therapy after primary treatment for prostate cancer. J 

Urol. 2005;173: 533-536. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15643240 

308. Kaufman J, Graydon R. Androgen replacement after curative radical prostatectomy for prostate cancer 

in hypogonadal men. J Urol. 2004;172: 920-922. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15310998 

309. Echlin K, Rees C. Information needs and information-seeking behaviors of men with prostate cancer and 

their partners: a review of the literature. Cancer Nurs. 2002;25: 35-41. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11838718 

310. Kornblith A, Herr H, Ofman U, Scher H, Holland J. Quality of life of patients with prostate cancer and 

their spouses The value of a data base in clinical care. Cancer. 1994;73: 2791-2802. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8194021 

311. Carlson L, Ottenbreit N, St PM, Bultz B. Partner understanding of the breast and prostate cancer 

experience. Cancer Nurs. 2001;24: 231-239. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11409068 

312. Lavery J, Clarke V. Prostate cancer: Patients' and spouses' coping and marital adjustment. Health Med. 

1999;4: 289-302 

313. Feldman-Stewart D, Brundage M, Hayter C, Groome P, Nickel J, Downes H, et al. What questions do 

patients with curable prostate cancer want answered?. Med Decis Making. 2000;20: 7-19. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10638532 

314. Crawford E, Bennett C, Stone N, Knight S, DeAntoni E, Sharp L, et al. Comparison of perspectives on 

prostate cancer: analyses of survey data. Urology. 1997;50: 366-372. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9301699 

315. da Silva F, Fossa S, Aaronson N, Serbouti S, Denis L, Casselman J, et al. The quality of life of patients with 

newly diagnosed M1 prostate cancer: experience with EORTC clinical trial 30853. Eur J Cancer. 

1996;32A: 72-77. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8695246 

316. Stetinga S, Dunn J, Gardiner R, Heathcote P, Yaxley J. The supportive care needs of men with prostate 

cancer. Psychooncology. 2001;10: 66-75 

317. Davison B, Goldenberg S, Gleave M, Degner L. Provision of individualized information to men and their 

partners to facilitate treatment decision making in prostate cancer. Oncol Nurs Forum. 2003;30: 107-

114. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12515988 

318. Voerman B, Visser A, Fischer M, Garssen B, van Andel G, Bensing J. Determinants of participation in 

social support groups for prostate cancer patients. Psychooncology. 2007;16: 1092-1099. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17278186 

319. Roesch S, Adams L, Hines A, Palmores A, Vyas P, Tran C, et al. Coping with prostate cancer: a meta-

analytic review. J. Behav. Med. 2005;28: 281-293. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16015462 

320. Gray R, Fitch M, Phillips C, Labrecque M, Fergus K. To tell or not to tell: patterns of disclosure among men 

with prostate cancer. Psychooncology. 2000;9: 273-282. URL: 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10960925 

321. Gray R, Fitch M, Davis C, Phillips C. Interviews with men with prostate cancer about their self-help group 

experience. J Palliat Care. 1997;13: 15-21. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9105153 

322. Dindo D, Demartines N, Clavien P. Classification of surgical complications: a new proposal with 

evaluation in a cohort of 6336 patients and results of a survey. Ann Surg. 2004;240: 205-213. URL: 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15273542/ 

11.4 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Kurzversion - 8.1 | August 2025 

122

323. National Institutes of Health (NIH), National Cancer Institute (NCI). Common Terminology Criteria for 

Adverse Events (CTCAE) Version 403. 2010; URL: 

https://evs.nci.nih.gov/ftp1/CTCAE/CTCAE_4.03/CTCAE_4.03_2010-06-14_QuickReference_5x7.pdf 

324. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im G. Apalutamid (Prostatakarzinom) Addendum zum Auftrag 

A20-20 Version: 10. IQWiG-Berichte. 2020; URL: G:\ÄZQ-Berlin\7000 IVS\Citavi\Prostata 

2020\PCa2020Attachments\30459.pdf 



 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion 8.1 | August 2025 

 

S3-Leitlinie 

Prostatakarzinom 

Version 8.1 - August 2025 

AWMF-Registernummer: 043-022OL 

Leitlinie (Langversion) 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion 8.1 | August 2025 

Wesentliche Neuerungen 

Für die Version 8 der Leitlinie wurden zu vorab definierten Themen insgesamt 28 

Fragestellungen systematische recherchiert. Eine Leitliniensynopse ergänzt die 

Grundlage für die Arbeiten an dieser Version der Leitlinie in den acht Arbeitsgruppen. 

Empfehlungen, Statements und Hintergrundtexte wurden für die zur Aktualisierung 

gestellten Kapitel überprüft und ggf. überarbeitet. 

Die folgenden inhaltlichen Änderungen wurden vorgenommen: 

1. Kapitel 4 „Früherkennung, Diagnostik und Stadieneinteilung“ wurde aus den 

vormaligen Kapiteln 4 „Früherkennung“ und 5 „Diagnostik und Stadieneinteilung“ 

zusammengeführt und komplett überarbeitet. 

a) In Kapitel 4.1 „Früherkennung“ gibt es neu die Empfehlung, dass zur 

Früherkennung von Prostatakarzinomen keine digital rektale Untersuchung 

erfolgen soll (Empfehlung 4.1). Nach ergebnisoffener Beratung sollen Männer 

ab dem Alter von 45 Jahren mit einer Lebenserwartung von 10 Jahren und 

mehr, die eine Früherkennung wünschen, die Bestimmung des PSA-Werts 

angeboten werden (Empfehlung 4.2 und Empfehlung 4.3). In Abhängigkeit 

von der Höhe des PSA-Wertes erfolgt eine risikoadaptierte 

Früherkennungsstrategie mit 5-jährlichen Intervallen bei einem PSA-Wert ≤1,5 

ng/ml, 2-jährlichen Intervallen bei PSA 1,5–2,99 ng/ml und weiterer 

Diagnostik bei PSA ≥3 ng/ml (Empfehlung 4.4). Weitere Empfehlungen 

betreffen die weitergehende Diagnostik, auch in Abhängigkeit vom Vorliegen 

einer familiären Belastung bzw. genetischer Prädisposition (Empfehlung 4.5 

ff). Eine Tabelle fasst die Vor- und Nachteile eines PSA-basierten 

Prostatakarzinom-Screenings zusammen (Tabelle 7). 

b) Auch Kapitel 4.2 „Diagnostik“ wurde grundlegend überarbeitet. Hierbei 

wurde die Magnetresonanztomographie der Prostata im Rahmen der 

Primärdiagnostik gestärkt, es wurden aber auch Empfehlungen für die 

Indikationsstellung zum MRT basierend auf dem individuellen Risiko für das 

Vorliegen eines Prostatakarzinoms gegeben (Empfehlung 4.12 ff). Auch die 

Empfehlungen zur Indikationsstellung und Durchführung der 

bildmorphologisch gestützten Biopsie wurden aktualisiert (Empfehlung 4.16 

ff). Eine wesentliche Neuerung ist die Empfehlung, dass bei PI-RADS 1 und 2 

Befunden keine Biopsie durchgeführt werden soll (Empfehlung 4.23). 

Empfehlungen zu transrektalem Ultraschall (Empfehlung 4.24 ff), Re-Biopsie 

(Empfehlung 4.27 ff) nach vorheriger negativer Biopsie und zur 

Durchführung der Prostatastanzbiopsie (Empfehlungen Empfehlung 4.30 ff) 

wurden geprüft und aktualisiert. Männern mit metastasierter Erkrankung 

und/oder Hinweis auf ein familiäres Tumorrisikosyndrom wird empfohlen, 

eine humangenetische Sprechstunde in Anspruch zu nehmen („soll“-

Empfehlung 4.37 und Empfehlung 4.38). Abbildung 2 stellt Früherkennung 

und Diagnostik des Prostatakarzinoms mit Verweis auf ausgewählte 

Empfehlungen als Flussdiagramm dar. 

c) Im Kapitel 4.3 „Stadieneinteilung“ werden zunächst die unterschiedlichen 

Klassifikationen zur Stadieneinteilung dargestellt. Ältere Studien beziehen 

sich überwiegend auf die klinische Stadieneinteilung und lässt die heute 

übliche Bildgebung (u.a. MRT mit Informationen zur lokalen 

Tumorausbreitung) unberücksichtigt. 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

Grundlage für die Empfehlungen zur Therapie des lokalisierten 

Prostatakarzinoms sind neben der D’Amico Klassifikation die klinische NCCN-

Klassifikation (Stand Februar 2025). Die Empfehlungen zur lokalen Diagnostik 

(T-Kategorie) bzw. Ausbreitungsdiagnostik wurden alle geprüft und aktualisiert 

(Empfehlung 4.39 ff). Eine Ausbreitungsdiagnostik soll erst bei einem 

Prostatakarzinom des ungünstigen intermediären oder hohen/sehr hohen 

Risikos vor der Entscheidung über eine therapeutische Maßnahme erfolgen 

(Empfehlung 4.43). 

2. Kapitel 5 „Pathologisch-anatomische Diagnostik“ war zuvor Unterkapitel von 

„Diagnostik und Stadieneinteilung“ und ist jetzt ein eigenständiges Hauptkapitel. 

Inhaltlich wurde es vor allem geprüft und der Stellenwert verfügbarer Biomarker 

aufgearbeitet, allerdings ohne dass eine diesbezügliche Empfehlung ausgesprochen 

wurde. Neu sollen nicht nur bei einem Gleason-Score von 7, sondern auch von 8 

cribriforme Tumorkomponenten im histopathologischen Befund erwähnt werden 

(Empfehlung 5.9). 

3. Kapitel 6 „Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms“ wurde komplett 

umstrukturiert. In Anlehnung an die EAU-Leitlinie wurden die verschiedenen 

Therapieoptionen in Abhängigkeit von Tumorstadium bzw. Risikoprofil gegliedert: 

Dem Kapitel 6.1 „Therapieplanung und Aufklärung“ folgen Kapitel 6.2 „Lokal 

begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils“ , Kapitel 6.3 „Lokal 

begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils“ , 

Kapitel 6.4 „Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms“ , Kapitel 6.5 

„Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms“ , Kapitel 6.6 

„Neoadjuvante/adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie“ , Kapitel 6.7 

„Fokale Therapie“ und Kapitel 6.8 „ Watchful Waiting“ . 

Als wesentlichste Änderung im Kapitel lokalisiertes Prostatakarzinom wird für das 

niedrige Risikoprofil initial ausschließlich die Aktive Überwachung (Empfehlung 6.6) 

(aber keine lokale Therapie mehr) empfohlen. Hervorzuheben sind des Weiteren: 

a) Die Aktualisierung der Abbildung zur aktiven Überwachung beim niedrigen 

und günstig-intermediären Risikoprofil (Abbildung 6) bildet die zugehörigen 

Empfehlungen ab. 

b) Alle Therapieoptionen zur Aktiven Überwachung bzw. lokalen Therapie beim 

intermediären bzw. hohen Risikoprofil wurden aktualisiert. Die Empfehlungen 

zur Indikationsstellung und Durchführung der Therapien beim intermediären 

Risiko wurden in Abbildung 7 zusammengefasst. Die aktualisierten 

Empfehlungen betreffen: 

o Aktive Überwachung (Empfehlung 6.13 und Empfehlung 6.14) 

o Radikale Prostatektomie und Lymphadenektomie (Empfehlung 6.15 ff) 

o Perkutane Strahlentherapie, Fraktionierung, begleitende 

Androgendeprivation (Empfehlung 6.19 ff) 

o Low bzw. High dose Rate Brachytherapie, ggf. Kombination mit 

perkutaner Strahlentherapie, begleitende Androgendeprivation 

(Empfehlung 6.39 ff) 

c) Auch die Empfehlungen zu den lokalen Therapieverfahren beim lokal 

fortgeschrittenen Prostatakarzinom wurden aktualisiert (Empfehlung 6.54 ff) 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

d) Beim lymphknotenpositiven Prostatakarzinom wurde aufgrund aktueller 

Studiendaten eine „soll“-Empfehlung für eine erweiterte begleitende 

hormonablative Therapie mit GnRH-Analogon und Abirateron/Predniso(lo)n 

(2 Jahre) ergänzt (Empfehlung 6.70). 

e) Auch die Empfehlungen zur neoadjuvanten/adjuvanten Therapie bei radikaler 

Prostatektomie wurden geprüft und aktualisiert 

f) Neue Empfehlungen zum „Watchful Waiting“ wurden abgestimmt (Statement 

6.90 ff). 

4. Überarbeitet wurden auch Teile des Kapitel 7 „Diagnostik und Therapie des 

rezidivierten oder metastasierten Prostatakarzinoms“ , überwiegend auf der Basis 

aktueller Studien (systematische Literaturrecherche zum Thema Bildgebung für das 

Therapiemonitoring). 

a) In Kapitel 7.2 „Therapie des PSA-Rezidivs“ wurde eine Empfehlung um die 

Therapieoption mit Enzalutamid ± Androgendeprivationstherapie beim high 

risk biochemischen Rezidiv ergänzt (Empfehlung 7.11). 

b) In Kapitel 7.3 „Therapie des hormonsensitiven, metastasierten 

Prostatakarzinoms (mHSPC)“ wurde eine Empfehlung zur Therapie mit 

Darolutamid + ADT entsprechend der Studienlage inkl. dazugehöriger 

Ausführungsempfehlung ergänzt (Empfehlung 7.30, Empfehlung 7.31). Das 

Flussdiagramm zu den Therapieoptionen beim mHPSC-Stadium wurde 

entsprechend aktualisiert (Abbildung 8). 

c) In Kapitel 7.4 „Therapie des androgenunabhängigen oder 

kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC)“ wurden 

Zwischenüberschriften zur leichteren Lesbarkeit eingefügt. Eine neue 

Empfehlung weist Lutetium (177Lu) Vipivotidtetraxetan als Therapieoption 

bei Patient mit mCRPC nach Therapie mit Abirateron oder einem 

Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (Apalutamid, Darolutamid, 

Enzalutamid), die keine Chemotherapie bekommen können, aus (Empfehlung 

7.51). 

d) In Kapitel 7.5 „Lokale Therapie bei metastasiertem Prostatakarzinom“ 

wurden die Empfehlungen hinsichtlich der Gültigkeit geprüft bzw. modifiziert 

(perkutane Strahlentherapie bei neu diagnostiziertem, oligometastasiertem 

Prostatakarzinom mit „low volume“ CHAARTED-Kriterien mit konventionellem 

Staging (Empfehlung 7.61). Eine Empfehlung, dass Patienten mit hohem 

lokalen Progressionsrisiko zusätzlich zur systemischen Therapie eine 

perkutane Strahlentherapie erhalten können, wurde ergänzt (Empfehlung 

7.62). 

e) Das Kapitel 7.7 „Bildgebung für das Therapiemonitoring beim mHSPC und 

mCRPC“ ergänzt die Leitlinie mit neu abgestimmten Empfehlungen 

(Empfehlung 7.75 ff). 

f) Das vormalige Kapitel „Supportivtherapie und Palliativversorgung“ wurde in die 

beiden Kapitel 7.8 „Supportivtherapie“ sowie Kapitel 7.9 „Versorgung in 

der nicht-kurativen Therapiesituation“ aufgeteilt. Die Kapitel wurden 

umfassend überarbeitet und mit den S3-Leitlinien „Supportive Therapie“ und 

„Palliativmedizin“ harmonisiert. Die Prostatakarzinom-spezifischen 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

Empfehlungen wurden geprüft und teilweise durch neue Empfehlungen 

ergänzt. 

Mit jeder neuen Version können nur Teile der Leitlinie aktualisiert werden. In den 

Kopfzeilen der Empfehlungen und Statements wurde vermerkt, wann diese erstellt 

bzw. aktualisiert wurden und ob sie modifiziert oder neu erstellt wurden, um eine 

Einordnung der Aktualität zu gewährleisten (vgl. Kapitel 2.1.3). 

Eine detaillierte Übersicht der Änderungen befindet sich im Kapitel 13. 

Ergänzend zur ärztlichen Leitlinie wird eine aktualisierte Patientenleitlinie zur 

Verfügung gestellt (www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/patientenleitlinien/prostatakrebs). 

 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

Inhalt 

Wesentliche Neuerungen ........................................................................... 2 

1 Informationen zu dieser Leitlinie ..................................................... 11 

1.1 Herausgeber ....................................................................................................................... 11 

1.2 Federführende Fachgesellschaft(en) ..................................................................................... 11 

1.3 Finanzierung der Leitlinie .................................................................................................... 11 

1.4 Kontakt ............................................................................................................................... 11 

1.5 Zitierweise .......................................................................................................................... 11 

1.6 Besonderer Hinweis ............................................................................................................. 12 

1.7 Ziele des Leitlinienprogramms Onkologie ............................................................................ 12 

1.8 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie ................................................................................. 13 

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe .............................................................................. 14 

1.9.1 Koordination .................................................................................................................. 14 

1.9.2 Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen ........................................................... 14 

1.9.3 Arbeitsgruppen .............................................................................................................. 17 

1.9.4 Patientenbeteiligung ...................................................................................................... 18 

1.9.5 Methodische Begleitung ................................................................................................. 18 

1.10 Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................................... 19 

2 Einführung .................................................................................... 27 

2.1.1 Zielsetzung und Fragestellung ....................................................................................... 27 

2.1.2 Adressaten .................................................................................................................... 27 

2.1.3 Gültigkeitsdauer und Aktualisierungsverfahren .............................................................. 27 

2.2 Grundlagen der Methodik .................................................................................................... 28 

2.2.1 Schema der Evidenzgraduierung .................................................................................... 28 

2.2.2 Schema der Empfehlungsgraduierung ............................................................................ 29 

2.2.3 Statements .................................................................................................................... 30 

2.2.4 Expertenkonsens (EK) .................................................................................................... 30 

2.2.5 Unabhängigkeit und Darlegung möglicher Interessenkonflikte ........................................ 30 

3 Epidemiologie, Risikofaktoren, Prävention und Ernährung ................ 32 

3.1 Epidemiologie ..................................................................................................................... 32 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

3.2 Risikofaktoren ..................................................................................................................... 33 

3.2.1 Risikofaktoren für das Auftreten eines Prostatakarzinoms .............................................. 33 

3.2.2 Testosteronsubstitution ................................................................................................. 35 

3.3 Prävention und Ernährung ................................................................................................... 37 

4 Früherkennung, Diagnostik und Stadieneinteilung ........................... 40 

4.1 Früherkennung .................................................................................................................... 40 

4.1.1 Definition und allgemeine Anmerkungen ........................................................................ 40 

4.1.2 Tests zur Früherkennung des Prostatakarzinoms ............................................................ 42 

4.2 Diagnostik .......................................................................................................................... 53 

4.3 Stadieneinteilung ................................................................................................................ 78 

5 Pathologisch-anatomische Diagnostik ............................................. 93 

5.1 Allgemeine Grundsätze ....................................................................................................... 93 

5.1.1 Erforderliche klinische Angaben und Entnahme von Gewebeproben ................................ 93 

5.1.2 Histopathologische Karzinomdiagnose und Differenzialdiagnose .................................... 94 

5.1.3 Grading ......................................................................................................................... 96 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate........................................................... 98 

5.2.1 Stanzbiopsie .................................................................................................................. 98 

5.2.2 Präparat aus radikaler Prostatektomie .......................................................................... 100 

5.2.3 Transurethrales Resektionsmaterial ("TUR-P") und enukleierte noduläre Hyperplasie 

(sogenanntes Adenektomiepräparat) ......................................................................... 102 

5.2.4 Regionale Lymphadenektomie ...................................................................................... 102 

5.3 Prognostische Faktoren für das Prostatakarzinom .............................................................. 103 

5.4 Wissenschaftliche Untersuchungen von Gewebeproben ...................................................... 106 

6 Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms ................................ 107 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung ...................................................................................... 107 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils .......................................... 116 

6.2.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) ..................................................................... 116 

6.2.2 Ablehnung/Beendigung der Aktiven Überwachung ....................................................... 129 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils ................. 130 

6.3.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) beim intermediären Risikoprofil .................... 132 

6.3.2 Radikale Prostatektomie ............................................................................................... 136 

6.3.3 Perkutane Strahlentherapie .......................................................................................... 139 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

6.3.4 Brachytherapie ............................................................................................................. 154 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms .................................................... 169 

6.4.1 Radikale Prostatektomie ............................................................................................... 169 

6.4.2 Perkutane Strahlentherapie .......................................................................................... 170 

6.4.3 Brachytherapie ............................................................................................................. 175 

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms ..................................................... 178 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie ......................... 183 

6.7 Fokale Therapie ................................................................................................................. 190 

6.7.1 Einleitung .................................................................................................................... 190 

6.7.2 Statement .................................................................................................................... 191 

6.7.3 Einsatz Fokaler Therapien ............................................................................................ 192 

6.7.4 Einzelne Verfahren der fokalen Therapie ...................................................................... 195 

6.8 Watchful Waiting ............................................................................................................... 202 

7 Diagnostik und Therapie des rezidivierten oder metastasierten 

Prostatakarzinoms ...................................................................... 205 

7.1 Definition und Diagnostik des Tumorrezidivs ..................................................................... 205 

7.2 Therapie des PSA-Rezidivs ................................................................................................ 212 

7.2.1 Systemische Therapie bei PSA-Rezidiv oder PSA-Progression ....................................... 212 

7.2.2 Salvage-Strahlentherapie des PSA-Rezidivs und der PSA-Persistenz nach radikaler 

Prostatektomie.......................................................................................................... 215 

7.2.3 Salvage-Therapie der PSA-Progression nach Strahlentherapie ....................................... 221 

7.3 Therapie des hormonsensitiven, metastasierten Prostatakarzinoms (mHSPC) ...................... 225 

7.4 Therapie des androgenunabhängigen oder kastrationsresistenten Prostatakarzinoms 

(CRPC) ............................................................................................................................... 253 

7.4.1 Therapie des nicht-metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (nmCPRC)

 ................................................................................................................................ 256 

7.4.2 Therapie des metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCPRC) ......... 259 

7.4.3 Therapie des neuroendokrinen Prostatakarzinoms (NEPC) ............................................. 278 

7.5 Lokale Therapie bei metastasiertem Prostatakarzinom ....................................................... 285 

7.5.1 Präambel ..................................................................................................................... 285 

7.5.2 Perkutane Strahlentherapie und radikale Prostatektomie ............................................... 286 

7.6 Therapie von Knochenmetastasen...................................................................................... 291 

7.7 Bildgebung für das Therapiemonitoring beim mHSPC und mCRPC ...................................... 298 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

7.8 Supportivtherapie .............................................................................................................. 300 

7.8.1 Definition .................................................................................................................... 300 

7.8.2 Allgemeine supportive Maßnahmen .............................................................................. 301 

7.8.3 Spezifische supportive Behandlung häufiger unerwünschter therapiebedingter Wirkungen

 ................................................................................................................................ 305 

7.8.4 Unerwünschte Wirkungen der Hormonentzugstherapie ................................................. 310 

7.8.5 Unerwünschte Wirkungen der Androgenrezeptor-Signalweg Inhibitoren (ARPI) bzw. 

Abirateron ................................................................................................................ 313 

7.8.6 Spezifische unerwünschte Wirkungen der Chemotherapie mit Taxanen ......................... 317 

7.8.7 Spezifische unerwünschte Wirkungen der systemischen Therapie mit Inhibitoren der Poly-

(ADP-ribose)-Polymerasen (PARPi) ............................................................................ 323 

7.8.8 Unerwünschte Wirkungen der Radioligandentherapie .................................................... 325 

7.9 Versorgung in der nicht-kurativen Therapiesituation ......................................................... 327 

7.9.1 Definition .................................................................................................................... 328 

7.9.2 Zielsetzung .................................................................................................................. 328 

7.9.3 Diagnostik ................................................................................................................... 329 

7.9.4 Allgemeine Maßnahmen ............................................................................................... 329 

7.9.5 Spezifische Maßnahmen ............................................................................................... 330 

7.9.6 Therapiebegrenzung .................................................................................................... 339 

7.9.7 Versorgungsstrukturen ................................................................................................ 340 

8 Rehabilitation .............................................................................. 343 

8.1 Rehabilitation nach kurativer intendierter Therapie ............................................................ 343 

8.2 Rehabilitation für Patienten unter Hormonentzugstherapie ................................................ 350 

8.3 Rehabilitation für Patienten in der Palliativsituation ............................................................ 351 

9 Nachsorge ................................................................................... 352 

9.1 Nachsorge nach lokaler kurativ intendierter Therapie ......................................................... 352 

9.2 Testosteronsubstitution nach Prostatakarzinom ................................................................. 354 

9.3 Follow-up unter hormonablativer Therapie ........................................................................ 356 

10 Psychosoziale Aspekte und Lebensqualität .................................... 359 

10.1 Aufklärung und Beratung................................................................................................... 359 

10.2 Psychosoziale Unterstützung ............................................................................................. 362 

 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

11 Qualitätsindikatoren .................................................................... 367 

12 Forschungsfragen ........................................................................ 374 

13 Änderungen in der Version 8 ........................................................ 376 

14 Tabellenverzeichnis ..................................................................... 418 

15 Abbildungsverzeichnis ................................................................. 420 

16 Literaturverzeichnis ..................................................................... 421 

 

 

1.1 Herausgeber 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion 8.1 | August 2025 

11

1 Informationen zu dieser Leitlinie 

1.1 Herausgeber 

Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen 

Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e. V. 

(DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH). 

1.2 Federführende Fachgesellschaft(en) 

 

 

1.3 Finanzierung der Leitlinie 

Diese Leitlinie wurde von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des 

Leitlinienprogramms Onkologie gefördert. 

1.4 Kontakt 

Office Leitlinienprogramm Onkologie 

c/o Deutsche Krebsgesellschaft e. V. 

Kuno-Fischer-Straße 8 

14057 Berlin 

leitlinienprogramm@krebsgesellschaft.de 

www.leitlinienprogramm-onkologie.de 

1.5 Zitierweise 

Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, 

AWMF): S3-Leitlinie Prostatakarzinom, Langversion 8.1, 2025, AWMF-Registernummer: 

043-022OL https://www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/; Zugriff am [tt.mm.jjj] 

 

1.6 Besonderer Hinweis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

12

1.6 Besonderer Hinweis 

Die Medizin unterliegt einem fortwährenden Entwicklungsprozess, sodass alle 

Angaben, insbesondere zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren, 

immer nur dem Wissensstand zur Zeit der Drucklegung der Leitlinie entsprechen 

können. Hinsichtlich der angegebenen Empfehlungen zur Therapie und der 

Auswahl sowie Dosierung von Medikamenten wurde die größtmögliche Sorgfalt 

beachtet. Gleichwohl werden die Benutzer aufgefordert, die Beipackzettel und 

Fachinformationen der Hersteller zur Kontrolle heranzuziehen und im 

Zweifelsfall einen Spezialisten zu konsultieren. Fragliche Unstimmigkeiten sollen 

bitte im allgemeinen Interesse der OL-Redaktion mitgeteilt werden. 

Der Benutzer selbst bleibt verantwortlich für jede diagnostische und 

therapeutische Applikation, Medikation und Dosierung. 

In dieser Leitlinie sind eingetragene Warenzeichen (geschützte Warennamen) 

nicht besonders kenntlich gemacht. Es kann also aus dem Fehlen eines 

entsprechenden Hinweises nicht geschlossen werden, dass es sich um einen 

freien Warennamen handelt. 

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung 

außerhalb der Bestimmung des Urhebergesetzes ist ohne schriftliche 

Zustimmung der OL-Redaktion unzulässig und strafbar. Kein Teil des Werkes 

darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der OL-Redaktion 

reproduziert werden. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, 

Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung, Nutzung und 

Verwertung in elektronischen Systemen, Intranets und dem Internet. 

 

1.7 Ziele des Leitlinienprogramms Onkologie 

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. 

V., die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die Deutsche Krebshilfe haben sich mit 

dem Leitlinienprogramm Onkologie (OL) das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung 

und Fortschreibung und den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler 

Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen. Die Basis dieses 

Programms beruht auf den medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen der 

Fachgesellschaften und der DKG, dem Konsens der medizinischen Fachexperten, 

Anwender und Patienten sowie auf dem Regelwerk für die Leitlinienerstellung der 

AWMF und der fachlichen Unterstützung und Finanzierung durch die Deutsche 

Krebshilfe. Um den aktuellen Stand des medizinischen Wissens abzubilden und den 

medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen, müssen Leitlinien regelmäßig überprüft 

und fortgeschrieben werden. Die Anwendung des AWMF-Regelwerks soll hierbei 

Grundlage zur Entwicklung qualitativ hochwertiger onkologischer Leitlinien sein. Da 

Leitlinien ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung und des 

Qualitätsmanagements in der Onkologie darstellen, sollten sie gezielt und nachhaltig 

in den Versorgungsalltag eingebracht werden. So sind aktive 

Implementierungsmaßnahmen und auch Evaluationsprogramme ein wichtiger 

Bestandteil der Förderung des Leitlinienprogramms Onkologie. Ziel des Programms 

ist es, in Deutschland professionelle und mittelfristig finanziell gesicherte 

Voraussetzungen für die Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger Leitlinien zu 

schaffen. Denn diese hochwertigen Leitlinien dienen nicht nur dem strukturierten 

Wissenstransfer, sondern können auch in der Gestaltung der Strukturen des 

1.8 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

13

Gesundheitssystems ihren Platz finden. Zu erwähnen sind hier evidenzbasierte 

Leitlinien als Grundlage zum Erstellen und Aktualisieren von Disease-Management-

Programmen oder die Verwendung von aus Leitlinien extrahierten 

Qualitätsindikatoren im Rahmen der Zertifizierung von Organtumorzentren. 

1.8 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie 

Bei diesem Dokument handelt es sich um die Langversion der S3-Leitlinie 

Prostatakarzinom, welche über folgende Seiten zugänglich ist 

• Leitlinienprogramm Onkologie (https://www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/) 

• AWMF (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/043-022OL) 

• Guidelines International Network (www.gin.net) 

Neben der Langversion gibt es folgende ergänzende Dokumente: 

• Leitlinienreport zur Leitlinie 

• Evidenztabellen zur Leitlinie 

• Kurzfassung der Leitlinie 

• Patientenleitlinie "Früherkennung von Prostatakrebs" 

• Patientenleitlinie “Prostatakrebs 1 - Lokal begrenztes Prostatakarzinom“ 

• Patientenleitlinie "Prostatakrebs 2 - Lokal fortgeschrittenes und 

metastasiertes Prostatakarzinom" 

• Englische Übersetzung (geplant) 

• Foliensatz 

Nähere Informationen zu Vorversionen finden sich in der Dokumentationshistorie 

(https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/). 

Die Leitlinie ist außerdem in der App des Leitlinienprogramms Onkologie enthalten. 

Weitere Informationen unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/app/ 

 

 

 

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

14

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

Die Mitwirkenden an der Leitlinie werden im Folgenden benannt. 

1.9.1 Koordination 

Steuergruppe der Leitlinie 

Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm (Vorsitzender), PD Dr. Dirk Böhmer, Prof. Dr. Christian 

Bolenz, Prof. Dr. Tobias Franiel, Prof. Dr. Michael Fröhner, Prof. Dr. Peter Jürgen 

Goebell, Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Prof. Dr. Ken Herrmann, Prof. Dr. Glen 

Kristiansen, Prof. Dr. Thomas Wiegel (stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. 

Bernhard Wörmann. 

1.9.2 Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

Nachfolgend sind die an der Leitlinienaktualisierung beteiligten medizinischen 

Fachgesellschaften und sonstigen Organisationen sowie deren mandatierte Vertreter 

aufgeführt. Nähere Informationen zu den Beteiligten der Vorversionen finden sich in 

der Dokumentationshistorie (https://www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/). 

Tabelle 1: Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

(alphabetisch) 

Personen 

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Rehabilitation und 

Sozialmedizin in der DKG (AGORS) 

Prof. Dr. Freerk Baumann 

Dr. Wilfried Hoffmann - Stellvertreter 

Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin 

in der Onkologie in der DKG (PRiO) 

Prof. Dr. Oliver Micke 

Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie in der DKG 

(ARO) 

PD Dr. Dirk Böhmer 

Prof. Dr. Stefan Höcht 

PD Dr. Bülent Polat 

Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie der 

Deutschen Krebsgesellschaft (AUO) 

Prof. Dr. Peter Hammerer 

Prof. Dr. Axel Merseburger 

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG 

(PSO) 

Dr. André Karger 

Berufsverband Deutscher Pathologinnen und Pathologen 

(BDP) 

Prof. Dr. Arndt Hartmann 

Prof. Dr. Glen Kristiansen 

Prof. Dr. Guido Sauter 

Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten (BVDST) Prof. Dr. Arndt-Christian Müller 

Prof. Dr. Peter Niehoff 

Prof. Dr. Constantinos Zamboglou 

Prof. Dr. Daniel Zips 

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

15

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

(alphabetisch) 

Personen 

Berufsverband der Deutschen Radiologen (BDR) Prof. Dr. Patrick Asbach 

Prof. Dr. Kolja Thierfelder - 

Stellvertreter 

Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) Prof. Dr. Peter Jürgen Goebell 

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) Ernst-Günther Carl 

Udo Ehrmann 

Joachim Guderian 

Werner Seelig 

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und 

Familienmedizin (DEGAM) 

Prof. Dr. Thomas Kötter 

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) Prof. Dr. Andreas Wiedemann 

Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) Dr. Bernd Auber - * 

PD Dr. Alexander Volk 

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische 

Onkologie (DGHO) 

Prof. Dr. Ulrich Kaiser 

Prof. Dr. Bernhard Wörmann 

Prof. Dr. Gunhild von Amsberg 

Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und 

Laboratoriumsmedizin (DGKL) 

Prof. Dr. Stefan Holdenrieder 

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) Prof. Dr. Matthias Eiber 

Prof. Dr. Ken Herrmann 

Prof. Dr. Bernd Krause 

Prof. Dr. Kambiz Rahbar 

Prof. Dr. Ali Afshar-Oromieh - 

Stellvertreter 

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) Dr. Peter Kirschner 

Dr. Claudia Schmalz - Stellvertreterin 

Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) Prof. Dr. Arndt Hartmann 

Prof. Dr. Glen Kristiansen 

Prof. Dr. Guido Sauter 

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) Prof. Dr. Daniel Aebersold 

Prof. Dr. Ute Ganswindt 

PD Dr. Nina-Sophie Schmidt-

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

16

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen 

(alphabetisch) 

Personen 

Hegemann 

Prof. Dr. Thomas Wiegel 

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin 

(DEGUM) 

Prof. Dr. Stephan Kruck 

Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) Prof. Dr. Peter Albers 

PD Dr. Burkhard Beyer 

Prof. Dr. Andreas Blana 

Prof. Dr. Christian Bolenz 

Prof. Dr. Angelika Borkowetz 

Prof. Dr. Martin Burchardt 

Prof. Dr. Maximilian Burger 

Prof. Dr. Michael Fröhner 

Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm 

Prof. Dr. Boris Hadaschik 

Prof. Dr. Oliver Hakenberg 

Prof. Dr. Axel Heidenreich 

Prof. Dr. Julia Heinzelbecker 

Dr. Thomas-Oliver Henkel 

PD Dr. Thomas Höfner 

PD Dr. Anne-Sophie Knipper 

Prof. Dr. Tillmann Loch 

Prof. Dr. Gerd Lümmen 

Dr. Stefan Machtens 

Prof. Dr. Carsten-Henning Ohlmann 

Prof. Dr. Manuel Ritter 

Prof. Dr. Martin Schostak 

Prof. Dr. Stefan Siemer 

Prof. Dr. Dr. Arnulf Stenzl 

Prof. Dr. Thomas Steuber 

Prof. Dr. Derya Tilki 

Dr. Sigrid Wagner - * 

Prof. Dr. Friedhelm Wawroschek 

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) Prof. Dr. Tobias Franiel 

Prof. Dr. Sascha Kaufmann 

Prof. Dr. Lars Schimmöller 

Prof. Dr. Dipl.-Phys. Heinz-Peter 

Schlemmer 

 

*Die DGU benannte zusätzlich Herrn Dr. Bernd Auber (Deutsche Gesellschaft für 

Humangenetik (DfG)) und Frau Dr. Sigrid Wagner (Deutsche Gesellschaft für Urologie 

(DGU)), diese waren für diese Version nicht aktiv an der Erstellung der Leitlinie 

beteiligt. 

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

17

1.9.3 Arbeitsgruppen 

Tabelle 2: Arbeitsgruppen 

Arbeitsgruppe Mitglieder der Arbeitsgruppe 

AG Aktive 

Überwachung 

Prof. Dr. Christian Bolenz 

Prof. Dr. Daniel Aebersold, Prof. Dr. Patrick Asbach, Prof. Dr. Andreas Blana, 

Udo Ehrmann, Prof. Dr. Boris Hadaschik, Prof. Dr. Axel Heidenreich, Prof. Dr. 

Stefan Holdenrieder, PD Dr. Thomas Höfner, Prof. Dr. Glen Kristiansen, Prof. 

Dr. Gerd Lümmen, Prof. Dr. Lars Schimmöller, Prof. Dr. Martin Schostak, 

Werner Seelig, Prof. Dr. Derya Tilki, Prof. Dr. Daniel Zips 

AG Bildgebung Prof. Dr. Carsten-Henning Ohlmann 

Carl Ernst-Günther, Prof. Dr. Ute Ganswindt, Prof. Dr. Sascha Kaufmann, Prof. 

Dr. Bernd Krause, Prof. Dr. Tillmann Loch, Prof. Dr. Kambiz Rahbar, Prof. Dr. 

Manuel Ritter, Prof. Dr. Dipl.-Phys. Heinz-Peter Schlemmer, PD Dr. Nina-

Sophie Schmidt-Hegemann, Prof. Dr. Stefan Siemer, Prof. Dr. Friedhelm 

Wawroschek 

AG Brachytherapie PD Dr. Dirk Böhmer 

Prof. Dr. Patrick Asbach, Prof. Dr. Angelika Borkowetz, Udo Ehrmann, Dr. 

Thomas-Oliver Henkel, Dr. Stefan Machtens, Prof. Dr. Peter Niehoff, PD Dr. 

Bülent Polat, Prof. Dr. Martin Schostak, Prof. Dr. Dr. Arnulf Stenzl 

AG 

Früherkennung, 

Stadieneinteilung 

und Staging 

Prof. Dr. Peter Albers 

Prof. Dr. Daniel Aebersold, Prof. Dr. Nikolaus Becker, Prof. Dr. Angelika 

Borkowetz, Prof. Dr. Martin Burchardt, Prof. Dr. Maximilian Burger, Ernst-

Günther Carl, Prof. Dr. Matthias Eiber, Prof. Dr. Tobias Franiel, Prof. Dr. Marc-

Oliver Grimm, Prof. Dr. Boris Hadaschik, Prof. Dr. Peter Hammerer, Prof. Dr. 

Ken Herrmann, Prof. Dr. Stefan Holdenrieder, Prof. Dr. Stefan Höcht, Prof. Dr. 

Sascha Kaufmann, Prof. Dr. Stephan Kruck, Prof. Dr. Thomas Kötter, Prof. Dr. 

Tillmann Loch, Prof. Dr. Gerd Lümmen, Dr. Stefan Machtens, Prof. Dr. Manuel 

Ritter, Prof. Dr. Guido Sauter, Prof. Dr. Lars Schimmöller, Prof. Dr. Dipl.-Phys. 

Heinz-Peter Schlemmer, Prof. Dr. Martin Schostak, Prof. Dr. Dr. Arnulf Stenzl, 

Prof. Dr. Derya Tilki, PD Dr. Alexander Volk 

AG Pathologie Prof. Dr. Glen Kristiansen 

Prof. Dr. Angelika Borkowetz, PD Dr. Dirk Böhmer, Prof. Dr. Michael Fröhner, 

Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Prof. Dr. Arndt Hartmann, Prof. Dr. Carsten-

Henning Ohlmann, Prof. Dr. Guido Sauter, Prof. Dr. Constantinos Zamboglou 

AG Perkutane 

Strahlentherapie 

Prof. Dr. Thomas Wiegel 

Ernst-Günther Carl, Prof. Dr. Michael Fröhner, Prof. Dr. Peter Hammerer, Prof. 

Dr. Axel Heidenreich, Prof. Dr. Oliver Micke, Prof. Dr. Manuel Ritter, Prof. Dr. 

Martin Schostak, Prof. Dr. Stefan Siemer, Prof. Dr. Daniel Zips 

AG Radikale 

Prostatektomie 

Prof. Dr. Michael Fröhner 

Prof. Dr. Andreas Blana, Prof. Dr. Martin Burchardt, Prof. Dr. Maximilian 

Burger, Ernst-Günther Carl, Prof. Dr. Peter Hammerer, Prof. Dr. Julia 

Heinzelbecker, PD Dr. Thomas Höfner, Dr. André Karger, Prof. Dr. Arndt-

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

18

Arbeitsgruppe Mitglieder der Arbeitsgruppe 

Christian Müller, Prof. Dr. Thomas Steuber, Prof. Dr. Friedhelm Wawroschek, 

Prof. Dr. Thomas Wiegel 

AG Supportiv-

/Palliativtherapie 

Prof. Dr. Peter Jürgen Goebell 

Prof. Dr. Freerk Baumann, PD Dr. Burkhard Beyer, Joachim Guderian, Prof. Dr. 

Oliver Hakenberg, Prof. Dr. Ulrich Kaiser, Dr. André Karger, Dr. Peter 

Kirschner, Prof. Dr. Oliver Micke, PD Dr. Nina-Sophie Schmidt-Hegemann, 

Prof. Dr. Thomas Wiegel, Prof. Dr. Bernhard Wörmann 

Arbeitsgruppenleiter sind fett markiert. 

 

1.9.4 Patientenbeteiligung 

Während des gesamten Erstellungsprozesses waren Patientenvertreter (Herr Carl, Herr 

Ehrmann, Herr Guderian, Herr Seelig) des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe 

e. V. an der Erarbeitung und Abstimmung der Empfehlungen direkt beteiligt. 

1.9.5 Methodische Begleitung 

• Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen 

Fachgesellschaften, AWMF (Dr. Monika Nothacker) 

• Leitlinienprogramm Onkologie, OL (Dr. Markus Follmann, Thomas Langer, 

Gregor Wenzel) 

• UroEvidence (Anne Berkholz, Dr. Julia Lackner, Dr. Stefanie Schmidt) 

• Universitätsklinikum Jena (Dr. Katharina Leucht) 

 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

19

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

Tabelle 3: Abkürzungen 

Abkürzung Erläuterung 

AAPV Allgemeine Ambulante Palliativversorgung 

ABS American Brachytherapy Society 

ACP Vorausschauende Behandlungsplanung (engl.: Advance Care Planning) 

AD Androgendeprivation 

AE Adverse Events 

AG Arbeitsgemeinschaft 

AHB Anschlussheilbehandlung 

AIDS menschliches Abwehrschwächesyndrom (engl.: Acquired immune deficiency 

syndrome) 

AP Anteroposterior 

APRI Androgenrezeptor-Signalweg Inhibitoren (engl.: Androgen receptor pathway 

inhibitor) 

AR Androgen Receptor 

ART Adjuvante Radiotherapie 

AS Active Surveillance (aktive Überwachung) 

AS Androgen Suppression 

ASA American Society of Anesthesiologists 

ASAP Atypical Small Acinar Proliferation 

ASCO American Society of Clinical Oncology 

AUA American Urological Association 

AUC Area Under the Curve 

AVPC aggressive Variante eines Prostatakarzinoms 

AWMF Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. 

BDR Berufsverband der Deutschen Radiologen 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

20

Abkürzung Erläuterung 

BiTEs bispezifischen T-Zellengagern 

BMV Bundesmantelverträge 

BOO Bladder outlet (oder: orifice) obstruction 

bPFS biochemisch definiertes progressionsfreies Überleben 

BRCA Breast Cancer Gene 

bRFS biochemische Rezidivfreies Überleben 

BSC Best Supportive Care 

CAP Cluster Randomized Trial of PSA Testing for Prostate Cancer 

CCI Charlson Comorbidity Index 

CEUS kontrastverstärkte Sonographie / contrast enhanced ultrasound 

CgA Chromogranin A 

CPG Cambridge Prognostic Groups 

CRPC kastrationsresistentes Prostatakarzinom (engl.: castration-resistant prostate cancer) 

CT Computertomographie 

CTCAE Common Terminology Criteria for Adverse Events 

DES Diethylstilbestrol 

DFS Krankheitsfreies Überleben (engl. disease-free survival) 

DGU Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. 

DKG Deutsche Krebsgesellschaft e.V. 

DKH Stiftung Deutsche Krebshilfe 

DNA Desoxyribonucleinsäure 

DNS Desoxyribonukleinsäure 

DRG Deutsche Röntgengesellschaft 

DRU Digital-rektale Untersuchung 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

21

Abkürzung Erläuterung 

DSS krankheitsspezifisches Überleben (disease-specific survival) 

EAU European Association of Urology 

EBRT perkutane Strahlentherapie / external beam radiotherapy 

ECOG Eastern Cooperative Oncology Group 

EG Empfehlungsgrad 

EK Expertenkonsens 

EKG Elektrokardiogramm 

EMA Europäische Arzneimittel-Agentur / European Medicines Agency 

EORTC European Organisation for Research and Treatment of Cancer 

ePLND Extended Pelvic Lymph Node Dissection 

ERSPC European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer 

ESMO Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie / European Society of Medical 

Oncology 

FACT Functional Assessment of Cancer Therapy 

FDA Food and Drug Administration (US agency) 

FDG Fluordesoxyglucose 

G-BA Gemeinsamer Bundesausschuss 

GD Gesamtdosis 

GEC-ESTRO Groupe Européen de Curietherapie und European Society for Radiotherapy 

GI Gastrointestinal 

GnRH Gonadotropin-Releasing-Hormone 

GS Gleason-Score 

GSC Gleason-Score 

GU Genitourinäre 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

22

Abkürzung Erläuterung 

Gy Kurzbezeichnung für die Maßeinheit der Energiedosis Gray 

HDR High dose rate 

HGPIN High-Grade-PIN-Läsion 

HIFU Hochintensiver fokussierter Ultraschall 

HR Hazard Ratio 

HRD Homologous recombination deficiency 

HRQoL Health-related quality of life 

HRR homologe Rekombinationsreparatur 

HT Hormontherapie 

HTA Health Technology Assessment 

i.m. intramuskulär 

i.v. intravenös 

ICCR International Collaboration on Cancer Reporting 

ICHOM International Consortium for Health Outcomes Measurement 

ICI Intrakavernöse Injektionen 

IDC-P intraduktale Karzinom der Prostata 

IGeL Individuelle Gesundheitsleistungen 

IGRT Image-guided radiation therapie (bildgesteuerte Strahlentherapie) 

IMRT intensitätsmodulierte Radiotherapie 

IPSS International Prostate Symptom Score 

IQWiG Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen 

IRE Irreversible Elektroporation 

ISUP International Society of Urologic Pathology, Internationale Gesellschaft für 

Urologische Pathologie 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

23

Abkürzung Erläuterung 

KHK Koronare Herzkrankheit 

KI Konfidenzintervall 

LDR Low-Dose Rate 

LH-RH Luteinisierendes Hormon Releasing Hormon 

LL Leitlinie 

LND Lymphonodectomy 

LoE Evidenzlevel 

mCRPC metastasiertes, kastrationsresistentes Prostatakarzinom 

MFS metastasenfreies Überleben (metastasis-free survival) 

mHSPC hormonsensitives, metastasierten Prostatakarzinoms 

MMR Mismatch-repair Gen 

mpMRT multiparametrische Magnetresonanztomografie 

mpUS Multiparametrischer Ultraschall 

MRT Magnetresonanztomographie 

NCCN National Comprehensive Cancer Network 

NCDB National Cancer Database (USA) 

NEPC neuroendorkine Prostatakarzinome 

NICE National Institute for Health and Care Excellence 

nmCRPC nicht-metastasiertes, kastrationsresistentes Prostatakarzinom 

NND Number needed to diagnose 

NNI Number needed to invite 

NNP negativ prädiktiver Wert 

NNT Number needed to treat 

NW Nebenwirkungen 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

24

Abkürzung Erläuterung 

OL Leitlinienprogramm Onkologie 

OP Operation 

OR Quotenverhältnis / Odds-Ratio 

OS Gesamtüberleben / overall survival 

PARP Poly(ADP-ribose) Polymerase 

PARPI Poly(ADP-ribose) Polymerase-Inhibitoren 

PCa Prostatakarzinom 

PCTCC Prostate Cancer Trialists Collaborative Group 

PDE Phosphodiesterase 

PET Positron emission tomography 

PET/CT Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie 

PIN Prostatische intraepitheliale Neoplasie 

PPV positiv prädiktiver Wert 

PPW Positive prädikativer Wert 

PRS Polygenen Risiko Scores 

PSA Prostata-spezifisches Antigen 

PSAD Prostata-spezifische Antigen-Dichte 

PSADT PSA-Doubling-Time 

PSMA Prostata-spezifisches Membranantigen 

pV Pathogenen Varianten 

QALY Qualitätskorrigierte Lebensjahre (engl.: Quality-Adjusted Life Years) 

QI Qualitätsindikator 

RCT Randomized Controlled Trial 

RFA Radiofrequenzablation 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

25

Abkürzung Erläuterung 

RPCRC Rotterdam Prostate Cancer Risk Calculator 

RPE Radikale Prostatektomie 

rPFS radiographisches progressionsfreies Überleben 

rPFÜ radiologischen progressionsfreies Überleben 

RR Risk ratio / relative risk 

RT Radiotherapie (engl.: radiotherapy) 

RTOG Radiation Therapy Oncology Group 

SAPV Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung 

SBRT stereotaktische Bestrahlung 

SEER Surveillance, Epidemiology, and End Results (USA) 

SGB Sozialgesetzbuch 

SIGN Scottish Intercollegiate Guidelines Network 

SOC Behandlungsstandard (engl.: standard of care) 

SPECT Single-Photon-Emissionscomputertomographie 

SR Systematische Übersichtsarbeit 

SRE Skeletal related event, Skelett-bezogenes Ereignis 

SRT Salvagestrahlentherapie 

SUV Standardized uptake value 

TED Tele-Dialog 

tNEPC transdifferenzierte neuroendorkine Prostatakarzinome 

TRUS Transrektale Ultraschalluntersuchung 

TTP Time to progression 

TUR Transurethral resection 

TURP Transurethrale Resektion der Prostata 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

26

Abkürzung Erläuterung 

UAW Unerwünschte Arzneimittelwirkungen 

UG Urogenital 

UICC Union Internationale Contre le Cancer (eng.: Union for International Cancer Control) 

US Ultraschall 

USA United States of America 

UTI Urinary Tract Infections 

V.a. Verdacht auf 

VACURG Veterans Administration Cooperative Urology Research Group 

VTP vaskulär-gezielte photodynamische Therapie 

WHO World Health Organization / Welt-Gesundheitsorganisation 

WW Watchful Waiting 

zVT Zweckmäßige Vergleichstherapie 

 

1.10 Abkürzungsverzeichnis 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

27

2 Einführung 

2.1.1 Zielsetzung und Fragestellung 

Diese Leitlinie ist ein evidenz- und konsensbasiertes Instrument, um Früherkennung, 

Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms zu verbessern. 

Männer und Ärzte sollen durch die Leitlinie bei der Entscheidung über 

Früherkennungsmaßnahmen unterstützt werden. Die Leitlinie soll dazu beitragen, 

eine angemessene Gesundheitsversorgung bei der Früherkennung sicherzustellen. 

Es ist weiterhin die Aufgabe der Leitlinie, dem Mann (mit Verdacht auf 

Prostatakarzinom oder nachgewiesenem Prostatakarzinom) angemessene, 

wissenschaftlich begründete und aktuelle Verfahren in der Diagnostik, Therapie und 

Rehabilitation anzubieten. Dies gilt sowohl für die lokal begrenzte oder lokal 

fortgeschrittene Erkrankung als auch bei Vorliegen eines Rezidivs oder von 

Fernmetastasen. 

Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für eine angemessene Gesundheitsversorgung 

auch die Basis für eine individuell zugeschnittene, qualitativ hochwertige Therapie 

bieten. Mittel- und langfristig sollen so die Morbidität und Mortalität von Patienten 

mit Prostatakarzinom gesenkt und die Lebensqualität erhöht werden. 

Durch die Implementierung leitliniengerechter Behandlung sollen unerwünschte 

Folgen der Prostatakarzinombehandlung minimiert werden. Kurz- und Langzeitfolgen, 

insbesondere die Rate an Patienten mit erektiler Dysfunktion, Inkontinenz und 

Darmschädigung (u. a. Proktitis) sollen für jedes primäre Behandlungsverfahren des 

Prostatakarzinoms erfasst werden. Dazu dient der „Expanded prostate cancer index 

composite“ (EPIC-26) um ein international vergleichbares funktionelles 

Behandlungsergebnis bei Patienten mit Prostatakarzinom zu dokumentieren. 

2.1.2 Adressaten 

Die folgenden Empfehlungen richten sich an alle Betroffenen und alle Berufsgruppen 

der beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen. 

2.1.3 Gültigkeitsdauer und Aktualisierungsverfahren 

Die S3-Leitlinie ist bis zur nächsten Aktualisierung gültig (maximal 5 Jahre). 

Kommentare und Hinweise für den Aktualisierungsprozess sind ausdrücklich 

erwünscht und können an das Leitliniensekretariat adressiert werden: 

prostatakarzinom@leitlinienprogramm-onkologie.de. 

In den Kopfzeilen der Empfehlungen und Statements wurde vermerkt, wann diese 

erstellt bzw. aktualisiert wurden und ob sie modifiziert oder neu erstellt wurden. 

Folgende Kategorien der Kennzeichnung werden verwendet: 

geprüft = Die Gültigkeit der Empfehlung bzw. des Statements wurde während der 

Aktualisierung geprüft. 

modifiziert = An der Empfehlung bzw. dem Statement wurden inhaltliche Änderungen 

vorgenommen, die formal konsentiert wurden. 

2.2 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

28

neu = Die Empfehlung bzw. das Statement wurde während der Aktualisierung neu 

erstellt und formal konsentiert. 

2.2 Grundlagen der Methodik 

Die Evidenzrecherche und -bewertung erfolgte über das Wissenstransferzentrum 

UroEvidence der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). 

Ausführliche Angaben zur Methodik bei der Ersterstellung der Leitlinie finden sich in 

der Dokumentationshistorie (https://www.leitlinienprogramm-

onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/). 

Informationen zur Methodik können dem Leitlinienreport sowie dem begleitenden 

Evidenzbericht zu dieser Version der Leitlinie entnommen werden. 

2.2.1 Schema der Evidenzgraduierung 

Zur Klassifikation des Verzerrungsrisikos der identifizierten Studien wurde in dieser 

Leitlinie das im folgenden aufgeführte System des Scottish Intercollegiate Guidelines 

Network (SIGN) aus dem Jahr 2009 verwendet (siehe www.sign.ac.uk/pdf/sign50.pdf). 

Tabelle 4: Schema der Evidenzgraduierung nach SIGN 

Evidenzgrad Beschreibung 

1++ Qualitativ hochwertige Metaanalysen, Systematische Übersichten von RCTs, oder 

RCTs mit sehr geringem Risiko systematischer Fehler (Bias) 

1+ Gut durchgeführte Metaanalysen, Systematische Übersichten von RCTs, oder RCTs 

mit geringem Risiko systematischer Fehler (Bias) 

1- Metaanalysen, Systematische Übersichten von RCTs, oder RCTs mit hohem Risiko 

systematischer Fehler (Bias) 

2++ Qualitativ hochwertige systematische Übersichten von Fall-Kontroll- oder 

Kohortenstudien oder 

Qualitativ hochwertige Fall-Kontroll- oder Kohortenstudien mit sehr niedrigem 

Risiko systematischer Verzerrungen (Confounding, Bias, „Chance“) und hoher 

Wahrscheinlichkeit, dass die Beziehung ursächlich ist. 

2+ Gut durchgeführte Fall-Kontroll Studien oder Kohortenstudien mit niedrigem 

Risiko systematischer Verzerrungen (Confounding, Bias, „Chance“) und moderater 

Wahrscheinlichkeit, dass die Beziehung ursächlich ist. 

2- Fall-Kontroll Studien oder Kohortenstudien mit einem hohen Risiko systematischer 

Verzerrungen (Confounding, Bias, „Chance“) und signifikantem Risiko, dass die 

Beziehung nicht ursächlich ist. 

3 Nicht-analytische Studien, z.B. Fallberichte, Fallserien 

2.2 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

29

Evidenzgrad Beschreibung 

4 Expertenmeinung 

 

2.2.2 Schema der Empfehlungsgraduierung 

Die Methodik des Leitlinienprogramms Onkologie sieht eine Vergabe von 

Empfehlungsgraden durch die Leitlinien-Autoren im Rahmen eines formalen 

Konsensusverfahrens vor. Dementsprechend wurden durch die AWMF moderierte, 

nominale Gruppenprozesse bzw. strukturierte Konsensuskonferenzen durchgeführt 

[AWMF-Leitlinien-Regelwerk 2020]. Im Rahmen dieser Prozesse wurden die 

Empfehlungen von den stimmberechtigten Mandatsträgern formal abgestimmt. Die 

Ergebnisse der jeweiligen Abstimmungen (Konsensstärke) sind entsprechend den 

Kategorien in der Tabelle zu den Konsensstärken den Empfehlungen zugeordnet. 

In der Leitlinie werden zu allen evidenzbasierten Statements und Empfehlungen 

dasEvidenzlevel der zugrunde liegenden Studien sowie bei Empfehlungen zusätzlich 

die Stärke der Empfehlung (Empfehlungsgrad) ausgewiesen. Hinsichtlich der Stärke 

der Empfehlung werden in dieser Leitlinie drei Empfehlungsgrade unterschieden 

(siehe Tabelle unten), die sich auch in der Formulierung der Empfehlungen jeweils 

widerspiegeln. 

Tabelle 5: Schema der Empfehlungsgraduierung 

Empfehlungsgrad Beschreibung 

A Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete 

Ausdrucksweise = soll/soll nicht 

B Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = 

sollte/sollte nicht 

0 offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete 

Ausdrucksweise = kann 

 

Tabelle 6: Konsensstärke 

Konsensstärke Beschreibung 

Starker Konsens > 95% Zustimmung der Stimmberechtigten 

Konsens > 75-95% Zustimmung der Stimmberechtigten 

Mehrheitliche Zustimmung > 50-75% Zustimmung der Stimmberechtigten 

Keine mehrheitliche Zustimmung < 50% Zustimmung der Stimmberechtigten 

 

2.2 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

30

2.2.3 Statements 

Als Statements werden Darlegungen oder Erläuterungen von spezifischen 

Sachverhalten oder Fragestellungen ohne unmittelbare Handlungsaufforderung 

bezeichnet. Sie werden entsprechend der Vorgehensweise bei den Empfehlungen im 

Rahmen eines formalen Konsensusverfahrens verabschiedet und können entweder 

auf Studienergebnissen oder auf Expertenmeinungen beruhen. 

2.2.4 Expertenkonsens (EK) 

Statements/Empfehlungen, für die eine Bearbeitung auf der Grundlage von 

Expertenkonsens der Leitliniengruppe beschlossen wurde, sind als Expertenkonsens 

ausgewiesen. Für diese Empfehlungen wurde keine systematische Literaturrecherche 

durchgeführt (die in den Hintergrundtexten ggf. angeführten Studien wurden von den 

beteiligten Fachexperten ausgewählt). Bei Empfehlungen, die auf einem 

Expertenkonsens basieren, werden keine Symbole bzw. Buchstaben verwendet, um 

die Empfehlungsstärke und die Qualität der Evidenz darzustellen. Die Stärke der 

Empfehlung ergibt sich hier allein aus der verwendeten Formulierung 

(soll/sollte/kann) entsprechend der Abstufung in Tabelle 5. 

2.2.5 Unabhängigkeit und Darlegung möglicher 

Interessenkonflikte 

Die Deutsche Krebshilfe stellte über das Leitlinienprogramm Onkologie (OL) die 

finanziellen Mittel zur Verfügung. Diese Mittel wurden eingesetzt für Personalkosten, 

Büromaterial, Literaturbeschaffung und die Konsensuskonferenzen (Raummieten, 

Technik, Verpflegung, Moderatorenhonorare, Reisekosten der Teilnehmer). Die 

Erarbeitung der Leitlinie erfolgte in redaktioneller Unabhängigkeit von der 

finanzierenden Organisation. Alle Mitglieder legten während des Leitlinienprozesses 

eine schriftliche Erklärung zu eventuell bestehenden Interessenkonflikten vor. Die 

offengelegten Interessenkonflikte sind im Leitlinienreport zu dieser Leitlinie 

aufgeführt. 

Teilnehmende, die keine Erklärung abgaben, wurden von den 

Konsentierungsprozessen ausgeschlossen. Die Erklärungen wurden im online-Portal 

durch die AG Interessenkonflikte (Mitglieder: Prof. Höcht, Dr. Nothacker, Dr. Schmidt 

(UroEvidence), Herr Wenzel (OL), Prof. Wörmann)) gesichtet, in mehreren 

Videokonferenzen besprochen und abschließend bewertet. 

• GERING: einzelne Vorträge finanziert von der Industrie (<5.000 pro Jahr pro 

Firma), Konsequenz: Limitierung von Leitungsfunktion insgesamt 

(Koordination, ggf. Peer) oder für die thematisch befasste AG (Leitung, ggf. 

Peer). 

• MODERAT: Tätigkeit in einem industriefinanzierten Advisory Board/Wiss. 

Beirat/ als Gutachter, Managementverantwortung industriefinanzierte 

Studie(n), Federführung bei Fort-/Weiterbildung mit direkter 

Industriefinanzierung bzw. für eine bestimmte Methode, regelmäßige 

Vortragstätigkeit für best. Firmen, Aktienbesitz einzelner Firmen. 

Konsequenz: Keine Abstimmung für die thematisch relevanten Empfehlungen 

oder Doppelabstimmung. 

• HOCH: Eigentumsinteresse, Arbeitsverhältnis bei der Industrie, hoher 

Aktienbesitz einzelner Firmen. Konsequenz: Keine Teilnahme an thematisch 

relevanten Beratungen und keine Abstimmung. 

2.2 Grundlagen der Methodik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

31

Die Gefahr von unangemessener Beeinflussung durch Interessen wurde dadurch 

reduziert, dass die Recherche, Auswahl und Bewertung der Literatur durch 

Methodiker (UroEvidence) ohne bedeutende Beziehungen zur Industrie oder 

Interessengruppen erfolgte. Die formale Konsensbildung und die interdisziplinäre 

Erstellung, sowie die Möglichkeit der öffentlichen Begutachtung bildeten weitere 

Elemente, die das Risiko von Verzerrungen reduzieren können. 

An dieser Stelle möchten wir allen Mitarbeitern für ihre ausschließlich ehrenamtliche 

Mitarbeit an dem Projekt danken. 

3.1 Epidemiologie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

32

3 Epidemiologie, Risikofaktoren, 

Prävention und Ernährung 

3.1 Epidemiologie 

In Deutschland ist das Prostatakarzinom beim Mann der häufigste bösartige Tumor. 

Die altersstandardisierte Erkrankungsrate ist seit 2003 weitgehend konstant und 

verlief zwischen 2011 und 2016 rückläufig [1]. Die altersstandardisierte Inzidenz des 

Prostatakarzinoms ist weltweit unterschiedlich. In Europa zeigt sich ein Nord-Süd-

Gefälle. Für Schweden liegen altersstandardisierte Inzidenzen von 175,2 

Erkrankte/100.000 Männer vor, für Griechenland 34,2 Erkrankte/100.000 Männer [2]. 

In Deutschland erkrankten im Jahre 2016 58.780 Männer neu an diesem Tumor, was 

einer altersstandardisierten Inzidenz von 91,6 pro 100.000 Einwohner entspricht [1]. 

Die weltweit höchste beschriebene Inzidenz findet sich in den USA (124,8/100.000), 

insbesondere bei afroamerikanischen Männern (185,4/100.000) [3]. Angaben zur 

Prävalenz, die auf Autopsiebefunden basieren, liegen für Deutschland nicht vor. Aus 

internationalen Studien lassen sich für die Altersgruppe zwischen 60 und 70 Jahren 

Prävalenzen zwischen 70/100.000 (US-afroamerikanische Männer) und 14/100.000 

(griechische Männer) ableiten. 

Im Mittel lag in 2016 das Erkrankungsalter bei 72 Jahren [1]. Der Tumor ist eine 

Alterserkrankung. Vor dem 50. Lebensjahr ist das Prostatakarzinom selten. Das 

Prostatakarzinom stellt unter den Krebstodesursachen beim Mann die dritthäufigste 

Entität dar. 14.417 Männer verstarben 2016 daran, was einer altersstandardisierten 

Sterberate von 19,5 pro 100.000 Einwohner in Deutschland entspricht [1]. Bis zum 

Jahr 2050 wird der Anteil der über 60-Jährigen in der Bevölkerung voraussichtlich auf 

ca. 28 Millionen Männer anwachsen (37 %) und damit doppelt so hoch sein wie heute 

[4]. Bereits 2014 lebte etwa eine halbe Million Männer mit einer bis zu 10 Jahre 

zurückliegenden Diagnose eines Prostatakrebses [5]. Aufgrund der demografischen 

Entwicklung ist zu erwarten, dass sowohl Inzidenz als auch Prävalenz zunehmen 

werden. Dieser demographischen Entwicklung müssen Diagnostik, Therapie und 

Nachsorge des Prostatakarzinoms Rechnung tragen. 

Insbesondere steigt der Anteil früher Stadien. Diese Stadienverschiebung wird auf die 

Bestimmung des Tumormarkers PSA (Prostataspezifisches Antigen) zurückgeführt. 

Insgesamt tragen ca. 40 % der männlichen Bevölkerung in den westlichen 

Industrieländern das Risiko, im Laufe ihres Lebens ein Prostatakarzinom zu 

entwickeln, aber nur etwa 10 % werden symptomatisch und nur 3 % versterben daran 

[6]. Die weitaus häufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern sind die 

kardiovaskulären Erkrankungen [7]. Der Unterschied zwischen der Inzidenz und der 

Mortalität des Prostatakarzinoms nimmt derzeit weiter zu. Vermutlich ist die 

durchschnittliche Lebenserwartung von Männern, die an einem Prostatakarzinom 

versterben, höher als die Lebenserwartung von Männern, die an anderen Ursachen 

versterben. Der Einfluss anderer Erkrankungen (Komorbidität) auf das Überleben ist 

bei allen Altersgruppen anteilmäßig größer als der des Prostatakarzinoms selbst [8]. 

3.2 Risikofaktoren 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

33


33

3.2 Risikofaktoren 

3.2.1 Risikofaktoren für das Auftreten eines Prostatakarzinoms 

3.1  Evidenzbasierte Empfehlung geprüft 2018 

Empfehlungsgrad 

Männer sollen darauf hingewiesen werden, dass das Alter der wichtigste 

Risikofaktor für das Auftreten eines Prostatakarzinoms ist. 

(Zu den Konsequenzen in Hinblick auf Früherkennung und Screening siehe Kapitel 

4.1.2 „PSA und DRU in Früherkennung/ Screening“). 

Evidenzlevel 

Expertenmeinung 

 

Konsens 

 

3.2  Evidenzbasierte Empfehlung geprüft 2018 

Empfehlungsgrad 

Männer, deren Brüder und/oder Väter an einem Prostatakarzinom erkrankt 

sind/waren, sollen auf das über zweifach erhöhte Risiko aufmerksam gemacht 

werden, im Laufe ihres Lebens ein Prostatakarzinom zu entwickeln. 

Evidenzlevel 

2++ 

[9], [10], [11] 

 

Starker Konsens 

 

Zu Empfehlung 3.1 

Die Grundlage dieser Empfehlung bilden epidemiologische Daten aus Krebsregistern, 

die eine stark altersabhängige Inzidenz des Prostatakarzinoms zeigen, während die 

Ursachen für die Entstehung des Prostatakarzinoms im Wesentlichen unbekannt sind. 

Laut Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten liegen die Inzidenzen dieses 

Tumors in der Altersgruppe der 45-49-Jährigen bei 17,3/100.000 Männer in 

Deutschland (altersspezifische rohe Rate), während der Gipfel der Inzidenz in den 

Altersgruppen der 70-74-Jährigen mit 653,7/100.000 und bei den ≥85-Jährigen mit 

692,7/100.000 Männern erreicht werden [12]. Laut Datenbank des National Cancer 

Institutes der USA „Surveillance Epidemiology and End Results“ (SEER) liegt die 

Inzidenz in der Altersgruppe der 30- bis 34-Jährigen bei nahezu 0, bei den 35- bis 39-

Jährigen bei 0,7/100.000 Männer und in der Altersgruppe der 65- bis 69-Jährigen 

dagegen bei 905/100.000 [13]. 

Zur autopsiegestützten Prävalenz des Prostatakarzinoms liegen keine Daten aus 

Deutschland vor. Für die USA zeigt sich im Vergleich zur nur Diagnosebasierten SEER-

Datenbank eine höhere Prävalenz. Diese steigt von 8/100.000 bei 20 bis 30-jährigen 

weißen Männern bis zu 83/100.000 bei 71- bis 80-Jährigen. Für Griechenland zeigten 

3.2 Risikofaktoren 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

34

sich bei Autopsien erst bei 41- bis 50-Jährigen Prostatakarzinome (3/100.000), die 

Prävalenz bei 71- bis 80-Jährigen liegt dort bei 31/100.000 [14]. 

Zu Empfehlung 3.2 

Die Assoziation zwischen einer positiven Familienanamnese und dem Risiko, ein 

Prostatakarzinom zu entwickeln, ist an Hand zweier Metaanalysen [15], [16] 

hinreichend belegt. Dabei liegt das relative Risiko bei 2,5 bis 4,3 % für jeglichen 

erstgradigen Verwandten. 

Weitere Faktoren, die das relative Prostatakrebsrisiko erhöhen, sind: jüngeres Alter 

betroffener Familienmitglieder, steigende genetische Übereinstimmung zum 

betroffenen Familienmitglied und steigende Anzahl individuell betroffener 

Familienmitglieder. 

Weitere mögliche Risikofaktoren 

Neben den genannten Risikofaktoren gibt es eine Reihe von Faktoren, die mit dem 

Auftreten eines Prostatakarzinoms assoziiert sind. Keine der folgenden Assoziationen 

wurde von der Leitliniengruppe überzeugend oder klinisch relevant genug angesehen, 

um daraus ein Statement oder eine Empfehlung ableiten zu können. 

• Ernährungsbedingte und sozioökonomische Faktoren 

Die Inzidenz des Prostatakarzinoms zeigt global betrachtet ein signifikantes Ost-

West-Gefälle zugunsten des asiatischen Raumes und innerhalb Europas auch ein 

Nord-Süd-Gefälle zugunsten südeuropäischer Länder (siehe Kapitel 3.1). Dieses wird 

mit unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten in den Ländern sowie 

sozioökonomischen Faktoren in Verbindung gebracht [17], [18], [19]. 

Bezüglich der Ernährung liegen Metaanalysen über Kohortenstudien und Fall-

Kontrollstudien zu einer möglichen protektiven Wirkung von Phytoöstrogenen 

(insbesondere Soja) [20] und einer lycopenreichen Kost (in Tomaten enthalten) vor 

[21], [22]. 

• Lokale entzündliche Prozesse 

In der zurzeit gängigen Theorie der Pathogenese des Prostatakarzinoms wird eine 

nichtandrogen-sensitive von einer androgensensitiven Phase bei der Entstehung 

unterschieden. In der ersten, nichtandrogen-sensitiven Phase werden bestimmte 

Mutationen sowie O2-Radikale und Karzinogene für die Entstehung einer 

proliferativen inflammatorischen Atrophie verantwortlich gemacht. Ein wesentlicher 

Faktor hierbei sind chronische Entzündungsreaktionen. Zusätzliche epigenetische 

Inaktivierungen von bestimmten Genen führen dann zu einer prostatischen 

intraepithelialen Neoplasie. Ab diesem Schritt wird die Entwicklung des 

Prostatakarzinoms als androgen-sensitiv bezeichnet [23]. Diese Theorie stützt die 

Hypothese, nach der sexuell übertragbare Erkrankungen und das Krankheitsbild einer 

Prostatitis mit dem erhöhten Risiko der Prostatakarzinomentstehung ursächlich 

verknüpft sind. Wenn bei einem Gesunden das Risiko für das Vorliegen eines 

Prostatakarzinoms als 1 angenommen wird, beträgt das Quotenverhältnis für jegliche 

Geschlechtskrankheit im Hinblick auf die Assoziation mit einem Prostatakarzinom 1,5 

und bei Vorliegen einer Prostatitis 1,6 [24], [25]. 

 

3.2 Risikofaktoren 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

35

• Vasektomie 

Die Ergebnisse einer Metaanalyse zur Korrelation zwischen Vasektomie und 

Prostatakarzinom sind inkonsistent und nicht ausreichend, um eine hinreichend 

positive Korrelation festzustellen. Die Autoren weisen selbst auf einen möglichen Bias 

der sehr heterogenen Studien hin [26]. 

• Diabetes mellitus 

Anders als bei anderen Tumorerkrankungen erhöht das Vorliegen eines Diabetes 

mellitus offensichtlich nicht das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken 

[27]. Metaanalysen zeigen im Gegenteil eher ein erniedrigtes Risiko für 

Prostatakarzinom bei Diabetikern [28], [29]. 

• Adipositas 

Zum Einfluss von Adipositas auf die Entwicklung eines Prostatakarzinoms existieren 

aus methodisch problematischen Studien widersprüchliche Daten [30], [31]. 

3.2.2 Testosteronsubstitution 

3.3  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2018 

Empfehlungsgrad 

Bei hypogonadalen Patienten ohne klinisch erkennbares Prostatakarzinom kann 

Testosteron substituiert werden. Bisher wurde ein erhöhtes Risiko für die 

Entwicklung eines Prostatakarzinoms nicht nachgewiesen. 

Evidenzlevel 

1+ 

[32], [33], [34], [35], [36], [37], [38], [39], [40] 

 

Konsens 

 

3.4  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2018 

Empfehlungsgrad 

Bei Nachweis eines Hypogonadismus soll der Patient vor einer 

Testosteronsubstitution digital-rektal untersucht und der PSA-Wert soll bestimmt 

werden. 

Evidenzlevel 

Expertenmeinung 

 

Konsens 

 

Zu Empfehlung 3.3 

Zum Prostatakarzinom-Risiko bei Testosteronsubstitution aufgrund von 

Hypogondismus fand die update-Recherche (2016) drei systematische 

3.2 Risikofaktoren 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

36

Übersichtsarbeiten [41], [42], [43], deren Ergebnisse die bisherige Evidenz (Calof et 

al. 2005 [44]) stützen. Die Metaanalysen berücksichtigten jeweils randomisierte 

Placebo-kontrollierte Studien und zeigen vergleichbare Inzidenzen für diagnostizierte 

Prostatakarzinome bei behandelten Patienten und Patienten mit Placebo (Calof et al.: 

9,2 vs. 8,3 pro 1.000 Patientenjahre; Cui et al: Krebsrate 1,57 % vs. 1,60 %; Boyle et 

al.: summary odds ratio 0,87 (95 % KI 0,30-2,50). Analysen der Veränderungen des 

PSA-Werts vor und nach Testosteronsubstitution unterschieden sich ebenfalls generell 

nicht signifikant. Die Häufigkeit indizierter Biopsien eignet sich nach Ansicht der 

Experten nicht als Endpunkt, da die Patienten vermutlich intensiver überwacht 

wurden. Die Datenlage besagt, dass bisher ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung 

eines Prostatakarzinoms bei Hypogonadismus-Patienten mit Testosteronsubstitution 

nicht nachgewiesen wurde. Obgleich die mediane Behandlungsdauer und 

Beobachtung der Patienten in den Übersichtsarbeiten bei maximal drei Jahren liegt, 

beinhaltet diese Zeitspanne nach Einschätzung der Leitlinien-Autoren die vulnerable 

Phase, sofern das individuelle Risiko von der Testosteron-substitution abhängig ist. Es 

spricht daher nichts gegen die Substitution bei indizierten Patienten. 

Zu Empfehlung 3.4 

Die Empfehlung basiert auf einem Expertenkonsens und ergibt sich aus einem 

Umkehrschluss. Da die Hormonentzugstherapie in der Behandlung des 

Prostatakarzinoms wirksam ist [45], kann umgekehrt geschlussfolgert werden, dass 

die Hormonsubstitution ein okkultes Prostatakarzinom stimulieren könnte. Deshalb 

soll mittels DRU und PSA vor Beginn der Hormonsubstitution das Vorliegen eines 

Prostatakarzinoms ausgeschlossen werden. 

 

3.3 Prävention und Ernährung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

37

3.3 Prävention und Ernährung 

3.5  Evidenzbasierte Empfehlung geprüft 2018 

Empfehlungsgrad 

Männer sollen über eine gesunde Lebensweise beraten werden. Hierzu gehören 

Aspekte der Ernährung, der körperlichen Bewegung und der psychosozialen 

Situation. 

Evidenzlevel 

Expertenmeinung 

 

Konsens 

 

3.6  Evidenzbasiertes Statement geprüft 2018 

Evidenzlevel 

Die Einnahme von 5-alpha-Reduktase-Hemmer(n) reduziert die Häufigkeit des 

Nachweises von Prostatakarzinomen und Präneoplasien (High-Grade Prostatic 

Intraepithelial Neoplasia (PIN)). Allerdings existieren keine Hinweise zur 

Auswirkung auf tumorspezifische Mortalität oder Gesamtmortalität. Der PSA-Wert 

wird durch 5-alpha-Reduktase-Hemmer abgesenkt. In Deutschland sind 5-alpha-

Reduktase-Hemmer zur Prävention des Prostatakarzinoms nicht zugelassen. 

[46], [47], [48], [49] 

Expertenmeinung 

 

Konsens 

 

Zu Empfehlung 3.5 

Die Autoren dieser Leitlinie wissen um das Bedürfnis von Männern nach 

Informationen über mögliche Präventionsstrategien im Hinblick auf die Entwicklung 

eines Prostatakarzinoms und haben daher die o. g. Empfehlung formuliert. Sie 

orientiert sich an den Empfehlungen der Leitlinie der amerikanischen 

Krebsgesellschaft (ACS) „Nutrition and physical activity guidelines for cancer 

prevention“ [50]. Die Empfehlungen zielen auf eine allgemeine Krebsprävention ab, 

lassen sich aber auch auf Aspekte der Prävention anderer Erkrankungen, z. B. von 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen übertragen. Denn obgleich Risikofaktoren für das 

Prostatakarzinom (s. o.) oder andere Tumoren existieren, ist das individuelle Risiko 

des Einzelnen nicht bestimmbar. Es erscheint daher nicht sinnvoll, spezielle 

Ernährungshinweise zur Prävention eines Prostatakarzinoms zu geben und damit 

andere gefährliche Erkrankungen unberücksichtigt zu lassen. Dies gilt sowohl für 

andere Malignome als auch für die weiterhin statistisch an erster Stelle zu nennende 

Morbidität und Mortalität von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Die eher allgemein gültigen Empfehlungen tragen außerdem der Tatsache Rechnung, 

dass Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin E oder Selen nicht zur Prävention 

empfohlen werden können, da in randomisiert-kontrollierten Studien weder die 

3.3 Prävention und Ernährung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

38

Einnahme von Vitamin E noch die Einnahme von Selen oder die Kombination beider 

Substanzen zu einer statistisch nachweisbaren Senkung des Auftretens eines 

Prostatakarzinoms führte [51]. Hinzu kommt, dass bei jeglicher präventiven 

Intervention besondere Vorsicht geboten ist, da es sich um gesunde und 

beschwerdefreie Männer handelt. 

Die vier Hauptempfehlungen der amerikanischen Leitlinie lauten: 

a. Streben Sie ein gesundes Gewicht an. 

b. Seien Sie körperlich aktiv. 

c. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit Schwerpunkt auf pflanzlichen 

Produkten. 

d. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. 

Zu a: Streben Sie ein gesundes Gewicht an 

• Achten Sie auf eine gesunde Balance von Energie (Kalorien) und körperlicher 

Aktivität. 

• Vermeiden oder reduzieren Sie Adipositas und versuchen Sie, Ihr erreichtes 

gesundes Gewicht zu halten. 

• Der gesündeste Weg, die Kalorienzufuhr zu reduzieren, ist eine Reduktion 

bzw. der Verzicht auf zusätzlichen Zucker, gesättigte oder Transfette und 

Alkohol. Alle diese Nahrungsmittel sind sehr energiereich und haben zu 

wenig oder keine essentiellen Nahrungsbestandteile wie Vitamine, Mineralien 

oder Ballaststoffe. Beispiele solcher ungünstiger und zu vermeidender 

Nahrungsmittel sind frittierte oder gebratene Gerichte, Kekse, Kuchen, 

Zuckerprodukte, Speiseeis und gesüßte Erfrischungsgetränke. 

Zu b: Seien Sie körperlich aktiv 

• Mindestens 30 Minuten mäßige bis starke körperliche Betätigung neben den 

normalen täglichen Tätigkeiten an mindestens fünf Tagen in der Woche 

werden für Erwachsene empfohlen. 45-60 Minuten sind wünschenswert. 

• Unter mäßiger körperlicher Aktivität wird eine Anstrengung verstanden, wie 

sie beim schnellen Gehen entsteht (z. B. Tanzen, lockerem Fahrradfahren, 

Golfen, Volleyballspielen, Rasenmähen, Gartenarbeit). Starke körperliche 

Betätigung erfordert den Einsatz größerer Muskelgruppen, verursacht eine 

Beschleunigung von Puls und Atmung und ein vermehrtes Schwitzen (z. B. 

Joggen oder Laufen, Aerobic, Schwimmen, schnelles Fahrradfahren, 

Fußballspielen, Squash, Langlauf, Schreinern, Umgraben). Eine Erhöhung der 

Alltagsaktivität (Treppen steigen anstatt Fahrstuhl fahren, gehen oder Rad 

fahren anstatt Autofahren etc.) ist dabei dem Sport gleichwertig. 

Zu c: Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit Schwerpunkt auf pflanzliche 

Produkte 

• Essen Sie jeden Tag verschiedene Obst- und Gemüsesorten. 

• Essen Sie lieber Vollkorn- als Weißmehlprodukte. 

• Begrenzen Sie die Zufuhr von Fleischprodukten und rotem Fleisch. 

Zu d: Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum 

3.3 Prävention und Ernährung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

39

• Männer sollten nicht mehr als zwei alkoholische Drinks pro Tag zu sich 

nehmen. Einem Drink (12 g Alkohol) entspricht 0,33 Liter 5 %iges Bier, 0,04 

Liter (4 cl) 40 %iger Schnaps, 0,14 Liter (14 cl) 12 %iger Wein oder Sekt, 0,07 

Liter (7 cl) 20 %iger Likör/Aperitif. 

Zu Statement 3.6 

Auf der Grundlage experimenteller und klinischer Beobachtungen wurde 1993 der 

Prostate Cancer Prevention Trial (PCPT) initiiert [52]. Dabei wurde der präventive 

Effekt des 5-alpha-Reduktase-Hemmers Typ-II, Finasterid, in einer prospektiv 

randomisierten Doppelblindstudie untersucht. Randomisiert wurden 18.882 gesunde 

Männer über 55 Jahre mit negativem Tastbefund und einem PSA-Wert unter 3,0 ng/ml 

in einen Kontrollarm mit Placebo oder einen Behandlungsarm mit 5 mg Finasterid. Die 

Studiendauer betrug sieben Jahre. Bei PSA-Anstieg, auffälligem Tastbefund und am 

Ende der Studie erfolgte eine Prostatabiopsie. 

Zum Zeitpunkt des vorzeitigen Studienabbruchs fanden sich in der Finasteridgruppe 

24,1 % weniger Prostatakarzinome (p<0,0001) und auch statistisch signifikant 

weniger Präkanzerosen (High-Grade PIN) [53]. Bezogen auf den Gleason-Score der 

Karzinome fanden sich im Interventionsarm statistisch signifikant mehr Tumore mit 

einem Gleason-Score von 7-10. Nach Adjustierung für Alter, Rasse, Familienanamnese 

und PSA-Wert zeigte sich im Hinblick auf den Nachweis von Karzinomen eines 

Gleason-Score von 7-10 ein relatives Risiko von 1,28 zu Ungunsten der 

Interventionsgruppe mit Finasterid (p=0,005). Nachuntersuchungen in den folgenden 

Jahren weisen darauf hin, dass die beobachtete Differenz auf das unter Finasterid 

verminderte Prostatavolumen zurückzuführen ist und hierdurch die Treffsicherheit 

der Biopsie beeinflusst wird. Bei Vergleich des Operationspräparats war der 

Unterschied im Nachweis von Karzinomen eines hohen Gleason-Scores nicht mehr 

statistisch signifikant (u. a. Lucia et al. 2007 [54]). Bei den vorliegenden Analysen 

handelt es sich um retrospektive Auswertungen. 

Finasterid ist die erste Substanz, für die eine präventive Wirkung beim 

Prostatakarzinom bewiesen ist [55], [56], [57]. In einer weiteren, ähnlich konzipierten, 

prospektiv randomisierten Doppelblindstudie wurden 8.231 Patienten mit V. a. 

Prostatakarzinom nach einer negativen Stanzbiopsie über vier Jahre mit dem 5-Alpha-

Reduktase- Typ-I- und II-Hemmer Dutasterid (REDUCE) behandelt. Erste Mitteilungen 

[58] sprechen dafür, dass die Ergebnisse mit denen aus PCPT weitgehend 

übereinstimmen. In Abwägung von Nutzen und Risiken ist auch hier für eine mögliche 

präventive Gabe zu bedenken, dass es sich bei den potenziellen Anwendern um 

gesunde und beschwerdefreie Männer handelt. 5-alpha-Reduktase-Hemmer sind 

bislang nicht zur Prävention des Prostatakarzinoms zugelassen. 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

40

4 Früherkennung, Diagnostik und 

Stadieneinteilung 

4.1 Früherkennung 

4.1.1 Definition und allgemeine Anmerkungen 

Definitionen 

„Früherkennung“ bzw. „Screening“ bezeichnet diagnostische Verfahren, mit denen 

eine Krankheit bereits in einem frühen, noch asymptomatischen Stadium detektiert 

wird, um sie im Idealfall effektiver behandeln zu können. Organisierte 

Screeningprogramme und Früherkennungsstrategien von Krebserkrankungen sollen 

die Gesamtmortalität, insbesondere aber die krebsspezifische Mortalität reduzieren 

und gleichzeitig die Lebensqualität erhalten oder verbessern. Unter Screening 

versteht man ein meist durch Gesundheitsbehörden initiiertes, organisiertes und 

einladungsbasiertes Verfahren. Früherkennung definiert man als selbst- oder durch 

einen Arzt initiierte Untersuchung zur frühen Diagnose einer (Krebs-)Erkrankung. 

Unter einem organisierten Screeningprogramm versteht man Vorgehensweisen, bei 

denen die anspruchsberechtigten Personen schriftlich zu den 

Screeninguntersuchungen eingeladen werden, um sicherzustellen: (a) dass alle 

Anspruchsberechtigten Zugang zu den Untersuchungen haben und nicht nur 

gesundheitsbewusste Personen, die sich über die betreffenden 

Untersuchungsmöglichkeiten informiert haben; (b) dass die aus den 

wissenschaftlichen Untersuchungen folgenden Rahmenbedingungen hinsichtlich 

Alter, Untersuchungsfrequenz etc. eingehalten werden; (c) dass Daten über die 

Ausführung des Programms gesammelt werden können, die qualitätssichernde 

Programmevaluationen erlauben. 

Nutzen und Schaden der Prostatakrebs–Früherkennung 

Prostatakrebs ist durch eine Früherkennung nicht zu verhindern. Es gibt also keine 

sog. „Vorsorge“. Die Früherkennung hat zum Ziel, aggressive Karzinome so früh zu 

erkennen und zu behandeln, dass keine Metastasen entstehen, die Erkrankung nicht 

zum Tod führt, aber auch Behandlungen mit einer erheblichen Reduktion der 

Lebensqualität (z. B. Hormonentzugstherapie) verhindert werden. Dieser 

letztgenannte Endpunkt wird bei der Diskussion um Früherkennungsprogramme 

immer häufiger als patientenrelevanter Endpunkt diskutiert, weil die „klassischen“ 

Endpunkte eines Früherkennungsprogramms wie Gesamtmortalität und 

krebsspezifische Mortalität aufgrund der benötigten Fallzahlen nur schwer zu 

untersuchen sind [59], [60]. 

Aus den bisherigen Studien zum Prostatakarzinom-Screening ist ableitbar, dass 

Screening, z. B. in der Rotterdamer Kohorte der ERSPC-Studie, mit einer 

Nachbeobachtungszeit von 21 Jahren bei etwa 3 von 1.000 Männern, einen Tod durch 

ein Prostatakarzinom verhindern kann. Das Auftreten von Metastasen wird bei 4 von 

1.000 Männern verhindert [61]. Ob die Gesamtmortalität durch ein Prostatakarzinom-

Screening beeinflusst wird, lässt sich aufgrund der Fallzahl auch in noch deutlich 

größeren Studien nicht untersuchen (s. o.). 

Ziele des organisierten Screenings bzw. der Früherkennung von Prostatakrebs 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

41

Eine kurative Behandlung des Prostatakarzinoms ist nur im lokalisierten Stadium 

möglich. Das lokalisierte Prostatakarzinom hat unbehandelt meist einen langsamen 

natürlichen Verlauf, sodass im Regelfall nur Männer mit einer Lebenserwartung von 

mehr als 10-15 Jahren von einer kurativen Therapie profitieren. 

Übergeordnetes Ziel eines organisierten Prostatakarzinom-Screenings bzw. einer 

Früherkennung ist es, aggressive Tumoren, die während des weiteren Lebens 

wahrscheinlich zu Metastasen und damit zu Lebensqualität einschränkenden 

Symptomen und/oder Behandlung bzw. zum Tod führen würden, so früh zu 

entdecken, dass durch die dann folgende Therapie das Fortschreiten der Erkrankung 

verhindert werden kann. 

Ein weiteres Ziel ist die Reduktion des opportunistischen Screenings durch selbst-

initiierte Früherkennungstests, denn diese Form des sog. „grauen“ Screenings hat 

eine extrem ungünstige Schaden-Nutzen-Relation und keinen Einfluss auf die 

krebsspezifische Mortalität [62], [63]. Ein organisiertes, risikoadaptiertes 

Früherkennungsprogramm hat zudem ein größeres Potenzial, eine effektive Kosten-

Nutzen-Relation zu generieren und könnte damit gesundheitspolitisch sinnvoll sein 

[64], [65], [66] . 

Screening und Früherkennung von Prostatakrebs 

Sowohl das Screening als auch die Früherkennung benutzen evidenzbasierte 

diagnostische Algorithmen, die möglichst effektiv aggressive, klinisch relevante 

Prostataerkrankungen erkennen sollen, um einen hohen Nutzen und möglichst wenig 

Schaden durch unnötige Diagnosen und Therapien indolenter Karzinome zu 

gewährleisten. 

Sowohl Früherkennungsuntersuchungen, insbesondere aber Screeningprogramme 

dürfen nur empfohlen bzw. eingeführt werden, wenn deren positive Nutzen-

/Schadensbilanz wissenschaftlich einwandfrei belegt ist. Es genügt hierzu nicht 

nachzuweisen, dass Patienten nach Früherkennung länger überleben, weil der durch 

die frühere Diagnose vorverlegte Anfangszeitpunkt der Beobachtung die 

„Überlebenszeit“ zwangsläufig verlängert, selbst wenn die betreffende Person zum 

selben Zeitpunkt verstirbt wie ohne eine Früherkennungsmaßnahme (siehe Abbildung 

1). 

Der Nachweis der Effektivität eines Früherkennungstests erfolgt daher in 

randomisierten, klinisch-epidemiologischen Studien unter Betrachtung des 

Endpunktes krebsspezifische Mortalität, d. h. Tod an der betreffenden Krankheit. 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

42

 

Abbildung 1: Theoretische Ergebnisse des effektiven und ineffektiven Screenings 

 

4.1.2 Tests zur Früherkennung des Prostatakarzinoms 

4.1  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Zur Früherkennung von Prostatakarzinomen soll keine digital-rektale 

Untersuchung erfolgen. 

Evidenzlevel 

2+ 

[67], [68], [69] 

 

Konsens 

 

4.2  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Männer ab dem Alter von 45 Jahren mit einer Lebenserwartung von mindestens 

10 Jahren, die eine Prostatakarzinom-Früherkennung wünschen, sollen 

ergebnisoffen über die Vor- und Nachteile beraten werden (siehe Tabelle 7). 

 

Starker Konsens 

 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

43

4.3  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Männern, die nach dieser Beratung weiter eine Früherkennung wünschen, soll die 

Bestimmung eines Prostata-spezifischen Antigen (PSA)-Wertes angeboten werden. 

 

Starker Konsens 

 

4.4  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Entsprechend der Höhe des PSA-Wertes soll eine Risikozuordnung und eine 

risikoadaptierte Empfehlung zur Früherkennungsstrategie und weiteren 

Diagnostik erfolgen. 

Basis-PSA-Wert Risikozuordnung Empfehlung 

<1,5 ng/ml niedriges Risiko 5-jährliche Intervalle 

1,5 ng/ml – 2,99 ng/ml intermediäres Risiko 2-jährliche Intervalle 

≥3 ng/ml (kontrolliert) hohes Risiko Diagnostik 

 

Evidenzlevel 

1-, 3 

[67], [61], [70], [71], [72], [73] 

 

Starker Konsens 

 

4.5  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Ein erhöhter PSA-Wert ≥3 ng/ml soll vor der weiteren Diagnostik unter 

Berücksichtigung von Einflussfaktoren innerhalb von 3 Monaten kontrolliert 

werden. 

Evidenzlevel 

1- 

[74], [67], [72] 

 

Starker Konsens 

 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

44

4.6  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Bei einem kontrolliert erhöhten PSA-Wert ≥3 ng/ml soll eine urologische 

Konsultation erfolgen. Bestätigt sich dabei ein Risiko für ein Prostatakarzinom, 

soll eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata erfolgen. 

Evidenzlevel 

1-, 2+ 

[70], [66], [75], [76], [61], [67], [77], [72] 

 

Konsens 

 

4.7  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Männern mit einer familiären Belastung (≥ ein erstgradig Verwandter) soll ein PSA-

basiertes Screening ab einem Alter von 45 Jahren angeboten werden. 

 

Starker Konsens 

 

4.8, 4.9, 4.10 Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert neu 2025 

EK 

4.8 Männern ab einem Alter von 40 Jahren mit einer pathogenen Variante in 

den Genen BRCA2, MSH2 oder MSH6 sollte eine Konsultation im Rahmen 

einer Risikosprechstunde angeboten werden. 

EK 

4.9 Bei Vorliegen einer pathogenen Variante in den Genen BRCA2, MSH2 oder 

MSH6 sollen eine PSA-Bestimmung und eine MRT der Prostata erfolgen. 

EK 

4.10 Bei Vorliegen einer pathogenen Variante und PI-RADS 3-5 in der MRT 

und/oder einem PSA-Wert von ≥3 ng/ml sollte eine MRT-Ultraschall-

Fusionsbiopsie der Prostata empfohlen werden. 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 4.1 

Digital-rektale Untersuchung (DRU) 

Die DRU ist seit 1971 Bestandteil der deutschen Früherkennungsrichtlinie und kann 

ab dem Alter von 45 Jahren einmal jährlich zu Lasten der gesetzlichen 

Krankenversicherung abgerechnet werden. Ein wissenschaftlicher Evidenznachweis im 

oben beschriebenen Sinn liegt nicht vor. Neuere Ergebnisse aus der PROBASE-Studie 

belegen, dass die DRU dem PSA (Prostata-spezifisches Antigen)-Test deutlich 

unterlegen ist [68]. In dieser Studie wurde gezeigt, dass nur etwa 14 % der mit dem 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

45

PSA-Test detektierten Tumoren auch mit einer DRU getastet wurden. Einschränkend 

ist zu vermerken, dass sich dieses Ergebnis nur auf Daten von 45-jährigen Männern 

stützt. Eine systematische Übersicht und Analyse von acht Studien mit über 85.000 

Teilnehmern mit DRU als Früherkennungsuntersuchung bestätigt die geringe 

Sensitivität und vor allem Spezifität dieser Untersuchung [69]. D. h. die DRU führt 

sowohl zu inakzeptabel vielen falsch-negativen Befunden als auch zu inakzeptabel 

vielen falsch positiven Befunden, deren weitere Abklärung wiederum mit Risiken 

verbunden ist. 

Zu Empfehlung 4.2 bis Empfehlung 4.5 

Für einen Algorithmus zur Früherkennung und Diagnostik des Prostatakarzinoms 

entsprechend dieser Leitlinie (mit Verweis auf ausgewählte Empfehlungen) siehe 

Abbildung 2. 

Der PSA-Test als Screeningtest 

Die empfehlungsstützenden Quellen zu Empfehlung 4.2 werden in der Version 5.1 

dieser Leitlinie [78] sowie im dazugehörigen Evidenztabellendokument [79] 

ausführlich besprochen. 

Das PSA–basierte Screening von Prostatakarzinomen ist in der Literatur umstritten. In 

einer systematischen Übersichtsarbeit aller verfügbaren Screeningstudien mit 

insgesamt 721.718 Teilnehmern konnte kein Effekt eines PSA-basierten, 

populationsbasierten Screenings auf die Gesamtmortalität gesehen werden (RR 0,99, 

95 % KI 0,98-1,01) [80]. Auch der Effekt auf die prostatakarzinomspezifische 

Mortalität war gering (RR 0,96, 95 % KI 0,85-1,08). Durch das Screening konnte ein 

Tod durch ein Prostatakarzinom bei 1.000 gescreenten Teilnehmern verhindert 

werden. Diesem Effekt stand die Erhöhung der Morbidität durch die Diagnostik und 

Therapie entgegen (1 Sepsis, 3 inkontinente Patienten, 25 impotente Patienten pro 

1.000 Teilnehmer) [80]. 

Die 15-Jahres-Ergebnisse der CAP (Cluster Randomized Trial of PSA Testing for 

Prostate Cancer)-Studie aus England bestätigten, dass ein einmaliger PSA-Test bei 50 

bis 69–jährigen Männern nur einen geringen Effekt auf die 

prostatakarzinomspezifische Mortalität nach 15 Jahren hatte [81]. Bei 415.357 

Teilnehmern lag die Inzidenz für ein Prostatakarzinom bei 7,08 % im Screeningarm 

und 6,94 % im Kontrollarm. Nach 15 Jahren waren 1.199 von 12.013 Männer im 

Screeningarm und 1.451 von 12.958 im Kontrollarm verstorben (RR 0,92, 95 % KI 

0,85-0,99; p=0,03). 

Die European Randomized Study of Screening for Prostata Cancer (ERSPC) mit 

repetitiven PSA-Tests zeigte hingegen bei 182.160 randomisierten Teilnehmern einen 

signifikanten Effekt des Screenings auf die prostatakarzinomspezifische Mortalität (RR 

0,80, 95 % KI 0,72-0,89; p<0,001) [70]. Die absolute Risikoreduktion an einem 

Prostatakarzinom zu versterben, lag bei 162.243 Teilnehmern in der Altersgruppe 

von 55-69 Jahren bei 0,18 %. D. h. es sind in der Screeninggruppe nach bis zu 16 

Jahren 520 von 72.890 und in der Kontrollgruppe 793 von 89.351 Männer verstorben 

[70]. Dies resultierte in einzelnen Studienarmen der ERSPC-Studie in der Verhinderung 

von 1-3 Todesfällen an Prostatakrebs durch ein PSA-basiertes Screening bei 1.000 

Teilnehmern [80]. Mit einem längeren Nachsorgezeitraum (16 Jahre) reduzierte sich 

die Zahl der einzuladenden bzw. zu diagnostizierenden Teilnehmer, um einen 

Todesfall an Prostatakarzinom zu verhindern auf 570 bzw.18 Männer. 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

46

In der aktuellsten Auswertung der Rotterdamer Kohorte der ERSPC-Studie mit 34.831 

Teilnehmern im Alter von 55-74 Jahren nach 21 Jahren Nachbeobachtungszeit zeigte 

sich eine signifikante relative Reduktion der prostatakarzinomspezifischen Mortalität 

von 27 % (RR 0,73, 95 % KI 0,61-0,88). In absoluten Zahlen starben 198 Männer im 

Screeningarm und 278 im Kontrollarm. Damit reduzierte sich die Zahl der 

Einzuladenden (NNI), um einen Todesfall zu verhindern auf 246 und die der zu 

Diagnostizierenden (NND) auf 14 [61]. Das Auftreten von Prostatakarzinom-

Metastasen konnte durch das Screening um ein Drittel reduziert werden: RR 0,67 (95 

% KI 0,58–0,78). Es traten 297/2.708 Metastasen im Screeningarm (kumulative 

Inzidenz 1,7 %) und 439/1.706 Metastasen im Kontrollarm (kumulative Inzidenz 2,6 

%) auf [61]. 

In der Göteborg-Screeningstudie (20.000 randomisierte Teilnehmer im Alter von 50-

64 Jahren) reduzierte sich durch das PSA-basierte Screening die 

prostatakarzinomspezifische Mortalität um 35 % (RR 0,65, 95 % KI 0,29-0,78), bei 

denjenigen Teilnehmern, die im Alter von 55-59 gescreent wurden sogar um 53 % (RR 

0,47, 95 % KI 0,29-0,78) [82]. 

Alle aktuellen Screeningstudien verwenden den auch im Algorithmus der European 

Association of Urology (EAU) empfohlenen PSA-Grenzwert von ≥3 ng/ml für eine 

weitergehende Risikoanalyse und Diagnostik [83]. In einer systematischen Übersicht 

nach Analyse von 11 diagnostischen Studien konnte für diesen Grenzwert eine nicht 

signifikant unterschiedliche Sensitivität und Spezifität im Vergleich zu einem 

Grenzwert von 4 ng/ml gezeigt werden [71]. Eine systematische Analyse von 

altersspezifischen PSA-Grenzwerten bestätigte für 40 bis 60–jährige Männer die 

Sinnhaftigkeit eines Grenzwertes von ≥3 ng/ml vor Beginn einer weiterführenden 

Diagnostik [84]. 

Zusammenfassend zeigt sich in Studien mit einem geringen Verzerrungsrisiko bei 

längerer Beobachtungszeit durch das PSA-basierte Screening ein signifikanter Vorteil 

in der prostatakarzinomspezifischen Mortalitätsreduktion und ein noch deutlicherer 

Vorteil in der Verhinderung von Metastasen. Allerdings bleiben die absoluten 

Unterschiede gering und der Schaden für die unnötig gescreenten und 

diagnostizierten Teilnehmer ist bei einer NND von 14 erheblich. 

Das multiparametrische MRT als initialer Screeningtest 

Die Magnetresonanztomographie (MRT) detektierte in der IP1-Prostatagram-Studie 

häufiger klinisch signifikante Prostatakarzinome als ein PSA-Wert ≥3 ng/ml [85]. Dies 

konnte in einer kleineren randomisierten Studie aus Kanada allerdings nicht bestätigt 

werden [86]. Die Ergebnisse einer randomisierten Studie zum Vergleich der MRT und 

des PSA-Wertes als initialem Screening-Test stehen noch aus [87]. 

Altersbereich des Screenings 

Der Beginn des PSA-basierten Screenings ist aktuell nicht geklärt. Die deutsche, 

prospektiv randomisierte PROBASE-Screeningstudie wird klären, ob das Screening mit 

45 oder mit 50 Jahren begonnen werden sollte [88]. Bis zu dieser Klärung sollte, 

basierend auf den Daten der Malmö-Kohorte [89] die Information und Aufklärung 

über ein Prostatakarzinom-Screening weiterhin mit 45 Jahren stattfinden, weil der 

dann bestimmte Basis-PSA Wert eine hohe Prädiktion für das Auftreten von 

Metastasen bis 25 Jahre danach hat. 

Die PROBASE-Studie konnte zeigen, dass 89 % der Männer im Alter von 45 Jahren 

einen PSA-Wert <1,5 ng/ml haben und bis zum Alter von 50 Jahren ein extrem 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

47

geringes Risiko haben, ein Prostatakarzinom zu entwickeln. Damit können die bisher 

jährlich empfohlenen Wiederholungsuntersuchungen ab einem Alter von 45 Jahren für 

die überwiegende Zahl von Männern auf 5-jährliche Intervalle reduziert werden [67]. 

Die ERSPC-Studie zeigte in ihrer Gesamtauswertung, dass ältere Männer (Alter > 70 

bzw. >74 Jahre) nicht mehr vom PSA-basierten Screening profitieren [70]. In einer 

Analyse der SEER-Datenbank konnte gezeigt werden, dass die Rate an Überdiagnose 

ab einem Alter von 65 Jahren deutlich ansteigt, d. h. mit Beginn des Screenings in 

höherem Lebensalter steigt die Detektionsrate der Karzinome, die in der 

verbleibenden Lebenszeit ohne Screening nicht klinisch relevant würden [90]. 

Falsch-positive Befunde 

Aus der ERSPC-Studie ist bekannt, dass unter den in der Studie definierten 

Screeningbedingungen nur bei 23 % der im Screening-PSA-Test positiven Personen in 

der Abklärung tatsächlich ein Prostatakarzinom gefunden wurde, d. h. die anderen 77 

% Test-Positiven waren falsch-positiv [61]. Unter den in der PROBASE-Studie 

definierten Screeningbedingungen hatten 40 % der Screening-Positiven tatsächlich ein 

Prostatakarzinom, d. h. der Anteil der falsch-positiven Tests lag bei 60 % [74]. 

Überdiagnose und Übertherapie 

Der Anteil der Überdiagnose wird von 2 % bis über 50 % angegeben [91], [90], [92]. In 

der ERSPC-Studie wurden bei 35 von 1.000 Männern Prostatakarzinome 

diagnostiziert, die im Beobachtungszeitraum von 21 Jahren nicht zu Metastasen 

führten. Bei 35 von 1.000 Männern sind also Prostatakarzinome „überdiagnostiziert“ 

worden, weil sie für den Mann keine Nachteile gebracht hätten, wenn sie unerkannt 

geblieben wären [93]. 

Hieraus kann einerseits eine psychologische Belastung resultieren, aber bei zu 

frühzeitiger Therapie dieser klinisch indolenten Karzinome resultiert dann auch ein 

messbarer Schaden durch Therapiefolgen (Inkontinenz, Impotenz). Je jünger die 

Gruppe ist, die gescreent wird, desto günstiger ist die Relation von Schaden und 

Nutzen [94]. Und je zurückhaltender klinisch indolente Karzinome behandelt werden, 

umso geringer ist der Schaden. Die Erhöhung der Rate an Patienten mit screen-

detektierten Prostatakarzinomen führt dann nicht zu einem Schaden, wenn nur 

Patienten mit progredienter Erkrankung aktiv behandelt (Bestrahlung oder radikale 

Prostatektomie) werden. Viele Patienten können durch eine aktive Überwachung des 

Tumors vor Schaden bewahrt werden. 

Über diese Vor- und Nachteile der Prostatakrebsfrüherkennung muss der ratsuchende 

Mann aufgeklärt sein (siehe nachfolgende Tabelle 7). 

 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

48

Tabelle 7: Vor- und Nachteile eines PSA-basierten Prostatakarzinom-Screenings 

 

Vorteile 

• Reduktion der Sterblichkeit am Prostatakarzinom bzw. der Metastasierung 

[61]: 

o ca. 3 von 1.000 gescreenten Männern sterben nicht am 

Prostatakarzinom 

o ca. 4 von 1.000 gescreenten Männern bekommen keine Metastasen 

• Reduktion der Früherkennungsuntersuchungen durch einen Basis-PSA-Wert 

im Alter von 45 Jahren [67]: 

o 9 von 10 Männer haben im Alter von 45 Jahren einen Basis-PSA-Wert 

<1,5 ng/ml und benötigen dann für 5 Jahre keinen weiteren Test 

Nachteile 

• psychologische Belastung und Nebenwirkung der Diagnostik bei früh 

erkannten, aber nicht lebensbedrohlichen Tumoren [95], [96], 

• sog. „Überdiagnose“ bei ca. 14 Männern, um einen Todesfall zu vermeiden 

[61] 

• Gefahr der „Übertherapie“, wenn Tumore, die nicht lebensbedrohlich sind, 

operiert oder bestrahlt werden [61], [67], 

• unnötige Diagnostik bei erhöhten Basis-PSA-Werten ohne Tumornachweis 

(falsch-positiver Befund, 3 von 10 MRTs zeigen einen unauffälligen Befund, 

3 von 4 Biopsien bei erhöhtem PSA-Wert zeigen keinen Tumor, 1 von 4 

Biopsien nach auffälliger MRT zeigen keinen Tumor [97]) 

• geringe Wahrscheinlichkeit einer falschen Sicherheit durch unauffällige 

Basis-PSA-Werte trotz Nachweis eines klinisch signifikanten Tumors (falsch-

negativer Befund; 0,7 von 1.000) [67] 

• häufige Wiederholung von PSA-Tests bei 1 von 10 Männern mit einem Basis-

PSA-Wert von 1,5-3 ng/ml (alle zwei Jahre) [67] 

• in seltenen Fällen (1,0-1,4 %) führt die Biopsie zu behandlungsbedürftigen 

Infektionen [98] 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 4.6 

Für einen Algorithmus zur Früherkennung und Diagnostik des Prostatakarzinoms 

entsprechend dieser Leitlinie (mit Verweis auf ausgewählte Empfehlungen) siehe 

Abbildung 2. 

Risiko-adaptierte Früherkennung 

Um den potenziellen Schaden eines organisierten Screeningprogramms oder einer 

individualisierten Früherkennung des Prostatakarzinoms zu reduzieren, ist es 

notwendig, frühzeitig Risikogruppen zu identifizieren, die mit höherer 

Wahrscheinlichkeit von einem solchen Programm profitieren. Im Umkehrschluss ist es 

aus Sicht der Ratsuchenden wichtig, den negativ prädiktiven Wert eines 

Screeningtests zu verbessern, um eine möglichst hohe Sicherheit für den Fall zu 

erhalten, dass eine Screeninguntersuchung unauffällig ist [99]. 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

49

Die risikoadaptierte Früherkennung verwendet zur Risikoeingruppierung folgende 

Faktoren, die für das Auftreten eines Prostatakarzinoms bedeutend sind: Alter, 

familiäre Belastung und genetische Prädisposition [100]. 

Zur weiteren Risikoadjustierung werden unterschiedliche diagnostische Verfahren 

angewendet. Die bisherigen Screeningstudien basieren vorwiegend auf der 

Bestimmung des PSA im Blut. Dieser erste Screeningtest wird dann durch weitere 

Screeningverfahren wie z. B. Risikokalkulatoren und Bildgebung ergänzt [101], [102]. 

Risikokalkulatoren haben sich in der Vergangenheit etabliert und bestehen 

vornehmlich aus Anamnesedaten bezogen auf Familienanamnese, Vorerkrankungen, 

Prostatagröße und Vordiagnostik (z. B. [103]). Risikokalkulatoren unter 

Berücksichtigung der genannten Faktoren sind im Internet verfügbar und können für 

die Abschätzung des individuellen Risikos verwendet werden; z.B. Risk Calculator 3 

und 4, Prostate Cancer Research Foundation (https://www.prostatecancer-

riskcalculator.com/) alternativ Prostate Biopsy Collaborative Group 

(https://www.mskcc.org/nomograms/prostate/biopsy_risk_dynamic). 

Die Wertigkeit von prädisponierenden genetischen Veränderungen im 

Screeningsetting ist noch unklar. Serumbiomarker wie 4Kscore® und Stockholm3®-

Test werden in aktuellen Screeningstudien geprüft [104], [66], [105], [106]. 

Wichtig ist die Wiederholung des initial über 3 ng/ml erhöhten PSA-Werts. Allein 

durch diese einfache Maßnahme kann die Gruppe der Hochrisikopatienten, die dann 

eine MRT erhalten und nachfolgend ggf. invasiv diagnostiziert werden, auf nahezu 50 

% reduziert werden [74]. 

Ejakulationen, Radfahren und andere „mechanische Belastungen“ der Prostata können 

zu Erhöhungen des PSA-Wertes führen, sodass dies spätestens vor der Kontrolle eines 

erhöhten PSA-Wertes zu vermeiden ist [107]. 

Bei der Beurteilung von PSA-Werten oder -Verläufen als Entscheidungsgrundlage ist zu 

beachten, dass neben der biologischen Variabilität (z. B. Anstieg mit dem Alter) und 

präanalytischen Einflussfaktoren auch die Methodenabhängigkeit und analytische 

Variabilität zu berücksichtigen sind. Das Verhältnis von freiem zum Gesamt-PSA kann 

grundsätzlich die Post-Test-Genauigkeit zur Vorhersage eines Prostatakarzinoms 

erhöhen, ist jedoch im für das Screening und die Früherkennung wichtigen Bereich 

von 2-4 ng/ml nicht ausreichend gut belegt [108]. Für Verlaufsuntersuchungen ist 

grundsätzlich dieselbe Methode (Hersteller, Analyseplattform) zu verwenden. 

Verschiedene zertifizierte Labormethoden können sich um bis zu 30 % unterscheiden. 

Zusätzlich werden bei Ringversuchen Abweichungen innerhalb einer Methode von +/- 

25 % akzeptiert [109]. Die Bestimmung von PSA-Subformen (freies PSA mit seinen 

Komponenten proPSA, intact PSA, nicked PSA) und anderen Kallikreinen wie HK2 kann 

die Post-Test-Genauigkeit auch im PSA-Bereich der Früherkennung (2-4 ng/ml) 

erhöhen. Sie sind aber noch nicht ausreichend in vergleichenden Studien geprüft 

[105]. 

Nicht zertifizierte, semiquantitative und Point-of-Care-Testing-Methoden (z. B. Lateral-

flow-Tests) sind für Screening- und Früherkennungsuntersuchungen nicht geeignet. 

Insbesondere die skandinavischen Arbeitsgruppen haben risikoadaptierte 

Screeningstrategien randomisiert getestet. Die Stockholm-3-MRT, die Göteborg 2-

Studie (Schweden) und die ProScreen-Studie aus Finnland setzen dazu die 

Kombination aus PSA und MRT-Bildgebung ein [104], [76], [75], [110]. Mit dieser 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

50

abgestuften Screeningstrategie konnte sowohl die Rate der unnötigen Biopsien als 

auch die Detektionsrate indolenter Prostatakarzinome relevant gesenkt werden. Die 

neue risikoadaptierte Strategie dieser skandinavischen Studien beinhaltet folgende 

wesentliche Elemente, die zur Reduktion des Schadens eines Prostatakrebsscreenings 

bei erhaltener Detektionsrate klinisch signifikanter Prostatakarzinome (ISUP GG ≥2) 

führt: 

• früherer Beginn des Screenings im Alter von 50 Jahren 

• Ende des Screenings z. T. mit 60-63 Jahren 

• PSA-Schwellenwert für eine Prostatakrebsdiagnostik 3 ng/ml 

• zusätzliche blutbasierte Biomarkeruntersuchungen (4Kscore ® , Stockholm3 ® -

Test) 

• MRT der Prostata 

• Biopsie nur bei Männern mit pathologisch bewerteten MRTs (PI-RADS 3-5 oder 

PI-RADS 4-5) 

Die Detektion indolenter Prostatakarzinome (ISUP GG 1) konnte in der Göteborg-

Studie (Altersgruppe 50-60 Jahre) um die Hälfte reduziert werden (0,6 % vs. 1,2 %) 

und die Detektion signifikanter Prostatakarzinome wurde erhalten (0,9 % vs. 1,0 %) 

[75]. In der Stockholm-3-MRT-Studie bei älteren Männern (50-74 Jahre) blieb die Rate 

signifikanter Karzinome ebenfalls gleich (21 % vs. 18 %), die Detektionsrate 

insignifikanter Karzinome wurde auf ein Drittel reduziert (4 % vs. 12 %) [76]. In der 

finnischen ProScreen-Studie (Altersgruppe 50-63) wurde die Detektionsrate der 

signifikanten Karzinome mit der Kombination aus 4Kscore® und MRT verdoppelt 

(1,13 % vs. 0,62 %), die Detektion der indolenten Karzinome war allerdings in der 

Screeninggruppe ebenfalls erhöht (0,26 % vs. 0,14 %) [104]. Die ProScreen-Studie ist 

jedoch auf den Endpunkt der Prostatakarzinom-spezifischen Mortalität kalkuliert, 

sodass die Ergebnisse nur als vorläufig zu betrachten sind. Insgesamt reduziert die 

risikoadaptierte Screeningstrategie die Rate an Biopsien und die Detektionsrate nicht 

signifikanter Karzinome erheblich und ist damit dem populationsbasierten PSA-

Screening über alle Altersgruppen hinweg deutlich überlegen. 

Der optimale Beginn des PSA-basierten, risikoadaptierten Screenings bleibt aktuell 

noch unklar. Anhand der Daten einer schwedischen Studie konnte gezeigt werden, 

dass der in vergleichsweise jungen Jahren (45–50 Jahre) bestimmte PSA-Wert einen 

hohen prädiktiven Wert hat hinsichtlich des lebenslangen Risikos, an Prostatakrebs zu 

erkranken [89]. Das Erkrankungsrisiko erwies sich bei sehr niedrigen PSA-Werten als 

extrem niedrig und deutlich erhöht bei höheren PSA-Werten. Eine Implikation ist, dass 

bei starr festgelegten Screeningintervallen die Nutzen-Schaden-Bilanz bei in jungen 

Jahren niedrigen PSA-Werten ungünstiger ist als bei höheren PSA-Werten. Im 

Umkehrschluss sollte sich die Nutzen-Schadensbilanz dadurch optimieren lassen, 

dass die Screeningfrequenz von einem im Alter von 45-50 Jahren initial bestimmten 

PSA-Wert abhängig gemacht wird. 

Die deutsche PROBASE-Studie testet seit 2014 den ersten Basis-PSA-Wert im Alter von 

45 Jahren randomisiert gegen den Screeningbeginn mit 50 Jahren [74]. Auch PROBASE 

ist als Nicht-Unterlegenheitsstudie bezüglich des primären Endpunkts der 

Prostatakarzinom-spezifischen Mortalität kalkuliert und möchte die Überlegenheit des 

späteren Beginns mit 50 Jahren prüfen. Erste Ergebnisse dieser deutschen 

Screeningstudie außerhalb des primären Endpunkts zeigen, dass die durch einen PSA-

Wert von <1,5 ng/ml im Alter von 45 Jahren definierte Niedrigrisikogruppe nicht 

früher als nach 5 Jahren erneut getestet werden muss [67] und dass die digital rektale 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

51

Tastuntersuchung keinen Stellenwert in der Früherkennung von Prostatakarzinomen 

hat [68]. 

Zu Empfehlung 4.7 bis Empfehlung 4.10 

Früherkennung bei familiärer Belastung 

Prostatakarzinome treten bei Personen mit familiärer Belastung früher auf [111]. Das 

relative Risiko eines Prostatakarzinoms ist 2-3fach erhöht bei Personen, die einen 

(oder mehrere) erstgradig Verwandten (z. B. Vater, Bruder) mit Prostatakarzinom 

haben. Das Risiko steigt mit der Anzahl weiterer erkrankter Verwandter und einem 

jüngeren Erkrankungsalter der Verwandten [112], [10], [113], [114], [115], [116]. 

Der V. a. auf ein hereditäres Prostatakarzinom besteht, wenn ≥3 Männer mit 

Prostatakarzinom/Brustkrebs und Ovarialtumor in der blutsverwandten Familie, ≥3 

Generationen in Folge oder ≥2 Männer im Alter ≤55 Jahre betroffen sind. Diese 

Männer haben ein erhöhtes Risiko an einem Prostatakarzinom zu erkranken (relatives 

Risiko 2,3), für ein früheres Auftreten (relatives Risiko 3,93), für ein letales 

Prostatakarzinom (relatives Risiko 2,21) und ein erhöhtes Risiko für ein klinisch 

signifikantes Prostatakarzinom (relatives Risiko 2,32) [111]. 

Früherkennung bei genetischer Disposition 

Bei 5-15 % aller Prostatakrebserkrankten werden krankheitsauslösende 

Varianten/Mutationen in hochpenetranten Risikogenen vermutet [117]. Gene, die in 

diesem Zusammenhang genannt werden, sind u. a. die Gene BRCA1, BRCA2, CHEK2, 

TP53, ATM, PALB2, MLH1, MSH2, MSH6, PMS2 und HOXB13. 

Es ist jedoch für diese Gene noch nicht hinreichend geklärt, ob wirklich ein 

Zusammenhang mit einem erhöhten Prostatakarzinom-Risiko besteht und welche 

klinischen Konsequenzen, z. B. im Sinne von Früherkennungsmaßnahmen bei 

gesunden Personen, bei Vorliegen einer pathogenen Variante (pV) gezogen werden. 

Die IMPACT-Studie untersuchte ein PSA-basiertes Screening bei Personen mit pV in 

BRCA1, BRCA2, MLH1, MSH2 und MSH6. 

In einer ersten Auswertung zeigte sich, dass die Prostatakarzinom-Inzidenzrate pro 

1.000 Personenjahre bei Trägern einer pV des BRCA2-Gens höher war als bei 

Nichtträgern (19,4 vs. 12,0; p=0,03). Träger einer pV des BRCA2-Gens wurden in 

einem jüngeren Alter diagnostiziert (61 vs. 64 Jahre; p=0,04) und hatten häufiger 

eine klinisch signifikante Erkrankung als Nichtträger (77 % vs. 40 %; p=0,01). Keine 

signifikanten Unterschiede im Hinblick auf Erkrankungsalter oder 

Tumorcharakteristika bestand zwischen Trägern einer pV im BRCA1-Gen und 

Nichtträgern [118]. Die Prostatakarzinom-Inzidenz war höher bei Personen mit einer 

pV im MSH2-Gen im Vergleich zu Nichtträgern (4,3 % vs. 0,5 %; p=0,011) und bei 

Trägern einer pV des MSH6-Gens im Vergleich zu Nichtträgern (3,0 % vs. 0 %; 

p=0,034). In der Gruppe der Träger einer pV des MLH1-Gens sowie in deren 

Kontrollgruppe trat kein Prostatakarzinom im Beobachtungszeitraum auf, sodass in 

einem längeren Beobachtungszeitraum untersucht werden muss, ob erhöhte 

Prostatakarzinom-Risiken bei Trägern einer pV im MLH1-Gen bestehen [119]. 

Durch genomweite Assoziationsstudien (engl: genome-wide association studies) 

wurden zahlreiche und in der Allgemeinbevölkerung häufige genetische Varianten 

(meist sog. single nucleotide variants) identifiziert, die jeweils für sich allein das 

Prostatakarzinom-Risiko geringfügig modifizieren. Das Zusammenspiel solcher 

Varianten kann für die personalisierte Risikoberechnung (Berechnung eines 

4.1 Früherkennung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

52

individuellen polygenen Risiko Scores (PRS)) angewendet werden. Für das 

Prostatakarzinom wurden PRS entwickelt, die z. B. 147, 269, 451 oder 948 

Niedrigrisikovarianten umfassen [120], [121], [122], [123]. 

Prostatakarzinomspezifische PRS sind ein vielversprechendes Werkzeug zur 

Risikostratifizierung, allerdings ist der Zeitpunkt und das Maß einer Einbindung in 

klinische Entscheidungsprozesse derzeit noch nicht geklärt. Studien zur klinischen 

Implementierung sind notwendig [124]. 

MRT-basierte Screeninguntersuchungen bei Patienten mit BRCA2, BRCA1- und ATM-

Mutationen zeigen für die Detektion von klinisch signifikanten Prostatakarzinomen 

eine 100-%-Sensitivität und einen negativen prädiktiven Wert von 100 % bei einer MRT 

mit PI-RADS ≥3. Hingegen zeigte sich für ein alleiniges PSA-Screening bei Männern mit 

pV und einer PSA-Erhöhung ≥3 ng/ml lediglich eine Sensitivität von 57 % und ein 

negativ prädiktiver Wert von 73 % [125]. 

Akzeptanz von organisierten Screeningprogrammen 

Obwohl die Relevanz organisierter Screeningprogramme belegt ist, gibt es viele 

Unklarheiten, wie diese Programme auf Bevölkerungsebene umgesetzt werden sollen. 

Grundsätzlich besteht bei Männern eine hohe Bereitschaft, 

Früherkennungsuntersuchungen durchführen zu lassen und die psychologische 

Belastung ist erst dann erhöht, wenn auffällige Befunde vorliegen [126]. Die Adhärenz 

zu risikoadaptierten Programmen ist dann hoch (>70-80 %), wenn das Programm 

grundsätzlich einmal angenommen wurde [127]. Die Akzeptanz von organisierten 

Screeningprogrammen wird aktuell im PRAISE-U-Projekt der EU geprüft (www.praise-

u.eu). Erste Ergebnisse aus dem organisierten Prostatakrebs-Test-Programm in 

Schweden deuten auf eine Teilnahmerate von 35-40 % für risikoadaptierte 

Einladungsprogramme hin [128]. 

In Deutschland wird derzeit kein organisiertes Prostatakrebs-Screening angeboten. 

Die Empfehlungen gelten für eine individualisierte, risikoadaptierte Früherkennung 

des Prostatakarzinoms. 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

53

4.2 Diagnostik 

Der folgende Algorithmus zur Früherkennung und Diagnostik des Prostatakarzinoms 

entsprechend dieser Leitlinie (mit Verweis auf ausgewählte Empfehlungen) wird im 

Folgenden dargestellt (Abbildung 2) 

 

Abbildung 2: Algorithmus zur Früherkennung und Diagnostik des Prostatakarzinoms mit 

Verweis auf ausgewählte Empfehlungen 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

54

 

4.11  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Bei klinischem Verdacht auf ein Prostatakarzinom (erhöhter PSA-Wert, Symptome) 

sollen Männer im Rahmen einer urologischen Konsultation über die Vor- und 

Nachteile einer Diagnostik und deren Konsequenzen beraten werden. 

Insbesondere soll über die Aussagekraft von positiven und negativen 

Testergebnissen, Überdiagnosen sowie über gegebenenfalls erforderliche weitere 

Maßnahmen informiert werden. 

 

Starker Konsens 

 

4.12, 4.13 Verknüpfte Empfehlungen: Evidenzbasiert neu 2025 

4.12 Eine MRT der Prostata im Rahmen der 

Primärdiagnostik soll ab einer bestätigten Erhöhung 

des PSA-Werts von >3 ng/ml und vor einer Biopsie 

erfolgen, sofern hieraus handlungsrelevante 

Konsequenzen resultieren. 

2++, 2- 

[129], [130], [131], 

[132], [75], [76], [77], 

[133], [134] 

4.13 Vor der Durchführung einer MRT der Prostata soll das 

individuelle Risiko zur Detektion eines 

Prostatakarzinoms unter Berücksichtigung des Alters, 

der Anamnese, der mutmaßlichen Lebenserwartung, 

der familiären Belastung, der digital-rektalen 

Untersuchung und der Ultraschall-gestützten 

Bestimmung der PSA-Dichte mit dem Patienten 

besprochen werden. 

2+, 1- 

[135], [130], [131], 

[132], [75], [76], [136], 

[137] 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

4.14  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Bei klinischem Verdacht auf ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom oder wenn 

eine Kontraindikation für eine MRT vorliegt, kann eine histologische Sicherung 

ohne vorangegangene MRT erfolgen. 

 

Konsens 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

55

4.15  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Die Durchführung einer MRT soll entsprechend den aktuellen Qualitätsstandards 

und die Befundung durch einen für die MRT der Prostata zertifizierten Radiologen 

(Q2-Zertifikat der Deutsche Röntgengesellschaft) erfolgen. 

 

Starker Konsens 

 

4.16  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Die Stanzbiopsie soll unter Berücksichtigung aller bildmorphologischen 

Information erfolgen. 

Evidenzlevel 

1+, 

2++ 

[129], [130], [131], [132], [138], [139] 

 

Starker Konsens 

 

4.17  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Die in der MRT beschriebenen Karzinom-suspekten Herde (PI-RADS 4 und 5) 

sollen durch die Entnahme von 2-3 Zylindern pro Herd gezielt biopsiert werden. 

Evidenzlevel 

2++ 

[129], [130], [131], [132] 

 

Starker Konsens 

 

4.18  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

PI-RADS 3 Befunde in der MRT der Prostata sollen bei niedrigem individuellem 

Risiko nicht biopsiert werden. 

Evidenzlevel 

2++ 

[129], [130], [131], [132] 

 

Konsens 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

56

 

4.19  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Die gezielte Biopsie sollte über eine Software-basierte MRT/Ultraschall-

Fusionsbiopsie, oder als MRT-gestützte Biopsie („in-bore“ 1 ) erfolgen. 

1 gezielte Biopsie direkt im MRT 

Evidenzlevel 

2++ 

[129] 

 

Starker Konsens 

 

4.20  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Zusätzlich zur MRT-gezielten Biopsie sollte im Rahmen der Erstbiopsie eine 

systematische Biopsie erfolgen. 

Evidenzlevel 

2++ 

[129], [130], [131], [132] 

 

Starker Konsens 

 

4.21  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Im Rahmen der Re-Biopsie nach tumorfreier Erstbiopsie kann auf eine zusätzliche 

systematische Biopsie verzichtet werden, wenn die systematische Biopsie initial 

durchgeführt wurde. 

Evidenzlevel 

2++ 

[129], [130], [131], [132] 

 

Konsens 

 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

57

4.22  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Eine periläsionale Biopsie (in der Penumbra der MRT-suspekten Läsion) kann 

durchgeführt werden. 

Evidenzlevel 

2++, 

2+ 

[140], [141], [142], [143] 

 

Starker Konsens 

 

4.23  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Bei PI-RADS 1 und 2 Befunden soll keine Biopsie durchgeführt werden. 

 

Konsens 

 

4.24  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Die transrektale Ultraschalluntersuchung, auch als Hochfrequenz-Ultraschall, kann 

als ergänzende bildgebende Diagnostik eingesetzt werden, wenn sie den 

geltenden Qualitätsanforderungen genügt. 

Evidenzlevel 

2++ 

[144], [145], [146], [147] 

 

Konsens 

 

4.25  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Eine auf künstlicher Intelligenz-basierte Ultraschall-Bildanalyse kann bei 

transrektal Ultraschall-gestützter Biopsie genutzt werden. 

Evidenzlevel 

1+ 

[148], [149], [139] 

 

Konsens 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

58

4.26  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Andere Ultraschall-Untersuchungsmethoden, wie der Kontrastmittel-verstärkte 

Ultraschall, Ultraschall-Elastographie und Histoscanning sollen nicht zur 

Primärdiagnostik eingesetzt werden. 

Evidenzlevel 

1-, 3 

[150], [151], [152], [153], [154], [155], [156], [157] 

 

Starker Konsens 

 

4.27  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Die erneute gezielte Biopsie kann auch in Form einer MRT „in-bore“ 1 -Biopsie 

durchgeführt werden. 

1 gezielte Biopsie direkt im MRT 

Evidenzlevel 

1- 

[158], [159], [160], [161], [162], [163] 

 

Starker Konsens 

 

4.28  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Nach negativer systematischer Biopsie ohne vorherige MRT soll bei 

fortbestehendem Karzinom-Verdacht eine Bildgebung mittels MRT, den geltenden 

Qualitätsstandards entsprechend, erfolgen. 

Evidenzlevel 

2++ 

[164], [165], [160], [163] 

 

Starker Konsens 

 

4.29  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Nach negativer Re-Biopsie soll bei gleichbleibenden klinischen Parametern (PSA, 

PSA-Dichte) keine weitere invasive Intervention erfolgen. 

 

Starker Konsens 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

59

4.30  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Die Stanzbiopsie soll gezielt unter bildgebender Kontrolle unter Einbeziehung der 

Lokalisationsinformationen transperineal oder transrektal erfolgen. 

Evidenzlevel 

1++, 

1- 

[98], [166], [97] 

 

Starker Konsens 

 

4.31  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Bei Durchführung einer systematischen Stanzbiopsie im Rahmen einer gezielten 

Biopsie oder wenn eine MRT nicht durchgeführt werden kann, sollen alle 

Sextanten der Prostata mit insgesamt zehn bis zwölf Gewebezylindern abgedeckt 

werden. 

Evidenzlevel 

1++ 

[167] 

 

Starker Konsens 

 

4.32  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Die transrektale Stanzbiopsie soll unter Antibiotikaprophylaxe erfolgen. 

Evidenzlevel 

1+ 

[168], [169] 

 

Starker Konsens 

 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

60

4.33  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Bei Risikopatienten sollte ein Rektalabstrich erfolgen. 

Evidenzlevel 

1++, 

1- 

[98], [166], [97] 

 

Starker Konsens 

 

4.34  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Povidon-Jod kann bei der transrektalen Biopsie angewendet werden. 

 

Starker Konsens 

 

4.35  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Bei der transperinealen Stanzbiopsie kann auf eine Antibiotikaprophylaxe 

verzichtet werden. 

Evidenzlevel 

1++, 

1- 

[170], [171], [98], [97], [166] 

 

Starker Konsens 

 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

61

4.36  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Zur Verminderung des Schmerzempfindens während der Stanzbiopsie der 

Prostata soll eine Anästhesie vorgenommen werden. 

Evidenzlevel 

1++ 

[172], [173], [174], [175], [176], [177] 

 

Starker Konsens 

 

4.37  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Männern mit metastasiertem Prostatakarzinom soll eine Vorstellung in einer 

humangenetischen Sprechstunde und eine Keimbahn-Testung Prostatakarzinom-

relevanter Gene angeboten werden. 

 

Konsens 

 

4.38  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Männer mit einem Prostatakarzinom und einem Hinweis auf ein familiäres 

Tumorrisikosyndrom (u.a. erblicher Brust-/Eierstockkrebs, Lynch-Syndrom) soll 

eine Vorstellung in einer humangenetischen Sprechstunde und eine Keimbahn-

Testung angeboten werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 4.11 

Aufklärung bei klinischem Verdacht auf ein Prostatakarzinom 

Bei klinischem Verdacht auf ein Prostatakarzinom (erhöhter PSA-Wert, Symptome) 

sollen Männer über die Vor- und Nachteile einer Diagnostik und deren Konsequenzen 

beraten werden. Insbesondere soll über die Aussagekraft von positiven und negativen 

Testergebnissen, Überdiagnosen sowie über gegebenenfalls erforderliche weitere 

Maßnahmen informiert werden. Die weitere Diagnostik umfasst in der Regel eine 

Prostata-MRT (vgl. Empfehlung 4.12) aus deren Ergebnis sich die Indikation für eine 

Prostatabiopsie ergeben kann. Vor einer MRT bzw. vor einer Biopsie sind die 

klinischen Konsequenzen bei Nachweis, aber auch bei Nicht-Nachweis eines 

Prostatakarzinoms zu skizzieren. Dies gilt insbesondere für die Re-Biopsie nach 

vorangegangener Biopsie ohne Tumornachweis. 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

62

Besonders im Rahmen der Früherkennung Gesunder stellt die Biopsie einen 

messbaren Schaden dar, wenn kein Karzinom gefunden wird. Insbesondere in dieser 

Situation muss also der Nutzen gegen den Schaden aufgewogen und darüber 

aufgeklärt werden. 

Zu Empfehlung 4.12 

Die MRT in der Primärdiagnostik 

Der klinische Verdacht auf ein Prostatakarzinom aufgrund einer PSA-Erhöhung ≥ 3 

ng/ml soll durch eine MRT der Prostata zur weiteren Risikostratifizierung und 

Biopsieplanung verifiziert werden. Die MRT hat für die Detektion von ISUP ≥2 

Prostatakarzinomen eine sehr hohe Sensitivität und einen sehr hohen negativ 

prädiktiven Wert von jeweils 91 % [129]. 

Der Einsatz der MRT zur Biopsieplanung führt im Vergleich zur systematischen 

Biopsie zur häufigeren Detektion von klinisch signifikanten Prostatakarzinomen (plus 

12 %) und vor allem zur Reduktion des Anteils der detektierten klinisch nicht 

signifikanten Prostatakarzinome (Detektionsverhältnis ISUP-1-Prostatakarzinome: 

0,63 für Biopsie-naive Patienten, 0,62 für negativ biopsierte Patienten) und der hierfür 

benötigten Biopsiezylinder um etwa ein Drittel [129]. Diese Vorteile sind für 

mindestens einmal negativ biopsierte Patienten größer als für Biopsie-naive Patienten 

und auch für ISUP ≥3 Prostatakarzinome größer als für ISUP ≥2 Prostatakarzinome. 

Die Reduktion des Anteils der detektierten ISUP-1-Prostatakarzinome durch die 

gezielte MRT-gestützte Biopsie konnte durch drei prospektiv randomisierte Studien 

(PRECISION n=500 Patienten, 4M trial n=626 Patienten, MRI-FIRST trial n=275 

Patienten) bestätigt werden [132], [130], [131]. Das Detektionsverhältnis für ISUP-1-

Prostatakarzinome betrug im 4M trial 0,56, in der PRECISION-Studie 0,41 und im MRI-

FIRST trial 0,29 [132], [130], [131]. 

Die Reduktion unnötiger Biopsiezylinder lässt sich insbesondere realisieren, wenn 

man dem MRT-gestützten Diagnostikpfad folgt und ausschließlich in der MRT 

suspekte Areale gezielt biopsiert (MRT-gestützter Diagnostikpfad). Abhängig von dem 

gewählten Grenzwert sind bei ausschließlicher Biopsie von Likert-Score/ PI-RADS-

Score ≥3 Läsionen 30 % (95 % KI 23 % – 38 %) der Biopsien vermeidbar, während bei 

einem Grenzwert von Likert-Score/PI-RADS-Score ≥4 Läsionen 59 % (95 % KI 23 %–38 

%) der Biopsien vermeidbar sind [129]. Die Vermeidung von Biopsien geht jedoch mit 

einer Nicht-Detektion von klinisch signifikanten Prostatakarzinomen einher. In zwei 

großen prospektiv randomisierten Studien mit Biopsie-naiven Männern konnte dieser 

Anteil quantifiziert werden. In der MRI-FIRST-Studie wären ohne systematische Biopsie 

5,2 % (95 % KI 2,8–8,7 %) der Männer mit einem klinisch signifikanten 

Prostatakarzinom nicht diagnostiziert worden; in der 4M-Studie betrug dieser Anteil 4 

% [131], [132]. Der Anteil nicht detektierter klinisch signifikanter Prostatakarzinome 

sinkt auf 3 % (10/309), wenn man bei Patienten eine Biopsie ab einem PI-RADS-Score 

≥3 durchführt [132]. 

Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zeigte bei Biopsie-naiven 

Patienten einen Risiko-Unterschied in der Detektion eines klinisch signifikanten 

Prostatakarzinoms von 3 % (alle eingeschlossenen 25 Studien; 2 % in RCTs) und eines 

nicht signifikanten Prostatakarzinoms von –8 % (alle eingeschlossenen 25 Studien und 

nur RCTs) durch die MRT-gezielte Biopsie vs. der systematischen Biopsie. Bei den 

Patienten mit Re-Biopsie lag der Risikounterschied in der Detektion eines klinisch 

signifikanten Prostatakarzinoms von 5 % (alle eingeschlossenen 22 Studien) und eines 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

63

nicht signifikanten Prostatakarzinoms von 9 % (alle eingeschlossenen 22 Studien) 

durch die MRT-gezielte Biopsie vs. der systematischen Biopsie [178]. 

Tu et al. zeigten in ihrem systematischen Review und Metaanalyse (vier Studien) eine 

Risiko-Ratio in der Detektion eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms von 1,27 

(95 % KI 0,69-2,32) und für ein klinisch nicht signifikantes Prostatakarzinom von 0,71 

(95 % KI 0,37-1,39) im Vergleich gezielte Biopsie bei positiver MRT und 

systematischer Biopsie bei positiver MRT (vier randomisiert-kontrollierte Studien). Bei 

der Kombination aus gezielter und systematischer Biopsie vs. alleiniger 

systematischer Biopsie bei negativer MRT zeigte sich eine Risiko Ratio für die 

Detektion eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms von 1,23 (95 % KI 0,73-2,07) 

und eines klinisch insignifikanten Prostatakarzinoms von 1,47 (95 % KI 0,54-4,03) 

[179]. In der Metaanalyse mit Studien (n=18), bei denen der Patient als eigene 

Kontrolle diente, zeigte sich bei Biopsie-naiven Patienten bei der Detektion von 

klinisch signifikanten Prostatakarzinomen bei der gezielten vs. systematische Biopsie 

eine Risiko Ratio von 1,19 (95 % KI 1,10-1,30) [180]. 

Zwei große skandinavische Studien zeigten ähnliche Ergebnisse bezüglich der MRT-

basierten Biopsiestrategie im Prostatakarzinom-Screening [75], [76]. Der kombinierte 

Diagnostikpfad (MRT-gestützte systematische + gezielte Biopsie) und der MRT-

gestützte Diagnostikpfad detektierten bei Männern mit einem PSA ≥3 ng/ml einen 

ähnlichen Anteil klinisch signifikanter Prostatakarzinome (1,1 % (68/5.994) bzw. 0,9 

% (110/11.986)) [75]. 

Die 10 (von insgesamt 5.994 gescreenten Teilnehmern) zusätzlich durch die 

systematische Biopsie detektierten Prostatakarzinome zeigten eine intermediäre 

Graduierung mit überwiegend geringem Tumorvolumen [75]. Der Anteil der klinisch 

nicht signifikanten Prostatakarzinome war dagegen im „combined pathway“ doppelt 

so hoch wie im „MRI pathway“ (1,2 % (72/5.994) versus 0,6 % (66/11.986)) [75] und 

ist ein Beleg für die Gefahr der Überdiagnostik durch die systematische Biopsie. 

In der zweiten Screeningstudie wurde nur dann kombiniert biopsiert, wenn eine 

positive MRT vorlag [76]. Im Vergleich zur klassischen systematischen TRUS-Biopsie 

bei PSA ≥3 ng/ml konnte gezeigt werden, dass durch den Einsatz der MRT der Anteil 

der detektierten klinisch signifikanten Prostatakarzinome 22 % größer, der Anteil der 

detektierten klinisch nicht signifikanten Prostatakarzinome 62 % niedriger und die 

Biopsierate 48 % niedriger war [76]. 

Eine Metaanalyse mit 80.114 Männern aus 12 Studien konnte belegen, dass die 

Integration der MRT der Prostata in das Screening des Prostatakarzinoms mit einer 

Reduktion unnötiger Biopsien (OR 0,28), einer Reduktion der Überdiagnostik von 

klinisch nicht signifikanten Prostatakarzinomen (OR 0,34) bei gleichbleibender 

Detektion klinisch signifikanter Prostatakarzinome im Vergleich zum alleinigen 

Screening mit dem PSA assoziiert war [181]. 

Zu Empfehlung 4.13 bis Empfehlung 4.15 

Risikokalkulatoren 

Zur individuellen Risikoabschätzung für ein Prostatakarzinom können 

Risikokalkulatoren, die klinische Parameter und/oder bildmorphologische Daten aus 

der MRT berücksichtigen, dienen [182], [183], [184]. Eine systematische 

Übersichtsarbeit identifizierte 45 extern validierte Risikokalkulatoren, wobei 28 an 

mehreren Kohorten validiert wurden [101]. Risikokalkulatoren sind allerdings 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

64

abhängig von der Prävalenz des Prostatakarzinoms in verschiedenen 

Subpopulationen, und können somit nicht ohne weiteres auf andere Subpopulationen 

transferiert werden. 

Die beiden am häufigsten verwendeten und extern validierten Risikokalkulatoren, die 

an unterschiedlichen Populationen adaptiert wurden [185] sind der Rotterdam 

prostate cancer risk calculator (RPCRC) aus der ERSPC-Kohorte [186] und der PCPTRC 

2.0 Risikokalkulator aus der Prostate Cancer Prevention Trial Kohorte [187]. 

Während die digital-rekatale Untersuchung (DRU) nicht mehr als 

Früherkennungsuntersuchung empfohlen ist (siehe Empfehlung 4.1), kommt sie 

während der Diagnostik, d.h. bei Patienten mit einem PSA-Wert ≥3ng/ml, weiterhin 

zum Einsatz, da alle genannten Risikokalkulatoren die DRU beinhalten. 

Der RPCRC-Risikokalkulator unter Hinzunahme der MRT wurde an Biopsie-naiven 

[183] und Patienten nach Prostatabiopsie ohne Tumornachweis [188] untersucht 

sowie mehrfach an verschiedenen Patientenkohorten extern validiert [184], [189], 

[190]. Diese erlauben das Abschätzen des individuellen Risikos sowie eine Reduktion 

unnötiger invasiver Diagnostik [182], [191]. Bei 200 Männern mit Erstbiospie und mit 

MRT und kombinierter gezielter und systematischer Biopsie, hätte bei 73 Männern auf 

Basis des RPCRC eine Biopsie vermieden werden können. Dabei wären 2 von 51 ≥ 

ISUP2-Prostatakarzinom übersehen worden [183]. 

Neben der ärztlichen Einschätzung erlaubt die Geschwindigkeit des Gehens („gait 

speed“) eine Abschätzung der in Empfehlung 4.13 genannten mutmaßlichen 

Lebenserwartung, welche bei der Beurteilung des Risikos berücksichtigt werden soll 

[192]. 

Diagnostik familiär belasteter Männer 

Männer mit einer positiven Familienanamnese oder Patienten mit bekannter BRCA1/2-

Mutation haben ein erhöhtes Risiko an einem Prostatakarzinom zu erkranken. Das 

relative Risiko liegt bei 2,5-4,3 bei betroffenen erst-gradig Verwandten [193], [111]. 

Einsatz von Blut- und Urin-basierten Biomarkern in der Diagnostik des 

Prostatakarzinoms 

Blut- oder Urin-basierte Biomarkersysteme wie 

PHI®/4Kscore®/Stockholm3®/Proclarix® bzw. PCA3®/SelectMDx®/Mi Prostate Score® 

(MiPS®)/ExoDx® können indolente Prostatakarzinome identifizieren bzw. in den 

Entscheid zur weiteren Diagnostik mittels MRT und Prostatabiopsie herangezogen 

werden, um weitere invasive Diagnostik zu vermeiden. Im Vergleich zum PSA weisen 

diese Biomarkersysteme eine bessere Diskriminierung zwischen dem Vorhandensein 

eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms und einem indolenten bzw. keinem 

Prostatakarzinom mit AUC-Werten von 0,784-0,82 auf [194], [195]. 

Wang et al. zeigten in einer systematischen Übersichtsarbeit und Netzwerk-

Metaanalyse mit 9.952 inkludierten Patienten aus 16 Studien (eine retrospektive und 

15 prospektive Studien), dass die Sensitivität, Spezifität, der positive und negative 

prädiktive Wert sowie die Genauigkeit des MiPS®, SelectMDx®, PCA3® sowie ExoDx® 

Prostate IntelliScore (alles Urin-basierte Biomarker) im Vergleich zum PSA sowohl in 

der Diagnostik, als auch im Screening gut sind [196]. Limitationen dieser Metaanalyse 

sind für einige Marker die teilweise zu geringe Anzahl identifizierter Arbeiten, die 

Heterogenität der dargestellten Studienergebnisse sowie die Inkonsistenz der Cut-off-

Werte der einzelnen Marker in den identifizierten Studien. 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

65

Die Kombination von Biomarkern mit der MRT kann die diagnostische 

Diskriminierung noch weiter erhöhen [197] und die Voraussage eines Tumors bei 

unauffälliger MRT bzw. MRT mit unklaren Läsionen (PI-RADS 3) verbessern [198]. Eine 

prospektive Beobachtungsstudie mit 17 Zentren zeigte in den beiden primären 

Endpunkten (Nicht-Überlegenheit bzgl. der Sensitivität; Überlegenheit bzgl. der 

Spezifität) mit einer multiethnischen Kohorte mit 2.129 Patienten zur Biopsie, dass 

der STHLM3-Test mit einer relativen Sensitivität von 0,95 (95 % KI 0,92-0,99) einem 

PSA ≥4 ng/ml nicht unterlegen war und zeigte eine dreifach höhere Spezifität (relative 

Spezifität 2,91 (95 % KI 2,63-3,2)) gegenüber einem PSA-Wert ≥4 ng/ml bei der 

Detektion eines ISUP ≥2 Tumors in der Biopsie. Zudem konnte der STHLM3-Test 

gutartige Befunde um 45 % oder Befunde mit einem ISUP-1-Prostatakarzinom um 52 % 

reduzieren [199]. 

Josefsson et al. beschrieben in einer Subanalyse der Göteborg2-Screeningstudie den 

Blut-basierten 4Kscore® als einen Reflex-Test vor Durchführung der MRT bei einem 

PSA-Wert ≥3 ng/ml. Ein 4Kscore® ≥7,5 % implizierte die Durchführung einer MRT bei 

einer PSA-Wert-Erhöhung. Bei der Nutzung dieses Cut-offs lag die geschätzte Zahl der 

vermiedenen MRTs bei 408 (41 %) von 1.000 Männern und 95 von 1.000 Männern 

(Reduktion von 28 %) vermieden eine Biopsie. Dadurch wären 23 % weniger ISUP1- 

Prostatakarzinome diagnostiziert worden. Die Area Under the Curve (AUC) für den 

4Kscore® als Reflex-Test vor der MRT wurde auf 0,84 (95 % KI 0,79-0,89) für die 

Detektion eines intermediate- bzw. high-risk Prostatakarzinom berechnet [200]. 

In der finnischen ProScreen-Studie wurde bei einem erhöhten PSA-Wert und einem 

4Kscore® ≥7,5 % eine MRT und eine Biopsie bei PI-RADS ≥3 oder bei unauffälliger MRT 

bei einer PSA-Dichte ≥15 ng/ml 2 eine Biopsie durchgeführt. Dadurch wurden 34 von 

97 Männern mit einer PSA-Erhöhung biopsiert und 21 Tumoren (davon 17 mit ISUP ≥ 

2) nachgewiesen [104]. 

Allerdings ist die Verfügbarkeit von Analysen, beispielsweise für den 4K-Score und 

den Stockholm-3-Test, in Deutschland sehr limitiert. Proben müssen derzeit an 

zentralisierte Labore, teilweise im Ausland, gesandt werden. Es gibt keine externen 

Qualitätskontrollen (Ringversuche) für diese Tests. Beides schränkt die Praktikabilität 

und die Qualitätssicherung ein. 

Indikation zur Biopsie der Prostata 

Die Biopsieindikation hängt im Wesentlichen von der Befundung der zuvor 

durchgeführten MRTs ab. Männer sollen über die Wahrscheinlichkeit zur Detektion 

eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms in Abhängigkeit vom PI-RADS-Score, 

des Alters sowie der Höhe des PSA und der PSA-Dichte aufgeklärt sein (siehe 

Empfehlung 4.13). 

Die stärksten diagnostischen Prädiktoren für das Vorliegen eines klinisch 

signifikanten Prostatakarzinoms sind die PSA-Dichte und der PI-RADS-Score [201], 

[145], [202], [203]. Bei der PSA-Dichte ist zu beachten, dass diese mit einem klinisch 

signifikanten Prostatakarzinom nur in Drüsen bis 75 ml statistisch signifikant 

assoziiert ist [204]. 

Die Höhe des PI-RADS ist assoziiert mit der Detektionsrate eines klinisch signifikanten 

Prostatakarzinoms. In den prospektiven, randomisierten Studien zeigte sich bei PI-

RADS 1-2; PI-RADS 3, PI-RADS 4 und PI-RADS 5 Detektionsraten von bis 6 %, bis 16 %, 

bis 62 % bzw. bis 70-83 % [205], [132], [131], [163], [130]. 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

66

Die Kombination des PI-RADS-Scores mit der PSA-Dichte zeigte mit steigendem PI-

RADS-Score und steigender PSA-Dichte einen Anstieg der detektierten ISUP Grad ≥2 

Prostatakarzinome [203]. Eine PSA-Dichte von ≤0,15 ng/ml/ml in Kombination mit 

einer negativen MRT (PI-RADS-Score <3) führte für die Vorhersage eines klinisch 

signifikanten Prostatakarzinoms zu einem Anstieg des negativ prädiktiven Wertes auf 

90,4 % [206]. Eine Metaanalyse mit 3.006 Biopsie-naiven Männern bezifferte die 

Prävalenz für ISUP ≥2 Prostatakarzinome in PI-RADS-Score 1-2 Befunden in 

Kombination mit einer PSA-Dichte <0,1 ng/ml/ml auf 3 % (11/411) und in 

Kombination mit einer PSA-Dichte <0,15 ng/ml/ml auf 7 % (17/256) [205]. In PI-RADS-

Score 3 Befunden betrug die Prävalenz für ISUP ≥2 Prostatakarzinome in Kombination 

mit einer PSA-Dichte <0,1 ng/ml/ml 4 % (3/74) und in Kombination mit einer PSA-

Dichte <0,15 ng/ml/ml 13 % (11/88) [205]. Eine weitere Metaanalyse mit 39 

eingeschlossenen Studien zeigte eine Nachtest-Wahrscheinlichkeit für den Nachweis 

eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms bei einer negativen MRT bei einer PSA-

Dichte < 0,15 ng/ml/ml von 6 % und bei einer PSA-Dichte von < 0,10 ng/ml/ml von 4 

% [207]. 

Qualitätsstandards zur Durchführung einer MRT 

Eine hohe technische Qualität der MRT ist für die diagnostische Genauigkeit 

außerordentlich bedeutsam [208], [209], [210]. Die aktuellen Qualitätsstandards zur 

Vorbereitung und Durchführung der MRT der Prostata wurden von den zuständigen 

Fachgesellschaften (Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und Berufsverband der 

Deutschen Radiologen (BDR)) publiziert [211], [212]. Ebenso hat eine hohe Expertise 

des Radiologen in der Befundung der MRT-Bilder einen stark positiven Einfluss auf die 

diagnostische Genauigkeit [208], [213]. Diese Anforderungen gelten insbesondere für 

den Einsatz der MRT im Screening [214]. Die radiologischen Fachgesellschaften DRG 

und BDR sichern durch die Spezialzertifizierung MRT-Prostata mit dem Q2-

Spezialzertifikat zur MRT der Prostata eine Expertise des zertifizierten Radiologen auf 

Expertenniveau. Voraussetzung für das Q2-Zertifikat sind: Q1-Zertifikat, Nachweis 

von mindestens 25 CME-Punkten innerhalb von maximal 60 Monaten aus von der AG 

Uroradiologie der DRG zertifizierten Kursen zur MRT der Prostata, Nachweis von 500 

selbstständig durchgeführten MRT-Untersuchungen der Prostata (mit mindestens 150 

histologisch gesicherten Prostatakarzinomen). Das Qualitäts-Ring-Radiologie-

Zertifikat wiederum überprüft die Bildqualität und die Untersuchungsprotokolle 

entsprechend den aktuell gültigen Qualitätsstandards der zuständigen 

Fachgesellschaften (DRG und BDR) der eingesetzten Magnetresonanztomographen. 

Der Befund einer MRT der Prostata hat eine Qualitätsangabe (nach PI-QUAL) zu 

beinhalten. 

Zu Empfehlung 4.16 bis Empfehlung 4.22 

Durchführung einer gezielten Biopsie in bildmorphologisch tumorsuspekten 

Arealen 

Lu et al. zeigten, dass mit einer steigenden Anzahl von Zylindern aus der Läsion, die 

Detektionsrate klinisch signifikanter Prostatakarzinome aus den in der MRT-

detektierten Läsionen ansteigt. Bei der Entnahme von nur zwei Zylindern aus der 

Region würden 25 % der klinisch signifikanten Prostatakarzinome übersehen werden 

[215]. Eine weitere Arbeitsgruppe zeigte in einer retrospektiven Auswertung von 451 

Patienten, dass vorrangig der erste bis dritte entnommene Zylinder einen 

Tumornachweis zeigte (1. Zylinder 73 %; 2. Zylinder 15 % und der 3. Zylinder 9 %) 

[165]. Sonmez et al. zeigten ebenso in einer retrospektiven Auswertung mit 418 

Patienten, dass die Anzahl der notwendigen Zylinder von dem PI-RADS-Score abhängt. 

Für die Biopsie von PI-RADS ≥4 Läsionen zeigten sie eine optimale Zahl von 2-3 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

67

Zylindern (18 % Detektion von klinisch signifikanten Prostatakarzinomen mit 2-3 

Zylindern) [216]. 

Gezielte Biopsien in tumorsuspekten Läsionen in der MRT 

In einer systematischen Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metaanalyse, die 28 

randomisiert-kontrollierte Studien inkludierte, zeigte sich, dass die gezielte Biopsie 

allein oder in Kombination mit der systematischen Biopsie oder die gezielte MRT-

Biopsie anderen Ultraschall-basierten Biopsiestrategien (transrektale oder 

transperineale systematische Biopsie oder der Ultraschall-Kontrastmittelgestützten 

Biopsie) überlegen war. Für die Detektion signifikanter Prostatakarzinome zeigten 

sich folgende Detektionsraten (14 Studien inkludiert): MRT-gezielte und 

systematische Biopsie 74 %; Fusions-Biopsie und systematische Biopsie 67 %, 

transperineale Biopsie 51 %, MRT-gezielte Biopsie 43 %, transrektale Biopsie 33 % und 

Ultraschall-Kontrastmittelbiopsie 29 % [217]. Xie et al. zeigten in ihrer Metaanalyse 

und systematischen Übersichtsarbeit (insgesamt 26 Studien), dass die Kombination 

aus MRT-gezielter gegenüber der alleinigen systematischen Biopsie (n=24 Studien) 

eine erhöhte Detektionsrate klinisch signifikanter Prostatakarzinome (RR 1,27, 95 % 

KI 1,15-1,4; p<0,001) aufweist. Bei der MRT-gezielten Biopsie kombiniert mit der 

systematischen Biopsie gegenüber der alleinigen systematischen Biopsie zeigte sich 

ebenfalls eine höhere Detektionsrate (18 Studien; RR 1,44, 95 % KI 0,03-0,06; 

p=0,001) [218]. Ebenso konnte bei der alleinigen gezielten Biopsie gegenüber der 

systematischen Biopsie (Metaanalyse mit acht randomisiert-kontrollierten Studien), 

eine erhöhte Detektionsrate klinisch signifikanter Tumoren nachgewiesen werden 

(fünf Studien; RR 1,35, 95 % KI 0,98-1,86; p=0,065) [219]. 

Die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Lan et al. (18 Studien), die 

Patienten mit Re-Biopsie als kognitive Fusionsbiopsie, als MRT/Ultraschall-

Fusionsbiopsie oder in-bore Biopsie inkludierte, wies eine bessere Detektionsrate 

klinisch signifikanter Prostatakarzinome gegenüber der systematischen Biopsie 

(Detektionsrate in Bezug zur systematischen Biopsie 0,043 (95 % KI 0,03-0,06; 

p=0,001)) bei einer ähnlichen Gesamtdetektionsrate nach [220]. Die kognitive 

Fusionsbiopsie, die Software-basierte MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie und in-bore 

Biopsie weisen dabei ähnliche Prostatakarzinom-Detektionsraten (p=0,4) auf [221]. 

Zusätzlicher Nutzen der systematischen Biopsie bei der Erst-Biopsie 

Der zusätzliche Nutzen für die Detektion eines klinisch signifikanten 

Prostatakarzinoms durch eine zusätzliche gezielte Biopsie in MRT-tumorsuspekten 

Läsionen (PI-RADS ≥3) bei Biopsie-naiven Patienten lag bei 6,3 % [129], 7,6 % [131] 

und 7 % [132]. Vice versa, durch eine zusätzliche systematische Biopsie zur gezielten 

Biopsie lag der zusätzliche Nutzen bei einer Mehrdetektion von 4,3 % [129], 5,2 % 

[131], und 5 % [132] durch die systematische Biopsie. 

Zusätzlicher Nutzen der systematischen Biopsie bei der Re-Biopsie 

Die Mehrdetektion eines Prostatakarzinoms durch eine gezielte Biopsie und eine 

zusätzliche systematische Biopsie lag bei 9,6 % bzw. 2,3 % [129]. In einer 

prospektiven Studie mit 152 Patienten, die eine gezielte und eine systematische 

Biopsie erhielten, konnte in der gezielten Biopsie in 47 % und in der systematischen 

Biopsie in 32 % ein Prostatakarzinom nachgewiesen werden (95 % KI 6,0-22 %; 

p<0,001). Die gezielte Biopsie detektierte mehr klinisch signifikante 

Prostatakarzinome als die systematische Biopsie (32 % vs. 16 %; 95 % KI 11-25 %; 

p<0,001). 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

68

Die gezielte Biopsie verfehlte 1,3 % signifikanter Prostatakarzinome [222]. Die 

Kombination aus systematischer und gezielter Biopsie im Vergleich zur alleinigen 

gezielten Biopsie erbrachte einen Unterschied in der Detektionsrate von 6 % für alle 

Prostatakarzinome, 5 % für klinisch insignifikante Prostatakarzinome und 1 % für 

klinisch signifikante Prostatakarzinome [222]. 

Zusätzlicher Nutzen von periläsionalen Biopsien 

Eine prospektive Studie mit 262 Patienten mit zusätzlicher Entnahme periläsionaler 

Biopsiezylinder aus der Penumbra, also der unmittelbaren Umgebung der Läsion mit 

einem Durchmesser von 10 mm, zeigte, dass durch eine gezielte Biopsie in die Läsion 

und eine periläsionale Biopsie 7 % (18/262) klinisch signifikanter Tumor übersehen 

worden wären, wenn keine weitere systematische Biopsie durchgeführt worden wäre. 

Die Rate nicht signifikanter Tumoren wurde damit aber um ein Drittel reduziert [140]. 

Eine weitere Studie mit 168 Biopsie-naiven Patienten zeigte einen Anstieg der 

Detektion eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms von 62 % auf 72 % durch 4 

zusätzliche Zylinder aus der Penumbra [141]. 

Eine weitere, prospektive Studie, die 190 Patienten einschloss, wies keinen 

Unterschied in der Detektion eines signifikanten Prostatakarzinoms durch eine 

zusätzliche Biopsie der Penumbra mit sechs Zylindern zu der gezielten Biopsie versus 

der gezielten Biopsie mit systematischer Biopsie auf [142]. Eine Studie mit 505 

Patienten, zeigte für die gezielte Biopsie mit Biopsie der Penumbra der Läsion in 

einem Radius von 10 mm ähnliche Detektionsraten eines klinisch signifikanten 

Prostatakarzinoms wie die gezielte Biopsie kombiniert mit einer systematischen 

Biopsie (35 % vs. 37 %; p=0,2) jedoch mit einer Reduktion der Detektion eines nicht 

signifikanten Prostatakarzinoms um 19 % [143]. 

Zu Empfehlung Empfehlung 4.23 

Indikationsstellung zur Biopsie bei unauffälliger MRT 

In einer Metaanalyse (17 Studien, 1.300 Patienten) wurde die Prävalenz für ISUP ≥2-

Prostatakarzinome unter Verwendung der aktuellen PI-RADS-Klassifikation v2.1 in PI-

RADS 1-Befunden mit 2 %, in PI-RADS 2-Befunden mit 4 %, in PI-RADS 3-Befunden mit 

20 %, in PI-RADS 4-Befunden mit 52 % und in PI-RADS 5-Befunden mit 89 % angegeben 

[223]. Die Berücksichtigung des PI-RADS-Scores im Rotterdam European Randomized 

Study of Screening for Prostate Cancer Risk Calculator führte für einen PI-RADS-Score 

≥3 sowohl für Biopsie-naive Männer als auch für negativ vorbiopsierte Männer zu 

einem Anstieg der diagnostischen Genauigkeit (AUC 0,84 vs. 0,76 für Biopsie-naive 

Männer, AUC 0,85 vs. 0,74 für negativ-biopsierte Männer) [224]. 

In einer multizentrischen longitudinalen Kohortenstudie wurden Männer mit initialem 

unauffälligem MRT oder mit auffälligem MRT, aber ohne Tumornachweis in der ersten 

Biopsie für 3 Jahre überwacht. Bei Männern mit initialen suspekten MRT wurde eine 

Biopsie empfohlen. Bei den 593 eingeschlossenen Männern wiesen 286 (48 %) eine 

unauffällige MRT auf. Insgesamt vermieden 261 (44 %) der Männer die Biopsie initial 

und 242 (41 %) im Verlauf der 3 Jahre Nachbeobachtung. 279 Männer traten in die 

Nachbeobachtungsphase ein. 233 Männer führten diese komplett für 3 Jahre durch. 

Unter diesen wiesen lediglich 7 Männer ein klinisch signifikantes Prostatakarzinom im 

weiteren Verlauf auf. Bei Männern mit initial auffälligem MRT wiesen 7 % im weiteren 

Verlauf ein klinisch signifikantes Prostatakarzinom auf [225]. 

Zu Empfehlung 4.24 bis Empfehlung 4.26 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

69

Der transrektale Ultraschall in der Diagnostik des Prostatakarzinoms 

Der transrektalen Ultraschalls (TRUS) nach DEGUM-Standard dient der Darstellung und 

der Beurteilung der gesamten Prostata [226] und unterstützt die Durchführung der 

Biopsie durch die räumliche Darstellung der Prostata. Ebenso kann der einfache TRUS 

zur Volumetrie eingesetzt werden, und damit hilfreich bei der Bewertung des PSA-

Wertes und Berechnung der PSA-Dichte sein. Zwei retrospektive Kohortenstudien 

[227], [228], in denen unter Verwendung kombinierter morphologischer Ultraschall-

Kriterien zusätzlich zur systematischen Biopsie gezielte Probeentnahmen erfolgten, 

wiesen bei einer verbesserten Spezifität eine Anhebung des positiven prädiktiven 

Werte auf. Lee et al. [227] erzielten einen positiven prädiktiven Wert von 83 % (im 

Gegensatz zu 52 % für die systematische Biopsie allein) bei Vorliegen 

sonographischer Malignitätskriterien. 

Gezielte Biopsien in tumorsuspekten Läsionen im Hochfrequenz-Ultraschall 

(Mikro-Ultraschall) 

Die Evidenz zur Nutzung des Hochfrequenz-Ultraschalls basiert auf einzelnen 

randomisierten Studien. Es liegen Daten retrospektiver, aber auch prospektiver 

Fallkohorten vor. Die Daten einer aktuell noch rekrutierenden Studie stehen noch aus. 

In einer randomisierten, prospektiven Studie wurden 1.767 Patienten in den 

Hochfrequenz-Ultraschall vs. konventionellem Ultraschall randomisiert. Die Detektion 

eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms unterschied sich nicht in den beiden 

Armen (Hochfrequenz-Ultraschall 34,6 % vs. konventionellen Ultraschall 36,6 % 

(p=0,21)). Allerdings wurde hier noch ein Hochfrequenz-Ultraschallgerät der ersten 

Generation verwendet [229]. Mit der Implementierung des Graduierungssystems 

PRIMUS für den Hochfrequenz-Ultraschall kam es zu einer Verbesserung der 

Sensitivität von 24,6 % auf 60 %; die Spezifität fiel jedoch von 84 % auf 63 % [229]. 

Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse mit 15 inkludierten Studien, 

darunter zehn prospektive Studien, zeigte für den Hochfrequenz-Ultraschall 

gegenüber der systematischen Biopsie keine höhere Rate an klinisch signifikanten 

Prostatakarzinomen als die systematische Biopsie (fünf inkludierte Studien; 

Detektionsrate 1,18 (95 % KI 0,84-1,58)) bei einer geringeren Rate an nicht 

signifikanten Prostatakarzinomen (vier Studien, Detektionsrate 0,55 (95 % KI 0,41-

0,73)) [230]. 

In einer prospektiven Fallkohorte mit 159 Patienten zeigte sich durch die gezielte 

Biopsie mit dem Hochfrequenz-Ultraschall eine höhere Rate an höheren ISUP-Graden 

als in der systematischen Biopsie (26 %). In der zusätzlich durchgeführten 

MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie wurden 16 % zusätzliche Prostatakarzinome 

nachgewiesen. Bei Patienten mit MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie ohne Tumornachweis 

konnten in weiteren 17 % ein Prostatakarzinom durch die gezielte Biopsie in 

Hochfrequenz-Ultraschall suspekten Läsionen nachgewiesen werden [231]. 

In einer weiteren prospektiven Studie mit 125 Biopsie-naiven Patienten mit 

unauffälliger MRT detektierte der Hochfrequenz-Ultraschall mit gezielter Biopsie mit 

einer Sensitivität von 97 % und einer Spezifität von 30 % signifikante 

Prostatakarzinome [144]. 

In einer multizentrischen, einarmigen Studie mit 1.040 Patienten, die sowohl eine 

Hochfrequenz-Ultraschall-gezielte Biopsie als auch eine MRT/Ultraschall-

Fusionsbiopsie erhielten Sensitivitäten von 94 bzw. 90 % (p=0,03), negative prädiktive 

Werte von 85 bzw. 77 %, Spezifitäten von 22 bzw. 22 % und positive prädiktive Werte 

von 44 bzw. 43 % [232]. 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

70

Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse, die die Hochfrequenz-

Ultraschall-geführte Biopsie mit der MRT-gestützten Biopsie als Eigenkontrolle (13 

eingeschlossene Studien mit 1.125 Patienten) untersuchte, zeigte, dass die Ratio für 

die Detektion eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms bei 1,05 (95 % KI 0,93-

1,19) und für das klinisch insignifikante Prostatakarzinom bei 0,94 (95 % KI 0,73-

1,22) lag und deshalb mit der MRT-gezielten Biopsie vergleichbar ist [233]. 

Eine weitere Metaanalyse mit 11 inkludierten Studien (1.081 Patienten) mit dem 

Vergleich Hochfrequenz-Ultraschall- und MRT-gestützte Biopsie wies eine Odds Ratio 

von 1,01 (95 % KI 0,83-1,22; p=0,92) für das klinisch signifikante Prostatakarzinom 

und von 0,92 (95 % KI 0,68-1,25) auf [234]. 

Gezielte Biopsien in tumorsuspekten Läsionen anderer sonographischer 

Bildmodalitäten 

Wie von Ukimura et al. beschrieben, erhöht sich die Genauigkeit der Biopsie bei einer 

gezielten Biopsie mit MR-TRUS-Bildfusion, wenn eine MR-tumorsuspekte Läsion auch 

im TRUS sichtbar ist. Dies führt zu einer besseren Detektion von klinisch signifikanten 

Prostatakarzinomen. Gezielte Biopsien übertrafen die systematischen Biopsien bei der 

Detektion von Prostatakarzinomen und klinisch signifikanten Prostatakarzinomen. Die 

MRT hilft bei der Auswahl derjenigen unter den multiplen TRUS-sichtbaren echoarmen 

Läsionen, die am verdächtigsten sind, Prostatakarzinom zu beherbergen, und daher 

ein Ziel für eine Biopsie darstellen. Bei der Anwendung der MR-TRUS-

Fusionstechnologie ist Fachwissen in der Interpretation sowohl von Echtzeit-TRUS als 

auch der MRT unerlässlich [235]. 

Eine multizentrische, dreiarmige, randomisiert-kontrollierte Studie, die 400 Patienten 

mit Erstbiopsie einschloss, verglich eine auf KI-basierte, Ultraschall-Bildanalyse-

gezielte 6-fach Biopsie (AIUS-TB) mit einer kognitiven MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie 

plus systematischer Biopsie und die systematische 12-fach Biopsie. Die Studie 

spiegelt nicht den in dieser Leitlinienversion empfohlenen Diagnostikpfad wider, da 

nur 42/134 (31 %) der Patienten im MRT-Arm eine PI-RADS 4 oder 5 Läsion aufwiesen; 

die Detektionsrate bei diesen Patienten mit kognitiver Fusion war mit 57 und 67 % 

vergleichsweise niedrig. Weitere 44 Patienten (33 %) wiesen eine PI-RADS 3 Läsion, der 

Rest keine karzinomverdächtige Läsion auf. In diesem Kollektiv unterschieden sich 

weder die Detektionsraten für ein klinisch-signifikantes Prostatakarzinom in den drei 

Armen (AIUSP: 32,2 %; kognitive Fusionsbiopsie: 23,1 % (p=0,240), alleinige 

systematische Biopsie: 26,3 % (p=0,692)), noch die Rate an nicht-signifikanten 

Prostatakarzinomen (AIUSP: 17,3 %; kognitive Fusionsbiopsie: 12,7 % (p=0,618), 

alleinige systematische Biopsie: 8,3 % (p=0,084)). Die Ratio der positiven 

Biopsiezylinder im Verhältnis zur Anzahl der entnommenen Gesamtzylinder war in 

der TRUS-SB-Gruppe (11,0 %, 176/1598) und in der mpMRI-Gruppe (12,7 %, 

204/1608) deutlich niedriger als in der AIUSP-Gruppe (22,7 %, 181/798, p<0,001). 

Die Autoren schlussfolgerten, dass AISUP-TB eine Alternative zur systematischen 

Biopsie darstellen könnte [236]. 

Die softwarebasierte, künstliche Intelligenz-basierte Ultraschall-Bildanalyse (AIUS-TB – 

artificial intelligence ultrasound – targeted biopsy) zeigte an prospektiv erhobenen 

Daten bei 71 Patienten mit einer medianen Langzeitnachbeobachtungszeit von 12 

Jahren weiterhin die Möglichkeit einer Beurteilung von bildmorphologischen 

Veränderungen, die über gezielte Biopsien im Verlauf überprüft wurde [149]. Daten 

von 64 Patienten wurden vor dem Eingriff mittels einer künstliche Intelligenz-

basierten Softwareanalyse untersucht. Die Ergebnisse der Analyse wurde mit 

Großflächenschnitten des Prostatektomiepräparates verglichen. Die Sensitivität, die 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

71

Spezifität, der negativ-prädiktive und der positiv-prädiktive Wert für den Nachweis von 

klinisch signifikantem Prostatakrebs betrugen 69 %, 77 %, 88 %, 50 % bzw. 75 % [237]. 

Künstliche Intelligenz (KI)-Anwendungen zur Unterstützung und Verbesserung der 

MRT der Prostata zeigen zur Detektion karzinomsuspekter Areale vielversprechende 

Ergebnisse. Die vorhandenen Modelle müssen jedoch vor ihrem Einsatz in der Routine 

auf die jeweilige Umgebung und spezifische Eignung neutral getestet werden, da die 

Reproduzierbarkeit und Sicherheit/Richtigkeit der Ergebnisse u.a. bei einer 

Verwendung von Bilddatensätzen anderer als in der jeweiligen Trainings-Kohorte 

verwendeten MRT-Geräten, Feldstärken und Sequenzeinstellungen, unterschiedliche 

Bildqualitätswerte (z. B. PI-QUAL-Scores) sowie unterschiedliche Altersgruppen (i.d.R. 

basieren die Anwendungen auf Datensätzen von Männern im medianen Alter von 65 

Jahren) bisher nicht vollständig geklärt ist. Basierend auf neutralen Validierungen 

mittels ausreichend großer Kontroll-Kohorten mit sehr gutem histologischen 

Referenzstandard soll für die Detektion klinisch signifikanter Prostatakarzinome mit 

einem Gleason-Score ≥ 3 + 4 eine Sensitivität von >90 %, eine falsch-positiv-Rate von 

90 % erreicht werden [238]. In der Literatur veröffentlichte Sensitivitäten 

verschiedener KI–Modelle reichen beispielhaft von 92 % bis 96 % bei Spezifitäten von 

47 % bis 69 % [239], [240], [241], [242]. Es konnte gezeigt werden, dass bei 

substantiellem Training die KI–Modelle das diagnostische Niveau von Experten 

erreichen und damit die Befundungsqualität insbesondere von weniger erfahrenen 

Radiologen erhöhen können [243], [244]. Des Weiteren können KI–Modelle 

möglicherweise die Sicherheit von weniger erfahrenen Radiologen erhöhen und 

signifikant die Befundungszeit reduzieren [240]. In einer internationalen 

Multicenterstudie erreichte eine state-of-the-art KI-Software für die Detektion klinisch 

signifikanter Prostatakarzinome im Vergleich zu in der MRT der Prostata erfahrenen 

Radiologen eine höhere Area Under the Curve (91 % versus 86 %) [241]. Bei gleicher 

Spezifität von 57,7 % detektierte die KI-Software 6,8 % (9/133) mehr klinisch 

signifikante Prostatakarzinome beziehungsweise 50,4 % (57/113) weniger falsch 

positive Befunde und 20 % (8/40) weniger klinisch nicht signifikante 

Prostatakarzinome mit einem Gleason-Score 6. Der Vergleich mit den Ergebnissen der 

klinischen Routine unter Berücksichtigung der klinischen Informationen ergab bei 

gleicher Sensitivität von 96,1 % eine nur minimal geringere Spezifität des KI–Modells 

von 68,9 % versus 69,0 % [241]. Eine relevante Schwierigkeit ist jedoch, dass 

insbesondere weniger erfahrene Befunder die Ergebnisse der KI nur eingeschränkt 

oder gar nicht hinterfragen können, sodass ein Risiko der ungefilterten Übernahme 

der KI-Ergebnisse besteht. Darüber hinaus gibt es auch Studien, die belegen, dass 

eine KI-Software die Performance erfahrener Radiologen verschlechtern kann [245]. 

Eine Grundvoraussetzung für die Verwendung von KI-Anwendungen muss daher eine 

Supervision durch einen erfahrenen Radiologen sein (mind. Q2-Status) und eine 

genaue Validierung der KI-Software mit exakten Angaben zur diagnostischen 

Genauigkeit der getesteten Kollektive. Es ist auch nicht geklärt, wie mit Unterschieden 

zwischen Ergebnissen eines KI–Algorithmus und denen des befundenden Radiologen 

zu verfahren ist. Eine besondere Schwierigkeit in der Prostata-MRT-Diagnostik stellt 

die Heterogenität der Befunde in der Prostata dar. Während eindeutige (größere) 

Karzinome bei entsprechender Untersuchungsqualität einfach gefunden werden 

können, sind diffusere und atypische Karzinome deutlich schwieriger zu detektieren. 

Dies gilt natürlich auch für KI-Anwendungen. 

Hinsichtlich der auf dem transrektalen Ultraschall-basierten Bildgebung identifizierte 

der multiparametrische Ultraschall (mpUS) (Kombination aus Graubild-Ultraschall, 

Kontrastmittelultraschall, Farb-Doppler-Ultraschall und Elastographie) in der 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

72

prospektiven CADMUS-Studie, bei der Männer mit V.a. ein Prostatakarzinom einer 

multiparametrischen MRT und einem multiparametrischen Ultraschall zugeführt 

wurden, weniger klinisch signifikante Prostatakarzinome als die MRT, führte aber 

aufgrund auffälliger Befunde zu der Durchführung zusätzlicher Biopsien. Eine 

Einschränkung der Ultraschall-basierten Verfahren ist ihre hohe Variabilität zwischen 

den Untersuchern [246]. 

Für den Kontrastmittelverstärkten Ultraschall (CEUS) und die Elastographie liegen je 

eine randomisiert-kontrollierte Studie [150], [152], mehrere prospektive oder 

retrospektive Kohortenstudien und Fallserien vor. In einer Metaanalyse und 

systematischen Übersichtsarbeit mit 15 inkludierten Studien, darunter 11 prospektive 

Studien, demonstrierten fünf Studien eine verbesserte Detektion klinisch signifikanter 

Prostatakarzinome (OR 2,33, 95 % KI 1,33-4,09; p=0,006) bei einer jedoch hohen 

Heterogenität der Studien und ohne Betrachtung des Verzerrungsrisikos in der 

Metaanalyse [247]. Für die Elastographie zeigte sich in einer randomisiert 

kontrollierten Studie mit dem Referenzstandard Histologie aus einer systematischen 

Biopsie mit zehn Proben kein statistisch signifikanter Vorteil für die zusätzliche 

Beurteilung der Gewebeelastizität und die gezielte Biopsieentnahme auffälliger Areale 

[152]. Die Fallserien und Kohortenstudien zeigen unterschiedliche Ergebnisse 

hinsichtlich der Testgüte des Verfahrens Elastographie (positiver prädiktiver Wert 

zwischen 20 % und 87,8 %) [248], [249], [153], [154], [155], [156], [157]. 

Der Großteil der identifizierten Arbeiten für den CEUS kamen aus einer Einrichtung. 

Eine RCT mit lediglich 100 Patienten zeigte einen statistisch signifikanten Vorteil für 

CEUS (16 % entdeckte Karzinome vs. 13 % mit TRUS allein (p=0,04)) [150]. Für 

Histoscanning existierten lediglich zwei explorative Pilotstudien [150], [151]. 

Einsatz der PSMA-PET-Bildgebung in der Primärdiagnostik des Prostatakarzinoms 

In einer einarmigen Phase-II-Fall-Kontroll-Studie wurde die PSMA-PET mit der MRT 

bzw. deren Kombination bei 296 Patienten, die sich erstmalig zur Prostatabiopsie 

vorstellten, verglichen. Die PSMA-PET zeigte in Kombination zur MRT eine signifikant 

verbesserte Sensitivität und einen signifikant verbesserten negativ prädiktiven Wert 

zur Detektion von klinisch signifikanten Prostatakarzinomen. 

Tabelle 8: Sensitivität, Spezifität, positiver und negativer prädiktiver Wert für den Nachweis 

eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms in MRT, PSMA-PET und in der Kombination aus 

MRT und PSMA-PET 

 

MRT Prostata PSMA-PET Kombination aus 

PSMA-PET und MRT 

Sensitivität (%) Ratio zur 

MRT 

83 (77-89) 90 (84-94) 1,08 

(p=0,078) 

97 (93-99) 1,16 (< 

0,001) 

Spezifität (%) Ratio zur 

MRT 

53 (44-62) 50 (41-59) 0,94 

(p=0,60) 

40 (31-49) 0,75 

(p=0,011) 

Positiv prädiktiver Wert 

(%) Ratio zur MRT 

69 (62-75) 69 (62-75) 1,00 

(p=0,91) 

67 (60-73) 0,97 

(0=0,36) 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

73

 

MRT Prostata PSMA-PET Kombination aus 

PSMA-PET und MRT 

Negativ prädiktiver Wert 

(%) Ratio zur MRT 

72 (61-80) 90 (70-88) 1,12 

(p=0,14) 

91 (80-97) 1,27 

(p<0,001) 

 

Zusätzlich wurden drei systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen, die die 

68Ga-PSMA-PET-11 mit der MRT der Prostata verglichen haben, identifiziert. Die 

Metaanalyse von Ren et al. inkludierte 16 Studien mit insgesamt 1.227 Patienten in 

einer inhomogenen Patientenpopulation. Die Darstellung eines Prostatakarzinoms 

durch die PSMA-PET-Bildgebung war gegenüber der MRT nicht verbessert (gepoolte 

Sensitivität PSMA-PET-Diagnostik vs. MRT: 0,87 (95 % KI 0,80–0,92, I 2 =95 %) vs. 0,84 

(95 % KI 0,75–0,92, I 2 =95 %); p=0,62, gepoolte Spezifität PSMA-PET-Diagnostik vs. 

MRT: 0,80 (95 % KI, 0,69–0,89, I 2 =96 %) vs. 0,74 (95 % CI: 0,61–0,86, I 2 =97 %); p=0,5) 

[250]. 

Eine weitere Metaanalyse schloss 10 Studien mit 918 Patienten ein. Hier erfolgte 

sowohl eine Auswertung auf Patienten- und Läsionsebene für die Detektion eines 

klinisch signifikanten Prostatakarzinoms. Auf Patientenebene, also der Detektion 

eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms für einen einzelnen Patienten, zeigte 

sich hier eine bessere Detektion klinisch signifikanter Prostatakarzinome als mit der 

MRT (gepoolte Sensitivität MRT: 0,87 (95 % KI 0,83-0,91), gepoolte Sensitivität PSMA-

PET/CT: 0,93 (95 % KI 0,90-0,96); gepoolte Spezifität MRT: 0,47 (95 % KI 0,23-0,71), 

gepoolte Spezifität PSMA-PET/CT: 0,54 (95 % KI 0,23-0,84)). Allerdings zeigte sich auf 

Läsionsebene, also der Detektion eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms in 

einer bildmorphologisch tumorsuspekten Läsion, dass beide bildmorphologischen 

Verfahren tumorsuspekte Herde ähnlich gut lokalisierten (gepoolte Sensitivität MRT: 

0,63 (95 % KI 0,52-0,74), gepoolte Sensitivität PSMA-PET/CT 0,79 (95 % KI 0,62-0,92); 

gepoolte Spezifität mpMRI: 0,88 (95 % KI 0,81-0,95), gepoolte Spezifität PSMA-

PET/CT: 0,71 (95 % KI 0,47-0,90; p=0,0226). In dieser Metaanalyse war die Definition 

des klinisch signifikanten Prostatakarzinoms in den eingeschlossenen Studien 

inhomogen [251]. 

Eine weitere Metaanalyse, die 39 retrospektive und prospektive Studien mit 3.630 

Patienten inkludierte, aber eine nicht zufriedenstellende Qualität entsprechend der 

QUADAS2-Kriterien aufwies, verglich die PSMA-PET/CT mit dem MRT der Prostata. 

Hier zeigte sich für die Gesamtdetektionsrate für das Prostatakarzinom eine RR von 

1,01 (95 % KI 0,99-1,03; p=0,533) [252]. 

Eine Phase-II-Studie untersuchte bei 150 Patienten mit nachgewiesenem intermediate 

und high-risk Prostatakarzinom die Voraussage des lokalen Stagings der 18F-PSMA-

1007-PET/CT versus MRT. Es zeigte sich bei 134 der 150 Patienten, die letztendlich 

eine radikale Prostatektomie erhielten, eine Überlegenheit der PSMA-PET gegenüber 

der MRT bzgl. der Genauigkeit des endgültigen pathologischen Tumorstadiums (45 % 

vs. 31 %; p=0,003). Ebenso war die PSMA-PET der MRT bzgl. der korrekten 

Klassifikation von dominanten Tumorläsionen 94 % vs. 83 %; p=0,01), der Lateralität 

(64 % vs. 44 %; p=0,001) und des extraprostatischen Wachstums 75 % vs. 63 %, aber 

nicht der Samenblaseninfiltration (91 % vs. 85 %; p=0,07) überlegen [253]. Diese 

Überlegenheitsstudie kann allerdings nicht als diagnostische Studie für die Detektion 

eines Prostatakarzinoms gewertet werden. 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

74

In einer Metaanalyse (29 Studien inkludiert), die das PSMA-PET versus der 

multiparametrischen MRT bei der primären Diagnostik des Prostatakarzinoms 

untersuchten, zeigte die Patienten-basierten Analyse eine Sensitivität von 90 % vs. 84 

% (p>0,0001) und eine Spezifität von 66 % vs. 60 % (p<0,0001) [254]. 

 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

75

Zu Empfehlung 4.27 bis Empfehlung 4.29 

Indikation zur erneuten Bildgebung und weiteren Diagnostik bei hoch-suspekten 

Läsionen in der MRT 

Bei Patienten mit PI-RADS 4/5-Läsionen ohne Tumornachweis in der Software-

basierten Fusionsbiopsie und bei weiter bestehenden PI-RADS 4/5-Läsionen kann eine 

in-bore Prostatabiopsie in der MRT als Alternative in Erwägung gezogen werden [255], 

[164], [163]. In einer retrospektiven Auswertung von 62 Patienten nach einer Fusions-

Biopsie ohne Tumornachweis bei Patienten mit einer in der MRT tumorsuspekten 

Läsion zeigten 21 % noch klinisch signifikante Prostatakarzinome in einer in-bore 

gezielten Biopsie [160]. Quentin et al. zeigten in einer retrospektiven Auswertung von 

51 Patienten mit negativer MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie bei PI-RADS 4/5-Befunden 

eine Detektionsrate eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms von 47 %. Die 

Detektionsrate eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms in PI-RADS 4 lag bei 39 

% und PI-RADS 5 bei 61 % [163]. 

Ein Anstieg des PSA nach Biopsie ohne Tumornachweis, initial hohe PSA-Werte und 

hohe PSA-Dichte sind prädiktiv für einen Tumornachweis im weiteren Follow-up [161], 

[162]. Die PSA-Anstiegsgeschwindigkeit scheint jedoch nicht prädiktiv für den 

Nachweis eines Prostatakarzinoms nach negativer Biopsie in der Rotterdam und 

Göteborg-Gruppe der ERSPC-Studie zu sein [256]. 

Re-Biopsie bei Nachweis einer ASAP, HGPIN oder intraduktalen Proliferation 

In Biopsiekohorten aus den 1990er und frühen 2000er Jahren zeigten Patienten mit 

Nachweis einer atypical small acinar proliferation (ASAP) oder einer ausgedehnten 

High-Grade PIN-Läsion (HGPIN) bei 42-48 % bzw. 35-47 % in der Re-Biopsie ein 

Prostatakarzinom [257], [258], [259], [260], [261]. Durch eine Erhöhung der Anzahl 

der Stanzzylinder sowie der Hinzunahme der MRT der Prostata und Durchführung 

gezielter Biopsien sind diese Zahlen nicht mehr repräsentativ. Eine retrospektive 

Studie aus dem Jahr 2017, die 12.817 Patienten untersuchte, zeigte keinen 

Unterschied bei der Detektion eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms in der 

Re-Biopsie bei Patienten mit initialer negativer Biopsie oder Nachweis einer ASAP oder 

HGPIN [262]. 

Die „High-Grade PIN“ und das hiervon morphologisch nur schwierig abzugrenzende 

„intraduktale Karzinom“ der Prostata sind intraduktale Proliferationen, welche 

physiologischen oder hyperplastischen Epithelproliferaten in ihrer Menge und 

räumlichen Konzentration so ähnlich sind, dass sie häufiger oder meistens in der MRT 

nicht erkannt werden können. Dementsprechend ist bei diesen histologischen 

Diagnosen und initial negativer MRT nicht von einer baldigen Veränderung ihrer 

Sichtbarkeit in der MRT auszugehen. Beim ASAP handelt es sich um einen kleinen, 

krebsverdächtigen Herd. Nach einer negativen MRT ist die Wahrscheinlichkeit eines 

großen, aber nur marginal getroffenen Karzinoms somit nicht hoch. 

Empfehlungen zur technischen Durchführung einer Biopsie 

Zu Empfehlung 4.30 

Transperineal vs. transrektal-geführte Biopsie 

Drei randomisiert-kontrollierte Studien, die die transperineale mit der transrektalen 

Biopsie verglichen, zeigten vergleichbare Prostatakarzinom-Detektionsraten [98], bei 

ähnlichen Komplikationsraten bzgl. des Harnverhaltes und der Infektionsrate [263], 

[264], [98]. Der transperineale Zugang ist ebenso unter Lokalanästhesie möglich 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

76

[265] und benötigt eine signifikant längere Interventionsdauer (transperineal 12,7 

min +/- 9,8 min vs. 9,2 min +/- 3,5 min; p<0,0001) [266]. 

Zu Empfehlung 4.31 

Anzahl der Stanzzylinder bei der systematischen Biopsie 

Die Zahl positiver Zylinder steigt mit der Anzahl entnommener Stanzzylinder, wobei 

eine Zahl von zehn bis zwölf als zuverlässig angesehen wird [167]. Die 

systematischen Prostatastanzzylinder sollten nach einem festen Schema aus den 

Regionen entnommen werden. Gleichfalls muss die Entnahmezone der Prostata 

angegeben werden [167]. Die Lokalisationsangaben der Stanzzylinder sind dem 

untersuchenden Pathologen zu übermitteln und im histopathologischen Befund mit 

anzugeben. 

Zu Empfehlung 4.32 bis Empfehlung 4.35 

Einsatz der antibiotischen Prophylaxe bei der Prostatabiopsie 

Eine Metaanalyse von 11 eingeschlossenen Studien mit 1.753 Patienten zeigte eine 

signifikante Reduktion von Infektionen durch eine Antibiotikaprophylaxe bei der 

transrektalen Biopsie (RR 0,56, 95 % KI 0,40-0,77) [169]. 

Risikopatienten für eine erhöhte Infektionsrate bzw. Resistenzrate, bei denen also ein 

Rektalabstrich zur gezielten Antibiotikaprophylaxe zu empfehlen ist, sind durch 

folgende Risikofaktoren charakterisiert: 

• Z.n. (rezidivierender) Prostatitis/Harnwegsinfektion [267], 

• Diabetes mellitus bei erhöhtem Infektionsrisiko [267], 

• Immunsuppression [268], 

• Z.n. Einnahme einer Antibiose bis vor ≤ 1 Jahr, 

• nach Reisen in Länder mit einer hohen Antibiotika-Resistenzlage [269]. 

Weitere Maßnahme zur Reduktion einer Infektion bei transrektaler Biopsie ist 

transrektale Reinigung mit Povidon-Jod (Metaanalyse mit 11 Studien und 2.237 

Patienten RR 0,47 (95 % KI 0,36-0,61)) [270]. Es zeigte sich in weiteren Metaanalysen 

kein Unterschied in der Infektionsrate durch rektale Einläufe vor der Biopsie, beim 

Nadeltyp, bei der Nadelgröße und der Durchführung eines periprostatischen 

Nervenblocks/Lokalanästhesie [270]. Die drei randomisiert-kontrollierten Studien 

zeigten eine niedrige Infektionsrate auch im transrektalen Arm (1,4 % vs. keine in der 

transperinealen (p=0,059) [98], 0,8 % [271] und 2,6 % vs. 2,7 % (p=0,99) im 

transperinealen Zugang [272]). Es ist zu vermerken, dass bei Hu et al. und Mian et al. 

keine antibiotische Prophylaxe beim transperinealen Zugang und eine gezielte 

antibiotische Prophylaxe nach Rektalabstrich beim transrektalen Zugang erfolgte ([98] 

und [273]). 

Bei der transperinealen Biopsie kann bei Nicht-Vorhandensein einer Infektion oder 

Prostatitis auf eine Antibiotikaprophylaxe verzichtet werden. In einer 

multizentrischen, randomisierten Nicht-Unterlegenheitsstudie (NORAPP-Studie) 

wurden Patienten, die sich einer transperinealen Biopsie unterzogen, in einen Arm mit 

Antibiose und einen Arm ohne perinterventioneller Antibiose randomisiert. In beiden 

Armen zeigte sich kein Patient, der aufgrund einer Sepsis oder Harnwegsinfekts 

innerhalb von 2 Monaten nach Biopsie aufgenommen werden musste. 

Harnwegsinfekte, die keiner stationären Aufnahme bedurften, zeigte sich bei 0,36 % 

(95 % KI 0,01-2,00) und 1,09 % (95 % KI 0,37-3,15) der Patienten mit bzw. ohne 

4.2 Diagnostik 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

77

Antibiose. Mit einer Differenz von 0,73 % war damit die Nicht-Unterlegenheitsgrenze 

von 4 % nicht erreicht [170]. 

Eine weitere systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zeigte keine erhöhte 

Infektionsrate ohne die Verwendung einer Antibiotikaprophylaxe bei der 

transperinealen Biopsie (0,05 % vs. 0,08 %; p=0,2) [171]. 

Obwohl dieEvidenzlevels der verfügbaren Studien stark variierten wird in den meisten 

ein klinischer Nutzen (bei großer Methodenvarianz) beschrieben, insbesondere bei 

der Reduktion von möglichen schweren Komplikation, bzw. einer richtigen 

Antibiotikawahl (z. B. Fluorchinoloneresistenz) [274], [275], [276], [277], [278], [279]. 

Zu Empfehlung 4.36 

Anwendung einer Anästhesie bei Prostatabiopsie 

Durch eine lokal infiltrative Anästhesie (z. B. periprostatischer Block) gegenüber 

Placebo oder lokal topischer Anästhesie bei der transrektalen Biopsie wird das 

Schmerzempfinden reduziert [280], [172], [173], [174]. Bei der transperinealen 

Biopsie ist eine lokale infiltrative Anästhesie ebenso möglich [175], [176]. Das 

Schmerzempfinden ist jedoch bei der transperinealen Biopsie gegenüber der 

transrektalen Biopsie erhöht (Metaanalyse mit 3 Studien RR 1,83 (95 % KI 1,27-2,65)) 

[177]. 

Zu Empfehlung 4.37 und Empfehlung 4.38 

Diagnostik des Prostatakarzinoms bei familiärer Belastung 

In einer retrospektiven Studie mit 692 Männern mit metastasiertem Prostatakarzinom 

wurden bei 82 Männern konstitutionelle pathogene Varianten in 16 DNA-

Reparaturgenen (11,8 %) u. a. BRCA2 (37 Männer [5,3 %]), ATM (11 [1,6 %]), CHEK2 

(10 [1,9 % von 534 Männern]), BRCA1 (6 [0,9 %]), RAD51D (3 [0,4 %]), und PALB2 

nachgewiesen [281]. In einer prospektiven Studie mit 501 Prostatakarzinompatienten, 

von denen der Großteil eine fortgeschrittene (metastasiert/kastrationsresistent/lokal 

fortgeschritten) Erkrankung hatte (n= 483, 96,4 %), wurde bei 51 Patienten (10,2 %) 

mindestens eine pathogene Variante in einem DNA-Reparaturgen nachgewiesen [282]. 

Eine Familienanamnese mit gehäuftem Auftreten von Prostatakarzinomen oder 

anderen Krebsarten wie Brust- oder Dickdarmkrebs besteht bei 1/3 aller 

Prostatakarzinome [283]. Man schätzt, dass erbliche Prostatakarzinome mit 

hochpenetranten, konstitutionellen pathogenen Varianten in Risikogenen 5-10 % aller 

Prostatakarzinom-Fälle in der Allgemeinbevölkerung ausmachen [284]. Eine 

Vorstellung in einer humangenetischen Sprechstunde ist angeraten, sofern die 

Kriterien für eine genetische Untersuchung eines spezifischen Tumorrisikosyndroms - 

insbesondere erblicher Brust-Eierstockkrebs oder Lynch-Syndrom - erfüllt sind (siehe 

auch [285], [286]). 

Verschiedene internationale Empfehlungen für eine genetische Untersuchung im 

Hinblick auf konstitutionelle pathogene Varianten in hochpenetranten Genen wurden 

erarbeitet [287], [288], [289]. Insgesamt existieren aktuell keine validierten Kriterien 

für eine genetische Testung bei Verdacht auf ein erbliches Prostatakarzinom. Bei den 

meisten Studien zur Prävalenz von konstitutionellen pathogenen Varianten bei 

Prostatakarzinom handelt es sich um retrospektive Studien, die sich im genetischen 

Untersuchungsumfang und den untersuchten Patientenkollektiven unterschieden 

[290], [291], [292], [293], [294], [281], [295], [282], [296]. 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

78

Die berichteten Prävalenzen von pathogenen Varianten variieren entsprechend bzw. 

sind nur eingeschränkt vergleichbar. In einer Beobachtungsstudie von Nicolosi et al. 

[290] bei 3.607 Männern mit einem Prostatakarzinom wurden pathogene Varianten 

bei 620 (17,2 %) Personen nachgewiesen. Entsprechend der selbst berichteten 

Familienanamnese zeigte sich jedoch, dass 229 Einzelpersonen (37 %), bei denen 

einen pathogene Variante nachgewiesen wurde, keine genetische Testung angeboten 

worden wäre, wenn allein die NCCN-Kriterien für familiären Brust- und Eierstockkrebs 

(Version 1.2019) angewendet worden wären. In der prospektiven PROCLAIM-Studie, in 

der die NCCN-Kriterien für eine genetische Testung bei Prostatakrebs (Version 

2.2019) untersucht wurden, zeigte sich kein signifikanter Unterschied in der 

Prävalenz von konstitutionellen pathogenen Varianten bei Patienten, die die Kriterien 

erfüllten (8,8 %, 43/486, 95 % KI 6,6-12 %), im Vergleich zu Patienten, die diese 

Kriterien nicht erfüllten (6,6 %, 31/472, 95 % KI 4,6-9,2 %; Odds Ratio 1,38, 95 % KI 

0,85-2,23); bei 42 % der Patienten (31/74, 95 % KI 31-53 %) mit pathogenen Varianten 

wären bei Anwendung der entsprechenden Kriterien pathogene Varianten nicht 

nachgewiesen worden [296]. In einer weiteren prospektiven Studie [297] mit einer 

universellen genetischen Testung von Patienten mit verschiedenen urogenitalen 

Krebserkrankungen wurde in der Subgruppe der Patienten mit Prostatakarzinom 

(n=358) bei 49 Patienten (14 %) eine pathogene Variante nachgewiesen; bei 

Anwendung der NCCN-Leitlinie (2020) wären 14 pathogene Varianten nicht 

nachgewiesen worden (29 %) [298]. 

4.3 Stadieneinteilung 

Zur Stadieneinteilung soll die aktuelle UICC-Klassifikation herangezogen werden 

[299]. Die Stadien T1-2 N0 M0 werden unter der Bezeichnung lokal begrenztes 

Prostatakarzinom zusammengefasst. Das lokal fortgeschrittene Prostatakarzinom 

umfasst die Stadien T3-4 N0 M0. Die Stadien N1und/oder M1 werden als regional 

bzw. fern metastasiertes Prostatakarzinom bezeichnet. 

Die Einteilung nach D’Amico [300] bildet die Grundlage für die therapeutischen 

Empfehlungen seit Bestehen der S3-Leitlinie Prostatakarzinom. Der Hintergrund 

hierfür ist, dass diese Klassifikation in den älteren randomisierten Studien der 

Strahlentherapie durch die RTOG und ESTRO die Grundlage für die 

Stratifikationsmerkmale bildete. 

Für die lokale Tumoreinteilung bildete die manuelle Palpation die Grundlage; für die 

Bildgebung wurden lediglich die Computertomographie und die Skelettszintigraphie 

eingesetzt. Auf dieser Grundlage wurde in die Risikogruppen low (niedrig), 

intermediate (intermediäres Risiko) und high risk (Hochrisiko) eingeteilt (siehe 

Tabelle). Parallel zu dieser Klassifikation wurden die Klassifikationen nach NCCN und 

der EAU entwickelt und in die klinische Routine eingeführt. 

Diese drei Stadieneinteilungen stimmen jedoch in bestimmten Definitionskriterien 

nicht überein. So wird z.B. bei der NCCN-Einteilung das intermediäre Risikoprofil in 

das sog. „günstige“ und das „ungünstige“ Risikoprofil aufgeteilt. Dazu wurden 

zusätzliche Parameter entwickelt (z. B. Gleason-Score 3+4 und 4+3 – entsprechend 

ISUP 2 und 3, aber auch das Tumorvolumen gemessen an der Anzahl positiver 

Biopsien). 

Zusätzlich unterscheidet die NCCN die Gruppe „high risk“ und „very high risk“, wobei 

z. B. die „high risk-Gruppe“ der „high risk-Gruppe“ von D’Amico ähnelt, die „very high 

risk-Gruppe“ jedoch weiter differenziert, mit mindestens zwei der Faktoren cT3/cT4, 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

79

ISUP 4 oder 5 sowie PSA > 40 ng/ml. Diese Patienten finden sich nach D’Amico in der 

„high risk-Gruppe“ bzw. sind in dieser Klassifikation nicht abgebildet (cT3/cT4). 

Zusätzlich wurde die EAU-Klassifikation entwickelt, die nach lokal begrenztem 

Prostatakarzinom und lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom unterscheidet, wobei 

das lokal fortgeschrittene Prostatakarzinom das Tumorstadium cT3/4 oder cN+, 

basierend auf der digitalen rektalen Untersuchung oder bei cN+ basierend auf der 

CT/Knochenszintigraphie umfasst. 

Das cT2c-Stadium wird bei der EAU und bei D’Amico als „high risk“ klassifiziert, in der 

NCCN werden diese Patienten jedoch dem intermediären Risiko zugeteilt. Wichtig ist 

auch zu wissen, dass ab dem ungünstigen intermediären Risikoprofil bei NCCN für 

die Stadieneinteilung auch die PSMA-PET/CT und/oder die 

Magnetresonanztomographie herangezogen werden kann. 

Neu Eingang in die EAU-Leitlinien haben die Cambridge Prognostic Groups (CPG) 

gefunden, die die Prostatakrebs-bedingte Sterblichkeit sehr gut voraussagen, aber 

noch selten in prospektiven klinischen Therapiestudien eingesetzt werden [301], 

[302]. 

Diese unterschiedlichen Klassifikationen, die allesamt in Leitlinien eingesetzt werden, 

führen zu erheblichen Problemen, die Therapieempfehlungen der deutschen S3-

Leitlinie auf die einzelnen anderen Klassifikationen zu übertragen. 

Klinisches Beispiel 

Ein klinisches Beispiel verdeutlicht dies: ein Patient hat einen nicht-palpablen ISUP 3 

Tumor (T1c) und einen PSA-Wert von 16 ng/ml. 

Nach der Klassifizierung nach D’Amico ist das ein Patient, der dem intermediären 

Risikoprofil zugeteilt wird. Das bedeutet, dass im Fall einer Strahlentherapie 

zusätzlich eine antihormonelle Therapie von 4-6 Monaten empfohlen wird. 

Nach NCCN fällt dieser Patient in das ungünstige intermediäre Risikoprofil. Dieser 

Patient hat nun eine Multiparameter-MRT der Prostata erhalten, in der man eine 

kleinvolumige Infiltration des Tumors in die Samenblasenregion nachweisen konnte 

(cT3b). 

Damit entspricht das Tumorstadium nicht mehr dem intermediären Risikoprofil, 

sondern bei einem cT3b-Karzinom der Gruppe „high risk“ nach NCCN oder dem lokal 

fortgeschrittenen Prostatakarzinom nach EAU. Dieses würde bedeuten, dass bei 

diesem Patienten nicht eine 4-6monatige ADT, sondern eine 24-36 Monate dauernde 

antihormonelle Therapie eingesetzt werden soll, also wesentlich länger als bei dem 

intermediären Risikoprofil verbunden mit erheblich mehr Nebenwirkungen. 

Dieses Beispiel verdeutlicht die aktuell beschriebene Problematik. In der 

Vergangenheit ist in den klinischen Studien zumeist die Einteilung nach D’Amico 

eingesetzt worden, dieses wäre im vorliegenden Fall die klassische 4-6monatige ADT. 

Es ist unbekannt, ob dieser Patient aufgrund der in der MRT beschriebenen 

Samenblaseninfiltration die deutlich aggressivere Therapie benötigt. 

Sicher ist, dass das Tumorvolumen eine große Rolle spielt. 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

80

Bei der digital-rektalen Untersuchung liegt bei der Klassifikation als cT3-Karzinom ein 

vom Volumen her größerer Tumor vor als wenn ein T2-Karzinom diagnostiziert 

worden wäre, im vorliegenden Fall ist das Tumorvolumen aber klein(er). 

Das optimale Vorgehen für die Leitlinien ist im Moment nicht eindeutig bekannt. Die 

Empfehlung der S3-Leitlinie lautet deshalb, dass die Therapie der Patienten mit den 

modernen Bildgebungsverfahren mehr individualisiert werden soll und die 

unterschiedlichen Risikofaktoren im interdisziplinären Tumorboard individuell 

gewichtet werden sollen. Hier kann dann wie in dem vorliegenden Fall gemeinsam 

interdisziplinär sowohl die 4-6monatige ADT empfohlen werden wie auch die 24-

36monatige ADT. In der Zukunft kann die PSMA-PET-Bildgebung bei der individuellen 

Risikoprädiktion helfen und sollte auch bei dem oben genannten Beispiel mit 

berücksichtigt werden [303]. 

Aufgrund der aktuellen Problematik mit verschiedenen Einteilungen wurde in der 

aktuellen S3-Leitlinie begonnen, die unterschiedliche Klassifikation wie oben 

beschrieben deutlich zu machen, damit die einzelne Problematik nach individuellen 

Tumorkriterien besser verstanden werden kann. 

In der Zukunft wird die moderne Bildgebung mittels MRT und PET einen bedeutenden 

und wesentlich größeren Stellenwert haben als die konventionelle Bildgebung in der 

alten Eingruppierung nach D’Amico. Es ist daher richtig, diese Einteilung in den 

nächsten Jahren zu verlassen. 

Aufgrund der beschriebenen Unterschiede und da es insgesamt zu einer 

Stadienmigration vom lokal begrenzten zum lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom 

kommen kann, empfiehlt es sich, die Basis, auf der klassifiziert wird, mit anzugeben. 

Ebenso soll die Art der Stagingbildgebung dokumentiert werden. In der 

Vergangenheit basierte das bildgebende Staging auf konventioneller Bildgebung, die 

jedoch einer PSMA-PET Untersuchung bezüglich Sensitivität und Spezifität unterlegen 

ist [304]. Durch die bessere Testgüte der PSMA-PET kommt es ebenfalls zu 

Stadienverschiebungen. Deren Auswirkungen sind noch nicht abschließend 

beurteilbar, scheinen aber die Vorhersage des Gesamtüberlebens eher zu verbessern 

[303]. 

 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

81

Tabelle 9: Risikogruppen nach D’Amico (D’Amico AV et al. 1998) 

Das lokal begrenzte Prostatakarzinom wird nach D´Amico et al. 1998 bezüglich der 

Entwicklung eines Rezidivs in Risikogruppen eingeteilt [300]: 

Niedriges Risiko PSA ≤10 ng/ml und ISUP-Grad 1 (Gleason-Score 6) 

und cT-Kategorie 1c, 2a. 

Intermediäres (im Folgenden: mittleres) Risiko PSA >10 ng/ml - 20 ng/ml oder ISUP-Grad 2 oder 

3 (Gleason-Score 7) oder cT-Kategorie 2b. 

Hohes Risiko PSA > 20 ng/ml oder ISUP-Grad ≥4 (Gleason-Score 

≥8) oder cT-Kategorie 2c [300], [305], 

 

Tabelle 10: Risikogruppeneinteilung (nach NCCN 1.2025; eigene Übersetzung) 

Risikogruppe Klinische und pathologische Faktoren 

Sehr niedrig Erfüllt alle der folgenden Kriterien: 

• cT1c 

• ISUP-Grad 1 

• PSA <10 ng/mL 

• <3 positive Biopsiezylinder, ≤50 % Tumorinfiltration je Zylinder 

• PSA-Dichte <0,15 ng/mL/g 

Niedrig Erfüllt alle der folgenden Kriterien, aber nicht die Voraussetzungen für 

ein sehr niedriges Risiko 

• cT1-cT2a 

• ISUP-Grad 1 

• PSA <10 ng/mL 

Intermediär Erfüllt alle der 

folgenden Kriterien: 

• Keine 

Hochrisikofaktor

en 

• Keine sehr hohen 

Risikofaktoren 

• Erfüllt ≥1 

intermediären 

Risikofaktor: 

o cT2b-

cT2c 

Günstig 

intermediär 

Erfüllt alle der folgenden 

Kriterien: 

• 1 intermediärer 

Risikofaktor 

• ISUP-Grad 1 oder 2 

• <50 % positive 

Biopsiezylinder (z. B. <6 

von 12 Stanzen) 

Ungünstig 

intermediär 

Erfüllt ≥1 der folgenden 

Kriterien: 

• 2 oder 3 intermediäre 

Risikofaktoren 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 


82

Risikogruppe Klinische und pathologische Faktoren 

o ISUP-Grad 

2 oder 3 

o PSA 10-

20 

ng/mL 

• ISUP-Grad 3 

• ≥50 % positive 

Biopsiezylinder (z.B. ≥6 

von 12 Stanzen) 

Hoch Erfüllt ≥1 Hochrisikofaktor, aber nicht die Kriterien für ein sehr hohes 

Risiko: 

• cT3-cT4 

• ISUP-Grad 4 oder 5 

• PSA >20 ng/mL 

Sehr hoch Erfüllt mindestens zwei der folgenden Kriterien: 

• cT3-cT4 

• ISUP-Grad 4 oder 5 

• PSA >40 ng/mL 

Quelle: [306] 

 

Tabelle 11: EAU-Risikoeinteilung für das lokal begrenzte und lokal fortgeschrittene 

Prostatakarzinom (nach EAU Guideline, LIMITED UPDATE APRIL 2024) 

Definition 

Niedrigrisiko Intermediäres Risiko Hochrisiko 

PSA <10 ng/ml 

und ISUP Grad 1 

und cT1-2a* 

PSA 10–20 ng/ml 

oder ISUP Grade 2 

oder 3 

oder cT2b* 

PSA >20 ng/ml 

oder ISUP Grade 4 

oder 5 

oder cT2c* 

jeder PSA-Wert 

jeder ISUP-Grade 

cT3-4* oder cN+** 

Lokal begrenzt Lokal fortgeschritten 

ISUP = International Society of Urological Pathology; PSA = prostate-specific antigen. * Basierend auf der 

digital rektalen Untersuchung ** Basierend auf konventioneller Bildgebung 

(CT/Knochenszintigraphie). 

 

 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

83

Tabelle 12: Kriterien der Cambridge Prognostic Group (nach EAU 2024, eigene Übersetzung) 

Cambridge Prognostic 

Group (CPG) 

Kriterien 

1 Gleason-Score 6 (ISUP Grad 1) UND PSA <10 ng/ml UND Stadium T1-T2 

2 Gleason-Score 3+4=7 (ISUP Grad 2) ODER PSA 10-20 ng/ml UND Stadium 

T1-T2 

3 Gleason-Score 3+4=7 (ISUP Grad 2) UND PSA 10-20 ng/ml UND Stadium 

T1-T2 ODER Gleason-Score 4+3=7 (ISUP Grad 3) UND Stadium T1-T2 

4 Ein Hochrisikofaktor: Gleason-Score 8 (ISUP Grad 4) ODER PSA >20 ng/ml 

ODER Stadium T3 

5 Jegliche Kombination aus Gleason-Score 8 (ISUP Grad 4), PSA >20 ng/ml 

ODER Stadium T3 ODER Gleason-Score 9-10 (ISUP Grad 5) ODER Stadium 

T4 

Quelle: [307] 

 

4.39  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Zur Bestimmung der klinischen T-Kategorie sollen der digital-rektale 

Untersuchungsbefund und die Magnetresonanztomographie herangezogen 

werden. 

Evidenzlevel 

2- 

[308], [309] 

 

Starker Konsens 

 

4.40  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Patienten mit Tumorkategorie cT1 und low-risk-Parametern sollen nach 

Magnetresonanztomographie vor Biopsie keine bildgebenden Untersuchungen 

zum Staging (Skelettszintigrafie, Computertomographie, Positronen-Emissions-

Tomographie/Computertomographie) erhalten. 

 

Starker Konsens 

 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

84

4.41  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Für Patienten mit günstigem intermediärem Risiko (favorable intermediate risk) 

besteht ein geringes Risiko für Metastasen. Daher sollte von einer weiteren 

Ganzkörper-Staging-Bildgebung abgesehen werden. 

 

Starker Konsens 

 

4.42  Evidenzbasiertes Statement modifiziert 2025 

Evidenzlevel 

1+, 2- 

Die PSMA-PET-Bildgebung hat eine höhere Genauigkeit für den Nachweis von 

Prostatakarzinom-Metastasen als die Kombination aus Computertomographie und 

Knochenszintigraphie. 

[304], [303], [308], [310] 

 

Starker Konsens 

 

4.43  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Patienten mit einem unfavorable intermediate risk oder high risk/very high risk 

Prostatakarzinom sollen vor der Entscheidung über eine therapeutische 

Maßnahme ein Staging erhalten. 

Evidenzlevel 

1+ 

[304], [311] 

 

Starker Konsens 

 

4.44  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Die PSMA-PET/CT soll beim Prostatakarzinom mit Risikofaktoren für eine 

Fernmetastasierung (ISUP GG ≥3 oder T-Kategorie cT3/cT4 oder PSA ≥20 ng/ml) 

zur Ausbreitungsdiagnostik eingesetzt werden. 

Evidenzlevel 

1+, 2- 

[304], [303], [310], [308] 

 

Starker Konsens 

 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

85

4.45  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Nomogramme können bei nachgewiesenem Prostatakarzinom zur Einschätzung 

der lokalen Ausbreitung und der Prognose herangezogen werden. 

Evidenzlevel 

2+ 

[312], [313], [314] 

 

Starker Konsens 

 

4.46  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Im Falle der Verwendung sollen extern validierte Nomogramme benutzt werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 4.39 

Um die lokale Tumorausbreitung zu bestimmen, sind neben den histologischen 

Biopsiebefunden und der Tastuntersuchung die Ergebnisse der bereits 

durchgeführten bildgebenden Primärdiagnostik zu berücksichtigen. Die Sensitivität 

des bildgebenden Stagings ist nicht optimal, um ein extrakapsuläres Tumorwachstum 

im Vergleich zu Operationspräparaten genau vorherzusagen (Sensitivität: MRT 61 %, 

PET/CT 52 %, PET/MRT 79 %) [315]. Auch eine Samenblaseninfiltration können weder 

MRT (60 %) noch PSMA-PET (62 %) gut vorhersagen [316]. Etwas bessere Daten zeigt 

eine aktuelle Phase-II-Studie aus Kanada, in der aber auch weder die MRT noch eine 

PSMA-1007 PET/CT das finale Tumorstadium exakt vorhersagen konnte [253]. Die 

Aggressivität des Prostatakarzinoms konnte in einer Studie aus den Niederlanden für 

einzelne Läsionen in der PSMA-PET besser dargestellt werden [317], aber die 

Sensitivität zur Detektion eines organüberschreitenden Wachstums war für MRT wie 

für PSMA-PET gering (<60 %). Diese Ergebnisse zum Primärstaging durch PSMA-PET 

wurden inzwischen in einer Metaanalyse bestätigt [254]. 

Zu Empfehlung 4.40 bis Empfehlung 4.44 

Staginguntersuchungen werden risikoadaptiert durchgeführt. Die oben dargestellten 

prognostischen Risikogruppen nach NCCN und CPG korrelieren mit dem Auftreten 

von Metastasen. Das Stadium des intermediären Risikos wird daher nicht mehr 

zusammengefasst, sondern entsprechend nuanciert betrachtet [311] (siehe Tabelle 

10). 

Ebenso ist es sinnvoll Gruppen des hohen und sehr hohen Risikos zu differenzieren 

[318] (siehe Tabelle 13). 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

86

Die PSMA-PET-Bildgebung ist seit der proPSMA-Studie der Referenz-Standard für das 

Ganzkörperstaging. Eine systematische Literaturrecherche aus dem Jahr 2021 ergab 

eine randomisierte Studie sowie mehrere systematische Übersichtsarbeiten (s. 

Evidenztabellen), die Grundlage der Empfehlung sind. Im Jahr 2024 wurden 4 weitere 

systematische Übersichtsarbeiten ergänzt. 

Hofman et al. 2020 führten eine randomisierte kontrollierte Studie mit insgesamt 302 

Patienten durch (ANZCTR12617000005358, proPSMA), die ein histologisch 

bestätigtes, unbehandeltes Prostatakarzinom mit unfavorable intermediate oder high 

risk aufwiesen und für eine kurative Behandlung mit einer radikalen Prostatektomie 

oder Strahlentherapie in Frage kamen [304]. Patienten der Interventionsgruppe 

erhielten zunächst eine Bildgebung mittels einer Gallium(68)-Prostataspezifisches 

Membranantigen gestützten Positronenemissionstomographie/Computertomographie 

(Ga-68-PSMA-11 PET/CT), Patienten der Kontrollgruppe eine konventionelle 

Bildgebung mittels CT und Knochenscan [304]. Sollte die initiale Bildgebung keine N- 

oder M-Metastasen aufweisen, wurde den Patienten die jeweilig andere Bildgebung 

(Kontrollgruppe: erst konventionelle Bildgebung, dann ggf. Ga-68-PSMA-11 PET/CT) 

angeboten. Primärer Endpunkt war die Präzision der Detektion von Metastasen in der 

ersten Bildgebung (als befallene Lymphknoten im Beckenbereich (N) oder 

Fernmetastasen (M)). Die Autoren berichten bei 87 Patienten (30 %) von detektierten 

Metastasen (N oder M) im Rahmen der ersten Nachverfolgung (innerhalb von 21 

Tagen nach Randomisierung) und einer Präzision der Detektion von 94 % (95 % 

Konfidenzintervall (KI) 91-98 %) in der Interventionsgruppe gegenüber 75 % (95 % KI 

68-82 %) der Kontrollgruppe. Der gesteigerten Präzision zugrunde lagen Vorteile 

bezüglich Sensitivität und Spezifität für die PSMA-PET/CT [304] (siehe Tabelle 14). Die 

PSMA-PET war mit einem hohen „ interobserver-Agreement “ und weniger unklaren 

Befunden als die konventionelle Bildgebung vergesellschaftet (7 % vs. 23 %). Weitere 

Ergebnisse zu den sekundären Endpunkten finden sich in der begleitenden 

Evidenzzusammenfassung. 

Die Ergebnisse werden durch die in den systematischen Übersichtsarbeiten 

zusammengefasste Evidenz unterstützt [319], [320], [321], [322]. Insgesamt lässt 

sich eine höhere Genauigkeit für die PSMA-PET/CT gegenüber der konventionellen 

Bildgebung konstatieren. Der alte Standard der Knochenszintigraphie ist der PSMA-

PET/CT deutlich unterlegen und wird daher zum Primärstaging von Patienten mit 

lokal begrenzten Tumoren höheren Risikos vor kurativ intendierter Therapie nicht 

mehr empfohlen (Fläche unter der Kurve (area under the curve, AUC) PSMA/PET 0,99 

vs. 0,88 für die Knochenszintigraphie) [323]. Bei metastasierten Patienten ist die 

Knochenszintigraphie derzeit noch Bestandteil der PCWG3-Kriterien [324], die im 

Verlauf für den Nachweis eines Therapieansprechens bzw. einer Progression wichtig 

sind. Die PCWG4-Kriterien sind zum Zeitpunkt der Überarbeitung dieses Kapitels noch 

nicht konsentiert. 

Für die PSMA/PET-Bildgebung werden mittlerweile zahlreiche verschiedene Tracer 

eingesetzt, die sich in Details wie Halbwertszeit und Exkretionsmuster unterscheiden, 

insgesamt aber alle vergleichbar sind, wenn sie qualitätsgesichert entsprechend 

geltender Leitlinien durchgeführt und von erfahrenen Untersuchern befundet werden 

[325], [326], [327], [328]. Ergänzend muss erwähnt werden, dass für den 

überwiegend hepatisch ausgeschiedenen Tracer 18F-PSMA 1007 zunehmend 

unspezifischer Knochenuptake beschrieben wird, der bei wenig erfahrenen Befundern 

zu falsch positiven Befunden führen kann [329], [330], [331]. Für die standardisierte 

Befundung werden die PROMISE-Version-2-Kriterien empfohlen [331] (siehe Abbildung 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

87

4). Nomogramme, die auf PROMISE basieren, korrelieren mit dem Gesamtüberleben 

[303], [332] (siehe Abbildung 5). 

Tabelle 13: Häufigkeit der Risikoklassen und Anzahl notwendiger Bildgebungen nach 

Klassifikationssystem (PSMA-PET/CT; n = 2.630 Männer) (nach Luining 2024; eigene 

Übersetzung) 

Risikoklasse Metastasierung/ 

Anzahl 

notwendiger 

Bildgebung (NNI) 

Abkürzung NCCN CPG 

Günstiges 

intermediäres 

Risiko, n (%) 

 

86 (3,3) 160 (6,1) 

 

Keine Metastasen 81 (94,2) 149 (93,1) 

 

Jegliche 

Metastasen 

5 (5,8) 11 (6,9) 

 

miN0M0 3 (60,0) 6 (54,5) 

 

miN0-1M1 2 (40,0) 5 (45,5) 

 

NNI 17 15 

Ungünstiges 

intermediäres 

Risiko, n (%) 

 

614 (23,3) 554 (21,1) 

 

Keine Metastasen 537 (87,5) 481 (86,8) 

 

Jegliche 

Metastasen 

77 (12,5) 73 (13,2) 

 

miN0M0 36 (46,8) 34 (43,8) 

 

miN0-1M1 41 (53,2) 39 (53,4) 

 

NNI 8 8 

Hohes Risiko, n 

(%) 

 

678 (25,8) 657 (25,0) 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

88

Risikoklasse Metastasierung/ 

Anzahl 

notwendiger 

Bildgebung (NNI) 

Abkürzung NCCN CPG 

 

Keine Metastasen 526 (77,6) 520 (79,1) 

 

Jegliche 

Metastasen 

152 (22,4) 137 (20,9) 

 

61 (40,1) 56 (40,9) 

 

miN0-1M1 91 (59,9) 81 (59,1) 

 

NNI 5 5 

Sehr hohes 

Risiko, n (%) 

 

1.046 (39,8) 1.128 (42,8) 

 

Keine Metastasen 399 (38,1) 456 (40,4) 

 

Jegliche 

Metastasen 

647 (61,9) 672 (59,6) 

 

124 (19,2) 132 (19,6) 

 

miN0-1M1 523 (80,8) 540 (80,4) 

 

NNI 2 2 

 

CPG = Cambridge Prognostic Group; mi = Molekularbildgebung; NCCN = National 

Comprehensive Cancer Network; NNI = Anzahl der notwendigen Bildgebungen; PET/CT = 

Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie; NNI wurde für das Vorhandensein 

von metastatischen Erkrankungen auf PSMA-PET/CT berechnet. [311] 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

89

 

Abbildung 3: Gesamtüberleben und Metastasen-freies Überleben nach Risikoklassifikation 

(nach Ravi 2024) 

 

Quelle: European Urology; Copyright Clearance Center’s RightsLink® service; Elsevier 18.10.2024 [318] 

 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

90

Tabelle 14: Diagnostische Präzision bei der Detektion von Metastasen (primärer Endpunkt) 

 

Zuerst PSMA-PET/CT 

(Interventionsgruppe) 

Zuerst konventionelle Bildgebung 

(Kontrollgruppe) 

Richtig positiv 34 18 

Falsch positiv 2 9 

Falsch negativ 6 29 

Richtig negativ 103 94 

Sensitivität (95 % KI) 85 % (74 %-96 %) 38 % (24 %-52 %) 

Spezifität (95 % KI) 98 % (95 %-100 %) 91 % (85 %-97 %) 

Präzision (95 % KI) 94 % (91 %-98 %) 75 % (68 %-82 %) 

AUC (95 % KI) 92 % (88 %-95 %) 65 % (60 %-69 %) 

AUC = Fläche unter der Kurve, KI = Konfidenzintervall 

Quelle: [304], 

 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

91

 

Abbildung 4: Lokalisation des Prostatakarzinoms und der Metastasen nach PROMISE Version 

2 (nach Seifert 2023) 

 

Quelle: European Urology; Creative-Commons-CC-BY-Lizenz [331] 

4.3 Stadieneinteilung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

92

 

Abbildung 5: Beispiele für PSMA-PET PROMISE Nomogramme zur Vorhersage des 

Gesamtüberlebens (nach Karpinski et al. 2024) 

 

Quelle: The Lancet Oncology; Creative Commons CC-BY-Lizenz [303] 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 4.45 und Empfehlung 4.46 

Zur Einschätzung der lokalen Ausbreitung sowie für die Abschätzung des Risikos 

einer lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Erkrankung und der Höhe des 

Rezidivrisikos können Nomogramme verwendet werden, von denen exemplarisch die 

folgenden extern Validierten genannt sind [312], [314], [313]: 

• Initiale Risikostratifizierung anhand eines Punktesystems, welches die 

Prostatakrebs-bedingte Sterblichkeit vorhersagt: STAR-CAP [333], [334] 

• Abschätzung der Wahrscheinlichkeit einer lymphogenen Metastasierung: 

Briganti Nomogramm von 2019 [335], [336] 

• Seitenspezifische Abschätzung des Risikos eines extrakapsulären 

Tumorwachstums [337]. 

Die empfehlungsstützenden Quellen werden in der Version 5.1 dieser Leitlinie [78] 

sowie im dazugehörigen Evidenztabellendokument [79] ausführlich besprochen. 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

93

5 Pathologisch-anatomische Diagnostik 

Das folgende Kapitel gliedert sich in Teile: 

• Allgemeingültige Grundsätze für die Handhabung von Gewebeproben; 

• Spezielle Aspekte für Stanzbiopsien, Präparate radikaler Prostatektomien 

(einschl. Lymphadenektomien), transurethrales Resektionsmaterial (TUR) 

sowie die enukleierte noduläre Hyperplasie (sogenannte 

Adenomektomiepräparate); 

• Prognostische Faktoren; 

• Wissenschaftliche Untersuchungen der Gewebeproben. 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

5.1.1 Erforderliche klinische Angaben und Entnahme von 

Gewebeproben 

5.1  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

• Dem Pathologen sollen folgende Angaben übermittelt werden: 

Patientendaten, Art der Entnahme (z. B. Stanzbiopsie, radikale 

Prostatektomie, transurethrale Resektion, Enukleation), 

Entnahmelokalisation der Gewebeproben sowie weitere relevante klinische 

Informationen (PSA-Werte, Ergebnisse der digitalen rektalen Untersuchung 

und bildgebender Verfahren (PI-RADS), vorausgegangene 

antiandrogene/hormonablative Behandlung, lokale Vorbehandlung). 

• Das Prostatektomiepräparat soll ohne vorherige Gewebsentnahme an den 

Pathologen übersandt werden, um Artdiagnose des Tumors, Bestimmung 

der pT-Kategorie und Beurteilung des Resektionsrands nicht zu 

beeinträchtigen. 

• Für Gewebsentnahmen im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen 

siehe Empfehlung Empfehlung 5.24. 

• Die Fixierung soll in einem ausreichenden Volumen vierprozentiger 

wässriger Formaldehydlösung (gepuffert) erfolgen (Volumen: Gewebe 

mindestens 3: 1). 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.1 

Voraussetzung für die optimale pathomorphologische Diagnostik ist die gute 

Kooperation zwischen Urologen und Pathologen. Das Operationspräparat soll im 

Operationssaal in die Fixierlösung verbracht werden. Das Prostatektomiepräparat soll 

ohne vorherige Gewebsentnahme an den Pathologen übersandt werden, sofern keine 

konkrete gemeinsame Absprache (z. B. intraoperativer Schnellschnitt o. ä.) vorliegt. 

Für die Dokumentation der entnommenen Gewebeproben hat sich eine 

standardisierte Form der Berichterstellung, wie sie von der International Collaboration 

on Cancer Reporting (ICCR) bereitgestellt wird, als hilfreich erwiesen [338]. Deren 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

94

Einsatz wird von Klinikern aufgrund der größeren Klarheit und Vollständigkeit der 

Befunde begrüßt [339]. 

5.1.2 Histopathologische Karzinomdiagnose und 

Differenzialdiagnose 

5.2  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2024 

EK 

Zur Diagnose des azinären Adenokarzinoms der Prostata sind in der Regel 

folgende histomorphologische Kriterien erforderlich: 1. Architekturstörungen + 2. 

Kernatypie + 3. Ausschluss einer benignen Läsion. 

• Sind nur zwei der genannten Kriterien vorhanden, sollte die Diagnose 

atypischer Drüsen bzw. einer sogenannten atypischen mikroglandulären 

Proliferation („atypical small acinar proliferation – ASAP“) oder „atypical 

glands suspicious for prostate cancer – ATYP“ gestellt werden. 

• Zum Nachweis des Fehlens von Basalzellen sollten in unklaren Fällen 

geeignete immunhistochemische Färbungen durchgeführt werden. 

 

Starker Konsens 

 

5.3  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2024 

EK 

In Fällen mit konventionell-morphologisch eindeutig benignen oder malignen 

Läsionen soll keine Immunhistochemie durchgeführt werden. 

 

Starker Konsens 

 

5.4  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2024 

EK 

In den Fällen, in denen mit konventionell-morphologischen Methoden die Dignität 

einer Läsion nicht eindeutig festzustellen ist, soll eine immunhistochemische 

Abklärung mit ein oder zwei Basalzellmarkern erfolgen. Zusätzlich können 

Positivmarker des Prostatakarzinoms eingesetzt werden. 

 

Starker Konsens 

 

5.5  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Das Prostatakarzinom soll gemäß der aktuellen WHO-Klassifikation histologisch 

typisiert werden. 

 

Starker Konsens 

 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

95

5.6  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2024 

EK 

Bei Vorliegen einer prostatischen intraepithelialen Neoplasie (PIN) soll im 

histopathologischen Befund nur die „High-Grade-PIN“ erwähnt werden, mit einem 

zusätzlichen Hinweis auf ein uni- oder multifokales Auftreten. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.2 bis Empfehlung 5.6 

In Fällen mit konventionell-morphologisch eindeutig benignen oder malignen 

Läsionen soll keine Immunhistochemie durchgeführt werden. Folgende 

immunhistochemische Marker stehen zur Diagnose des gewöhnlichen Karzinoms bei 

Zweifeln zur Verfügung: 

• p63, CK5/6, CK34bE12 (immunhistochemische Färbungen mit 

Basalzellmarkern): Zum Nachweis des Fehlens von Basalzellen in unklaren 

Fällen und in den Fällen, in denen mit konventionell-morphologischen 

Methoden die Dignität einer Läsion nicht eindeutig festzustellen ist [340], 

[341], [342], [343]. Der Einsatz der Immunhistochemie zur Bestimmung der 

Dignität ist an eine enge Korrelation mit der Morphologie gebunden, die 

Immunhistochemie allein erlaubt keine Einordnung der Dignität. 

• Alpha-methylacyl-CoA Racemase (AMACR): Als "molekularer Neoplasiemarker" 

für das Prostatakarzinom in der Diagnostik schwieriger Fälle [344]. 

• PSA, Prostein, NKX3.1, ERG, PSP, SPP, Androgenrezeptor, HOXB13 [345]: 

Nachweis der Herkunft aus der Prostata [346], [347], [348], [349], [345]. 

• Colon CK20+/CK7-/CDX2+, Urothel CK7(+) und CK20(+), GATA3+, Uroplakin 

2+, p63+: Marker für differentialdiagnostisch erwogene Tumoren [350], 

[351]. 

• Als gewöhnliches Prostatakarzinom wird das (epitheliale) azinäre 

Adenokarzinom bezeichnet, das die überwiegende Mehrzahl der 

Prostatakarzinome ausmacht. Die aktuelle WHO-Klassifikation von 2022 führt 

weiterhin seltene und besonders differenzierte Prostatakarzinome, welche in 

Subtypen (Siegelring-ähnlich, sarkomatoid, Ppleomorph-riesenzellig und PIN-

artig) und azinäre Karzinome mit ungewöhnlichen histologischen Mustern 

(atrophisch/abberrant p63-positiv, pseudohyperplastisch, mikrozystisch, 

schaumzellig und muzinös) unterschieden werden [352]. Daneben gibt es 

gutartige und atypische Läsionen, die von Prostatakarzinomen abgegrenzt 

werden müssen (prostatische intraepitheliale Neoplasie – „PIN“, adenomatöse, 

cribriforme, postatrophe Hyperplasie, sklerosierende Adenose, nephrogenes 

Adenom, Verumontanum-Drüsen-Hyperplasie, Samenblasenepithel, Cowper-

Drüsen etc.). 

Bei Patienten mit der Diagnose „ASAP“ wird die Rate an invasiven Karzinomen bei 

bioptischer Kontrolle mit 42-48 % angegeben [257], [258]. Diese Daten aus der prä-

MRT-Ära sind mittlerweile allerdings zu hinterfragen, hier scheint die 

Karzinomdetektionsrate etwas niedriger zu liegen [353]. Die sogenannten PIN-Läsion 

(prostatische intraepitheliale Neoplasie) wurde lange in eine „Low-Grade“- und eine 

„High-Grade“-PIN-Läsion unterteilt [354], [355]. Nur die „High-Grade“-PIN-Läsion 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

96

(HGPIN) gilt als fakultative Vorläuferläsion und (insbesondere bei multifokalem 

Auftreten in Stanzbiopsien) als Indikatorläsion des Karzinoms der peripheren Zone 

[261], [356], [357], [358]. Ein systematischer Review zeigt jedoch keine wesentlich 

höhere Rate invasiver Karzinome bei Kontrollbiopsie im Vergleich zu Patienten mit Re-

Biopsie nach benigner Diagnose. Im Median wurden in 24,1 % der Fälle ein invasives 

Karzinom diagnostiziert [260]. Die Reduktion der invasiven Karzinome bei Re-Biopsie 

in jüngerer Zeit wird auf die höhere Zahl entnommener Gewebeproben bei der 

Erstbiopsie zurückgeführt. Bei ausgedehnter High-Grade-PIN (Nachweis in mindestens 

vier Gewebeproben) erhöht sich jedoch das Risiko auf 39 % (Angabe aus einer 

retrospektiven Fallserie), sodass in diesem Fall ebenfalls eine Re-Biopsie empfohlen 

wird [261]. Eine cribriforme HGPIN gibt es nicht mehr, sie gilt als Manifestation einer 

höhergradigen intraduktalen Läsion und wird, je nach Ausprägung, als atypische 

intraduktale Proliferation (AIP) oder intraduktales Karzinom der Prostata (IDC-P) 

bezeichnet [352]. 

Zu ASAP und High-Grade-PIN siehe auch Kapitel 4.3 „Stanzbiopsie der Prostata“. 

5.1.3 Grading 

5.7  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Bei der Angabe des Tumorgrades soll die Angabe des Gleason-Scores nach 

aktueller ISUP/WHO-Klassifikation erfolgen. 

 

Starker Konsens 

 

5.8  Konsensbasierte Empfehlung neu 2024 

EK 

Eine intraduktale Tumorkomponente (IDC-P nach WHO-Definition) soll in der 

Diagnose erwähnt werden. 

 

Starker Konsens 

 

5.9  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Bei einem Gleason-Score von 7 (WHO/ISUP Graduierungsgruppen/Grade Groups 2-

3) sollen cribriforme Tumorkomponenten im Kommentar erwähnt werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.7 bis Empfehlung 5.9 

Für die Graduierung des gewöhnlichen Prostatakarzinoms hat sich weltweit das 

Gleason-Graduierungssystem (Gleason-Score) entsprechend der Konsensuskonferenz 

5.1 Allgemeine Grundsätze 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

97

der ISUP von 2005 durchgesetzt, das nach den Novellierungen 2014 und 2019 

inzwischen nach einer überarbeiteten Version angewandt wird [359]. 

Der Gleason-Score ist nicht anzuwenden bei: konservativ vortherapiertem 

gewöhnlichem Karzinom, adenosquamösem und kleinzelligem Karzinom, 

Plattenepithelkarzinom, Urothelkarzinom sowie Basalzellkarzinom. 

Das intraduktale Karzinom der Prostata (IDC-P), in der WHO 2016 erstmals aufgeführt, 

ist durch das Vorhandensein von Tumorzellen in den Drüsen- und Gangstrukturen der 

Prostata gekennzeichnet. Die diagnostischen Kriterien, die die WHO 2016 aufgestellt 

hat, wurden in der aktuellen Revision etwas aufgeweicht und es wurde zusätzlich für 

intraduktale Läsionen, die zwischen einer HGPIN und einem zweifelsfreien IDC-P 

liegen, die Kategorie der atypischen intraduktalen Proliferation (AIP) geschaffen [352]. 

Das Vorhandensein von intraduktalem Karzinom ist häufig mit höheren Gleason-

Scores, fortgeschrittenem Tumorstadium und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von 

Metastasen verbunden, es ist auch ein unabhängiger prognostischer Marker für die 

Erkrankungsprogression (siehe Übersicht [360]). Auch können Tumoren mit 

intraduktalen Karzinom-Komponenten eine Resistenz gegenüber Therapien bzw. 

einen aggressiveren molekularen Phänotyp mit Mutationen in Genen der homologen 

Rekombination oder des MMR-Systems aufweisen, was die Identifizierung dieses 

histologischen Merkmals für die Behandlungsplanung entscheidend macht [361], 

[362], [363], [364]. Aufgrund seiner Verbindung mit einem aggressiveren 

Krankheitsverlauf stellt es eine Kontraindikation für eine aktive Überwachung dar. Der 

pathologische Befund sollte daher zum Vorhandensein eines IDC-P Stellung nehmen. 

Als weiteres histologisches Muster von Bedeutung sind cribriforme Tumoranteile in 

den letzten Jahren erkannt worden [365], [366], [367]. Cribriforme (d. h. siebförmige) 

Tumorbestandteile können sowohl in invasiven also auch in intraduktalen 

Tumoranteilen vorkommen – dies kann ohne Immunhistochemie oft nicht zuverlässig 

unterschieden werden, was aber für die Diagnostik nur begrenzt relevant ist, da beide 

Komponenten gleichermaßen prognostisch ungünstig sind [368], [369], [370] und 

dies in die Graduierungsregeln der ISUP 2019 aufgenommen wurde [359]. Bei der 

Diagnostik cribriformer Drüsen gibt es derzeit noch erhebliche Untersucher-

abhängige Unterschiede, aber auch Versuche, die diagnostischen Kriterien strenger 

zu fassen [371], [372], [373]. 

In der aktuellen TNM-Klassifikation werden für die pT2-Kategorie keine 

Unterkategorien mehr definiert [299]. Auch die prognostische Wertigkeit des 

Tumorvolumens in pT2 Tumoren ist noch nicht abschließend geklärt [374]. Bis dahin 

ist empfohlen, ein metrisches Maß für die Tumorgröße anzugeben (z. B. 

Tumorvolumen, maximaler Durchmesser des Indextumors, Ratio positiver Blöcke 

(bezogen auf Gesamtzahl der Blöcke der transversalen Scheiben), prozentualer 

Tumorbefall) [375], [376]. 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

98

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene 

Gewebepräparate 

5.2.1 Stanzbiopsie 

5.10  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Jede Gewebeprobe soll eindeutig einer Lokalisation zuzuordnen sein. 

Vom Pathologen sollen Anzahl und Länge der Gewebeproben bestimmt werden. 

Die Stanzzylinder sollen flach und in der gesamten Länge eingebettet und in 

Stufenschnitten aufgearbeitet werden (mindestens drei repräsentative 

Schnittstufen pro Paraffinblock). 

 

Starker Konsens 

 

5.11  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Bei positivem Karzinomnachweis sollen folgende Informationen vom Pathologen 

an den Einsendenden übermittelt werden: 

• Anzahl und Lokalisation Karzinom-positiver Gewebeproben; 

• Quantitative Abschätzung der Tumorausdehnung (in mm); 

• Gleason-Score gemäß aktueller ISUP/WHO-Klassifikation; 

• wenn beurteilbar, sollen Perineuralscheideninfiltration (Pn1), eine 

Kapselinfiltration, ein kapselüberschreitendes Wachstum und eine 

Samenblaseninfiltration angegeben werden; 

• bei gezielten Biopsien mit mehreren Stanzen aus einem bildgebenden Herd 

werden diese im Gleason-Score zusammengefasst; 

• bei systematischen Biopsien werden pro Stanze die Tumorausdehnung und 

der Gleason-Score bestimmt. 

 

Starker Konsens 

 

5.12  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Unabhängig vom Karzinomnachweis sollen Angaben zur Repräsentativität der 

Proben sowie zu PSA-relevanten Befunden (z. B. unspezifische oder 

granulomatöse Prostatitis, noduläre Hyperplasie, Infarkt) gemacht werden. 

Falls bei fehlendem Karzinomnachweis Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die 

Biopsien nicht repräsentativ sind, soll dies im Befund angegeben werden. 

 

Starker Konsens 

 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

99

5.13  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Nach hormonablativer/antiandrogener Therapie, Bestrahlung oder fokaler 

Therapie kann ein semiquantitatives Regressionsgrading („gering, mäßig, stark“) 

durchgeführt werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.10 bis Empfehlung 5.13 

Die Stanzbiopsien sollen entsprechend dem Kapitel 5.2.1 „Stanzbiopsie der Prostata“ 

entnommen werden (in der Regel zehn bis zwölf Gewebezylindern, je fünf bis sechs 

Zylinder aus dem rechten und dem linken Prostatalappen – jeweils Apex, Mitte, Basis 

lateral und medial), ggf. zusätzliche Biopsien aus klinisch oder bildmorphologisch 

suspekten Arealen. Alle Proben sollen durch entsprechende Angaben lokalisiert 

werden [377], (siehe Kapitel 5.2.1 „Stanzbiopsie der Prostata“). Für die 

Probenentnahme ist möglichst eine Nadelgröße von 20 Gauge zu verwenden. 

Prostatastanzbiopsien können zur gestreckten Fixierung (in vierprozentiger wässriger 

Formaldehydlösung (gepuffert)) zum Beispiel auf Schaumstoffplättchen (oder 

Filterpapier) gelegt werden. 

Bei einem unklaren Biopsieergebnis: siehe Kapitel 5.2.1 „Stanzbiopsie der Prostata“. 

Aus Gründen der Klarheit empfiehlt es sich für pathologische Dokumentationen und 

Vergleiche auf einheitliche Grundlagen zu achten. Ein internationaler Standard zur 

Befundung von Prostatakarzinomen wird (auf Englisch) von der ICCR bereitgestellt 

(www.iccr-cancer.org). 

Die Angaben bei positivem Karzinomnachweis umfassen die Tumorausdehnung in 

jeder einzelnen Stanzbiopsie, entweder prozentual oder durch Angabe der absoluten 

Länge (mm). Zeichen der Regression des Prostatakarzinoms nach 

hormonablativer/antiandrogener Therapie oder Bestrahlung umfassen 

Zytoplasmavakuolisierung und Kernpyknosen [378], [379], [380]. 

Zur Identifizierung regressiv veränderter Tumorzellen eignet sich die 

immunhistochemische PSA-Färbung. Einen Vorschlag zur Quantifizierung der 

Tumorregression in „gering, mäßig und stark“ haben Dhom und Degro [381] 

erarbeitet. Es existiert aber kein internationaler Standard für eine 

Regressionsgraduierung des behandelten Prostatakarzinoms. 

 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

100

5.2.2 Präparat aus radikaler Prostatektomie 

5.14  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Folgendes Vorgehen soll bei der makroskopischen Bearbeitung eingehalten 

werden: 

• Prostatektomiepräparate sollen in drei Dimensionen (mm) ausgemessen 

werden. 

• Zur Bestimmung des minimalen Randsaums soll das Präparat ventral und 

dorsal verschiedenfarbig mit Tusche markiert werden. 

• Vesikale (=basale) und apikale Absetzungsflächen sollen ebenfalls mit 

Tusche markiert werden. Beide Flächen sollen in Form 3-5 mm dicker 

Scheiben im rechten Winkel zur Urethra abgetrennt werden. 

• Die Scheiben sollen anschließend parasagittal lamelliert und eingebettet 

werden. 

• Die Absetzungsränder beider Samenleiter und beide Samenblasen sollen 

seitengetrennt eingebettet werden. 

• Das Prostatektomiepräparat soll in der transversalen Ebene in 3-5 mm dicke 

Scheiben lamelliert und repräsentativ oder komplett eingebettet werden 

(Großflächenschnitte oder orientiert in normalen Histologiekapseln). 

 

Starker Konsens 

 

5.15  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Bei der mikroskopischen Begutachtung sollen folgende Angaben gemacht werden: 

• Angabe der Karzinomlokalisation (anatomische Zonen); 

• Angabe der pT-Kategorie sowie weiterer Parameter zum Prostatakarzinom 

(wie für die Stanzbiopsie); 

• Wegen der prognostischen Relevanz Unterteilung der Kategorie pT3a 

(Kapselüberschreitung = Tumor im Fettgewebe) nach Epstein et al. 1996 

[382] in fokale Kapselpenetration (wenige Tumordrüsen unmittelbar 

außerhalb der Prostata in ein bis zwei Schnitten) und etablierte 

Kapselpenetration (= höheres Ausmaß der Penetration); 

• Angabe zum chirurgischen Resektionsrand; 

• Bei R1-Status (definiert als positiver Schnittrand) aufgrund eines nicht 

tumorfreien Randsaums sollen der Ort der Randbeteiligung durch das 

Karzinom (posterior, postero-lateral, anterior, apikal, proximal-vesikal, 

distal-urethral), die Ausdehnung der Beteiligung (in mm), das Gleason-

Muster am positiven Schnittrandes sowie das Fehlen oder Vorhandensein 

der Prostatakapsel in diesem Bereich angegeben werden. 

 

Starker Konsens 

 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

101

5.16  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Zusätzlich zur Unterklassifikation des pT2-Karzinoms (Prostatektomiepräparat) 

soll ein metrisches Maß für die Tumorgröße angegeben werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.14 bis Empfehlung 5.16 

Anatomische Grundlage für Beschreibungen und Beurteilungen der Prostata ist das 

anatomische Prostatamodell nach McNeal [383], [384] mit Einteilung der Prostata 

nach ihrer Embryogenese in drei Zonen: zentrale Zone (10 % der Prostatakarzinome), 

Transitionalzone (15 bis 20 % der Prostatakarzinome, meist sogenannte inzidentelle 

Karzinome) und periphere oder posterolaterale Zone (70 bis 75 % der 

Prostatakarzinome, manifeste Karzinome). 

Anatomische Besonderheiten der Prostata: 

• Die sogenannte „Kapsel“ ist lediglich unscharf begrenztes fibromuskuläres 

Stroma. Diagnose pT3a nur bei eindeutiger Kapselüberschreitung (Tumor im 

Fettgewebe) oder bekapselte Vorbuckelung in die Ebene des Fettgewebes; 

• Im Bereich von Apex, neurovaskulärem Bündel, Blasenausgang und anterior 

fehlt eine „Kapsel“. Im Apexbereich und anterior Vorkommen quergestreifter 

Muskulatur. Die Diagnose einer extraprostatischen Ausbreitung ist in diesen 

Lokalisationen erschwert bis unmöglich. Diagnose einer Blasenhalsinfiltration 

(pT3a) nur, wenn typische Harnblasendetrusormuskulatur (Muscularis 

propria) infiltriert ist; 

• Wegen der prognostischen Relevanz des R-Status [385], [382] und des 

häufigen Vorkommens multifokaler Prostatakarzinome [386], [387], [388] 

wird die vollständige Einbettung radikaler Prostatektomiepräparate häufig 

empfohlen [389]. Dies kann aber, bei einer steigenden Anzahl von großen 

Prostatae zu einer erheblichen Mehrbelastung der Pathologielabore führen 

und der diagnostische Mehrwert gegenüber einer rationalen selektiven 

Einbettung ist gering [390], [391], [392], [393], [394]. Wichtig ist, dass durch 

gute Dokumentation im Bedarfsfalle (kein Tumor?) eine Nachbettung möglich 

ist. Ob der minimale Randabstand in mm anzugeben ist, wurde von der 

Autorengruppe kontrovers diskutiert, da dies nicht regelhaft eine 

therapeutische Konsequenz nach sich zieht. 

• Der tumorfreie Randsaum ist nicht gleichzusetzen mit dem R-Status, da sich 

dieser auf das Vorhandensein eines Residualtumors jeder Lokalisation 

bezieht (z. B. auch Fernmetastase). Bei mikroskopischem Tumorbefall des 

Absetzungs-randes ist dementsprechend von einem R1-Status auszugehen, 

bei makroskopischem Tumorbefall von einem R2-Status. 

• Die unabhängige prognostische Relevanz des Tumorvolumens ist nicht 

gesichert [395] und eine exakte Bestimmung in der Routinediagnostik nur 

sehr schwer zu realisieren. Die Bestimmung des Tumorvolumens wird daher 

nicht empfohlen; 

• Evtl. intraoperativer Schnellschnitt bei geplanter nervenschonender radikaler 

Prostatektomie [396], [397]. 

5.2 Spezielle Aspekte für verschiedene Gewebepräparate 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

102

5.2.3 Transurethrales Resektionsmaterial ("TUR-P") und 

enukleierte noduläre Hyperplasie (sogenanntes 

Adenektomiepräparat) 

5.17  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Das Material soll gewogen werden. Es sollten mindestens zehn Kapseln 

eingebettet werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.17 

Im transurethralen Resektionsmaterial oder der enukleierten nodulären Hyperplasie 

wird ein inzidentelles Prostatakarzinom in 8,6 bis 15 % gefunden [398], [399], [400]. 

Dabei hängt die Häufigkeit inzidenter Karzinome von der Vollständigkeit der 

Aufarbeitung des Materials ab [398], [401]. Eine einheitliche Empfehlung zur 

Vollständigkeit der Aufarbeitung existiert aber nicht. Bei Karzinomnachweis wird eine 

vollständige Aufarbeitung des Restmaterials empfohlen unter Abwägung der 

klinischen Konsequenzen einer möglichen Tumordiagnose [399]. Für die sog. 

Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP), bei denen mehr Gewebe 

entnommen wird, wäre ein rationaler Ansatz der histologischen Gewebeaufarbeitung 

wünschenswert. Köllermann et al. fanden mit durchschnittlich 10 Kapsel/Fall ein 

Optimum zwischen diagnostischer Sicherheit und Ökonomie [402]. 

5.2.4 Regionale Lymphadenektomie 

5.18  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2024 

EK 

Es sollen zur Bestimmung der Lymphknotenkategorie alle Lymphknoten 

makroskopisch präpariert und dann eingebettet, untersucht und gezählt werden. 

Die Lymphknoten sollen getrennt nach den angegebenen Regionen beurteilt 

werden. Nach histologischer Untersuchung soll die pN-Kategorie (pN0 oder pN1) 

festgelegt werden. Die Gesamtzahl und die Zahl der befallenen Lymphknoten 

sowie der Durchmesser der größten Metastase sollen angegeben werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.18 

Der Lymphadenektomie kommt bei der Ermittlung der Tumorausdehnung wesentliche 

Bedeutung zu. Dementsprechend sind alle makroskopisch präparierbaren 

Lymphknoten vollständig einzubetten und zu untersuchen [403], [404]. Eine 

vollständige Einbettung des restlichen Fettgewebes ist bei ausgewählten Fällen (high 

grade Tumoren) zu erwägen, ist im Regelfalle aber entbehrlich [405], [406]. Um nach 

5.3 Prognostische Faktoren für das Prostatakarzinom 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

103

Regionen getrennt beurteilen zu können, sollen die Lymphknoten getrennt nach 

Regionen dem Pathologen übersandt werden. Einige Parameter der lymphogenen 

Metastasierung (Mikro-/Makrobefall, kapselüberschreitendes Wachstum) bedürfen im 

Hinblick auf ihre prognostische Relevanz beim Prostatakarzinom der weiteren 

Klärung. So ist z. B. der prognostische Wert der kapselüberschreitenden 

Tumormanifestation, der insbesondere von Radiotherapeuten für wichtig erachtet 

wird, nicht abschließend geklärt. Andererseits gibt es Hinweise darauf, dass die 

Metastasengröße prognostisch bedeutsamer sein kann, als die bloße Anzahl der 

nodalen Metastasen [407], [408], [409]. 

5.3 Prognostische Faktoren für das Prostatakarzinom 

5.19  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Für die prognostische Evaluation des radikalen Prostatektomiepräparates sollen 

folgende drei histopathologische Parameter berücksichtigt werden: 

• Tumor-Graduierung nach Gleason nach WHO/ISUP (entsprechend der 

aktuellen Version, siehe auch Empfehlung Empfehlung 5.7); 

• TNM-Kategorie (entsprechend der TNM-Klassifikation der aktuellen Auflage); 

• chirurgische Resektionsränder des Karzinoms. 

 

Starker Konsens 

 

5.20  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2024 

EK 

Für die Abschätzung der Prognose aufgrund der Pathologie sollen in der 

Routineversorgung keine über die Pathomorphologie hinausgehenden 

weiterführenden Untersuchungen (Molekularbiologie, Immunhistochemie, 

Zytometrie) durchgeführt werden. 

 

Starker Konsens 

 

5.21  Konsensbasierte Empfehlung neu 2024 

EK 

Für die Abschätzung der Prognose sollten über die Pathomorphologie 

hinausgehende validierte genomische/transkriptomische Tests nur dann 

durchgeführt werden, wenn deren Ergebnis die Therapieplanung ändern würde. 

 

Starker Konsens 

 

5.3 Prognostische Faktoren für das Prostatakarzinom 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

104

5.22  Konsensbasierte Empfehlung neu 2024 

EK 

Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom sollen eine 

Sequenzierung von BRCA2 und 1 angeboten bekommen. 

 

Starker Konsens 

 

5.23  Konsensbasierte Empfehlung neu 2024 

EK 

Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom kann eine 

immunhistochemische Untersuchung der Mismatch Repair (MMR)-Proteine im 

Karzinom angeboten werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.19 und Empfehlung 5.20 

Für die Prognose des Prostatakarzinoms haben sich der Gleason-Score [410], [411], 

die TNM-Kategorie sowie der R-Status des Karzinoms als klinisch relevant erwiesen 

[385], [382], [412], [413], [414], [415]. Das TNM-Stadium kann, ebenso wie der R-

Status, nur gemeinsam vom Pathologen und vom Kliniker in Zusammenschau aller 

verfügbaren pathohistologischen und klinischen Informationen festgelegt werden. 

Der R-Status bedeutet eine Angabe über das mögliche Vorhandensein eines 

Residualtumors. Vom Pathologen ist in Bezug auf den R-Status zu bestimmen, ob der 

chirurgische Resektionsrand mikroskopisch tumorfrei ist. Ob Fernmetastasen oder 

klinisch erkennbare Residuen vorhanden sind, muss der Kliniker mitteilen. Derzeit 

sind keine prospektiv validierten, prognostisch relevanten Marker identifiziert, deren 

Aussagekraft einen Einsatz von immunhistochemischen oder DNA-zytometrischen 

Untersuchungen rechtfertigt [346], [416]. 

Zu Empfehlung 5.21 

Es wurde eine systematische Literaturrecherche zu Biomarkern durchgeführt, aber 

keine diesbezügliche Empfehlung ausgesprochen. Stattdessen wurde eine Ergänzung 

des Hintergrundtextes vorgenommen. 

Bei Biomarkern unterscheiden wir prognostische von prädiktiven. Prognostische 

Biomarker helfen bei der Stratifizierung von Patienten nach dem Risiko eines 

nachteiligen onkologischen Ereignisses in der Zukunft und helfen so bei der Auswahl 

einer Therapie. Prädiktive Biomarker helfen, das Ansprechen auf eine spezifische 

medikamentöse Therapie vorherzusagen. 

Genexpressions-basierte molekulare Prognosetests können von der Histologie 

unabhängige prognostische Informationen erbringen, welche im Einzelfall eine 

Therapieentscheidung beeinflussen könnten [417], [418], [419]. Die derzeit am 

besten validierten kommerziellen Prognosetests sind der sog. genomische 

Klassifikator (GC) Decipher, der Prolaris (CCP) und der Oncotype Dx Prostate (GPS). 

5.3 Prognostische Faktoren für das Prostatakarzinom 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

105

Diese Tests können bei der Entscheidung zur einer Active Surveillance Strategie 

hilfreich sein [420]. Die genomische Risikoklassifikation des Prostatakarzinoms 

könnte auch bei der prognostischen Bewertung einer Strahlentherapie hilfreich sein. 

Prospektiv erhobene Daten liegen allerdings bislang nicht vor [421]. Beim 

Prostatakarzinom ist jedoch die Tumorheterogenität bei der Bewertung des Werts der 

molekularen Tests im Einzelfall zu berücksichtigen. Derzeit bleibt fraglich, ob ein 

molekularer Test eine etwaig unzureichende Probenentnahme kompensieren kann 

[422], [423]. Angesichts der Kosten dieser Tests, die bei weitem die üblichen 

Ausgaben für die Histologie übersteigen, bleibt zu klären, ob eine zweite Biopsie mit 

konventioneller Histologie und/oder eine Referenzpathologie zur Überprüfung des 

Tumorausmaßes und der Gleason-Werte nicht eine kosteneffektive Alternative zu 

molekularen Tests darstellt. Auch wurden die heute verfügbaren molekularen Tests 

ganz überwiegend in der prä-MRT-Ära entwickelt und deren Ergebnisse bedürfen der 

Überprüfung unter diesen veränderten Bedingungen. 

Zu Empfehlung 5.22 und Empfehlung 5.23 

Eine auf PARP-Inhibitoren basierende Therapie erwies sich als wirksam in der 

Behandlung von Patienten mit metastasiertem, kastrationsresistentem 

Prostatakarzinom (mCRPC) und homologer Rekombinationsdefizienz (HRD). Die 

Behandlung sollte jedoch individualisiert und an den genetischen Hintergrund der 

Patienten sowie an die Wirksamkeit und Sicherheit des jeweiligen Therapieschemas 

angepasst werden [424], [425], [426]. BRCA-Mutationen beim Prostatakarzinom 

können sowohl Keimbahn- als auch somatische Mutationen sein [427]. 

Keimbahnmutationen: Diese sind vererbte Mutationen, die in den Keimzellen 

(Spermien oder Eizellen) vorhanden sind und von einer Generation auf die nächste 

weitergegeben werden. Personen mit einer Keimbahn-BRCA-Mutation haben ein 

erhöhtes Risiko, verschiedene Karzinome einschließlich Prostatakarzinome zu 

entwickeln. 

Somatische Mutationen: Diese sind Mutationen, die in den somatischen Zellen des 

Körpers, also außerhalb der Keimzellen, auftreten und nicht vererbt werden. 

Somatische BRCA-Mutationen können im Laufe des Lebens entstehen und sind 

spezifisch für die Zellen des jeweiligen Karzinoms. Im Zusammenhang mit dem 

Prostatakarzinom können somatische BRCA-Mutationen in den Prostatazellen 

auftreten und zur Entwicklung und Progression des Karzinoms beitragen. 

Ca. 50 % der Patienten mit BRCA1/2-Mutationen im Tumor haben auch eine 

Keimbahnmutation, während die andere Hälfte der Patienten eine somatische 

Mutation ausschließlich im Tumor aufweist. Sowohl Keimbahn- als auch somatische 

BRCA-Mutationen sind im Kontext des Prostatakarzinoms von Interesse, da sie 

Auswirkungen auf Behandlungsentscheidungen haben können. Zum Beispiel kann das 

Vorhandensein dieser Mutationen einen Patienten für zielgerichtete Therapien mit 

PARP-Inhibitoren qualifizieren. Die Keimbahntestung, welche in der Humangenetik 

erfolgt, wird in der Regel durchgeführt, um das vererbbare Risiko zu beurteilen, 

während die somatische Testung, durchgeführt in Instituten für Pathologie, nach 

Mutationen in den Tumorzellen sucht (aktuelle Übersicht in [428]. 

Die klinische Relevanz von Mismatch Repair (MMR)-Defizienz bei soliden Tumoren 

liegt in ihrer Funktion als prädiktiver Marker für die Immuncheckpoint-Therapie. 

Tumoren mit MMR-Defizienz zeigen eine hohe Mutationslast, was zu einer Anhäufung 

von Neoantigenen führt [429]. Diese gesteigerte Immunogenität macht solche 

5.4 Wissenschaftliche Untersuchungen von Gewebeproben 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

106

Tumoren anfälliger für Immuncheckpoint-Inhibitoren, insbesondere für die Blockade 

von Programmed Cell Death Protein (PD-1)/Programmed Death-Ligand 1(PD-L1); dies 

ist als generell gültiger biologischer Mechanismus für zahlreiche solide Tumoren 

belegt worden [430]. Die Datenlage für das fortgeschrittene Prostatakarzinom ist 

allerdings noch sehr eingeschränkt [431]. Dessen ungeachtet, hat die 

Konsensuskonferenz der ISUP zur molekularen Testung bei urologischen Tumoren 

(2019) für das metastasierte Prostatakarzinom/CRPC als Minimum eine BRCA1/2-

Sequenzierung und MMR-Immunhistochemie empfohlen [416]. Eine Kostenerstattung 

für diese Testung erfolgt allerdings zur Zeit nur für die BRCA1/2-Testung. 

5.4 Wissenschaftliche Untersuchungen von 

Gewebeproben 

5.24  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2024 

EK 

• Eine Gewebsentnahme für wissenschaftliche oder andere Untersuchungen 

soll nur nach Einverständnis des aufgeklärten Patienten und Vorliegen eines 

positiven Ethikvotums durchgeführt werden. 

• Gewebeproben sollen vom Urologen oder vom Pathologen in gegenseitiger 

Absprache entnommen werden. Entnahme und Lokalisation der 

Gewebeproben sollen auf dem Einsendeschein dokumentiert werden. 

• Von allen asservierten Proben soll ein konventionell gefärbter (HE) Schnitt 

als Kontrolle diagnostisch ausgewertet werden. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 5.24 

Da Klassifizierung, Graduierung, korrekte TNM-Klassifikation sowie der R-Status des 

Tumors wesentliche prognostische Aussagen beinhalten, soll der Pathologe in 

Gewebsentnahmen für wissenschaftliche Untersuchungen direkt einbezogen werden. 

Aus den gleichen Gründen ist eine pathohistologische, diagnostische Auswertung des 

asservierten Gewebes (in Form von Gefrierschnitten oder konventionellen Schnitten) 

erforderlich. 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

107

6 Therapie des lokalisierten 

Prostatakarzinoms 

Mit der Aktualisierung der S3-Leitlinie Prostatakarzinom auf Version 8.0 hat sich die 

Leitliniengruppe entschlossen, in Anlehnung an die Europäischen Gesellschaft für 

Urologie (EAU)-Leitlinie die verschiedenen Therapieoptionen in Abhängigkeit von 

Risikoprofil und Tumorstadium zu gliedern. 

Eine Herausforderung ist hierbei, dass sich viele ältere Studien und damit die 

verfügbare Evidenz nach der Risikoklassifikation nach D’Amico [300] richten, welche 

wiederum vornehmlich auf der digital-rektalen Untersuchung beruht. Heute stehen 

bei der Risikokalkulation die Internationale Gesellschaft für Urologische Pathologie 

(ISUP)-Klassifikation und bezüglich der lokalen Tumorausdehnung der 

Magnetresonanztomographie (MR)T-Befund mehr im Vordergrund. 

Die Kapitelstruktur wurde in Anlehnung an die EAU-Leitlinie gegliedert. Dabei wird 

neben der D’Amico-Risikoklassifikation die klinische National Comprehensive Cancer 

Network-Klassifikation in der Version 01/2025 berücksichtigt (vgl. Einleitung im 

Kapitel 4.3). 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

6.1  Evidenzbasiertes Statement geprüft 2018 

Evidenzlevel 

Aktive Überwachung (Active Surveillance) erfordert eine besonders intensive 

ärztliche Beratung und Begleitung. 

Expertenmeinung 

 

Starker Konsens 

 

6.2  Evidenzbasiertes Statement geprüft 2018 

Evidenzlevel 

Nichtkurativ intendierte palliative Strategien sind Watchful Waiting und 

Androgendeprivation sowie medikamentöse, operative und 

Bestrahlungsmaßnahmen zur Symptomvorbeugung und -behandlung. Folgende 

Faktoren sind bei der Entscheidung ausschlaggebend und vom behandelnden 

Arzt zu beachten: 

• Patientenpräferenz; 

• eingeschränkte Lebenserwartung durch Alter oder Komorbiditäten; 

• Erkrankung mit hohem Progressionsrisiko. 

Expertenmeinung 

 

Starker Konsens 

 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

108

6.3  Evidenzbasierte Empfehlung geprüft 2018 

Empfehlungsgrad 

Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom, die für eine kurative 

Behandlung in Frage kommen, sollen die unerwünschten Wirkungen und 

Therapiefolgen einer sofortigen lokalen Therapie gegen das Risiko einer nicht 

rechtzeitigen Behandlung im Falle einer Strategie der Aktiven Überwachung 

(Active Surveillance) abgewogen werden. 

Evidenzlevel 

1+ 

[432], [433], [434] 

 

Starker Konsens 

 

6.4  Evidenzbasierte Empfehlung geprüft 2018 

Empfehlungsgrad 

Patienten, für die eine kurative Therapie in Frage kommt, sollte vor der 

Therapieentscheidung angeboten werden, sowohl von einem Urologen als auch 

von einem Strahlentherapeuten über die Vor- und Nachteile der radikalen 

Prostatektomie und der Strahlentherapie aufgeklärt zu werden. 

Anmerkung: Diese Empfehlung gilt auch für das lokal fortgeschrittene 

Prostatakarzinom. 

Evidenzlevel 

Expertenmeinung 

 

Starker Konsens 

 

6.5  Evidenzbasierte Empfehlung geprüft 2018 

Empfehlungsgrad 

Komorbiditätsklassifikationen und dazugehörige Überlebensraten können zur 

Entscheidungsfindung im Hinblick auf Früherkennung, Diagnostik und Therapie 

des Prostatakarzinoms berücksichtigt werden. Hierzu können Charlson-Score und 

ASA-Klassifikation eingesetzt werden. 

Evidenzlevel 

Expertenmeinung 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Statement 6.1 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

109

Die genannten Empfehlungen sollen die Kommunikation mit dem Patienten und seine 

Therapieentscheidung unterstützen. Handelt es sich um einen klinisch nicht 

metastasierten Tumor, müssen Arzt und Patient gemeinsam entscheiden, ob eine 

lokale potenziell kurative Therapie erfolgen soll oder nicht. 

Bei der Aufklärung erkennt der Arzt die Patientenautonomie an, dies entspricht dem 

Good-Clinical-Practice-Prinzip. 

Zu Statement 6.2 

Ein systematischer Review mit Studien, die mehrere tausend Männer nach der 

Diagnose Prostatakarzinom in Bezug auf Ausprägung und Umgang mit Angst 

umfassten, zeigte, dass Ereignisse wie eine bevorstehende ärztliche Untersuchung 

und die Kontrolle des Prostata-spezifischen Antigen (PSA)-Wertes Ängste induzierten, 

die nach einem normalen Testergebnis wieder abnahmen [435]. Die mit der 

wiederholten PSA-Testung verbundene Angst und die wiederholte (antizipierte oder 

tatsächliche) Entscheidungssituation führen dazu, dass sich bis 10 % der Männer 

unter Aktiver Überwachung (AS) einer kurativen Behandlung unterziehen, ohne dass 

der Tumorverlauf diese erforderte [436]. Ob Faktoren wie aktive Informationssuche, 

soziale Unterstützung und kognitive Umdeutung langfristig die Unsicherheit und 

Angst reduzieren und die Lebensqualität verbessern, kann auf Basis der verfügbaren 

Daten nicht beantwortet werden. 

Nach einer Prostatakarzinom-Diagnose ist zu beobachten, dass ein hoher Prozentsatz 

von Männern (sowohl nach radikaler Prostatektomie (RPE) als auch unter AS) 

zumindest kurzfristig den Lebensstil ändert. Männer vor der Entscheidung für AS und 

unter AS scheinen dabei eine besondere Patientenpopulation zu repräsentieren. Da 

ein passives Abwarten mit erhöhtem Stress verbunden ist [437], kann angenommen 

werden, dass Männer unter dieser Therapieoption eine noch höhere Bereitschaft als 

operierte Männer haben, ihre Lebensqualität zu erhalten und ihre Krankheitsangst zu 

reduzieren sowie nach ergänzenden Behandlungsoptionen zu suchen und/oder ihren 

Lebensstil zu ändern (Ernährung, körperliche Aktivität, komplementärmedizinische 

Maßnahmen) [438]. Mehrere Studien zeigen, dass zusätzliche Strategien wie z. B. eine 

besondere Diät oder auch komplementäre Therapien am ehesten mit der Partnerin 

besprochen werden (z. B. [439]. Von den Männern werden die Partnerinnen als 

wichtigste Unterstützungsquelle genannt (vgl. auch van den Bergh et al. [440], [441]). 

Aus den vorliegenden Daten kann geschlossen werden, dass das abwartende 

Verhalten für die Patienten häufig schwierig ist. Die Haltung „aktiv“ zu werden ist 

international anerkannt. Oft besteht dieser Wunsch auch bei den Familienangehörigen 

und dem sozialen Umfeld. Nicht zuletzt mangelt es an ärztlicher Unterstützung der 

Patienten unter Aktiver Überwachung [442]. Fragebogenuntersuchungen in einer 

Gruppe von Patienten mit Aktiver Überwachung zeigten im Vergleich zu Gesunden 

nur wenig mehr Distress, Angst und Depression maximal sechs Monate nach der 

Diagnose. Im Zeitverlauf wurden die Werte allerdings schlechter [443], [444]. 

Beherrschendes Thema ist vor allem die Unsicherheit und Angst vor unkontrolliertem 

Tumorwachstum, die zu den Kontrollterminen am größten ist. In qualitativen 

Interviews wurde dem betreuenden Arzt der größte Einfluss auf die Entscheidung zu 

Aktiver Überwachung zugeschrieben, danach wurden Angst vor Nebenwirkungen bei 

aktiver Therapie genannt [438], [444], [445]. Im Zeitverlauf zeigt sich aber auch, dass 

ein sehr großer Einfluss des Arztes bei der Entscheidung negativ sein kann [444]. Der 

behandelnde Arzt sollte ein offenes Ohr für die individuellen Informationsbedürfnisse 

des Patienten haben und dafür geschult sein, mit ihm Strategien zur Bewältigung der 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

110

Unsicherheit einzuüben [446]. Daten aus Querschnittsstudien/Fall-Kontroll-Studien 

zeigen keine schlechtere Lebensqualität von Patienten mit Aktiver Überwachung im 

Vergleich zu Patienten mit Strahlentherapie und/oder hormonablativer Therapie 

[447], [448]. Prospektiv vergleichende Daten liegen nicht vor. 

Zu Empfehlung 6.3 

Hier werden nicht kurativ intendierte, palliative Behandlungsstrategien betrachtet. Die 

Planung einer Therapiestrategie beinhaltet stets die Abwägung von Nutzen und 

Risiko. Die WW-Strategie und die palliativen Maßnahmen sind dem Patienten zu 

erläutern: z. B. Hormonkaskade, Interventionen zur Blutstillung, Bestrahlung bei 

Schmerzen, palliative TUR-P bei Störung der Blasenentleerung. Indikation: lokal 

begrenzter, wenig aggressiver Tumor, begrenzte Lebenserwartung. Im HTA-Bericht 

von Ip et al. [449] waren über 70 % dieser Patienten der T2-Kategorie zugeordnet, 

Gleason ≤7, normaler Knochenscan, Alter < 75 Jahre, nur in einer Studie <85 Jahre. 

Als Indikator einer Behandlung gilt der symptomatische Progress [450]. Da Gleason 

≤7 als Indikator für WW genannt wird, kann indirekt daraus geschlossen werden, dass 

schlecht differenzierte Tumoren sofort systemisch behandelt werden können. 

Da es sich beim Prostatakarzinom um eine im Allgemeinen langsam progrediente 

Erkrankung mit langen Gesamtüberlebenszeiten auch ohne therapeutische 

Intervention handelt, sind die durch eine Therapie gewonnenen Lebensjahre gegen 

einen Verlust an Lebensqualität durch Therapiefolgen abzuwägen. Zu erwähnen ist, 

dass im reiferen Alter ein hohes Risiko einer Dekompensation der Blasenfunktion 

nach lokalen Therapiemaßnahmen (Radikale Prostatektomie, Perkutane 

Strahlentherapie, Brachytherapie) besteht. So berichteten 2 Jahre nach Studienbeginn 

signifikant mehr Patienten nach radikaler Prostatektomie von einer Dekompensation 

der Blasenfunktion als Patienten mit palliativer Therapie [451]. 

Auch bei einem hohen Progressionsrisiko ist ein palliatives Vorgehen möglich. Das 

Progressionsrisiko soll daher in jedem Falle thematisiert und diskutiert werden. 

Neben der Risikostratifizierung von D’Amico et al. 1998 [452] stehen validierte 

Nomogramme zur Verfügung, die zur Abschätzung des Progressionsrisikos 

herangezogen werden können (siehe Kapitel 4.3). 

 Die PIVOT-Studie (RCT, 2012) vergleicht radikale Prostatektomie und Watchful 

Waiting bei Patienten mit überwiegend durch PSA-Screening entdecktem 

Prostatakarzinom (mittl. Alter 67 Jahre) [453]. Die lange Rekrutierungszeit (1994-

2002) wird als potentielle Schwäche der Studie gesehen, da Diagnose- und 

Therapieverfahren weiterentwickelt wurden. Die ursprünglich geplante Anzahl an 

Probanden konnte nicht erreicht werden (geplant: 2000, rekrutiert 731 Patienten, 

revidierte Powerberechnung 91 % Power für Entdeckung eines 25 %igen Unterschieds 

in der Gesamtmortalität bei mittlerer Lebenserwartung von 10 Jahren). Die Zuordnung 

der Todesursache „Prostatakarzinom“ kann nicht als sicher gelten [454]. Im Ergebnis 

wurde für Patienten mit einem PSA-Wert 10 ng/ml (Median 15) zugunsten der RPE 

(relative Reduktion um 13,2 %, HR 0,67, 95 % KI 0,48–0,94). Weiterhin wurden nach 

RPE signifikant weniger Knochenmetastasen diagnostiziert (n=17, 4,7 %) als unter 

Beobachtung (n=39, 10,6 %, HR 0,40; 95 % KI 0,22-0,70; p<0,001). Zu unerwünschten 

Wirkungen siehe Empfehlung Empfehlung 6.4. 

Zu Empfehlung 6.4 

Bei Patienten mit einem low-risk Karzinom konnte keine höhere oder nur eine gering 

erhöhte Sterblichkeit mit einer beobachtenden Behandlungsstrategie (WW) im 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

111

Vergleich zu Prostatektomie gezeigt werden [455], [456]. Dieser geringen 

Überlegenheit steht das Risiko einer Übertherapie (siehe auch 

Hintergrundinformationen zu Kapitel 6.2.1) mit unerwünschten Wirkungen und 

Therapiefolgen gegenüber. Über diese Aspekte sollen die Patienten aufgeklärt 

werden. 

Aus den bisherigen zeitlich limitierten Daten ergibt sich keine schlechtere Prognose 

unter Aktiver Überwachung [457]. Von 2.079 Männern der PRIAS-Studie unterzogen 

sich 189 einer RPE. Für 167 Patienten waren pathologische Ergebnisse verfügbar: 71 

% hatten eine günstige Histologie (definiert als pT ≤2 und GS: 3+4), 81 % einen 

organbegrenzten Tumor und 86 % Gleason 6 oder 3+4. 

Konkrete vergleichende Angaben zu unerwünschten Wirkungen und Therapiefolgen 

der einzelnen lokal kurativen Verfahren sind aufgrund der wenigen vergleichenden 

Studien problematisch. Die Nebenwirkungen sind zudem sehr unterschiedlich 

definiert [458]. Toxizitätszahlen aus Fallserien sind wegen verschiedener 

Patientenkollektive nicht direkt vergleichbar. Schließlich unterscheiden sich die 

Zahlenwerte in Abhängigkeit davon, ob befragte Patienten oder behandelnde Ärzte 

die Daten erhoben haben. 

Ein Empfehlungsvorschlag mit der Nennung der Übertherapie mit den Folgen 

Harninkontinenz und Erektionsstörungen nach Prostatektomie und Darmstörungen 

nach Strahlentherapie wurde von der Mehrheit der Leitlinienautoren nicht 

befürwortet, da die Nebenwirkungen nicht differenziert genug aufgeführt wurden, 

wenngleich die Aufklärung zu diesen Aspekten als wesentlich erachtet wird. 

Nachfolgend wird ein Überblick der in der Literatur am häufigsten genannten 

Nebenwirkungen/Krankheitsbilder in Abhängigkeit der Therapiestrategie gegeben. 

Gravierendste unerwünschte Wirkungen und Folgen der lokalen Therapie des 

Prostatakarzinoms sind Sexualstörungen in Form von erektiler Dysfunktion, 

Störungen der Kontinenz und Harnblasenfunktion sowie Dick- und 

Enddarmbeschwerden. 

Zur adäquaten Beurteilung des Ausmaßes von erektiler Dysfunktion wären 

prätherapeutische Daten zum Vergleich von Interesse, da die Prävalenz von 

Erektionsstörungen naturgemäß im älteren Patientenkollektiv nicht unerheblich ist. 

Diese Daten fehlen zumeist. Trotzdem lässt sich aus den publizierten 

postinterventionellen Prävalenzen die Aussage machen, dass die Wahrscheinlichkeit 

für das Auftreten einer erektilen Dysfunktion nach radikaler Prostatektomie höher ist 

als nach perkutaner Bestrahlung [459], [458], [460], [461]. Kurzfristige Ergebnisse zur 

Sexualfunktion auch unter Aktiver Überwachung von van den Bergh [462] 6 und 12-

18 Monate nach Behandlung ergaben, dass 65-68 % der Männer unter Aktiver 

Überwachung, 35-36 % der Operierten, 36-37 % der Bestrahlten und 36 % der 

kombiniert Behandelten sexuell aktiv waren. 

Harninkontinenz oder Harnverhalt treten häufiger nach radikaler Prostatektomie auf 

als nach perkutaner Strahlentherapie oder LDR-Brachytherapie. Die Datenlage für 

einen Vergleich von perkutaner Strahlentherapie und LDR ist spärlich. In einer 

Kohortenstudie [463] schneidet die LDR-Brachytherapie auch im Vergleich zur 

perkutanen Strahlentherapie günstiger ab. 

Eine intestinale Symptomatik (z. B. erhöhte Stuhlfrequenz, rektale Blutung) tritt 

häufiger nach perkutaner Bestrahlung oder Brachytherapie als nach radikaler 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

112

Prostatektomie auf [464], [465], [460], [461], [466]. Ein Vergleich zwischen LDR-

Brachytherapie und perkutaner Strahlentherapie gestaltet sich aufgrund der 

eingeschränkten Datenlage schwierig. Es gibt jedoch Hinweise für einen Vorteil der 

LDR-Brachytherapie gegenüber der perkutanen Strahlentherapie bezüglich der 

Enddarmfunktion [467]. Eine Beurteilung der Toxizität für die HDR-Brachytherapie ist 

anhand von Fallserien möglich – ein direkter Vergleich des Verfahrens mit radikaler 

Prostatektomie, perkutaner Strahlentherapie oder LDR-Brachytherapie im Rahmen von 

Studien existiert jedoch nicht. Es kann diesbezüglich nur auf die Absolutzahlen der 

Studien verwiesen werden [468], [469]. Die Gefahr von Enddarmbeschwerden, 

Inkontinenz bzw. Harnentleerungsstörungen und erektiler Dysfunktion ist auch bei 

dieser Therapieoption gegeben. 

Eine für radiotherapeutische Verfahren spezifische Nebenwirkung ist das Auftreten 

von Zweitmalignomen. Das Risiko ist nach Studien zur perkutanen Strahlentherapie 

[470], [471], [472] signifikant erhöht. Für die LDR-Brachytherapie ergab sich in einer 

Arbeit im Vergleich ein geringeres Risiko, der Unterschied zur perkutanen 

Strahlentherapie war jedoch nicht statistisch signifikant [473]. In einer weiteren Arbeit 

war die Rate an Zweitmalignomen bei der LDR-Brachytherapie insgesamt ebenfalls 

geringer, zu beachten ist jedoch, dass die Hazard-Ratio bei der perkutanen 

Strahlentherapie konstant bei 1,26/100.000 lag, die Hazard-Ratio bei LDR-Therapie 

sich jedoch von 0,72/100.000 nach fünf Jahren auf 1,2/100.000 nach neun Jahren 

erhöhte [474]. Die Häufigkeit von Zweitmalignomen liegt, wie die genannten Zahlen 

zeigen, dabei jedoch deutlich unter denen der anderen erwähnten unerwünschten 

Wirkungen. Für die HDR-Brachytherapie existieren hierfür (noch) keine Langzeitdaten. 

Die unerwünschten Wirkungen der hormonablativen Therapie finden sich im 

entsprechenden Kapitel. 

Zu Empfehlung 6.5 

Diese Empfehlung trägt der Tatsache Rechnung, dass aufgrund der eingeschränkten 

vorliegenden Evidenz ohne randomisierte kontrollierte interventionsübergreifende 

Vergleiche keine Priorisierung einer lokalen Therapieoption möglich ist. Diese 

Tatsache wird sowohl in der AUA-Leitlinie 2007, der EAU-Leitlinie als auch der 

niederländischen Leitlinie bestätigt [464], [475], [476]. Das einzige Verfahren, das in 

einem randomisierten Studiendesign gegenüber einer Watchful-Waiting-Strategie 

untersucht wurde, ist die radikale Prostatektomie. Die Wirksamkeitsaussagen der 

übrigen lokalen Verfahren stützen sich auf vergleichende Kohortenstudien (perkutane 

Strahlentherapie, LDR-Brachytherapie) oder sogar Fallserienvergleiche (HDR-

Brachytherapie). Bei einer Bewertung des RCT von Bill-Axelson et al. [477] zum 

Stellenwert der operativen Therapie ist zu berücksichtigen, dass der 

karzinomspezifische Überlebensvorteil nur Patienten im Alter unter 65 Jahren betraf 

und die Patienten aus der Vor-PSA-Ära stammten. Angesichts dieser Situation hängt 

die Wahl des lokalen Therapieverfahrens entscheidend von individuellen 

Charakteristika und persönlichen Präferenzen des Patienten ab. 

Um in diesem Prozess sowohl von ärztlicher Seite als auch aus der Warte des 

Patienten das am besten geeignete Verfahren auszuwählen, wird eine Aufklärung 

sowohl beim Urologen (neben RPE und LDR-Brachytherapie auch zu der Strategie der 

Aktiven Überwachung bzw. der sekundären symptomorientierten Therapie Watchful 

Waiting) als auch beim Strahlentherapeuten (perkutane Strahlentherapie und HDR-

Brachytherapie) empfohlen. Die Aufklärung sollte auch mögliche multimodale 

Therapiekonzepte umfassen. Der betroffene Patient wird so über Vor- und Nachteile 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

113

der verschiedenen Verfahren umfassend informiert. Da die Wahl der lokalen Therapie 

häufig auch von den Präferenzen des/der aufklärenden Arztes/Ärzte abhängt [478], 

[479], wird es als sinnvoll angesehen, über weitere Informationsmöglichkeiten 

aufzuklären. In Anerkennung der Tatsache, dass aus personellen und 

organisatorischen Gründen eine Doppelaufklärung nicht immer realisierbar ist, wurde 

ein abgeschwächter Empfehlungsgrad (B) ausgesprochen. Eine doppelte Aufklärung 

wird jedoch ausdrücklich als wünschenswert angesehen. 

Der Gesundheitszustand numerisch gleich alter Menschen variiert erheblich. 

Komorbiditäten sind ein Bereich, diese Heterogenität und ihre Auswirkungen auf das 

Überleben systematisch zu erfassen. Zu der systematischen Erfassung von 

Komorbiditäten stehen verschiedene Klassifikationen zur Verfügung. 

Bisher sind in den verfügbaren Leitlinien wenige Empfehlungen zum praktischen 

Umgang mit Komorbiditätsklassifikationen zu finden [480], [481], [482]. Lediglich die 

Leitlinie der EAU nennt als Entscheidungshilfen für eine Prostatabiopsie den Charlson-

Score und ASA-Klassifikation [480]. Orientiert an dieser Empfehlung wurden beide 

Klassifikationen in die S3-Leitlinie aufgenommen. 

Tabelle 15: Gewicht der zum Charlson-Score beitragenden Begleiterkrankungen (Charlson et 

al. 1987). Der Charlson-Score wird durch Addition der Punkte eines Patienten berechnet. 

Krankheitsbild Gewicht (Punkte) 

Herzinfarkt 1 

Kongestives Herzversagen 1 

Periphere Gefäßerkrankung 1 

Zerebrovaskuläre Erkrankung 1 

Demenz 1 

Chronische Lungenerkrankung 1 

Kollagenose 1 

Ulkus-Leiden 1 

Milde Lebererkrankung 1 

Diabetes mellitus ohne Endorganschaden 1 

Hemiplegie 2 

Moderate bis schwere Nierenerkrankung 2 

Diabetes mellitus mit Endorganschaden 2 

Tumor 2 

Leukämie 2 

Lymphome 2 

Moderate bis schwere Lebererkrankung 3 

Metastasierender solider Tumor 6 

AIDS 6 

Quelle: [483] 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

114

Beide Klassifikationen liefern bei Prostatakarzinompatienten eigenständige 

prognostische Informationen hinsichtlich des Langzeitüberlebens über das 

kalendarische Alter hinaus [484], [485]. Sie sind einfach anwendbar, weitverbreitet 

und bewerten zumindest teilweise unterschiedliche Aspekte des 

Gesundheitszustandes: der Charlson-Score [483] eine Liste von Begleiterkrankungen 

unterschiedlichen prognostischen Gewichtes (Tabelle 15) und die ASA-Klassifikation 

[486] die Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes mit Fokus auf das perioperative 

Risiko (Tabelle 16). 

Tabelle 16: Klassifikation des Gesundheitszustandes der American Society of 

Anesthesiologists (ASA) (American Society of Anesthesiologists 2013) 

ASA-Klasse  Definition 

1 Normaler, gesunder Patient 

2 Patient mit einer leichten systematischen Erkrankung 

3 Patient mit einer schweren systematischen Erkrankung 

4 Patient mit einer schweren, permanent lebensbedrohlichen systemischen 

Erkrankung 

5 Moribunder Patient, der voraussichtlich mit und ohne Operation nicht überleben 

wird 

6 Hirntoter Organspender 

Quelle: [486] 

 

Bei den relativ gesunden Kandidaten für eine radikale Prostatektomie liegt selbst bei 

Patienten von 65 Jahren oder älter die konkurrierende Sterblichkeit nach 10 Jahren in 

den ungünstigsten Klassen dieser Klassifikationen noch unter 50 % [487]. Das heißt, 

die mittlere weitere Lebenserwartung liegt auch in diesen Subgruppen über 10 Jahren, 

einem Limit, das häufig als Limit für eine kurative Therapie des Prostatakarzinoms 

genannt wird [480]. 

Die Assoziation einer Komorbiditätsklasse mit dem Überleben variiert stark je 

nachdem ob es sich um eine populationsbasierte Stichprobe (enthält alle Risiken), 

eine radikale-Prostatektomie-Stichprobe (enthält vorwiegend gute Risiken) oder eine 

Strahlentherapie-Stichprobe (kann viele ungünstige Risiken enthalten) handelt. Für die 

Abgrenzung dieser jeweiligen Kohorten fehlen allgemein akzeptierte Kriterien. 

Deutlich wird das in den sehr großen Überlebensunterschieden zwischen operierten 

und bestrahlten Patienten in nominell identischen Risikoklassen eines Nomogramms 

von Walz und Mitarbeitern [484]. Was auf die Unzulänglichkeit des Nomogramms 

hinweist, in dem das Alter, die Komorbiditäten und die Therapie (radikale 

Prostatektomie vs. externe Bestrahlung) darüber hinaus aber keine anderen Variablen 

berücksichtigt sind. Komorbiditätsklassifikationen und dazugehörige Überlebensraten 

können daher zur Therapieentscheidungsfindung beim Prostatakarzinom nur unter 

6.1 Therapieplanung und Aufklärung 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

115

Beachtung der zugrundeliegenden Patientenpopulationen herangezogen werden. 

Weiterhin sollten die steigende Lebenserwartung und eine mögliche Vorverlagerung 

der Diagnose (Lead-Time-Bias) in Betracht gezogen werden. Die weitere 

Lebenserwartung eines 65-jährigen Mannes erhöhte sich zwischen 1990/92 (früheres 

Bundesgebiet) und 2008/10 von 14,4 auf 17,3 Jahre [488]. Gleichzeitig ist durch die 

PSA-gestützte Früherkennung mit einer Vorverlagerung der Diagnose (Lead-Time-Bias) 

zu rechnen. Bei einem vierjährigen Screeningintervall ist mit einer 

Diagnosevorverlagerung um 11 Jahre zu rechnen [91]. Schlussfolgerungen aus älteren 

Patientenstichproben müssen daher mit Vorsicht auf heutige Patienten übertragen 

werden: die Tumoren sind zwar früher erkannt (und darum möglicherweise länger 

indolent), die weitere Lebenserwartung hat jedoch gleichzeitig zugenommen, 

wodurch bei ausbleibender kurativer Therapie die Zeit, die ein Tumor zur Progression 

hat, zunimmt. Dabei betrifft die Zunahme der Lebenserwartung vor allem Männer 

jenseits des 65. Lebensjahres [489], [490]. 

 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

116

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen 

Risikoprofils 

6.2.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) 

6.6  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2025 

EK 

Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des niedrigen 

Risikoprofils (ISUP Gruppe 1 und low risk nach D’Amico-Kriterien) sollen aktiv 

überwacht werden. 

 

Starker Konsens 

 

6.7, 6.8, 6.9 Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert modifiziert 2025 

EK 

6.7 Der Tumor soll nach Beginn der Aktiven Überwachung und innerhalb der 

ersten 2 Jahre bei ISUP Gruppe 1 alle 6 Monate und bei ISUP Gruppe 2 alle 

3 Monate durch PSA-Bestimmung kontrolliert werden. 

EK 

6.8 Erste Re-Biopsie (s. Abbildung 6): 

Bei Patienten mit initialer MRT soll eine erneute MRT der Prostata mit 

gezielter und systematischer Biopsie nach 12-18 Monaten erfolgen. 

 

Bei Patienten ohne initiale MRT der Prostata soll diese innerhalb von 6 

Monaten erfolgen. Im Fall einer Target Läsion PI-RADS ≥3 soll eine gezielte 

Biopsie erfolgen. Liegt keine Target Läsion vor, soll keine konfirmatorische 

Biopsie durchgeführt werden (s. Abbildung 6). 

EK 

6.9 Die MRT der Prostata soll geltenden Qualitätsstandards entsprechen. 

Konsensstärke Starker Konsens 


6.10  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2025 

EK 

Weitere gezielte und systematische Biopsien sollten abhängig vom Ergebnis der 

ersten Re-Biopsie entsprechend der Ergebnisse der im Verlauf durchgeführten 

MRT-Bildgebung und den erhobenen PSA-Werten durchgeführt werden, spätestens 

jedoch alle 3 Jahre innerhalb der ersten 10 Jahre aktiver Überwachung. 

 

Starker Konsens 

 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

117

6.11  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Bei signifikantem PSA-Anstieg (Verdopplungszeit <3 Jahre) sollte eine erneute 

MRT mit gezielter und systematischer Re-Biopsie erfolgen. Eine alleinige 

Progression des PSA-Wertes und/oder einer MRT-Läsion sollte nicht zum Abbruch 

der Aktiven Überwachung führen. 

Die Aktive Überwachung soll beendet werden, bei: 

• Upgrading zu ISUP Gruppe 2 mit ungünstigem Risikoprofil* 

• Upgrading zu >= ISUP Gruppe 3 

• Lokal fortgeschrittenem Tumorstadium (≥cT3 und/oder cN+) 

*cribriformes oder intraduktales Wachstum, signifikante Zunahme des Anteils Gleason-

Muster 4. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.6 

Bei Vorliegen eines lokal begrenzten Prostatakarzinom (PCa) des niedrigen 

Risikoprofils werden Patienten über das Konzept der Aktiven Überwachung informiert, 

da das Risiko einer Überbehandlung in dieser Gruppe am höchsten ist. Die 

Priorisierung der Aktiven Überwachung bei Erfüllung der genannten Charakteristika 

eines niedrigen Risikoprofils (ISUP Gruppe 1, PSA <10ng/ml, T1c/T2a) wird im 

Konsens der Leitliniengruppe unterstützt. Bei der Patientenaufklärung wird die 

natürliche Prognose eines PCa mit niedrigem Risikoprofil den Ergebnissen der aktiven 

Behandlungsmethoden gegenübergestellt. Dies betrifft die Mortalität, Morbidität und 

Lebensqualität (z. B. notwendige Kontrollen, mögliche Vermeidung von 

Übertherapien). Thematisiert werden sollen auch explizit die Rezidivraten bei kurativ 

intendierter Therapie sowie die bestehende Unsicherheit hinsichtlich der primären 

prognostischen Einschätzung der diagnostizierten Karzinome, die für jede Art der 

Primärtherapie/-strategie besteht. So sind die Raten einer niedrigeren oder höheren 

Stadieneinteilung (Under- und Overstaging) bei low- und intermediate-risk-Tumoren 

mit ca. 20 % bis annähernd 50 % Prozent beschrieben [491], [492], [493], [494], [495], 

[496]. Die unerwünschten Nebenwirkungen aktiver Therapie werden im 

Hintergrundtext zu Empfehlung Empfehlung 6.4 dargestellt. 

Exemplarisch zeigt eine große prospektive Studie an 1.818 Patienten mit 

Niedrigrisiko-PCa der Grade Group 1 sowohl nach 10 als auch nach 15 Jahren Aktiver 

Überwachung eine kumulative PCa-spezifische Mortalität von 0,1 % [497]. Diese 

Langzeitdaten implizieren, dass die Aktive Überwachung bei Patienten mit einem 

niedrigen Risiko angemessen und onkologisch sicher ist, da das Risiko für ein 

Versterben aufgrund des PCa oder die Entwicklung von Metastasen <1 % beträgt. Zu 

beachten ist, dass im Rahmen des in dieser Studie relativ intensiven, strukturierten 

Programms der Aktiven Überwachung 48 % der Männer innerhalb der ersten 10 Jahre 

eine aktive Therapie erhalten haben. 

Patienten, deren initiale Diagnostik eine mpMRT/TRUS-fusionierte Prostatabiopsie 

beinhaltete, hatten ein geringeres Risiko für eine Reklassifikation während der 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

118

Aktiven Überwachung und damit für die Notwendigkeit einer aktiven Therapie. Dies 

scheint die Rolle der mpMRT für eine präzise Selektion geeigneter Kandidaten für eine 

Aktive Überwachung zu stärken. 

Aufgrund der heterogenen Konzepte für eine Aktive Überwachung und fehlender 

prospektiv-randomisierter Studien hat die Leitliniengruppe der Europäischen 

Gesellschaft für Urologie (EAU) mit der sog. DETECTIVE-Studie ein strukturiertes 

Projekt zur Standardisierung der Aktiven Überwachung initiiert und existierende 

Protokolle evaluiert [498], [499]. Neben den Kriterien ISUP Grad 1, klinisches 

Tumorstadium cT1c oder cT2a sowie einem PSA-Wert <10 ng/mL wurde basierend auf 

systematischen Biopsieschemata zusätzlich die PSA-Dichte als Selektionskriterium 

<0,15 ng/mL/cc vorgeschlagen [500], [501]. Valide Daten zur Selektion mittels 

mpMRT liegen noch nicht vor, während die Beteiligten der DETECTIVE-Studie 

konsentierten, dass Anzeichen für ein ausgedehntes Tumorwachstum in der mpMRT 

möglicherweise ein Ausschlusskriterium für die Aktive Überwachung sein wird. Die 

Publikation dieser Daten wird erwartet. 

Alle verfügbaren kurativen Therapieoptionen für das Prostatakarzinom (PCa) sind mit 

einem Risiko für signifikante Nebenwirkungen und Einschränkungen der 

Lebensqualität verbunden. Das Konzept der Aktiven Überwachung (Active 

Surveillance) und die initiale Vermeidung einer aktiven ablativen Therapie kommt 

prinzipiell für alle Patienten in Frage, die ein geringes Risiko an einem PCa zu 

versterben haben, und wird daher empfohlen. 

Viele Patienten, die im Laufe ihres Lebens ein PCa entwickeln, müssen nicht mit einer 

turmorbedingten Einschränkung ihrer Lebenserwartung rechnen. Dies ist ein 

bekanntes Phänomen – Autopsiestudien haben schon vor Jahrzehnten gezeigt, dass 

die Zahl der „Karzinomträger“ um ein Vielfaches höher ist als die Zahl derer, die an 

einem PCa erkranken oder versterben [502]. Die häufige Bestimmung des PSA-Wertes 

und eine undifferenzierte Interpretation des Messergebnisses führen oft zur 

Erkennung von Tumoren, bei denen bei Nichtbehandlung das gleiche 

tumorspezifische Überleben erreicht werden kann wie bei definitiver invasiver 

Therapie [503]. Das gilt insbesondere für ältere Patienten (>65 Jahre). Das 

tumorspezifische Überleben der Patienten mit Tumoren des niedrigen Risikoprofils 

ohne definitive Intervention ist sehr hoch [504], [432]. 

Die PCa-Diagnostik hat sich in den letzten Jahren entscheidend verändert, sodass 

viele Karzinome in einem frühen Stadium erkannt werden. Seit der Einführung und 

zunehmenden Anwendung der PSA-Testung besteht ein erhöhtes Risiko für eine 

Überdiagnose und anschließende Übertherapie indolenter PCa [505]. Von 

Überdiagnose spricht man, wenn Karzinome entdeckt werden, die den Patienten in 

seiner Lebenserwartung nicht bedrohen. Sie zu behandeln bedeutet eine 

Übertherapie. Ein hoher Anteil von Übertherapie ergibt sich v. a. durch die definitiven 

Therapien in der Gruppe der Patienten mit Tumoren des niedrigen Risikos. 

Mittlerweile liegen Langzeitdaten mit einer Nachbeobachtungszeit von bis zu 25 

Jahren zu Patienten mit PCa, die initial keiner lokalen Therapie unterzogen wurden, 

vor. Die karzinomspezifischen Überlebensraten lagen bei 82–87 % nach 10 Jahren 

[506], [507], [508], [509] und bei 80-95% für Tumoren im Stadium T1/T2 und ISUP 

Grad <2 [510], [301], [511]. Der Nutzen einer Aktiven Überwachung ist bei Männern, 

die eine Lebenserwartung von mindestens 10 Jahren haben, am höchsten. 

Begleiterkrankungen sind dabei zu berücksichtigen, da sie das Risiko, an anderen 

Ursachen zu versterben, erhöhen. Männer mit neu diagnostiziertem PCa und 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

119

mehreren Komorbiditäten (Charlson Comorbidity Index (CCI)-Wert >2) zeigten 

unabhängig von ihrem Alter zum Zeitpunkt der Diagnose nach 10 Jahren 

Nachbeobachtung eine sehr geringe PCa-abhängige Mortalität, sodass hier ein 

Watchful Waiting (siehe Kapitel 6.8) diskutiert werden muss. Die Tumoraggressivität 

hatte kaum Einfluss auf das Gesamtüberleben. Hingegen hatten Männer mit einem 

CCI-Wert <1 ein geringes Risiko, innerhalb von 10 Jahren zu versterben, sodass in 

dieser Gruppe eine Aktive Überwachung im niedrigen Risiko bzw. eine aktive Therapie 

bei höherer Aggressivität erfolgt [135]. 

Um das klinisch signifikante PCa von einem indolenten zu unterscheiden, sind 

mehrere Definitionen entwickelt und publiziert worden. Je nachdem, wie strikt die 

einzelnen Definitionen angewendet werden, finden sich eine Vielzahl verschiedener 

Definitionen des „insignifikanten“ Prostatakarzinoms [512], [513], [514]; [515], [516], 

[517], [518], [519], [520], [521], [522], [523], [524], [525], [526], [527], [528], [529], 

[530], [531], [532], [533], [534], [535], [536], [537], [538], [539]. Die meisten 

Definitionen basieren auf der Arbeit von Stamey et al., die das Tumorvolumen als 

Hauptkriterium für seine klinische Bedeutsamkeit angeben [536]. Die Kriterien 

Gleason-Score und Organbegrenzung wurden später ergänzt und werden 

uneinheitlich verwendet (Volumen <0,5 oder ≤0,5 ml; Gleason-Score <7 oder Pattern 

4/5, Bezeichnung ebenfalls uneinheitlich z. T. als „insignifikant“, z. T. als „minimal 

signifikant“). In der klinischen Routine spielt aktuell noch die D’Amico Klassifikation 

die größte Rolle. Hierin ist die Niedrigrisikogruppe als T1c/T2a, ISUP GG1, PSA 

<10ng/ml definiert. Modernere Klassifikationen wie die Cambridge Prognostic Groups 

inkludieren alle T1- und T2-Tumoren [301]. 

Eine Aktive Überwachung bei ansonsten gesunden und für eine kurativ intendierte 

Therapie geeignete Patienten hat das Ziel, eine rechtzeitige aktive Behandlung bis zu 

einem Zeitpunkt aufzuschieben, an dem sich Hinweise für eine Progression ergeben 

oder der Patient diese aktive Therapie wünscht [450], [540]. Die im Falle einer 

Progression angestrebte Therapie ist weiterhin kurativ intendiert und es sollen den 

Patienten im Falle eines Abbruchs der Aktiven Überwachung und bei Vorliegen eines 

weiterhin lokal begrenzten Tumors die etablierten kurativen Therapieoptionen 

angeboten werden. Auch im Falle einer verzögert eingeleiteten kurativ intendierten 

Therapie können sehr hohe PCa-spezifische Überlebensraten erreicht werden [541]. 

Bei der Aktiven Überwachung werden strukturierte Verlaufskontrollen mit 

festgelegten Progressionsparametern einschließlich multiparametrischer MRT-

Bildgebung (mpMRT) und Kontrollbiopsien vorgenommen. Eine kurativ intendierte 

Therapie wird im Verlauf durch definierte Schwellenwerte initiiert, die auf eine 

relevante Progression hindeuten. Das Ziel der Aktiven Überwachung ist die Reduktion 

der Überbehandlung früher Tumorstadien mit ihren assoziierten möglichen 

Nebenwirkungen ohne die Heilungsraten einzuschränken. 

Bisherige Studien nutzten keine einheitliche und vordefinierte Strategie für die Aktive 

Überwachung. Durch die Weiterentwicklung der Biopsie- und Bildgebungsoptionen 

und deren Integration in das Konzept der Aktiven Überwachung sind die heutigen 

Standards nicht mit älteren Protokollen vergleichbar. Es liegen jedoch mehrere 

prospektive Kohortenstudien vor, aus denen Implikationen für die aktuellen 

Empfehlungen einer Aktiven Überwachung abgeleitet werden können. Diese werden 

im Folgenden skizziert. 

In die PIVOT-Studie wurden größtenteils Patienten eingeschlossen, die durch PSA-

gestützte Früherkennung diagnostiziert wurden [433]. Es fand sich kein statistisch 

signifikanter Unterschied zwischen Beobachtung und radikaler Prostatektomie (RPE) in 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

120

Bezug auf die prostatakarzinom-spezifische Mortalität nach 10 Jahren (31 vs. 21 

Fälle). In der Subgruppenanalyse fand sich kein signifikanter Unterschied im 

Gesamtüberleben bei Patienten mit einem PSA-Wert 10ng/ml (Median 15) zugunsten 

der RPE (absolute Reduktion um 13,2 %, HR 0,67; 95 % KI 0,48-0,94). Es zeigte sich 

eine signifikante Verminderung der Inzidenz von Knochenmetastasen zugunsten der 

RPE: 17 (4,7 %) vs. 39 (10,6 %) unter Beobachtung (HR 0,40; 95 % KI 0,22-70) [433]. 

Die Probleme der PIVOT-Studie sind unter anderem Folgende: die lange 

Rekrutierungszeit, die unter der Ausgangsplanung zurückgebliebene Fallzahl und die 

hohe konkurrierende Sterblichkeit mit über 30 % nach 10 Jahren (zum Vergleich siehe 

[542], [543]). 

In einer großen prospektiven Kohortenstudie von Männern mit Niedrigrisiko-PCa, die 

einer Aktiven Überwachung unterzogen wurden, zeigten sich nach 10 Jahren hohe 

metastasenfreie (99,4 %), karzinomspezifische (99,9 %) und Gesamtüberlebensraten 

(93 %) [544]. 

Studienergebnisse ausgewählter größerer Kohorten von Patienten (zwischen 99 und 

2.664 Teilnehmer) unter Aktiver Überwachung mit langer Nachbeobachtungszeit 

(Median 22-77 Monate) zeigen, dass das 10-Jahres-karzinomspezifische Überleben 

mindestens 98,1 % und das 10-Jahres-Gesamtüberleben 81-100 % beträgt [497], 

[545], [546], [547], [548], [549], [550], [551], [552]. 

Die PROTECT-Studie randomisierte 1.643 Patienten mit einem im Rahmen der 

Früherkennung diagnostizierten klinisch lokal begrenzten PCa in die Gruppen 

„Aktives Monitoring“, RPE oder externe Radiotherapie (EBRT) [553]. Zu beachten ist, 

dass es sich beim „Aktiven Monitoring“ nicht um eine vordefinierte Strategie der 

Aktiven Überwachung handelte und somit die Ergebnisse entsprechend interpretiert 

werden müssen. In der Gruppe der initial nicht aktiv behandelten Patienten war die 

Überwachungsstrategie nicht einheitlich. Der Anteil von Patienten mit einem 

Niedrigrisiko-PCa (90 % mit PSA-Wert <10 ng/l; 77 % ISUP-Grad 1, 20 % ISUP-Grad 2–3; 

76 % Tumorstadium T1c) lag bei 56 %. Die restlichen Patienten hatten in der Mehrzahl 

ein PCa mit mittlerem Risiko. Das krankheitsspezifische Überleben lag nach 10 Jahren 

in der Gruppe mit Aktivem Monitoring bei 98,8 % versus 99,0 % nach RPE und 99,6 % 

nach EBRT. Das Risiko für eine Progression des PCa bzw. die Entstehung von 

Metastasen war jedoch signifikant höher bei Patienten, die initial einem Aktiven 

Monitoring zugeführt wurden. In dieser Gruppe von 545 Patienten erhielten im Laufe 

der Studie 291 Männer eine ablative Therapie (54,8 %). Im weiteren Verlauf der 

PROTECT-Studie nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 15 Jahren starben 

insgesamt 356 Männer (21,7 %, Gesamtmortalität), wobei die Anzahl in allen drei 

Gruppen ähnlich hoch war. Die PCa-spezifische Mortalität war in allen 3 Gruppen nach 

15 Jahren weiterhin niedrig (45 Patienten, 2,7 %): 17 (3,1 %) in der Gruppe mit 

aktivem Monitoring, 12 (2,2 %) in der Prostatektomiegruppe und 16 (2,9 %) in der 

Strahlentherapiegruppe. Der Unterschied zwischen den Gruppen war nicht signifikant. 

Eine aktive ablative Therapie führte zu einem geringeren Risiko einer 

Tumorprogression als bei Aktivem Monitoring, jedoch nicht zu einer geringeren 

karzinomspezifischen Mortalität. Metastasen entwickelten sich bei 51 Männern (9,4%) 

in der Gruppe mit Aktivem Monitoring, bei 26 (4,7 %) in der Prostatektomiegruppe 

und bei 27 (5,0 %) in der Strahlentherapiegruppe. Eine langfristige 

Androgenentzugstherapie wurde bei 69 Männern (12,7 %), 40 (7,2 %) bzw. 42 (7,7 %) 

begonnen. Von den Patienten in der Monitoring-Gruppe, die zum Zeitpunkt der 

letzten Analyse am Leben waren, erhielten ein Viertel keinerlei Therapie [541]. In 

einer weitergehenden Analyse der Patientenkohorte waren folgende Parameter mit 

einem erhöhten Risiko für eine Progression assoziiert [554]: Aktives Monitoring, das 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

121

Patientenalter (65–69 vs. 50–64 Jahre), ein höherer PSA-Wert bei der Diagnose, ein 

höherer ISUP-Grad bei der Diagnose, ein höheres cT-Stadium, die Anzahl der positiven 

Stanzzylinder, die Länge des Tumors im Stanzzylinder und das Vorhandensein einer 

Perineuralscheideninvasion (Pn1). Ein prädiktiver Wert eines einzelnen Faktors für das 

Auftreten von Metastasen konnte nicht abgeleitet werden. 

Die Strategie des „Aktiven Monitorings“ in der PROTECT-Studie basierte fast 

ausschließlich auf PSA-Testungen. Aktuelle Protokolle für eine Aktive Überwachung, 

insbesondere mit einer Integration der mpMRT in die Patientenauswahl und in die 

regelmäßige Überwachung, sind damit nicht mehr vergleichbar und lassen erwarten, 

dass eine mögliche Tumorprogression rechtzeitiger diagnostiziert werden kann. 

Außerdem ist zu beachten, dass in der Gruppe der Patienten mit Aktivem Monitoring 

ein Drittel ein PCa mit mittlerem (24,1%) oder hohem (9,6%) Risikoprofil aufwiesen. 

Vor diesem Hintergrund erscheint die Strategie der verzögerten Aktiven Überwachung 

bei Vorliegen eines Niedrigrisiko-PCa umso plausibler. 

Die Identifikation geeigneter Patienten für eine Aktive Überwachung muss neben der 

Berücksichtigung der Lebenserwartung und vorliegender Komorbiditäten eine 

zeitgemäße individuelle Risikostratifizierung unter Berücksichtigung von mpMRT-

Bildgebung und gezielter Biopsie auffälliger Befunde beinhalten. Somit kann eine 

optimale Beratung der Patienten über den Nutzen und die möglichen Risiken einer 

Aktiven Überwachung erfolgen. Die Aktive Überwachung im Umgang mit PCa-

Patienten ist beratungs- und betreuungsintensiv, insbesondere, wenn die Problematik 

der Überdiagnose und Übertherapie nicht bereits im Kontext der PSA-Testung und der 

Prostatabiopsie besprochen wurde. Eine Entscheidung für eine Aktive Überwachung 

können nur Arzt und Patient gemeinsam in einem ausführlichen Gespräch und einem 

sog. shared decision making treffen. Zur Erleichterung der gemeinsamen 

Entscheidungsfindung stehen u. a. evidenzbasierte online-gestützte Prostatakrebs-

Entscheidungshilfen zur Verfügung [555]. Auch das Einholen einer Zweitmeinung 

kann dem Patienten zusätzliche Sicherheit bei seiner Therapieentscheidung und im 

weiteren Verlauf der Aktiven Überwachung geben. Patienten, die sich trotz 

umfassender Aufklärung gegen eine Aktive Überwachung entscheiden, werden im 

Weiteren über die etablierten lokal kurativen Therapieoptionen informiert (s. Kapitel 

6.2.2). 

Zu Empfehlung 6.7 

Der regelmäßige Patientenkontakt und eine sorgfältige Tumorkontrolle sind bei der 

Strategie der Aktiven Überwachung notwendig, weil eine Tumorprogression eintreten 

kann oder Patienten, ohne symptomatisch zu werden, eine Beratung zu einer 

kurativen Therapie wünschen. Im Laufe der Aktiven Überwachung müssen laut 

bisheriger Studienlage 30-61 % der Patienten im Verlauf damit rechnen, sich einer 

aktiven Therapie unterziehen zu müssen [556], [541]. Der Anteil aktiver Therapien 

explizit auf Wunsch der Patienten beträgt 8 bis 17 % [557], [558], [559]. Von den 

Männern, die in der Aktiven Monitoring-Gruppe am Ende der Nachbeobachtungszeit 

der letzten Auswertung der PROTECT-Studie am Leben waren, benötigten 133 Männer 

(24,4 %) keinerlei Therapie. Von diesen Männern hatten 17 (12,8 %) zum Zeitpunkt 

der Diagnosestellung ein PCa mit intermediärem oder high-risk-Profil nach D’Amico-

Kriterien und 14 Patienten (10,5 %) hatten einen Gleason-Score der Grade-Gruppe ≥ 2 

[541]. 

In der PROTECT-Studie wurde der PSA-Wert lediglich im ersten Jahr nach Beginn des 

Aktiven Monitorings 3-monatlich, in der Folge 6-12-monatlich gemessen [553]. 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

122

Strukturierte Bildgebung und Re-Biopsien waren kein Bestandteil der Studie. Die 15-

Jahres PCa-spezifischen Überlebensdaten sind exzellent (s. o.; [541]). In der PRIAS-

Studie, eine der größten prospektiv-randomisierten Studien zur Aktiven Überwachung, 

erfolgte die Nachbeobachtung in den ersten 2 Jahren mit einer PSA-Messung alle 3 

Monate, einer DRU alle 6 Monate und nach dem 2. Jahr jeweils alle 6 bzw. 12 Monate 

[560]. Der häufigste Auslöser zum Wechsel auf eine aktive Therapie war bei 41 % ein 

histopathologisches up-grading oder up-staging in der Re-Biopsie, d. h. eine 

Reklassifikation, jedoch nicht ein alleiniger PSA-Progress. 

Die Rolle der PSA-Wertbestimmung zur Identifikation von Patienten mit einer 

potentiellen Progression unter Aktiver Überwachung ist unklar und wird in bisherigen 

Studien nicht einheitlich definiert bzw. durchgeführt. In der DETECTIVE-Studie wurde 

ein hoher Konsens bezüglich der Häufigkeit der PSA-Wertbestimmung unter 109 

Ärzten sowie 16 Patienten erzielt, der eine Messung des PSA-Wertes zumindest alle 6 

Monate unabhängig von den Einschlusskriterien zur Aktiven Überwachung empfiehlt 

[498]. Dies spiegelt jedoch nicht notwendigerweise eine wissenschaftliche Evidenz 

wider. 

Die wesentliche Rolle der regelmäßigen PSA-Wertmessung beruht auf der damit 

verbundenen validen Option, die PSA-Verdopplungszeiten (PSADT) adäquat berechnen 

und die PSA-Dichte (PSAD) bei ebenfalls durchgeführter mpMRT der Prostata objektiv 

bestimmen zu können. Beide Parameter erlauben eine Beurteilung einer eventuell 

vorhandenen Progression und der Notwendigkeit einer erweiterten Diagnostik (siehe 

Empfehlung Empfehlung 6.11). 

Die Interpretation des PSA-Wertes muss bekanntermaßen differenziert erfolgen. 

Äußere Faktoren beeinflussen die Höhe der Serumkonzentrationen des PSA [561]. 

Anhand einer Kohorte von 404 Männern im Alter von 50 bis 69 Jahren unter aktivem 

Monitoring identisch zur PROTECT-Studie wurde der Einfluss von Sport, 

Alkoholkonsum und Nikotinabusus auf die PSA-Werte analysiert. Nach einer mittleren 

Nachbeobachtung von 4,8 ± 2,3 Jahren wurde der mittlere PSA-Wert im Alter von 50 

Jahren mit 3,95 ng/ml und der mittlere jährliche PSA-Anstieg mit 8,3 % berechnet. Der 

PSA-Wert im Alter von 50 Jahren war jedoch um 2,1 % niedriger pro Einheit sportlicher 

Aktivität und um 5,3 % niedriger pro 5 cm größerer Körperlänge bzw. er lag um 24,5 

% höher bei Rauchern. Diese Daten untermauern die Anfälligkeit der PSA-Werte von 

exogenen Faktoren und begründen die längeren Intervalle der PSA-Messung in der 

ISUP Gruppe 1. 

Ehdaie et al. untersuchten an 541 Patienten, die im Median 4 Jahre unter Aktiver 

Überwachung waren, den Stellenwert von PSA-Variationen in Bezug auf die Prädiktion 

einer Tumorprogression [562]. Der mittlere PSA-Wert betrug initial 4,3 ng/ml. 

Innerhalb der ersten 5 Jahre erhielten 14 % der Patienten eine aktive Therapie. Es 

konnte eine sehr hohe Variabilität in Bezug auf PSA-Schwankungen beobachtet 

werden, die mit zunehmender Zeit unter Aktiver Überwachung zunahm. Somit sollten 

isolierte PSA-Wertveränderungen keine unmittelbare diagnostische oder gar 

therapeutische Konsequenz haben. Soeterik et al. analysierten 1.000 Patienten unter 

Aktiver Überwachung und zeigten, dass eine PSAD ≥ 0,2 ng/ml/ml der wichtigste 

individuelle Faktor war, der mit einem signifikant erhöhten Risiko einer 

Tumorprogression assoziiert war [563]. In einer Kohorte von 851 Patienten unter 

Aktiver Überwachung untersuchten Cooperberg et al. serielle PSA-Wertmessungen 

[564]. Die Autoren konnten darstellen, dass die mittlere prozentuale Abweichung der 

seriellen PSA-Werte vom Basiswert 4,3 % betrug. Der Veränderung eines PSA-Wertes 

als alleinigem Faktor kam keine Bedeutung in der Identifikation einer potentiellen 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

123

Progression zu. Der wesentliche Wert der seriellen PSA-Messungen liegt in der 

Möglichkeit einer korrekten Bestimmung der längerfristigen PSA-Kinetik. Tosoian et 

al. haben in ihrer Kohorte von 1.818 Patienten unter aktiver Überwachung außerdem 

zeigen können, dass der alleinigen PSA-Wertveränderung keine Rolle in der Re-

Klassifikation eines PCa zukommt, sondern dass nur die PSAD ein unabhängiger 

Faktor mit erhöhtem Risiko für eine Reklassifikation der ISUP-Gruppierung darstellt 

[497]. 

Bei der Interpretation der PSA-Befunde ist neben der biologischen, präanalytischen 

und analytischen Variabilität vor allem die methodenabhängige Variabilität zu 

berücksichtigen. Verschiedene zertifizierte Labormethoden können sich um bis zu 30 

% unterscheiden. Zusätzlich werden bei Ringversuchen Abweichungen innerhalb einer 

Methode von ± 25 % akzeptiert [109]. Für Verlaufsuntersuchungen ist grundsätzlich 

dieselbe Methode (Hersteller, Analyseplattform) zu verwenden. Nicht zertifizierte, 

semiquantitative und Point-of-Care-Testing-Methoden (z. B. Lateralflow-Tests) sind für 

Verlaufsuntersuchungen nicht geeignet 

Zu Empfehlung 6.8 

Veränderungen der Histologie im Verlauf können auf einem Tumorwachstum, einer 

Entdifferenzierung oder einer Fehleinschätzung der Erstbiopsie beruhen. Deshalb ist 

eine Zweitbiopsie durchzuführen, um den Erstbefund zu kontrollieren. Der 

empfohlene Zeitabstand zum Beginn der Aktiven Überwachung richtet sich danach, 

ob vor der Entscheidung bereits eine MRT mit gezielter Biopsie erfolgte (zur MRT in 

der Primärdiagnostik siehe u. a. Empfehlung 4.15 und Empfehlung 4.17). Für 

Patienten mit initialer MRT und gezielter sowie systematischer Biopsie empfiehlt die 

Leitliniengruppe nach 12-18 Monaten eine erneute MRT-gestützte und systematische 

Re-Biopsie (wiederum in Kombination mit einer MRT-Bildgebung). Die vorhandenen 

und mittlerweile umfangreicheren Daten zur MRT-gestützten Biopsie weisen auf eine 

niedrigere Rate an Fehlklassifikationen hin, sodass hier ein Intervall bis zu 18 

Monaten als vertretbar angesehen wird. 

Erst nach der Durchführung einer kombinierten Biopsie (mpMRT/TRUS-fusionierte 

Target-Biopsie und systematische Biopsie), spätestens als konfirmatorische Re-Biopsie 

innerhalb von 6 Monaten im Falle einer initial lediglich systematischen Biopsie ohne 

MRT, soll die Aktive Überwachung begonnen werden (s. Abbildung 6). 

Die Notwendigkeit einer kombinierten MRT-Fusionsbiopsie durch Biopsien der 

Indexläsion sowie einer systematischen Biopsie wird anhand einer Meta-Analyse 

mehrerer Studien deutlich [565]. In der Kombination werden in der Re-Biopsie 27 % 

der Patienten mit einem höheren Tumorgrad detektiert, im Vergleich zu 17 % bzw. 20 

% mit alleiniger Fusionsbiopsie bzw. systematischer Biopsie. Liegt eine PI-RADS 3-5 

Läsion in der MRT vor, erhöht sich die Detektion eines höheren Tumorgrads bei 

kombiniertem Vorgehen auf 35 %, verglichen mit jeweils 24 % bei den 

Einzelverfahren. Den positiven Einfluss einer Kombination aus Fusionsbiopsie und 

systematischer Biopsie auf die Detektionsrate von höheren Tumorgraden unter der 

Aktiven Überwachung konnten auch Klotz et al. in einer prospektiv-randomisierten 

Studie zeigen [566]. Alle Patienten in dieser Studie erhielten eine konfirmatorische Re-

Biopsie nach einem Jahr, die eine Gruppe mit einer systematischen Biopsie, die andere 

Gruppe mit einer Kombination aus Fusionsbiopsie und systematischer Biopsie. Nach 2 

Jahren erhielten alle Patienten eine Kombination aus Fusionsbiopsie und 

systematischer Biopsie. In der Gruppe der initial nur systematisch biopsierten Männer 

kam es zu einem Abbruch der Aktiven Überwachung in 35 % der Fälle, verglichen mit 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

124

19 % in der kombiniert biopsierten Gruppe. Dabei wurde ein höherer Tumorgrad (ISUP 

Grade ≥2) in 23 % der Fälle mit initial systematischer Biopsie detektiert, verglichen mit 

lediglich 10 % in der initial kombiniert biopsierten Gruppe. 

Der Wert der systematischen Biopsien bleibt erhalten, was die Kombination aus 

Target-Biopsien und systematischer Biopsie unterstützt [565], [567]. Es wird bei 

Patienten, deren Diagnose durch eine alleinige Target-Biopsie gestellt wurde, 

empfohlen, eine systematische Biopsie baldmöglichst nachzuholen [498], [568]. Dies 

sieht auch die Leitliniengruppe wie bereits erwähnt als notwendig an, da nach 

aktueller Datenlage die Kombination aus systematischer und Target-Biopsie die 

höchstmögliche diagnostische Sicherheit bietet. 

Aktuelle Studien hinterfragen, ob eine erneute MRT-Fusionsbiopsie erforderlich ist 

oder von individuellen Faktoren abhängig gemacht werden kann. Osses et al. 

untersuchten eine Kohorte von 111 Patienten mit einem Niedrigrisiko 

Prostatakarzinom unter Aktiver Überwachung, die alle nach 1 Jahr eine MRT mit bzw. 

ohne MRT-Fusionsbiopsie erhielten [569]. Eine kombinierte zielgerichtete und 

systematische Biopsie erfolgte bei allen Patienten mit einer PI-RADS Läsion ≥3; ein 

Verzicht auf eine Biopsie erfolgte bei Männern mit unauffälliger MRT (PI-RADS 1-2). 

Das Risiko einer Höherstufung (Upgrading) (Gruppe 1: ISUP ≥2, Gruppe 2: ISUP ≥2 

und cribriformes oder intraduktales Prostatakarzinom, Gruppe 3: ISUP ≥3) fand sich 

bei 48 % (30/63) bzw. 10 % (5/48) der Patienten mit positiver bzw. negativer MRT. Bei 

negativer MRT ist das Risiko eines Upgradings deutlich geringer als bei positiver MRT. 

Bei seriellen MRT-positiven Männern ist der zusätzliche Nutzen einer Re-Biopsie 

erheblich. Auch wenn die Rate der signifikanten Höherstufung der Gruppen 2-3 bei 

den Männern mit negativer MRT deutlich geringer ist als bei denjenigen mit einer 

positiven MRT, bleibt nach derzeitiger Datenlage die Indikation zur Re-Biopsie 12-18 

Monate nach Diagnosestellung bestehen. 

Luiting et al. untersuchten anhand einer Kohorte von 1.185 Patienten, die unter 

Aktiver Überwachung 1.488 Re-Biopsien erhielten, mögliche Prädiktoren für eine 

fehlende Reklassifikation [570]. Die mediane Zeit zwischen Erstbiopsie und Rebiopsie 

betrug 13 (IQR 10-40) Monate und 326 (22 %) bzw. 106 (7 %) Patienten zeigten eine 

Reklassifikation zu ISUP ≥2 bzw. ≥3. Patienten mit einer unauffälligen mpMRT zeigten 

eine solche Reklassifikation in 6 % bzw. 1 % der Fälle. Patienten mit einer negativen 

mpMRT und einer PSAD <0,15 ng/ml/ml hatten nur in 10/315 Fällen eine 

Höherstufung zu erwarten, während dies bei 20/142 Patienten mit einer PSAD ≥0,15 

der Fall war. Patienten mit einer PI-RADS 3-Läsion und einer PSAD <0,15 bzw. ≥0,15 

wurden in 21/156 bzw. in 28/124 Fällen reklassifiziert. Diese Daten legen nahe, dass 

zumindest bei Patienten mit unauffälliger MRT und nicht suspekter PSAD eine Re-

Biopsie kritisch diskutiert werden kann, während diese in allen anderen Situationen 

unabdingbar ist. 

Zu Empfehlung 6.9 

Die MRT muss geltenden Qualitätsstandards entsprechen. Dabei empfiehlt sich 

gerade in der Verlaufsbeobachtung der Patienten der Prostate Cancer Radiological 

Estimation of Change in Sequential Evaluation (PRECISE)-Instrument zur, der eine 

objektive Beurteilung einer radiologischen Progression der initialen Indexläsion bzw. 

neu aufgetretener Indexläsionen zulässt [571], [572], [573]. 

Zu Empfehlung 6.10 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

125

Wenn das Ergebnis der 1. Re-Biopsie keine Re-Klassifikation bzw. keinen 

Tumorprogress ergibt, kann die Aktive Überwachung fortgesetzt werden. Die 

Evidenzlage zum Langzeitnutzen neuer Monitoring-Strategien in Bezug auf 

patientenrelevante Endpunkte ist begrenzt. 

In einer prospektiven Studie zur Aktiven Überwachung von 369 Patienten (272 mit 

ISUP Grad 1 Tumoren und 97 mit ISUP Grad 2 Tumoren) wurde alle 2 Jahre eine 

systemische-, eine Fusions- und eine kombinierte Biopsie durchgeführt. Durch die 

kombinierte Biopsie kam es jeweils zu einer erhöhten Detektion von 

Tumorgradprogression, sodass die Autoren einen Zusatznutzen attestierten [574]. Ein 

systematischer Review, der 263 unterschiedliche Protokolle der Durchführung der 

Aktiven Überwachung verglich, zeigt, dass 57,7 % der Protokolle eine 

konfirmatorische Biopsie innerhalb der ersten 2 Jahre empfehlen und Folgebiopsien 

mindestens alle 3 Jahre bis zu 10 Jahre nach Beginn der Aktiven Überwachung [499]. 

Eine weitere systematische Übersichtsarbeit belegt, dass eine negative Folgebiopsie 

für den Patienten zu einer 50 %-igen Risikoreduktion führt, in der Nachfolge eine 

Reklassifikation und Höherstufung des Tumors zu erleben [575]. 

Der Stellenwert der mpMRT wurde in den letzten Jahren gestärkt. Dem soll für die 

Steuerung der Aktiven Überwachung und insbesondere weiterer Re-Biopsien im 

Verlauf Rechnung getragen werden [576], [577], [498]. Die mpMRT nach geltenden 

Qualitätsstandards bietet bei der Verlaufsbeobachtung unter Aktiver Überwachung 

die Möglichkeit eines morphologischen Monitorings der Prostata und der 

Indexläsionen. Zur Objektivierung einer möglichen Tumorprogression und 

Standardisierung der Befundung wurde das bereits oben erwähnte PRECISE-

Instrument entwickelt [571], [572], [573]. Eine Tumorprogression in der MRT nach 

PRECISE-Kriterien stellt einen starken Prädiktor für eine Höherstufung dar [578], 

[579]. Zwar könnten den Patienten durch die alleinig PRECISE-getriggerte Re-Biopsie 

im Verlauf der Aktiven Überwachung zwei Drittel der Re-Biopsien erspart werden, 

jedoch besteht möglicherweise ein Risiko, Tumorprogressionen zu verpassen. Eine 

weitere Arbeit zu dieser Thematik konnte zeigen, dass der negativ prädiktive Wert 

zum Ausschluss einer Progression in der mpMRT unter Verwendung der PRECISE-

Kriterien lediglich 0,81 betrug [580]. Diese Daten stellen die Rationale für die noch 

beibehaltene Empfehlung einer Re-Biopsie alle 3 Jahre innerhalb der ersten 10 Jahre 

aktiver Überwachung dar (s. Abbildung 6). Aktuelle Studien evaluieren, wie repetitive 

MRT-Untersuchungen in das Konzept der Aktiven Überwachung sinnvoll integriert 

werden können und inwiefern sie Re-Biopsien ersetzen könnten [581]. Die Datenlage 

reicht für eine evidenzbasierte Empfehlung diesbezüglich noch nicht aus. 

Die prospektive in Deutschland durchgeführte PROMM-AS Studie untersuchte an 101 

Männern, inwiefern stabile PRECISE Werte Re-Biopsien ersetzen können [582]. Eine Re-

Biopsie wurde bei Patienten mit einem stabilen Wert um 1 Jahr verschoben und bei 

Patienten, deren Wert sich verschlechterte, unmittelbar durchgeführt. Nach 24 

Monaten Aktiver Überwachung unterzogen sich alle Männer einer MRT und einer 

Biopsie. Von den Patienten mit ISUP Grad 1 und einem stabilen MRT-Wert konnten 88 

% eine Biopsie vermeiden. Bei Patienten mit fortschreitendem MRT-Wert wurde der 

Abbruch der Aktiven Überwachung in 81 % der Fälle der Gradgruppe 1 und in 92 % 

der Fälle der Gradgruppe 2 korrekt empfohlen. 

Prognosefaktoren, die mit einer histopathologischen Reklassifikation und einer 

Tumorprogression im Laufe der Aktiven Überwachung assoziiert sind, werden immer 

als Entscheidungshilfe für die Durchführung einer Re-Biopsie herangezogen. Dazu 

zählen eine hohe PSAD und eine hohe PSA-Dynamik. Durch die genauere Bestimmung 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

126

der PSAD über die Volumetrie in der MRT steht ein Surrogat-Parameter für eine 

mögliche Tumorprogression zur Verfügung [583]. In der PRIAS-Studie stellt die 

Zunahme der PSAD auf >0,2 ng/ml/ml eine Biopsieindikation dar [560]. 

Zu Empfehlung 6.11 

Bezüglich der Reklassifikationskriterien im Verlauf der Aktiven Überwachung zeigt 

sich eine große Heterogenität, da sich die Diagnostik im Laufe der letzten Jahre, 

insbesondere durch die Integration der MRT, stetig verändert hat. Re-Biopsien, die im 

Laufe der Aktiven Überwachung indiziert sind, sind bevorzugt als kombinierte 

mpMRT/TRUS-fusionierte Target-Biopsie und systematische Biopsie nach geltenden 

Qualitätsstandards durchzuführen. Die entsprechenden histopathologischen Befunde 

stellen eine valide Entscheidungsgrundlage für eine Fortführung oder den Abbruch 

der Aktiven Überwachung dar. 

Die Verdopplungszeit des PSA-Wertes (PSADT) dient zunächst als Kriterium für die 

Indikationsstellung zu einer diagnostischen Re-Evaluation. Diese neue Empfehlung 

liegt darin begründet, dass ein PSA-Anstieg zwar Folge einer Tumorprogression sein 

kann, jedoch bekanntermaßen anderen möglichen Einflussfaktoren unterliegt und 

somit als alleiniger Therapietrigger angesichts der Möglichkeiten der MRT-

Untersuchung nicht mehr adäquat erscheint [584], [585], [586], [587], [588], [589]. 

Klotz et al. 2010 konnten nach 7,8 Jahren eine statistisch signifikante Korrelation mit 

der Prognose bei einem Grenzwert einer Verdoppelungszeit von drei Jahren 

bestätigen [584]. 

Zusätzlich zur PSADT kommt der PSA-Dichte (PSAD) eine besondere Bedeutung in der 

Identifikation der Patienten mit einer Progression unter Aktiver Überwachung zu. Es 

konnte an einer Kohorte von 391 Patienten unter Aktiver Überwachung gezeigt 

werden, dass die PSAD eine klinisch signifikante Progression insbesondere dann 

detektierte, wenn unter PRECISE-Definitionen eine systematische Biopsie trotz 

negativem mpMRT erfolgte (HR 1,95, 95 % KI 1,17-3,25) [590]. 

Soeterik et al. analysierten 1.000 Patienten unter Aktiver Überwachung und zeigten, 

dass eine PSAD ≥0,2 ng/ml/ml der wichtigste individuelle Faktor war, der mit einem 

signifikant erhöhten Risiko einer Tumorprogression assoziiert war [563]. An einer 

anderen großen Kohorte von 1818 Patienten unter Aktiver Überwachung konnte 

gezeigt werden, dass der alleinigen PSA-Wertveränderung keine Rolle bei der Re-

Klassifikation eines PCa zukommt, sondern dass nur die PSAD ein unabhängiger 

Faktor mit erhöhtem Risiko einer Reklassifikation der ISUP-Gruppierung darstellt 

[497]. Weitere Daten sprechen für einen zukünftigen Nutzen der PSAD im Kontext der 

MRT-Bildgebung bei der Einschätzung der klinischen Signifikanz des PCa und einer 

möglichen Progression [591], [583], [592]. 

Selbstverständlich sind während der Aktiven Überwachung stets die Befindlichkeit 

und der mögliche Patientenwunsch nach einer aktiven Therapie zu re-evaluieren und 

zu berücksichtigen. Bis zu 10 % der Patienten berichten im Kontext der Aktiven 

Überwachung über relevante Ängste, die zu einem Abbruch und zum Umstieg auf 

eine aktive Therapie führten [584]. In der PRIAS-Studie lag der Anteil der Patienten, 

die aus Angstgründen die Therapie wechselten, nach 5 und 10 Jahren 

Nachbeobachtung bei jeweils 5 % [560]. Persistierende Angst als Grund zum Abbruch 

der Aktiven Überwachung wurde auch in der DETECTIVE-Studie als valider Grund zum 

Strategiewechsel aufgeführt [498]. 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

127

Gleichermaßen müssen neu aufgetretene Komorbiditäten, die sich auf die Strategie 

der Aktiven Überwachung und den kurativen Ansatz auswirken können, 

berücksichtigt werden und ggf. ein Wechsel zu einem Watchful Waiting erwogen 

werden (siehe Kapitel 6.8). Dies gilt insbesondere dann, wenn durch PCa-unabhängige 

Gegebenheiten die Lebenserwartung des Patienten deutlich eingeschränkt erscheint. 

Es empfiehlt sich die Aktive Überwachung beizubehalten, wenn der Patient dieser 

Strategie weiterhin zustimmt, keines der unter Empfehlung Empfehlung 6.11 

genannten Abbruchkriterien aufgetreten ist und keine neue Komorbidität, die die 

Lebenserwartung des Patienten einschränkt, vorliegt. Möglicherweise auftretende 

Vorbehalte oder Ängste seitens des Patienten müssen bereits früh im Rahmen der 

Aufklärung über die Aktive Überwachung unter Darstellung der Vor- und Nachteile 

thematisiert werden. Gespräche und erneute Aufklärung sind Hilfestellungen, um die 

Ängste und die Anzahl der Abbrecher einer Aktiven Überwachung trotz objektiver 

Eignung zu reduzieren. 

Die Empfehlungen zur aktiven Überwachung aus den Kapiteln Kapitel 6.2.1 (Aktive 

Überwachung beim lokal begrenzten Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils) 

und Kapitel 6.3.1 (Aktive Überwachung beim intermediären Risikoprofil) sind im 

folgenden Flussdiagramm (Abbildung 6) veranschaulicht. 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion 8.1 | August 2025 

128 

Abbildung 6: Flussdiagramm Aktive Überwachung 

 

6.2 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion 8.1 | August 2025 

129

6.2.2 Ablehnung/Beendigung der Aktiven Überwachung 

Für Patienten mit einem Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils (nach D’Amico 

beziehungsweise „very low risk“ und „low risk“ nach NCCN-Klassifikation [289]) wird 

die aktive Überwachung als Standardtherapie angesehen. Die vorliegenden Daten 

belegen, dass durch Aktive Überwachung die behandlungsassoziierte Morbidität 

vermieden werden kann ohne die tumorassoziierte Mortalität bzw. Gesamtmortalität 

zu erhöhen. Deshalb sollten alle Patienten mit low-risk Karzinom aktiv überwacht 

werden. 

Bei Patienten, die nach entsprechender Aufklärung eine Aktive Überwachung ihres 

low-risk- oder very-low-risk-Prostatakarzinoms ablehnen, diese im Verlauf abbrechen 

oder aus anderen Gründen wie beispielsweise einer symptomatischen subvesikalen 

Obstruktion eine aktive Therapie ihres low-risk- oder very-low-risk-Prostatakarzinoms 

wünschen, sind die radikale Prostatektomie, die perkutane Strahlentherapie (ohne 

begleitende Androgendeprivation) oder (wenn keine relevante Obstruktion oder 

andere Kontraindikationen vorliegen) die LDR-Brachytherapie Optionen. 

6.12  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils 

(nach D’Amico beziehungsweise „very low risk“ und „low risk“ nach NCCN-

Klassifikation) sollen keine Lymphadenektomie erhalten. 

 

Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.12 

Bei Patienten mit einem Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils (nach D’Amico 

beziehungsweise „very low risk“ und „low risk“ nach NCCN-Klassifikation [289]), die 

sich gegen eine aktive Überwachung entscheiden oder für diese nicht geeignet sind 

und eine radikale Prostatektomie wünschen, ist keine Lymphadenektomie 

erforderlich. Die von aktuellen Nomogrammen vorhergesagte Wahrscheinlichkeit 

einer Lymphknotenbeteiligung bei diesen Patienten liegt, von wenigen 

Ausnahmefällen abgesehen, bei unter 1 % [593], [336]. Ältere Nomogramme wie das 

„Briganti 2012 Nomogram" geben etwas höhere Wahrscheinlichkeiten für einen 

Lymphknotenbefall an. Demgegenüber steht das Risiko für Lymphadenektomie 

assoziierte Komplikationen, insbesondere behandlungsbedürftige Lymphozelen 

[594]. 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

130

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des 

intermediären und hohen Risikoprofils 

Die in diesem Kapitel dargestellten Therapieoptionen beim lokal begrenzten 

Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils sind (inkl. ausgewählter 

Informationen zur Ausführung) nach Empfehlungsgrad in der folgenden Abbildung 

zusammengefasst. Die jeweilige Evidenzdarstellung bzw. klinische Beweggründe sind 

in den nachfolgenden Abschnitten aufgeführt. Auch die exakte Definition des 

Risikoprofils ist den jeweiligen Empfehlungen zu entnehmen. Siehe hierzu auch 

Kapitel 4.3. 

In den sich anschließenden Unterkapiteln sind die Empfehlungen nach 

Therapiemodalitäten sortiert. Die Reihenfolge der Unterkapitel hat keinen Bezug zur 

Wertigkeit der Empfehlungen. 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

131

 

Abbildung 7: Therapieoptionen beim lokal begrenzten Prostatakarzinom des intermediären 

Risikoprofils inkl. ausgewählter Informationen zur Ausführung entsprechend der 

Empfehlungen dieses Kapitels nach Empfehlungsgrad 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

132

Die exakte Definition des Risikoprofils ist den jeweiligen Empfehlungen zu 

entnehmen. Siehe hierzu auch Kapitel 4.3 (Staging). * Der Empfehlungsgrad bezieht 

sich jeweils auf die Hauptempfehlung zu einer Modalität. 

6.3.1 Aktive Überwachung (Active Surveillance) beim 

intermediären Risikoprofil 

6.13  Konsensbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

EK 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom der ISUP Gruppe 2 und 

günstigem Risikoprofil kann eine Aktive Überwachung angeboten werden. Das 

günstige Risikoprofil beinhaltet kein cribriformes und/oder intraduktales 

Wachstum und einen geringen Anteil Gleason-Muster 4. 

 

Starker Konsens 

 

6.14  Konsensbasierte Empfehlung geprüft 2025 

EK 

Patienten mit folgenden Parametern sollen keine Aktive Überwachung erhalten: 

• PSA-Werte ≥15 ng/ml 

• ISUP Gruppe 2 mit ungünstigem Risikoprofil* oder ISUP Gruppe 3 bis 5 

(Gleason-Score ≥7b) 

• Lokal fortgeschrittenes Tumorstadium (≥cT3 und/oder cN+) 

*cribriformes oder intraduktales Wachstum, hoher Anteil Gleason-Muster 4. 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.13 

Internationale Leitlinien, inklusive der Leitlinie der EAU, empfehlen die Strategie der 

Aktiven Überwachung auch bei Patienten mit intermediärem Risiko zu diskutieren und 

in ausgewählten Fällen anzuwenden [595], [596], [597], [598]. 

In der bereits erwähnten PROTECT-Studie wiesen 34 % der randomisierten Patienten 

ein PCa mit intermediärem oder hohem Risiko auf (s. o.; [553]). Zu den Faktoren, die 

mit einem erhöhten Risiko für eine Tumorprogression assoziiert waren, zählten: das 

Aktive Monitoring, die Höhe des PSA-Wertes bei Diagnose, ein höherer ISUP-Grad zum 

Zeitpunkt der Diagnosestellung, ein höheres cT-Stadium, eine höhere 

Risikogruppierung, die Anzahl und Länge der befallenen Stanzzylinder und das 

Vorhandensein einer Perineuralscheideninvasion (Pn1). Diese Faktoren konnten 

jedoch den Krankheitsverlauf einzelner Patienten nicht zuverlässig vorhersagen, d.h. 

sie eigneten sich nicht als alleiniger Prädikator für eine spätere Progression. 

Eine systematische Übersichtsarbeit zu Patienten, die mit intermediärem Risikoprofil 

aktiv überwacht wurden, identifizierte 17 relevante Studien mit insgesamt 6.591 

Patienten [599]. Die Definitionen für das intermediäre Risiko waren heterogen, jedoch 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

133

war eine vergleichende Analyse des Überlebensendpunktes zwischen der Gruppe mit 

niedrigem und intermediärem Risiko möglich. Das krebsspezifische Überleben war 

nach 10 Jahren (OR 0,47, 95 % KI 0,31–0,69) und nach 15 Jahren (OR 0,34, 95 % KI 

0,2–0,58) in der Gruppe mit intermediärem Risiko geringer. Auch das metastasenfreie 

Überleben (OR 0,46, 95 % KI 0,28–0,77) und das Gesamtüberleben (OR 0,43, 95 % KI 

0,35–0,53) war nach 10 Jahren signifikant kürzer in der Gruppe mit intermediärem 

Risiko. 

Eine weitere systematische Übersichtsarbeit, die Studien mit insgesamt 29.673 

Patienten mit niedrigem und intermediärem Risiko einschloss, zeigte ebenfalls 

ungünstigere Ergebnisse für Patienten mit intermediärem Risikoprofil [600]. Dies 

betraf nach einer Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren das behandlungsfreie 

Überleben (RR 1,16; 95 % KI 0,99–1,36), das Risiko für die Entwicklung von 

Metastasen (RR 5,79; 95 % KI 4,61–7,29), das Risikos für eine PCa-spezifische 

Mortalität (RR 3,93; 95 % KI 2,93–5,27) und das generelle Mortalitätsrisiko (RR 1,44; 

95 % KI 1,11–1,86). Eine Subgruppenanalyse mit vier Studien (n=1.900) ergab jedoch, 

dass das behandlungsfreie und metastasenfreie Überleben von Patienten mit 

intermediärem und niedrigem Risiko bei ISUP-Grad ≤ 2 vergleichbar war. Es zeigte 

sich kein statistisch signifikanter Unterschied hinsichtlich des behandlungsfreien 

Überlebens oder des Risikos für eine Metastasierung. 

Ergänzt werden diese Daten durch eine weitere Meta-Analyse aus dem Jahr 2023 

[601]. Die Übersichtsarbeit umfasste 25 Studien, von denen 13 Studien Daten zur 

behandlungsfreien, 6 Studien zur PCa-spezifischen (CSS) und 7 Arbeiten Daten zum 

Gesamtüberleben (OS) lieferten. Die behandlungsfreie Überlebenszeit unterschied 

sich in der Gruppe mit mittlerem Risiko im Vergleich zur Niedrigrisiko-Gruppe nach 5, 

10 und 15 Jahren nicht signifikant. Die krebsspezifische Überlebenszeit hingegen war 

nach 15 Jahren signifikant niedriger (RR: 0,92; 95%-KI: 0,89-0,96) und die 

Gesamtüberlebenszeit nach zehn Jahren signifikant niedriger (RR: 0,87; 95%-KI: 0,82-

0,93) in der Gruppe mit mittlerem Risiko im Vergleich zu Patienten mit niedrigem 

Risiko. In einigen der Studien waren jedoch Patienten mit ISUP-Gradgruppe-3 

eingeschlossen. In der Subgruppe der Patienten mit ISUP-Gruppe ≤ 2 konnte kein 

Unterschied bei den jeweiligen onkologischen Endpunkten zwischen low und 

intermediate risk beobachtet werden. 

Somit scheint ein Teil der Patienten in der Gruppe mit intermediärem Risiko für eine 

Aktive Überwachung geeignet zu sein. Die Strategie der Aktiven Überwachung 

erscheint in dieser Patientengruppe anwendbar, jedoch muss innerhalb der 

intermediären Risikogruppe ein günstiges Risikoprofil (kein cribriformes oder 

intraduktales Wachstum, geringer Anteil des Gleason-Musters 4) vorliegen [498], 

[602], [603]. Außerdem müssen die Patienten über ein möglicherweise erhöhtes 

Risiko für eine Tumorprogression im Vergleich zu Patienten in der 

Niedrigrisikogruppe aufgeklärt werden. Eine mpMRT scheint auch in dieser 

Patientengruppe sinnvoll, um das Risiko, kurzfristig klinisch signifikante Tumoren zu 

übersehen, zu senken. 

Für weitere Ausführungsempfehlungen zur Aktiven Überwachung siehe Kapitel 6.2. 

Zu Empfehlung 6.14 

Weitgehender Konsens besteht dahingehend, dass Patienten mit ISUP Grad 3 oder 

Patienten mit intraduktaler oder cribriformer Histologie, das heißt biologisch 

aggressiven Tumoren, nicht für eine Aktive Überwachung in Betracht zu ziehen sind 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

134

[498]. Das Vorhandensein eines Gleason Musters 4 geht beispielsweise mit einem 

dreifach erhöhten Risiko für die Entwicklung von Metastasen im Vergleich zu ISUP 

Grad 1 einher. Jedoch konnte gezeigt werden, dass sich die rezidivfreien 

Überlebensraten nicht signifikant unterscheiden, wenn der quantitative Anteil des 

Gleason-Patterns 4 zwischen 0-30 % liegt [604]. Auch andere ungünstige 

histopathologische Kriterien werden zum Ausschluss einer Aktiven Überwachung 

herangezogen. Dazu zählen ein sarkomatoides oder kleinzelliges Wachstum und das 

Vorhandensein einer lymphovaskulären oder Perineuralscheideninvasion in der 

Stanzbiopsie [605], [606]. Ein initial höherer PSA-Wert (bis zu 20 ng/ml) scheint 

jedoch weniger mit einer Tumorprogression assoziiert zu sein [607], [608], [609]. 

Die Leitliniengruppe hat sich bezüglich der Definition eines PSA-Schwellenwertes zum 

Ausschluss für eine Aktive Überwachung mit ≥15 ng/ml auf einen Kompromiss 

verständigt, da keine eindeutige Evidenz für die Anwendung dieses Schwellenwertes 

existiert. Sowohl in die prospektive Serie von Klotz et al. als auch in die PROTECT-

Studie wurden Patienten mit einem PSA-Wert bis <20 ng/ml eingeschlossen [551], 

[553]. Diesen Wert sieht die Leitliniengruppe jedoch als Obergrenze. Es könnte in 

Ausnahmefällen, z.B. bei sehr großen Prostatadrüsen, einen Einschluss in die Aktive 

Überwachung erlaubt werden, wenn PSA-Werte zwischen 15 und 20 ng/ml vorliegen. 

Hohe PSA-Werte ≥10ng/ml waren in der PROTECT-Studie jedoch lediglich bei 10 % der 

Patienten in der Gruppe unter Aktivem Monitoring vorhanden [610]. Der Einschluss 

von Patienten mit einem PSA-Wert bis zu 15 ng/ml erscheint vertretbar bei sonstiger 

Erfüllung der unter Empfehlung Empfehlung 6.6 und Empfehlung 6.13 genannten 

Einschlusskriterien. Im individuellen Fall und im Kontext sehr großer Prostatadrüsen 

mit geringer PSA-Dichte sind individuelle Grenzen sinnvoll und vertretbar. 

Die Kriterien „Anzahl der befallenen Stanzzylinder“ und „Karzinomanteil in den 

einzelnen Stanzzylindern“ werden durch die zunehmende Durchführung der 

mpMRT/TRUS-fusionierten Prostatabiopsie in Frage gestellt, da durch die Target-

Biopsie ein verzerrtes Bild entstehen kann und keine klaren Schwellen- bzw. 

Surrogatparameter für die Einschätzung des Tumorvolumens in den Stanzbiopsaten 

definiert sind. Beispielsweise ist die Detektion von geringvolumigen Arealen eines 

Gleason-Musters 4 durch die Anwendung der mpMRT/TRUS fusionierten Biopsie 

wahrscheinlicher als mit der rein systematischen Biopsie ohne vorherige MRT. Wenn 

eine initiale mpMRT-gestützte Biopsie durchgeführt wurde, ist die Anzahl der 

positiven Stanzzylinder kein eindeutiger Indikator mehr für die Ausdehnung des PCa 

bzw. für das Tumorvolumen [498]. Das Volumen der dominierenden Target-Läsion in 

der mpMRT liefert diesbezüglich präzisere Informationen. 

Gleichermaßen muss die Wertigkeit des klinischen Tumorstadiums (cT) für die 

Auswahl geeigneter Kandidaten für eine Aktive Überwachung hinterfragt werden. 

Durch die Integration der MRT in die initiale Diagnostik ist eine klinische und 

bildgebende Risikostratifizierung besser möglich und Patienten mit einem tatsächlich 

fortgeschritteneren Tumorwachstum können unmittelbar identifiziert und von einer 

Aktiven Überwachung ausgeschlossen werden. Eine rein klinische Differenzierung der 

Kategorien cT2a vs. cT2b vs. cT2c mittels digital-rektaler Untersuchung ist ohnehin 

mit Ungenauigkeiten behaftet und wird perspektivisch durch eine umfassendere 

Risikoeinteilung, wie z. B. der Cambridge Prognostic Groups ersetzt werden [611]. 

Letztere erweitert die D’Amico Niedrigrisikogruppe durch Integration von cT2-

Tumoren. Durch den Einschluss der MRT zur klinischen Risikoklassifizierung wird in 

einem geringen Prozentsatz ein Stadienshift in höhere Risikogruppen hervorgerufen 

(cT3a). Dieses Phänomen ist aber in der Häufigkeit begrenzt und im Kontext der 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

135

Aktiven Überwachung nicht relevant, da es die onkologische Sicherheit derselben eher 

steigert [612]. 

Bei Patienten mit einem intermediären Risikoprofil muss die Aktive Überwachung 

besonders stringent, aufgrund des im Vergleich zur Niedrigrisikogruppe erhöhten 

Progressionsrisikos, durchgeführt werden. Die Leitliniengruppe hält es für indiziert, 

die Aktive Überwachung nur unter Integration der mpMRT-Bildgebung anzubieten (s. 

Empfehlung 6.8 inklusive Abbildung 6). Sollte eine MRT kontraindiziert sein, so 

müssen bei rein systematischen Biopsien Surrogatparameter für die Einschätzung des 

Tumorvolumens herangezogen werden (z. B. die Anzahl der befallenen Stanzzylinder 

und der prozentuale Befall eines Stanzzylinders). 

Die Empfehlungen zur Aktiven Überwachung beim intermediären Risikoprofil sind im 

Flussdiagramm in Abbildung 6 (siehe Kapitel 6.2.1) veranschaulicht. 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

136

6.3.2 Radikale Prostatektomie 

6.15  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils 

und einer Lebenserwartung von über 10 Jahren soll eine radikale Prostatektomie 

angeboten werden. 

Evidenzlevel 

1- 

[613] 

 

Starker Konsens 

 

6.16  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils und 

einer Lebenserwartung von über 10 Jahren soll eine radikale Prostatektomie, 

gegebenenfalls als Teil einer multimodalen Therapie, angeboten werden. 

Evidenzlevel 

1- 

[613] 

 

Starker Konsens 

 

6.17  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils 

können eine ausgedehnte Lymphadenektomie erhalten. 

 

Starker Konsens 

 

6.18  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom mit hohem oder sehr hohem 

Risiko (nach NCCN-Klassifikation) und Patienten mit lokal fortgeschrittenem 

Prostatakarzinom sollten im Rahmen einer radikalen Prostatektomie eine 

ausgedehnte Lymphadenektomie erhalten. 

 

Starker Konsens 

 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

137

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.15 und Empfehlung 6.16 

Für eine Empfehlung zum lokal begrenzten Prostatakarzinom des sehr hohen Risikos 

nach NCCN siehe Empfehlung 6.54. 

Die in den Empfehlungen genannte Risikoklasse „intermediäres Risikoprofil“ meint die 

D’Amico-Risikoklasse „intermediate risk“ und die NCCN-Risikoklassen „favorable 

intermediate risk“ und „unfavorable intermediate risk“ [289]. Die Risikoklasse „hohes 

Risikoprofil“ meint die D’Amico-Risikoklasse „high risk“ und die NCCN-Risikoklasse 

„high risk“. Die Risikoklasse „sehr hohes Risiko“ meint die NCCN-Risikoklasse „very 

high risk“ [289]. Die Risikoklasse „sehr hohes Risiko“ ist in den Empfehlungen zur 

radikalen Prostatektomie mit dem lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom (klinische 

Stadien T3 und T4) zusammengefasst, welches sie einschließt (siehe Kapitel 6.4.1). 

Die Aufklärung von Patienten, die eine radikale Prostatektomie wünschen, umfasst 

mindestens die Risiken Harninkontinenz, erektile Dysfunktion, positive 

Resektionsränder, mögliche Zusatztherapien sowie allgemeine und spezielle mit der 

Operation zusammenhängende Komplikationsmöglichkeiten, die Vor- und Nachteile 

einer Lymphadenektomie und mögliche Therapiealternativen. 

Für keinen der operativen Zugangswege (offen, konventionell laparoskopisch, 

roboterassistiert-laparoskopisch) bei der radikalen Prostatektomie ist eine 

Überlegenheit hinsichtlich der onkologischen oder funktionellen Ergebnisse bewiesen 

[614], [615]. Neuere randomisierte Studien suggerieren bei gleichen onkologischen 

Ergebnissen leichte Vorteile für den roboterassistierten Zugang hinsichtlich Potenz- 

und Kontinenzerhalt [616], [617]. Da Können und Erfahrung des Operateurs und die 

Bevorzugung eines Zugangsweges möglicherweise einen hohen und im Vergleich zum 

Zugangsweg schwerer objektiv messbaren Einfluss auf die funktionellen Ergebnisse 

nach radikaler Prostatektomie haben, kann derzeit jedoch kein Zugang bevorzugt 

empfohlen werden. Minimal-invasive Zugangswege sind mit einem geringeren 

Blutverlust und kürzerem Klinikaufenthalt verbunden [616]. 

Zur Abschätzung des individuellen Risikos stehen der rektale Tastbefund, der ISUP-

Grad, der Befund eines Magnetresonanz-Tomogramms oder eine Kombination dieser 

Informationen, beispielsweise mittels eines Nomogramms zusammengeführt, zur 

Verfügung [307]. Ein Erhalt des neurovaskulären Bündels ist bei Patienten mit einem 

hohen Risiko eines Kapseldurchbruchs auf der betreffenden Seite nicht zu empfehlen 

[307]. Bei weitgehendem Fehlen aussagekräftiger randomisierter Studien zum 

Vergleich von Strahlentherapie und radikaler Prostatektomie bei Patienten mit lokal 

begrenztem Prostatakarzinom mit intermediärem, hohem oder sehr hohem Risiko 

müssen Meta-Analysen zum Vergleich beider Optionen [618] wegen 

Verzerrungsgefahr mit Vorsicht interpretiert werden. Auch neuere randomisierte 

Studien [619], [541] bringen hier keine wesentlichen zusätzlichen Erkenntnisse. Die 

Leitlinie verzichtet darum auf eine bevorzugte Empfehlung einer der beiden Optionen 

für diese Indikationen. Gegenüber verzögerter oder unterlassener Operation ist die 

frühzeitige radikale Prostatektomie in Metaanalysen beim lokal begrenzten 

Prostatakarzinom mit intermediärem Risiko hinsichtlich tumorspezifischem und 

Gesamtüberleben überlegen [620], [621]. Bei Patienten mit hohem Risiko wurde zwar 

in der Metaanalyse der zwei auswertbaren randomisierten Studien das 

Signifikanzniveau für das Gesamtüberleben knapp verfehlt (HR 1,23 (95% KI 0,95; 

1.59), zu Ungunsten der konservativen oder verzögerten Therapie), der starke Trend, 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

138

die Wahrscheinlichkeit einer Selektion zugunsten „guter“ Risiken und die geringe 

Power dieser Subgruppenanalysen lässt einen Überlebensvorteil für die radikale 

Prostatektomie jedoch auch in dieser Population wahrscheinlich erscheinen. In den 

Metaanalysen wurde keine „very-high-risk“-Kategorie abgetrennt [622], [623]. 

Gegenüber konservativer Therapie ist die radikale Prostatektomie mit einer höheren 

Rate an Inkontinenz und Impotenz als Nebenwirkungen verbunden [624], [625]. 

Verglichen mit einer perkutanen Strahlentherapie sind nach einer radikalen 

Prostatektomie Inkontinenz und Impotenz häufiger, Darmprobleme dagegen seltener 

[626], [627]. 

Zu Empfehlung 6.17 und Empfehlung 6.18 

Die EAU-Leitlinie gibt keine getrennten Lymphadenektomie-Empfehlungen für das 

intermediäre und das hohe Risiko [307]. Patienten mit günstigem intermediärem 

Risikoprofil können eine Wahrscheinlichkeit für einen Lymphknotenbefall von einem 

Prozent oder weniger haben [594], [593], sodass bei diesen Patienten eine 

(ausgedehnte) Lymphadenektomie nicht in jedem Fall erforderlich ist. Wird eine 

Lymphadenektomie durchgeführt, so empfiehlt die EAU-Leitlinie 2024 diese 

ausgedehnt durchzuführen. Dies umfasst laut EAU-Leitlinie 2024 die Entfernung der 

Lymphknoten im Gebiet der A. und V. iliacae externae, der Fossa obturatoria oberhalb 

und unterhalb des Nervus obturatorius sowie die Lymphknoten medial und lateral der 

A. iliaca interna [307]. Schnellschnittuntersuchungen von Lymphknoten, um über 

einen möglichen Abbruch der Operation zu entscheiden, werden nicht empfohlen 

[307]. Bisher ist nicht gesichert, ob eine Lymphadenektomie beim Prostatakarzinom 

das onkologische Ergebnis verbessert [307]. 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

139

6.3.3 Perkutane Strahlentherapie 

6.19  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Die perkutane Strahlentherapie soll in IMRT-Technik unter Einsatz bildgeführter 

Techniken (IGRT) durchgeführt werden. 

Evidenzlevel 

1++,2+ 

[628], [629] 

 

Starker Konsens 

 

6.20  Evidenzbasierte Empfehlung geprüft 2025 

Empfehlungsgrad 

Patienten mit einem Prostatakarzinom aller Risikogruppen sollen bei Verwendung 

einer Standardfraktionierung mit einer Dosis von mindestens 74,0 Gy bis ca. 80 

Gy (IMRT + IGRT) bestrahlt werden. 

Evidenzlevel 

1++, 

2+ 

[629], [628] 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.19 

Die intensitätsmodulierte Bestrahlung, sei es in der sogenannten VMAT-Technik 

(Volumetrik Arc-Therapy) oder in der sogenannten Stehfeldtechnik („Dynamic Arc“), 

hat in der klinischen Routine die frühere 3 dimensional-geplante Bestrahlung in den 

allermeisten Fällen abgelöst. Speziell für die Therapie des Prostatakarzinoms hat die 

Arbeitsgruppe um Viani et al [629] in einer prospektiven randomisierten Phase 3-

Studie mit 215 Patienten zeigen können, dass mit der intensitätsmodulierten 

Bestrahlung im Vergleich zu primär 3D-geplanten Bestrahlung sowohl die Akut- als 

auch die Spätfolgen signifikant gesenkt werden können. Der primäre Endpunkt dieser 

Studie war die Reduktion der genitourinären (GU)- und gastrointestinalen (GI)-

Spättoxizität. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 4 Jahre. Sowohl die Raten 

>= Grad 2 GU- und GI-Toxizität konnten als Bestätigung des Endpunktes signifikant 

verringert werden (für beides p= Grad 2 akuten GI- und GU-Toxizität (p< 0,05). 

Indirekt bestätigt wurden die Daten durch eine Metaanalyse von Yu et al [628]. Es 

wurden 23 Studien mit über 9.500 Patienten, zumeist retrospektiv untersucht. Hierbei 

zeigte sich, dass die Grad 2-4 akuten und späten GI-Toxizitäten (insbesondere auch 

die späte rektale Blutung) signifikant im Vergleich zur 3D-geplanten Bestrahlung 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

140

verringert wurden. Darüber hinaus war die Effektivität der biochemischen 

Progressionsfreiheit verbessert. 

In der Summe unterstützen die vorliegenden Daten durch Level 1-Evidenz den Einsatz 

der Intensitätsmodulierten Radiotherapie (IMRT)- / VIMAT-Technik als 

Standardtherapie der Bestrahlung des Prostatakarzinoms sowohl primär als auch 

indirekt bei gleicher Technik postoperativ nach radikaler Prostatektomie. 

Zu Empfehlung 6.20 

Eine Dosis von 74-80 Gy soll bei Patienten mit Prostatakarzinom aller Risikogruppen 

bei Verwendung einer Normofraktionierung (ED 1.8 - 2 Gy, Zielvolumen gesamte 

Prostata) angewendet werden. Dies beruht auf den Daten von 6 randomisierten Phase-

III-Studien zum Effekt einer Erhöhung der Gesamtdosis einer normofraktionierten 

Radiotherapie (RT) auf 74-80 Gy. Alle 6 RCTs konnten zeigen, dass ein signifikanter 

Vorteil der Dosiseskalation hinsichtlich des biochemisch und klinisch 

progressionsfreien Überlebens vorliegt [630], [631], [632], [633], [634], [635]. Eine 

Metaanalyse aus den 6 RCTs inkludierte 2420 Patienten mit primärem 

Prostatakarzinom aller Risikogruppen und konnte eine signifikante Reduktion des 

Risikos für ein biochemisches Rezidiv für alle Risikogruppen nachweisen (OR 0.60, 

99% CI 0.47-0.76) [636]. Zwei der vorher genannten RCTs, berichteten nach einer 

mittleren Nachbeobachtungszeit von >8 Jahren über eine signifikante Reduktion der 

Rate an Fernmetastasen [634], [635]. Eine single-center RCT mit 301 Patienten des 

mittleren und hohen Risikos verglich eine Dosierung von 70 mit 78 Gy in 2 Gy [634]. 

Die Studie konnte nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 15 Jahren einen 

signifikanten Vorteil im krankheitsspezifischen Überleben (6.3% vs 3.2%, p=0.045) 

und im Auftreten von Fernmetastasen (3.1 % vs 1.1 %, p=0.018) zeigen. Die RTOG 

0126 Studie schloss 1532 Patienten des niedrigen und mittleren Risikos ein und 

verglich eine Dosierung von 70.2 Gy mit 79.2 Gy in 1.8 Gy Einzeldosen [635]. Die 

kumulative Rate an Fernmetastasen lag bei 6% (70.2 Gy) versus 4% im 

dosiseskalierten Arm (79.2 Gy) (HR: 0.65; 95% CI, 0.42-1.01; p =0.05). In keiner der 

Studien konnte ein signifikanter Vorteil in Bezug auf das Gesamtüberleben gezeigt 

werden (HR: 1.00; 95% CI: 0.83-1.20; p = 0.98). 

In einem Cochrane Review von Kim et al., wurden die Toxizitäten nach 

dosiseskalierter Strahlentherapie des primär-lokalisierten Prostatakarzinoms 

untersucht [636]. Hierbei wurden 5437 Patienten aus 9 RCTs eingeschlossen und eine 

dosiseskalierte Strahlentherapie als eine normofraktionierte Bestrahlung von ≥74 Gy 

in 1.8-2 Gy Einzeldosis definiert. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass eine 

Eskalation der Gesamtdosis zu keiner gesicherten Steigerung der Rate an Grad ≥3 GU 

(RR 1.25, 95% CI 0.95 to 1.63; I2 = 0%; 4962 Patienten) und GI (RR 1.72, 95% CI 1.32 

to 2.25; I2 = 0%; 4992 Patienten) Toxizitäten führt. Es ist wichtig zu erwähnen, dass 

nur zwei der neun RCTs des Cochrane Reviews eine moderne IMRT/IGRT-gestützte 

Strahlentherapie durchgeführt haben. Eine dosiseskalierte Strahlentherapie in 3D-

konformaler Technik hat im Vergleich zu einer modernen IMRT/IGRT Technik, also 

der heutigen Standardtechnik eine dreifach erhöhte Rate akuter GI Toxizität vom Grad 

≥2 (20 % vs. 61 %, p = 0.001) 5 Jahre nach Strahlentherapie [637]. In neueren RCTs, in 

denen eine Strahlentherapie von 74-80 Gy unter Anwendung von modernen 

IMRT/IGRT Techniken eingesetzt wurde, wurden kumulative GI und GU Grad ≥3 

Toxizitäten mit einer Rate von <3% beschrieben [638], [639], [640]. 

Derzeit ist unklar, ob eine weitere Eskalation der Bestrahlungsdosis >80 Gy auf die 

gesamte Prostata die Tumorkontrolle signifikant verbessert. So wurden in einer Meta-

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

141

analyse 13.384 Patienten aus 14 RCTs zur Bestrahlung des primären 

Prostatakarzinoms inkludiert [641]. Nach der Modellierung einer generalisierten 

Dosisleistungskurve für alle Patienten, schlussfolgerten die Autoren, dass 

Bestrahlungsdosen >80 Gy zu keiner weiteren Steigerung der biochemischen 

Kontrolle führen. Die modernen Dosiskonzepte zielen daher auf eine Dosiserhöhung 

der dominanten Läsion in der mpMRT, weil dabei eine erhebliche bessere Schonung 

der Risikoorgane gegenüber der RT der gesamten Prostata möglich wird. 

In der Summe der Argumente ist die „soll“-Empfehlung aus dieser Evidenz heraus 

gerechtfertigt. 

6.3.3.1 Perkutane Strahlentherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms des 

intermediären Risikoprofils 

6.21, 6.22, 

6.23 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.23; 

Evidenzbasiert: 6.21,6.22 

modifiziert 2025 

6.21 Patienten mit einem lokal begrenztem 

Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils soll 

eine perkutane Strahlentherapie (IMRT + IGRT) 

angeboten werden. 

1+ 

[541] 

6.22 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des 

intermediären Risikoprofils sollten zusätzlich zur 

perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) eine 

begleitende hormonablative Therapie von 4 bis 6 

Monaten erhalten. Diese kann vor der 

Strahlentherapie beginnen. 

1+ 

[642], [643] 

EK 6.23 Bei der Entscheidung für oder gegen eine zusätzliche 

Hormontherapie sollten zusätzliche Faktoren 

(insbesondere Gleason Score, Komorbidität) beachtet 

und mit dem Patienten diskutiert werden. 

 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

142

6.24, 6.25 Verknüpfte Empfehlungen: Evidenzbasiert neu 2025 

6.24 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des 

intermediären Risikoprofils soll eine 

Standardfraktionierung (74 Gy bis 80 Gy) oder eine 

moderate Hypofraktionierung (z. B. 3 Gy/60 Gy; 2,5 

Gy bis 70 Gy) angeboten werden. 

1++ 

[636], [644] 

6.25 Zusätzlich sollte eine Androgendeprivationstherapie 

von 4-6 Monaten Dauer eingesetzt werden. 1+ 

[645] 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.26, 6.27, 

6.28 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.27; 

Evidenzbasiert: 6.26,6.28 

neu 2025 

6.26 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom 

des intermediären Risikoprofils können mit einer 

extremen Hypofraktionierung (6,1 Gy bis 42,7 Gy 

oder 7,25 / 8 Gy bis 40 Gy) analog der HYPO-RT-

Studie oder der PACE-B-Studie bestrahlt werden. 

1+ 

[646], [647], [648], 

[649], [650], [619] 

EK 6.27 Vor einer Entscheidung für eine extreme 

Hypofraktionierung sollen Patienten über das Risiko 

einer erhöhten urogenitalen Toxizität der 

hypofraktionierten Bestrahlung gegenüber der 

Standardfraktionierung aufgeklärt werden. 

 

6.28 Zusätzlich sollte eine 

Androgendeprivationstherapie von 4-6 Monaten 

Dauer eingesetzt werden. 

1+ 

[645] 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.29  Evidenzbasiertes Statement modifiziert 2025 

Evidenzlevel 

2+ 

Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des intermediären 

Risikoprofils besteht kein Hinweis auf einen patientenrelevanten Vorteil der 

Protonentherapie im Vergleich zur Photonentherapie (IMRT + IGRT). 

[651] 

 

Starker Konsens 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

143

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.21 bis Empfehlung 6.23 

Seit der Publikation der 15-Jahres-Daten der PROTEcT-Studie [541] ist für die 

normofraktionierte Bestrahlung (ED 2 Gy, GD 74 Gy) und die radikale Prostatektomie 

belegt, dass das karzinomspezifische Überleben und das Gesamtüberleben bei der 

Normofraktionierung vollständig identisch sind. 

Diese Daten beziehen sich allerdings weitestgehend auf das Niedrigrisiko-Karzinom, 

das mit einer aktiven Überwachung standardmäßig behandelt werden soll. Trotzdem 

hatte ein nicht unerheblicher Teil der Patienten in der PROTEcT-Studie ein PCa des 

intermediären Risikoprofils (n=369, 24%) [541], sodass die Daten auch auf das 

intermediäre Risikoprofil übertragen werden können. Die Bestrahlungstechniken der 

PROTEcT-Studie waren teilweise veraltet (3-D-Technik), darüber-hinaus war die 

Fraktionierung eine Normofraktionierung (ED 2 Gy). Zwischenzeitlich wurden in einem 

(kleinen) randomisierten Vergleich auch die RP und die extrem hypofraktionierte RT 

(ED 7,25 Gy GD 36,25 Gy) verglichen (PACE A-Studie) [619]. 

Die Studie war ausgelegt auf 234 Patienten, um die primären Endpunkte (GU-Tox und 

GI-Tox nach 2 Jahren) mit einem signifikanten Unterschied nachzuweisen. Sie wurde 

vorzeitig nach Einschluss von 123 Patienten auf Empfehlung des unabhängigen 

Daten-Monitoring-Komittees abgebrochen, da die Ergebnisse früher erreicht wurden. 

Fünfzig Patienten wurden in die Prostatektomie-Gruppe (84 % Roboter-gestützt 

DaVinci) und 60 Patienten in die Gruppe mit einer extremen Hypofraktionierung 

randomisiert. 

Der primäre Endpunkt zur Kontinenz (mindestens 1 Vorlage/Tag) ergab einen 

signifikanten Vorteil zugunsten der stereotaktischen Bestrahlung (SBRT), 

insbesondere in den ersten sechs Monaten nach der RP. Ebenso erwartungsgemäß 

wurde der zweite primäre Endpunkt bestätigt (EPIC-Bowel-Domain-Score) und zeigte 

einen signifikanten Vorteil zugunsten der RP (100 versus 87,5, p<0,01). Ein weiterer 

Vorteil zeigte sich für die SBRT bei dem nicht-primären Endpunkt des „EPIC-sexual-

domain-score“. Durch beide RCT’s ist daher die Gleichwertigkeit von RP und RT auf 

Level 1 belegt. 

Es gibt mehrere Studien, die eine Verbesserung von Gesamt- und 

prostataspezifischen Überleben durch eine zusätzliche Kurzzeit-hormonablative 

Therapie bei Patienten mit intermediärem PCa zeigen. In der RTOG 94-08-Studie 

wurden 1979 Patienten mit niedrigem- (35 %) und intermediärem Risiko (54 %) 

zwischen alleiniger Radiotherapie (46,8 Gy der LAW des Beckens + 19,8 Gy Boost auf 

die Prostata, insgesamt 66,6 Gy) oder mit neoadjuvanter und gleichzeitiger 

hormonablativer Therapie (Goserelin oder Leuprolid für 4 Monate, Beginn 2 Monate 

vor RT) randomisiert [642]. In der Gruppe mit mittlerem Risiko wurde bei den 

Patienten mit kombinierter Behandlung ein Anstieg des 10-Jahres-Gesamtüberlebens 

(54 % gegenüber 61 %, HR für Tod bei alleiniger RT, 1,23; 95 % CI, 1,02 bis 1,49) und 

eine Verringerung der 10-Jahres-prostataspezifischen Mortalität von 10 % auf 3 % (HR, 

2,49; 95 % CI, 1,50 bis 4,11) festgestellt. 

Die optimale Dauer der hormonablativen Therapie wurde in der RTOG 9910-Studie 

untersucht, in welcher Patienten mit Prostatakarzinom des intermediären Risikos 

entweder mit vier oder neun Monaten hormonablativer Therapie behandelt wurden. In 

der RTOG 9910-Studie konnte gezeigt werden, dass es keinen zusätzlichen Nutzen 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

144

der hormonablativen Therapie über vier Monate hinaus bei einem 10-Jahres-PCa 

spezifischen - von 95 % bzw. 96 % und einem 10-Jahres-Gesamtüberleben von 66 % 

bzw. 67 % bei vier- bzw. neunmonatiger hormonablativer Therapie gibt [643]. 

Der Nutzen der hormonablativen Therapie wurde auch bei einer RT-Dosis-Eskalation 

in der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) 22991 

Studie von Bolla et al. untersucht: 819 Patienten (75 % Patienten mit intermediärem 

Risiko) wurden zwischen alleiniger Radiotherapie (70-78 Gy) und Radiotherapie plus 

hormonablativer Therapie (6 Monate LHRH-Agonist) randomisiert [652]. 

Fünfundzwanzig Prozent der Patienten erhielten 70 Gy, 50 % 74 Gy und 25 % 78 Gy. 

Insgesamt betrug das klinische Fünf-Jahres-krankheitsfreie Überleben 89 % für den 

Kombinationsarm und 81 % für den Radiotherapie Arm (HR 0,63; 95 % CI, 0,48 bis 

0,84; p = 0,001) mit einem ähnlichen Effekt über alle drei Dosisgruppen hinweg. Die 

Gesamtüberlebens-Daten dieser Studie wurden nicht publiziert. 

In der NRG Oncology/RTOG 0815 Phase-3-Studie wurden Patienten mit intermediärem 

Risiko nach dem Zufallsprinzip zwischen einer dosiseskalierten Strahlentherapie 

(79.2Gy (89%) bzw. 45Gy + Brachytherapie Boost (11%)) alleine oder in Kombination 

mit einer Kurzzeit-hormonablativen Therapie randomisiert. Die Kombinationstherapie 

geht mit einer signifikanten Verbesserung des biochemisch rezidivfreien (HR, 0,52; P 

<.001), metastasenfreien (HR, 0,25; P <.001) und prostataspezifischen Überlebens 

(HR, 0,10; P = .007) einher. Ein signifikanter Vorteil für das Gesamtüberleben (das war 

der primäre Endpunkt) zeigte sich bei einer Nachbeobachtungszeit von 6,3 Jahren 

bislang nicht (90 % bzw. 91 %; HR, 0,85; 95 % CI, 0,65 bis 1,11; P = .22) [653]. 

Hinsichtlich der optimalen Reihenfolge der ADT-Gabe wurde in einer randomisierten 

Phase-III-Studie kein signifikanter Unterschied zwischen der neoadjuvanten und der 

gleichzeitigen Einleitung einer 6-monatigen hormonablativen Therapie in 

Kombination mit einer dosiseskalierten Radiotherapie festgestellt [654]. Im Gegensatz 

zu diesem Ergebnis, konnte in einer post hoc-Metaanalyse, die individuelle 

Patientendaten aus zwei randomisierten Phase-III-Studien (Ottawa 0101 und RTOG 

9413) einbezog, ein signifikant besseres progressionsfreies Überleben bei adjuvanter 

im Vergleich zur neoadjuvanten Anwendung von einer hormonablativen Therapie (15-

Jahres- progressionsfreies Überleben, 29 % gegenüber 36 %) gezeigt werden [655]. 

Ebenso wurde in einer Metaanalyse von 12 randomisierten Studien eine signifikante 

Verbesserung des metastasenfreien Überlebens (10-Jahres-Nutzen 8,0 %, HR, 0,65; 95 

% CI, 0,54-0,79; p < 0,0001), der prostatakrebsspezifischen Mortalität (HR, 0,30; 95 % 

CI, 0,16-0,54; p < 0,0001) und des Gesamtüberlebens (HR, 0,69; 95 % CI, 0,57-0,83; 

p = 0,0001) bei gleichzeitiger/adjuvanter hormonablativer Therapie im Vergleich zur 

neoadjuvanten/gleichzeitigen hormonablativen Therapie festgestellt [656]. Bei einer 

Stratifizierung der Patienten nach intermediärem und hohem Risiko war die 

statistische Aussagekraft nicht ausreichend, um die Wirkung der zeitlichen Abfolge 

des Einsatzes der hormonablativen Therapie in jeder Risikogruppe zu ermitteln. Es 

bleibt also unklar, ob Patienten mit intermediärem Risiko mehr von einer 

neoadjuvanten im Vergleich zu einer adjuvanten hormonablativen Therapie 

signifikant profitieren, daher sind beides mögliche Therapieoptionen. 

In drei großen Hypofraktionierungsstudien wurden Patienten mit mittlerem Risiko 

[640], [657], [638] in unterschiedlicher Anzahl eingeschlossen. In der CHIPP-Studie 

wurden 3 bis 6 Monate einer hormonablativen Therapie für alle Patienten mit PCa des 

mittleren Risikos appliziert [640]. Siebenundzwanzig Prozent der Patienten in der 

HYPRO-Phase-3-Studie hatten ein Prostatakarzinom mit intermediärem Risiko, die 

hormonablative Therapie wurde nach Ermessen des Prüfarztes in der Regel 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

145

leitliniengerecht verabreicht [657]. Im Gegensatz zu diesen Studien wurde in der 

PROFIT-Studie keiner der Patienten mit hormonablativer Therapie behandelt [638]. 

Alle drei Studien zeigten vergleichbare (nicht statistisch signifikant verschiedene) 

onkologische Ergebnisse für die Hypofraktionierung im Vergleich zur 

Normofraktionierung. 

Stratifiziert man nach günstige (1 intermediärer Risikofaktor und International Society 

of Urological Pathology (ISUP) Grad Gruppe 2 und < 50 % positive Biopsiestanzen) 

gegenüber ungünstigen intermediärem Prostatakarzinom (2 intermediäre 

Risikofaktoren oder ISUP-Gradgruppe 3 oder mindestens 50 % positive 

Biopsiestanzen) nach NCCN, so ist beim Prostatakarzinom des günstigen 

intermediären Stadiums nach NCCN eine Radiotherapie ohne ADT möglich, die 

Bestätigung durch prospektiv randomisierte Studien steht jedoch noch aus. 

Denn bislang weisen die vorhandenen Subgruppenanalysen darauf hin, dass bei 

Patienten mit hohem Progressionsrisiko der Nutzen einer hormonablativen Therapie 

deutlicher ausgeprägt ist. 

Zusammenfassend zeigt sich, dass für Patienten mit Prostatakarzinom mit 

intermediärem Risikoprofil nach D‘Amico die Radiotherapie in Kombination mit einer 

Kurzzeit-hormonablativen Therapie (4-6 Monate) neoadjuvant oder adjuvant ein 

therapeutischer Standard ist. Sind bedingt durch Co-Morbiditäten Kontraindikationen 

zu einer hormonablativen Therapie vorhanden, kann auch eine alleinige definitive RT 

durchgeführt werden. 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.24 und Empfehlung 6.25 

Unter moderat hypofraktionierter Radiotherapie versteht man eine Behandlung mit 

höherer täglich Einzeldosis (2.4-3.4 Gy) bei niedrigerer Gesamtdosis und damit 

verkürzter Behandlungsdauer (20-30 Behandlungen). Im Gegensatz dazu ist die 

Normofraktionierung eine 7-8 Wochen dauernde Behandlung mit Einzeldosen von 1.8-

2.0 Gy [658]. Inzwischen liegt eine umfangreiche Datenbasis vor (mehrere 

systematische Reviews von mehr als 10 randomisierten Studien), die die 

Gleichwertigkeit der onkologischen Endpunkte (Gesamtüberleben, 

krankheitsspezifisches Überleben und metastasenfreies Überleben) von beiden 

Fraktionierungsschemata bei lokal begrenztem Prostatakarzinom sowohl des 

intermediären als auch des hohen Risikoprofils belegt [659], [636], [660], [661]. 

Sowohl hinsichtlich der Akut- und der Spättoxizität kann bei Einsatz der moderaten 

Hypofraktionierung ein leicht erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden [636], 

[662], [663], [645]. Die Metaanalysen/systematischen Reviews zeigen jedoch kein 

einheitliches Bild: 

Einerseits war die akute G2+-GI-Toxizität bis zu 6.3% höher bei der 

Hypofraktionierung [664]. Die späte G2+-GI-Toxizität war mit einem relativen Risiko 

von 1.05-1.12 (n.s.) bis 1.27 (CI 1.04-.1.55) leicht erhöht [665], [636]. Andererseits 

war die späte G2+-GU-Toxizität mit einem relativen Risiko von 1.05-1.12 vergleichbar 

oder nicht signifikant erhöht [666], [636]. 

Vergleichbare Unterschiede zeigten beim Prostatakarzinom des niedrigen 

Risikoprofils die aktuell publizierten Langzeitdaten der NRG-RTOG 0415-Studie mit 

einer mehr als 10-jährigen medianen Nachbeobachtung: Gleichwertige onkologische 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

146

Endpunkte bei leicht erhöhten späten Grad-2-Toxizitäten zuungunsten der 

Hypofraktionierung (ED 2.5 Gy, GD 70 Gy) (GI-G2+ 11.4 vs. 18.3% p=0.005; GU-G2+: 

20.5 vs.26.2% p=0.009). Bei dieser Studie wurde zumeist die ältere 3-D-geplante 

Bestrahlung eingesetzt, die wichtigen Toxizitäten >= Grad 3 zeigten jedoch keine 

signifikanten Differenzen [667]. 

Diese Daten können bei gleicher Technik und ähnlichem Zielvolumen als indirekte 

Evidenz für andere Stadien des lokal begrenzten PCa verwendet werden. 

Zusammengefasst haben sowohl die konventionelle Fraktionierung (Einzeldosis 1.8-

2.0 Gy) als auch die moderate Hypofraktionierung ihre Berechtigung bei der 

Behandlung des intermediären Risikoprofils des PCa. Die moderate 

Hypofraktionierung weist zwar eine kürzere Behandlungszeit für die Patienten auf, 

dieser Nutzen wird jedoch wahrscheinlich von einer leicht erhöhten Toxizität 

begleitet. Es können daher beide Verfahren gleichermaßen empfohlen werden. 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.26 bis Empfehlung 6.28 

Unter ultrahypofraktionierter Radiotherapie („extreme“ Hypofraktionierung) (UHF-RT) 

versteht man eine Behandlung mit deutlich höherer Einzeldosis bei Verkürzung der 

Gesamtbehandlungszeit auf ca. 2 Wochen mit den aktuell etablierten 

Therapieschemata (z.B. 5x7,25 bis 7x6.1 Gy dreimal bis fünfmal/Woche bis 35-42.7 

Gy) [646], [647], [648], [649], [650], [619]. 

Bisher wurden Langzeitdaten von zwei randomisierten Studien, HYPO-RT [646], [647] 

und PACE-B [648], [649], [650], [619] zur extremen Hypofraktionierung publiziert. Bei 

der HYPO-RT-Studie, bei der vor allem Patienten (N= 1200) mit intermediärem 

Risikoprofil (90%) entweder normofraktioniert (ED 2 Gy GD 78 Gy) oder extrem 

hypofraktioniert jeden zweiten Tag (ED 6,1 Gy, GD 42,7 Gy) behandelt wurden, kam 

keine stereotaktische RT zum Einsatz, sondern zumeist die ältere, 3-D-geplante RT. 

Nach einer medianen Nachbeobachtung von 5 Jahren betrug das „failure free survival“ 

84% in beiden Armen (p>0,05). Die extreme Hypofraktionierung war jedoch mit einer 

signifikant erhöhten Akuttoxizität (v.a. GI) sowie einer erhöhten 1 Jahres GU-Toxizität 

verbunden, möglicherweise auch beeinflusst durch die alte Bestrahlungstechnik. Die 

Spättoxizitäten nach 5 Jahren waren gleich. Bei der PACE-B Studie [648], [649], [650], 

[619] wurden 874 Männer mit zumeist intermediärem Risikoprofil (91,6%) entweder in 

die normofraktionierte Standard-RT (ED 2 Gy GD 78 Gy oder 62 Gy in 20 Fraktionen) 

oder in eine stereotaktische RT (ED 7,25 Gy, GD 36,25 Gy mit simultan integrierten 

Boost auf 95% des CTV von 40 Gy entweder über 1 Woche oder 2 Wochen - SBRT) 

randomisiert. Die Auswertung hinsichtlich der 2-Jahres-Toxizitäten [650] zeigte 

höhere GU-Toxizitäten nach 2 Jahren für die extreme Fraktionierung (11 vs. 18% 

RTOG-G2+-GU Toxizität). Die Rate akuter G2+GU-Toxizitäten konvertierte auch in eine 

höhere Rate G2+-GU-Spättoxizitäten. Dieser Effekt zeigte sich ebenfalls bei 

vorbestehenden Symptomen (baseline) [650]. 

Bei der Auswertung mit einer medianen Nachbeobachtung von 74 Monaten wurde 

diese Entwicklung bestätigt [619]. Die Effektivität zeigte eine „Gleichwertigkeit“ („non 

inferiority“) für die biochemische oder klinische Kontrolle (95,8% versus 94,6%) 

(primärer Endpunkt). Allerdings zeigte sich eine signifikant höhere kumulative Rate 

der GU-Toxizität RTOG Grad >=2 zuungunsten der SBRT-Gruppe von 26,0% versus 

18,3% in der Standardfraktionierung (p<0,001), jedoch nicht in der GI-Toxizität. Die 5-

Jahres GU-Toxizität ergab keinen signifikanten Unterschied mehr. Dieser Effekt der 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

147

höheren GU-Spättoxizität zeigte sich auch bei den Patienten, die eine höhere Akut-

GU-Toxizität hatten (wie bereits bei der 2-Jahres-Analyse) sowie bei denen mit LUTS 

(lower urinary tract symptoms). 

In beiden Studien wurde keine zusätzliche ADT appliziert. Daher fehlt auch ein 

Vergleich der (möglicherweise höheren) Effektivität der Kombination, der ansonsten 

der Standard in dieser Risikogruppe ist. Außerhalb von Studien sollte daher eine 

zusätzliche ADT von 4-6 Monaten eingesetzt werden. 

In der Gesamtsumme der Daten beider randomisierten Phase-3 Studien kann 

selektionierten Patienten die extreme Hypofraktionierung analog der Dosierungen 

beider Studien angeboten werden. Vorsicht geboten ist bei Patienten mit einer 

Obstruktion und einer LUTS, diese Patienten sollen nicht mit einer extremen 

Hypofraktionierung behandelt werden. 

Zu Statement 6.29 

Der Stellenwert einer Protonentherapie bei lokal begrenztem und lokal 

fortgeschrittenem Prostatakarzinom wird schon seit längerem diskutiert. Mögliche 

Vorteile wären eine bessere Schonung von Risikoorganen um die Prostata 

(insbesondere Rektum und Harnblase), eine optimierte Plan-Homogenität im 

Zielvolumen sowie ein geringeres Risiko für Zweittumoren nach Strahlentherapie. Im 

Jahr 2008 kam ein Bericht des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) auf der 

Grundlage einer systematischen Recherche zu dem Ergebnis, dass für die 

Protonentherapie noch keine ausreichenden Nutzenbelege für die Therapie beim 

Prostatakarzinom vorliegen [651]. 

Mit Beschluss vom September 2018 wurde die Aussetzung des Bewertungsverfahren 

im Hinblick auf noch laufende Studien verlängert [668]. Zum aktuellen Zeitpunkt 

(März 2025) liegen weiterhin keine ausreichenden Daten vor, die eine generelle 

Änderung dieser allgemeinen Feststellung rechtfertigen würden. Inzwischen wurde 

eine multizentrische, randomisierte Phase III Studie mit 144 eingeschlossenen 

Patienten veröffentlicht (NCT01230866), die nach noch kurzer Nachbeobachtungszeit 

(median 5 Jahre) eine sehr gute Freiheit von Therapieversagen nach zwei Jahren 

(100%) in beiden Behandlungsarmen (konventionelle vs. ultrahypofraktionierte 

Protonentherapie) bei insgesamt niedrigem Toxizitätsprofil (0-11%) zeigte [669]. 

Prospektiv erhobene Observationsstudien oder Phase I/II Studien mit meist moderat 

hypofraktionierter Protonentherapie (2,5 – 3,0 Gy Einzeldosis) kommen zu ähnlichen 

Ergebnissen [670], [671], [672], [673], [674]. In einer Propensity-Score-gematchten 

Kohorte mit knapp 4200 jüngeren Patienten (< 65 Jahren) und unterschiedlichsten 

Therapieverfahren (Protonen, IMRT, SBRT) ergab sich für die Protonen-Therapie im 

Vergleich zu einer IMRT-Bestrahlung ein geringeres Risiko für Nebenwirkungen im 

Harntrakt (33 vs. 42% nach 2 Jahren) sowie für eine erektile Dysfunktion (21 vs. 28% 

nach 2 Jahren), dafür aber ein höheres Risiko für Darmbeschwerden (20 vs. 15% nach 

2 Jahren) [675]. Eine retrospektive Analyse der National Cancer Data Base (NCDB) mit 

knapp 280.000 Patienten (> 95% T1 & T2-Tumore) identifizierte nach Propensity-

Score-Matching erstmalig einen Überlebensvorteil (80,2% vs. 71,3%) zugunsten einer 

Protonentherapie im Vergleich zu einer perkutanen Photonenbehandlung [676]. 

Dieser Vorteil konnte in einer aktuellen Metaanalyse mit 160 Studien nicht 

reproduziert werden. Dennoch zeigte in dieser Auswertung die Protonentherapie eine 

geringere, höhergradige GI-Akuttoxizität (2% vs. 7%) sowie ein verbessertes 

biochemisches rezidivfreies Überleben nach 5 Jahren (95% vs. 91%) im Vergleich zur 

klassischen Photonentherapie [677]. 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

148

Im Hinblick auf die bestehende Evidenzlage mit teilweise widersprüchlichen 

Ergebnissen für das lokal begrenzte PCa des intermediären und des hohen 

Risikoprofils sind die finalen Ergebnisse prospektiver Studien, wie beispielsweise 

COMPPARE (NCT03561220) sowie PARTIQoL (NCT01617161), abzuwarten, ehe 

abschließende Empfehlungen verfasst werden können. 

6.3.3.2 Perkutane Strahlentherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms des 

hohen Risikoprofils 

6.30, 6.31, 

6.32, 6.33 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.33; 

Evidenzbasiert: 6.30,6.31,6.32 

modifiziert 2025 


6.30 Patienten mit einem lokal begrenzten 

Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils soll eine 

perkutane Strahlentherapie (IMRT + IGRT) angeboten 

werden. 

2+, 1+ 

[553], [678], [541] 

6.31 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des 

hohen Risikoprofils sollen zusätzlich zur perkutanen 

Strahlentherapie (IMRT + IGRT) eine adjuvante 

hormonablative Therapie erhalten. 

1+ 

[679] 

6.32 Die hormonablative Therapie soll 24 bis 36 Monate 

dauern. Diese kann bis zu 6 Monate vor der 

Strahlentherapie beginnen. 

1+ 

[680], [681], [682], 

[683] 

EK 6.33 Die Entscheidung über die Dauer der 

hormonablativen Therapie soll individuell in 

Abhängigkeit von Komorbidität und Verträglichkeit 

getroffen werden. 

 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

149

6.34, 6.35 Verknüpfte Empfehlungen: Evidenzbasiert neu 2025 

6.34 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des 

hohen Risikoprofils soll eine Standardfraktionierung 

(74 Gy bis 80 Gy) oder eine moderate 

Hypofraktionierung (z. B. 3,0 Gy / 60,0 Gy; 2,5 Gy / 

70,0 Gy) angeboten werden. 

1++ 

[636], [644] 

6.35 Zusätzlich soll eine Androgendeprivationstherapie von 

24 bis 36 Monaten Dauer eingesetzt werden. 1+ 

[645] 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.36, 6.37 Verknüpfte Empfehlungen: Evidenzbasiert neu 2025 

6.36 Patienten mit lokal begrenztem PCa des hohen 

Risikoprofils können mit einer perkutanen 

Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit integrierter 

Dosiserhöhung der dominanten intraprostatischen 

Läsion in der mpMRT (analog FLAME-Studie) bestrahlt 

werden. 

1- 

[684] 

6.37 Zusätzlich soll eine Androgendeprivationstherapie von 

24 bis 36 Monaten Dauer eingesetzt werden. 1+ 

[645] 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.38  Evidenzbasiertes Statement neu 2025 

Evidenzlevel 

2+ 

Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils 

besteht kein Hinweis auf einen patientenrelevanten Vorteil der Protonentherapie 

im Vergleich zur Photonentherapie (IMRT + IGRT). 

[651] 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.30 bis Empfehlung 6.33 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

150

Durch eine kombinierte Behandlung aus Radiotherapie mit hormonablativer Therapie 

im Vergleich zur alleinigen Radiotherapie wird bei Patienten mit lokal begrenztem PCa 

des Hochrisikoprofils eine signifikante Verbesserung des Gesamt- und 

prostataspezifischen Überlebens erreicht: In der EORTC-Studie 22863 wurden 

Patienten mit T1-2 und schlecht differenziertem Prostatakarzinom oder T3-4 

Prostatakarzinom jeglichen histologischen Grades zwischen alleiniger Radiotherapie 

(50 Gy der pelvinen LAW und Boost von 20 Gy der Prostata und Samenblasen) sowie 

Radiotherapie plus 3 Jahre hormonablativer Therapie randomisiert. Die 

Kombinationstherapie führte zu einer signifikanten Verbesserung des 10-Jahres-

krankheitsfreien (48 % vs. 23 %) und auch des Gesamtüberlebens (58 % vs. 40 %) 

[679]. Insgesamt wurde ein Vorteil für das Gesamtüberleben bei der Langzeit- 

gegenüber der Kurzzeittherapie gesehen: In der RTOG 9202 Studie wurden 1554 

Patienten mit T2c -T4 und PSA < 150 ng/ml zwischen neoadjuvanter und 

gleichzeitiger Kurzzeit-hormonablativer Therapie (4 Monate Goserelin und Flutamid) 

und Radiotherapie (44-46 Gy der LAW des Beckens und 65-70 Gy Boost der Prostata) 

oder Langzeit-hormonablativer Therapie für 28 Monate und gleicher Radiotherapie 

randomisiert [680]. Nach 19,6 Jahren medianer Nachbeobachtungszeit ergab sich für 

die Langzeit-hormonablative Therapie ein relativer Benefit von 30% des 

prostataspezifischen und einen relativen Benefit von 12 % des Gesamtüberlebens 

[681]. 

In der EORTC 22961-Studie wurden 970 Patienten mit cT2c- 4 oder N1 und PSA < 150 

ng/ml zwischen einer kurzzeitigen hormonablativen Therapie (6 Monate Triptorelin) 

plus Radiotherapie (50 Gy der LAW des Beckens sowie Boost der Prostata mit 70 Gy) 

und einer Langzeit-hormonablativen Therapie (36 Monate) plus Radiotherapie 

randomisiert. Diese Studie bestätigte eine signifikant niedrigere 5-Jahres-Gesamt-

Mortalität (15,2 % gegenüber 19,0 %; HR 1,42 (obere 95,71 % Konfidenzgrenze, 1,79; 

P = 0,65 für Nichtunterlegenheit) sowie Prostatakarzinom-spezifische Sterblichkeit 3,2 

% (95 % CI, 1,6 bis 4,8) gegenüber 4,7 % (95 % CI, 2,7 bis 6,7; HR, 1,71 [95 % CI, 1,14 

bis 2,57]; p = 0,002) für die kombinierte Langzeitbehandlung [682]. Nabid et al. 

versuchten ein kürzeres hormonablatives Schema zu etablieren, indem sie Patienten 

mit lokalisiertem Hochrisiko- (76 %) oder lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom 

(24 %) zwischen einer mittel- (18 Monate) und langfristigen hormonablativen Therapie 

(36 Monate) plus Becken- (44 Gy) und Prostata-Radiotherapie (70 Gy) randomisierten 

[683]. Insgesamt gab es keinen signifikanten Unterschied beim 5-Jahres-

Gesamtüberleben (91 % für Langzeitarm vs. 86 % für Kurzzeitarm, p = 0,07). Diese 

Ergebnisse werden jedoch dadurch eingeschränkt, dass die Wirkung der Langzeit 

hormonablativen Therapie durch die schlechte Therapieadhärenz (53 %) in der 36-

monatigen Gruppe abgeschwächt wurde. Im Vergleich hierzu hatten von den 487 

Patienten, die in der EORTC-22961-Studie der Langzeit hormonablativen Therapie 

zugewiesen waren, 349 (71,7 %) die kompletten 3-Jahre abgeschlossen [682]. 

Der Überlebensvorteil der Langzeit-hormonablativen Therapie bleibt auch bei einer 

Dosis-Eskalation erhalten: Zapatero et al. randomisierten 355 Patienten mit 

intermediärem (47 %) oder Hochrisiko-Prostatakarzinom (53 %) (cT1c-cT3aN0M0 und 

PSA < 100 ng/ml) zwischen einer neoadjuvanten und gleichzeitigen Kurzzeit 

hormonablativen Therapie (4 Monate) und Langzeit-hormonablativen Therapie (28 

Monate) mit jeweils dosis-eskalierter Radiotherapie (76-82 Gy) [685]. Insgesamt war 

das 5-Jahres-Gesamtüberleben der Langzeit- hormonablativen Gruppe signifikant 

besser (95 % gegenüber 86 %, p<0.05)). Bei einer Stratifizierung nach Risikogruppen 

war der Vorteil der Langzeit hormonablativen Therapie beim Gesamtüberleben 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

151

signifikant bei den Hochrisikopatienten, nicht aber bei Patienten mit intermediärer 

Erkrankung vorhanden. 

In Hinblick auf die moderate hypofraktionierte Radiotherapie bei Prostatakarzinom-

Patienten mit hohem Risiko führten alle verfügbaren Studien eine Radiotherapie mit 

zusätzlicher hormonablativer Therapie mit einer unterschiedlichen medianen Dauer 

von 9-32 Monaten und einem unterschiedlichen Anteil der Patienten (67 % - 100 %) 

durch. Insgesamt wurde weder in der HYPRO-Studie noch in der Studie von Arcangeli 

et al. ein signifikanter Unterschied in den onkologischen Ergebnissen zwischen Hypo- 

und Normofraktionierung festgestellt [686], [687]. 

Dies wurde auch kürzlich, allerdings im Rahmen einer post-hoc-Analyse von dem 

MARCAP-Konsortium (Individual Patient Data Meta- Analysis of Randomised Trials in 

Cancer of the Prostate) in einer Meta-Analyse von Studien mit individuellen 

Patientendaten und dem primären Endpunkt metastasenfreien Überleben, einem 

validierten Surrogat für das Gesamtüberleben, bestätigt: Es wurden 12 Studien mit 

10853 Patienten einbezogen. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug über 11 

Jahre. Der Einsatz der hormonablativen Therapie war eindeutig mit einer signifikanten 

Verbesserung des biochemisch rezidiv-, metastasenfreien und des Gesamtüberlebens 

verbunden. Der Nutzen der hormonablativen Therapie war unabhängig von der 

Radiotherapie-Dosis, dem Alter und den eingeschlossenen Risikogruppen (NCCN 

ungünstiges intermediäres Risiko, hohes Risiko und lokal fortgeschrittene 

Erkrankung) [645]. 

Es lässt sich zusammenfassen, dass eine langfristige hormonablative Therapie über 2 

bis 3 Jahre sowohl bei der dosiseskalierten als auch bei der moderat 

hypofraktionierten Radiotherapie durchgeführt werden soll. Die Dauer der 

hormonablativen Therapie soll den klinischen Status, die Komorbiditäten und die 

Anzahl schlechter prognostischer Faktoren berücksichtigen um individuell 

patientenadaptiert zu behandeln. 

Zu Empfehlung 6.34 und Empfehlung 6.35 

Unter moderat hypofraktionierter Radiotherapie versteht man eine Behandlung mit 

höherer täglich Einzeldosis (2.4-3.4 Gy) bei niedrigerer Gesamtdosis und damit 

verkürzter Behandlungsdauer (20-30 Behandlungen). Im Gegensatz dazu ist die 

Normofraktionierung eine 7-8 Wochen dauernde Behandlung mit Einzeldosen von 1.8-

2.0 Gy [658]. 

Inzwischen liegt eine umfangreiche Datenbasis vor (mehrere systematische Reviews 

von mehr als 10 randomisierten Studien), die die Gleichwertigkeit der onkologischen 

Endpunkte (Gesamtüberleben, krankheitsspezifisches Überleben und 

metastasenfreies Überleben) von beiden Fraktionierungsschemata bei lokal 

begrenztem Prostatakarzinom sowohl des intermediären als auch des hohen 

Risikoprofils belegt [688], [636], [660], [689]. 

Sowohl hinsichtlich der Akut- und der Spättoxizität kann bei Einsatz der moderaten 

Hypofraktionierung ein leicht erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden [636], 

[690], [691], [645]. Die Metaanalysen/systematischen Reviews zeigen jedoch kein 

einheitliches Bild: 

Einerseits war die akute G2+-GI-Toxizität bis zu 6.3% höher bei der 

Hypofraktionierung [692]. Die späte G2+-GI-Toxizität war mit einem relativem Risiko 

von 1.05-1.12 (n.s.) bis 1.27 (CI 1.04-.1.55) leicht erhöht [693], [636]. Andererseits 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

152

war die späte G2+-GU-Toxizität mit einem relativem Risiko von 1.05-1.12 vergleichbar 

oder nicht signifikant erhöht [694], [636]. 

Vergleichbare Unterschiede zeigten beim Prostatakarzinom des niedrigen 

Risikoprofils die aktuell publizierten Langzeitdaten der NRG-RTOG 0415-Studie mit 

einer mehr als 10-jährigen medianen Nachbeobachtung: Gleichwertige onkologische 

Endpunkte bei leicht erhöhten späten Grad-2-Toxizitäten zuungunsten der 

Hypofraktionierung (ED 2.5 Gy, GD 70 Gy) (GI-G2+ 11.4 vs. 18.3% p=0.005; GU-G2+: 

20.5 vs.26.2% p=0.009). Bei dieser Studie wurde zumeist die ältere 3-D-geplante 

Bestrahlung eingesetzt, die wichtigen Toxizitäten >= Grad 3 zeigten jedoch keine 

signifikanten Differenzen [695]. 

Zwei aktuell publizierte randomisierte Studien wurden von den bereits (Abschnitt 

intermediäres Risikoprofil) genannten Metaanalysen/systematischen Reviews (mit 

Patienten bei lokal begrenztem intermediären- und Hochrisiko-Profil) nicht erfasst. In 

beiden Studien wurden die Lymphabflusswege normofraktioniert mitbehandelt und 

eine Langzeit-ADT appliziert: 

Glicksman et al. zeigte in einer kleinen randomisierten Phase 2-Studie (180 Patienten) 

mit 67 Monaten Nachbeobachtung keine signifikant unterschiedlichen onkologischen 

Ergebnisse aber eine etwas erhöhte G3-GI-Toxizität nach 2 und 5 Jahren (2.4% vs. 

8.3% und 2.4% vs.13.5%; p=0.01) zuungunsten der moderaten Hypofraktionierung 

(Lymphabflusswege/Prostata-Stereotaktische intensitätsmodulierte Bestrahlung mit 

48/68 Gy in 25 Fraktionen) im Vergleich zu einer Normofraktionierung [696]. 

Niyazi et al. zeigte in der PCS-5-Studie (randomisierte Phase 3) mit 2 Jahren 

Nachbeobachtung bei der Toxizitätsanalyse keine signifikanten Unterschiede bei 329 

Hochrisiko-Pat. mit moderater Hypofraktionierung (Lymphabflusswege/Prostata-

Stereotaktische intensitätsmodulierte Bestrahlung mit 48/68 Gy in 25 Fraktionen) vs. 

Standardfraktionierung (76 Gy GD, 2 Gy ED). Die Nebenwirkungsraten waren 

insgesamt niedrig (Akut-GI-G2-Toxizität 22 vs. 37 Ereignisse zu Ungunsten der 

Hypofraktionierung, p=0.031; GU-G2-Spättoxizität mit 3 vs.11 Ereignissen zu 

Ungunsten der Normfraktionierung; p=0.035) [697]. 

Auch die Effektivitätsanalyse ergab keinen signifikanten Unterschied im 

Gesamtüberleben (90,3% vs. 89,7%), im karzinomspezifischen Überleben (97,4% vs. 

97,5%) oder dem metastasenfreien Überleben 87,1% vs. 87,1% (alle p>0,05) [698]. 

Zusammengefasst haben sowohl mit höchster Evidenz die konventionelle 

Fraktionierung (Einzeldosis 1.8-2.0 Gy) als auch die moderate Hypofraktionierung ihre 

Berechtigung bei der Behandlung des lokal begrenzten hohen Risikoprofils. Die 

moderate Hypofraktionierung weist zwar eine kürzere Behandlungszeit für die 

Patienten auf, dieser Nutzen wird jedoch wahrscheinlich von einer leicht erhöhten 

Toxizität begleitet. Es können daher beide Verfahren gleichermaßen empfohlen 

werden. 

Zu Empfehlung 6.36 und Empfehlung 6.37 

Das Konzept einer fokalen Eskalation der Bestrahlungsdosis auf den in der mpMRT 

sichtbaren intraprostatischen Tumor wurde in der randomisiert-kontrollierten Phase 

III FLAME-Studie mit 571 Patienten des mittleren (16%) und hohen (84%) Risikoprofils 

getestet [699]. Die Patienten wurden in zwei Therapiearme randomisiert: der Standard 

Arm erhielt eine Gesamtdosis von 77 Gy in 35 Fraktionen von 2,2 Gy (gesamte 

Prostata). Der experimentelle Arm erhielt dieselbe Dosis plus eine fokal-simultane 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

153

Dosiseskalation der dominanten Tumorläsion in der mpMRT bis zu 95 Gy. Die 

applizierte Bestrahlungsdosis der Risikoorgane Harnblase und Rektum u.a. war von 

höchster Priorität für die Bestrahlungsplanung (“Dose constraints”), sodass die 

mediane applizierte Dosis auf das Tumorvolumen i 91.9 Gy ± 3.6 Gy betrug. 

Zusätzlich erhielten 65 % der Patienten in beiden Gruppen eine 

Androgendeprivationstherapie mit einer Dauer von 6-36 Monaten unter der 

Verantwortung des jeweiligen Studienzentrums nach gültiger EAU-Leitlinie. 

Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 72 Monaten zeigte sich eine 

signifikante Verbesserung des primären Endpunkts, des biochemisch 

progressionsfreien Überlebens (HR: 0,45; 95 % CI: 0,28–0,71; p < 0,001). Darüber 

hinaus verringerte die fokale Dosiseskalation die Rate an Lokalrezidiven (HR: 0,33) 

und erhöhte die Rate des metastasenfreien Überlebens (HR: 0,58) innerhalb von 72 

Monaten nach fokaler Strahlentherapie signifikant [700]. Hinsichtlich später GU- oder 

GI-Toxizitäten des Grades ≥ 2 wurde kein signifikanter Unterschied berichtet 

(Standardarm: 23 % (GU) und 12% (GI), experimenteller Arm 28 % (GU) und 13 % (GI). 

Bei der GU-Toxizität Grad ≥ 3 lagen diese Werte bei 5,6 % und 3,5 % (p > 0,05) für den 

experimentellen und den Standardarm. Auf Grund der beobachteten Differenz und 

dem Trend zu einer erhöhten Rate an späten Grad ≥ 3 Toxizitäten, ist eine längere 

Nachbeobachtungszeit erforderlich, um eine stärkere Empfehlung für eine fokale 

Dosiseskalation bei Patienten des hohen Risikoprofils geben zu können. Die aktuelle 

Empfehlung wurde daher trotz der Daten auf “kann” limitiert [701]. 

In einem systematischen Review mit anschließender Metaanalyse wurden 17 Studien 

(1290 Patienten) zur fokalen Dosiseskalation unter Verwendung eines 

konventionellen Fraktionierungsschemas untersucht [702]. Alle Studien berichteten 

von einer guten Verträglichkeit, mit geschätzten Raten von 7,5 %/7,0 % und 0,1 %/0,2 

für akute/späte kumulative gastrointestinale Nebenwirkungen vom Grad ≥2 und Grad 

≥3. Die geschätzte Rate für akute/späte urogenitale Toxizitäten vom Grad ≥2 und 

Grad ≥3 lagen bei 29,5 %/16,0 % und 0,4 %/1,3 %. Unter alleiniger Einbeziehung von 

Studien (n=5) mit einer Nachbeobachtungszeit von über 5 Jahren lag das 

biochemische progressionsfreie Überleben bei 92,4 % (95 % KI 84,5–97,7 %). Die Rolle 

der fokalen Dosiseskalation bei der Anwendung einer moderaten oder extremen 

Hypofraktionierung wird derzeit in prospektiven Phase II und Phase III Studien 

untersucht. 

Zu Statement 6.38 

Der Stellenwert einer Protonentherapie bei lokal begrenztem und lokal 

fortgeschrittenem Prostatakarzinom wird schon seit längerem diskutiert. Mögliche 

Vorteile wären eine bessere Schonung von Risikoorganen um die Prostata 

(insbesondere Rektum und Harnblase), eine optimierte Plan-Homogenität im 

Zielvolumen sowie ein geringeres Risiko für Zweittumoren nach Strahlentherapie. Im 

Jahr 2008 kam ein Bericht des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) auf der 

Grundlage einer systematischen Recherche zu dem Ergebnis, dass für die 

Protonentherapie noch keine ausreichenden Nutzenbelege für die Therapie beim 

Prostatakarzinom vorliegen [651]. Mit Beschluss vom September 2018 wurde die 

Aussetzung des Bewertungsverfahren im Hinblick auf noch laufende Studien 

verlängert [668]. Zum aktuellen Zeitpunkt (März 2025) liegen weiterhin keine 

ausreichenden Daten vor, die eine generelle Änderung dieser allgemeinen 

Feststellung rechtfertigen würden. Inzwischen wurde eine multizentrische, 

randomisierte Phase III Studie mit 144 eingeschlossenen Patienten veröffentlicht 

(NCT01230866), die nach noch kurzer Nachbeobachtungszeit (median 5 Jahre) eine 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

154

sehr gute Freiheit von Therapieversagen nach zwei Jahren (100%) in beiden 

Behandlungsarmen (konventionelle vs. ultrahypofraktionierte Protonentherapie) bei 

insgesamt niedrigem Toxizitätsprofil (0-11%) zeigte [669]. Prospektiv erhobene 

Observationsstudien oder Phase I/II Studien mit meist moderat hypofraktionierter 

Protonentherapie (2,5 – 3,0 Gy Einzeldosis) kommen zu ähnlichen Ergebnissen [669], 

[670], [671], [672], [673]. In einer Propensity-Score-gematchten Kohorte mit knapp 

4200 jüngeren Patienten (< 65 Jahren) und unterschiedlichsten Therapieverfahren 

(Protonen, IMRT, SBRT) ergab sich für die Protonen-Therapie im Vergleich zu einer 

IMRT-Bestrahlung ein geringeres Risiko für Nebenwirkungen im Harntrakt (33 vs. 42% 

nach 2 Jahren) sowie für eine erektile Dysfunktion (21 vs. 28% nach 2 Jahren), dafür 

aber ein höheres Risiko für Darmbeschwerden (20 vs. 15% nach 2 Jahren) [674]. Eine 

retrospektive Analyse der National Cancer Data Base (NCDB) mit knapp 280.000 

Patienten (> 95% T1 & T2-Tumore) identifizierte nach Propensity-Score-Matching 

erstmalig einen Überlebensvorteil (80,2% vs. 71,3%) zugunsten einer 

Protonentherapie im Vergleich zu einer perkutanen Photonenbehandlung [675]. 

Dieser Vorteil konnte in einer aktuellen Metaanalyse mit 160 Studien nicht 

reproduziert werden. Dennoch zeigte in dieser Auswertung die Protonentherapie eine 

geringere, höhergradige GI-Akuttoxizität (2% vs. 7%) sowie ein verbessertes 

biochemisches Rezidiv-freies Überleben nach 5 Jahren (95% vs. 91%) im Vergleich zur 

klassischen Photonentherapie [676]. 

Im Hinblick auf die bestehende Evidenzlage mit teilweise widersprüchlichen 

Ergebnissen für das lokal begrenzte PCa des intermediären und des hohen 

Risikoprofils sind die finalen Ergebnisse prospektiver Studien, wie beispielsweise 

COMPPARE (NCT03561220) sowie PARTIQoL (NCT01617161), abzuwarten, ehe 

abschließende Empfehlungen verfasst werden können. 

6.3.4 Brachytherapie 

LDR-Brachytherapie (Low-Dose-Rate-Brachytherapie) 

Bei der LDR-Brachytherapie (auch Permanent Seed Implantation genannt) werden 

kleine radioaktive Seeds (Jod-125 oder Palladium-103) einmalig in die Prostata 

eingebracht, die über Wochen bis Monate kontinuierlich Strahlung abgeben. Die LDR-

Brachytherapie kann sowohl als Monotherapie als auch als Kombinationstherapie 

eingesetzt werden (siehe auch bei den einzelnen Risikogruppen). Die empfohlenen 

Dosisverteilungen, die Grenzdosen für angrenzende gesunde Organe und die 

Empfehlungen zur Nebenwirkungsdokumentation können publizierten Leitlinien 

entnommen werden (s. oben) [703], [704], [705]. Maßnahmen der Qualitätssicherung 

sind nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vorgeschrieben 

[706]. 

HDR-Brachytherapie (High-Dose-Rate-Brachytherapie) 

Bei der HDR-Brachytherapie wird im Sinne einer Afterloading-Technik über mehrere 

transperineal implantierte Hohlnadeln ein umschlossener Strahlenträger 

vorübergehend in die Prostata eingebracht. 

Die Hochdosis-Brachytherapie kann in einer oder mehreren Fraktionen durchgeführt 

werden und wird häufig mit einer EBRT von mindestens 45 Gy mit konventioneller 

Fraktionierung kombiniert [707]. Sie kann auch mit einer hypofraktionierten 

perkutanen Bestrahlung kombiniert werden [708]. Die HDR-Brachytherapie wird 

hauptsächlich als Methode zur Dosiseskalation eingesetzt. 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

155

Die HDR-Monotherapie mit nur einer Fraktion von 19 Gy soll nicht eingesetzt werden, 

da sie im Vergleich zur fraktionierten HDR-Monotherapie schlechtere biochemische 

Kontrollraten aufweist [703], [709]. 

Tabelle 17: Allgemeine Unterschiede zwischen LDR- und HDR-Brachytherapie 

Prostata-Brachytherapie-

Verfahren 

Technische und patientenbezogene Unterschiede 

Niedrige Dosisleistung (LDR) 

• permanente Implantation Seeds (Strands oder Einzelseeds) 

• Verwendung von Jod-125 (I-125) (am häufigsten) oder 

Palladium-103, 103 Pd-) in Europa nicht verfügbar) 

• I-125 145 Gy für Monotherapie, 110 Gy für 

Kombinationstherapie 

• Strahlendosis, die über Wochen und Monate abgegeben 

wird 

• akute Nebenwirkungen klingen über Monate hinweg ab 

• Strahlenschutz für Patienten und Mitarbeiter erforderlich 

• zeitlich begrenzter Strahlenschutz für Kleinkinder und 

Schwangere 

Hohe Dosisleistung (HDR) 

• vorübergehende Implantation 

• Iridium-192 (IR-192) oder Cobalt 60 (Co60), das durch 

implantierte Nadeln temporär eingeführt wird 

• abgegebene Strahlendosis in Minuten 

• Monotherapie 2x13,5 Gy oder 3 x11,5 Gy siehe [703], 

[704] 

• Kombinationstherapie 1x15 Gy, 2x 9 Gy [703], [704] 

• akute Nebenwirkungen klingen über Wochen ab 

 

Patientenauswahl 

Um urogenitale (UG)-Toxizitäten zu vermeiden, sollten die Patienten auf ihre Eignung 

hin untersucht werden. Entsprechend der Empfehlungen der American Brachytherapy 

Society (ABS) und Groupe Européen de Curietherapie und European Society for 

Radiotherapy (GEC-Estro) sind Patienten mit einem IPSS-Score kleiner 15 ml/s und 

einem Restharn <100 ml geeignet [704], [710], [711], [703]. Prostatae mit größerem 

Volumen sind technisch schwieriger zu implantieren und bergen das Risiko einer 

unzureichenden Dosisabdeckung und einer erhöhten UG-Toxizität wenn 

präinterventionell bereits irritative oder obstruktive Beschwerden vorliegen. 

Patienten, bei denen zuvor eine TURP mit geringem Defekt der zentralen Zone 

durchgeführt wurde, können eine Brachytherapie erhalten, ohne dass sich das Risiko 

einer UG-Toxizität erhöht. Ein Gewebesaum von mindestens 1 cm Prostatagewebe um 

den post-TURP Defekt und an den posterolateralen Seiten der Prostata wird 

empfohlen. Zwischen TURP und Brachytherapie sollte ein Intervall von mindestens 3 

Monaten liegen [712], [713]. 

Durchführung der Implantation 

Die Implantation der Seeds bzw. der temporären Strahlenträger erfolgt überwiegend 

in Regionalanästhesie (bevorzugt Spinalanästhesie) oder Vollnarkose während eines 

kurzen stationären Aufenthaltes oder ambulant. Die Operation wird in 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

156

Steinschnittlage durchgeführt und die Implantation der Hohlnadeln (HDR) oder Seeds 

erfolgt transperineal in der Regel unter Template-basierter TRUS und/oder seltener 

unter Bildwandlerkontrolle. Zur besseren Sicht und damit zur Schonung der 

Harnröhre wird zu Beginn ein Blasenkatheter eingelegt. Dieser kann am/nach Ende 

des Eingriffs entfernt werden. 

Im Rahmen der LDR-Brachytherapie ist nach 4-6 Wochen eine CT-Untersuchung zur 

Qualitätskontrolle und Postimplantationsdosimetrie empfohlen. Die empfohlenen 

Dosisverordnungen und Einschränkungen für Risikoorgane basieren auf den 

Richtlinien der Arbeitsgruppen der ABS und GEC-ESTRO [703], [704]. 

Toxizität/Nebenwirkungen 

Beide Methoden haben spezifische Toxizitätsprofile, die von individuellen Faktoren 

des Patienten, der Dosis und der Technik abhängen. Die Nebenwirkungen lassen sich 

in akute und späte Toxizität unterteilen, deren Schwere und Häufigkeit je nach 

Therapieform variieren. 

Während die LDR-Brachytherapie in der Regel mildere und länger anhaltende akute 

Nebenwirkungen verursacht, treten bei der HDR-Brachytherapie intensivere akute 

Toxizität auf, die jedoch schneller abklingen. Spättoxizität, insbesondere der 

erektilen Funktion und der Harnwege, sind bei beiden Therapien möglich, wobei die 

Kombinationstherapien ein höheres Komplikationsrisiko aufweisen. 

Drei systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass die urogenitale Toxizität bei der 

Brachytherapie erhöht sein kann, insbesondere bei der kombinierten Tele-

Brachytherapie [714], [715]. Insbesondere ist das Risiko für Urethrastrikturen erhöht. 

In der Analyse von Awad betrug das Risiko 4,9 % für EBRT + Brachytherapie vs. 1,5 % 

für EBRT und 1,9 % für Brachytherapie allein [716]. 

In einem systematischen Review von Zhang (2020) wurde die urogenitale Inkontinenz 

zwischen radikaler Prostatektomie und Brachytherapie verglichen. Tendenziell zeigte 

sich eine geringere Belastungsinkontinenz bei verbesserter Sexualfunktion für die 

Brachytherapie. Eine Unterscheidung zwischen LDR- und HDR-Brachytherapie wurde in 

der Übersichtsarbeit nicht vorgenommen. Kritisch anzumerken ist, dass die 

Datenqualität der untersuchten Studien mittelmäßig war und die gastrointestinale 

(GI)-Toxizität nicht analysiert wurde [717]. 

In den randomisierten Studien finden sich hinsichtlich der therapieassoziierten 

Nebenwirkungen divergierende Ergebnisse im Vergleich von LDR-Brachytherapie und 

Prostatektomie bezüglich Harninkontinenz, erektiler Dysfunktion und irritativer 

Miktionsbeschwerden. Diese Ergebnisse sind jedoch schwer zu bewerten, da die 

genannten Studien entweder vorzeitig abgebrochen wurden oder unterschiedliche 

Operationsverfahren (retropubische versus roboterassistierte Prostatektomie) 

durchgeführt wurden. 

Die Ergebnisse prospektiver und retrospektiver Studien wurden in systematischen 

Übersichtsarbeiten zusammengefasst und hinsichtlich urogenitaler und 

gastrointestinaler Nebenwirkungen sowie der Lebensqualität analysiert. Sie ergaben 

weniger Belastungsinkontinenz und erektile Dysfunktion nach LDR-Brachytherapie im 

Vergleich zur Operation und mehr irritative Miktionsprobleme, aber weniger 

Darmprobleme im Vergleich zur perkutanen Strahlentherapie [716], [718], [719], 

[720]. Nachteile bezüglich der Lebensqualität sind für die Brachytherapie 

vorübergehend und nach 5 Jahren nicht mehr nachweisbar [720]. Im Vergleich zur 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

157

intensitätsmodulierten perkutanen Strahlentherapie sind die Unterschiede der LDR-

Brachytherapie bezüglich gastrointestinaler und urogenitaler Akut- und 

Spättoxizitäten gering [720]. 

Dabei ist zu beachten, dass die Häufigkeit akuter Nebenwirkungen höher ist als die 

der Spätfolgen, d. h. die meisten akuten Nebenwirkungen klingen ab. In der NRG-

0232 Studie war die Inzidenz einer akuten Proktitis in der Brachytherapie-Gruppe im 

Vergleich zur perkutanen Strahlentherapie geringer, andere akute Toxizitäten waren 

jedoch gleich [721]. 

Daten zur urogenitalen und gastrointestinalen Spätfolgen der HDR-Brachytherapie 

bestätigen niedrigere Raten gastrointestinaler Toxizität im Vergleich zur alleinigen 

EBRT und Grad 3 Toxizität bei 10 %, aber eine höhere Inzidenz von Harnretention 

[708]. In einer kleinen randomisierten Phase 2 Studie [709] lag der Anteil der 

Patienten mit späten Grad 3+ geniturinäre (GU)-Toxizitätsraten <5 % und keinen oder 

sehr geringen Grad 3+ GI-Toxizitätsraten. 

In der TROG 03.04 RADAR-Studie hatten Patienten, die mit EBRT + HDR-

Brachytherapie Boost behandelt wurden, einen vorübergehenden, um 3 Punkte 

höheren IPSS-Score als Patienten, die nur mit EBRT behandelt wurden. 

Die Rate an urethralen Strikuren lag bei 12 vs. 1-4 % (EBRT + HDR-Brachytherapie-

Boost vs. EBRT 66-74 Gy) nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 7,4 Jahren. 

Die rektale Toxizität war im Kombinationsarm geringer als im reinen EBRT-Arm [722]. 

6.3.4.1 Brachytherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms des 

intermediären Risikoprofils 

6.39, 6.40 Verknüpfte Empfehlungen: Evidenzbasiert neu 2025 

6.39 Patienten mit einem lokal begrenzten 

Prostatakarzinom des günstigen intermediären 

Risikoprofils (nach NCCN) soll eine LDR-

Brachytherapie angeboten werden. 

1- 

[723], [724], [721] 

6.40 Die LDR-Brachytherapie soll bei lokal begrenztem 

Prostatakarzinom des günstigen intermediären 

Risikoprofils (nach NCCN) als Monotherapie (ohne 

perkutane Strahlentherapie) durchgeführt werden. 

1- 

[723], [724], [721] 

Konsensstärke Konsens: 6.39 

Starker Konsens: 6.40 

 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

158

6.41, 6.42, 

6.43 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.42; 

Evidenzbasiert: 6.41,6.43 

modifiziert 2025 

6.41 Patienten mit einem lokal begrenzten 

Prostatakarzinom des ungünstigen intermediären 

Risikoprofils (nach NCCN) sollte ein LDR-

Brachytherapie-Boost in Verbindung mit einer 

perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) angeboten 

werden. 

1- 

[725], [726] 

EK 6.42 Patienten sollen über die mit dieser Therapieform 

mögliche signifikante Erhöhung der Spättoxizität (≥ 

Grad 3) aufgeklärt werden. 

 

6.43 Eine Androgendeprivationstherapie soll bei Einsatz 

der Brachytherapie analog zu den Empfehlungen der 

perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit 4-6 

Monaten Dauer eingesetzt werden. 

2+ 

[721], [727] 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.44, 6.45, 

6.46 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.45,6.46; 

Evidenzbasiert: 6.44 

modifiziert 2025 

6.44 Patienten mit einem lokal begrenzten 

Prostatakarzinom des intermediären Risikoprofils 

sollte eine HDR Brachytherapie, kombiniert mit einer 

perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT), 

angeboten werden. 

1+, 3 

[708], [728] 

EK 6.45 Patienten sollen über die mit dieser Therapieform 

mögliche signifikante Erhöhung der Spättoxizität (≥ 

Grad 3) aufgeklärt werden. 

 

EK 6.46 Eine Androgendeprivationstherapie (4-6-Monate) soll 

bei Einsatz der HDR-Brachytherapie analog zu den 

Empfehlungen der perkutanen Strahlentherapie 

eingesetzt werden. 

 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

159

Hintergrundinformationen zu Empfehlung 6.39 und Empfehlung 6.40 

LDR-Brachytherapie bei Patienten des günstigen intermediären Risikoprofils 

(nach NCCN) 

Die Low-Dose-Brachytherapie ist eine alternative kurative Therapie zur radikalen 

Prostatektomie und perkutanen Strahlentherapie für Patienten mit Prostatakarzinom 

des günstigen intermediären Risikoprofils (NCCN). 

Die Empfehlung gründet auf 3 randomisierten Studien. Neben der NRG-RTOG-0232 

Studie liegt eine gepoolte Auswertung aus 2 randomisierten monozentrischen Studien 

(44/20 und 20/0 Studie) [721], [729], [730]. 

Die randomisierte Phase 3 NRG-Oncology-RTOG-Studie 0232 [721] verglich eine LDR-

Monotherapie mit einer kombinierten LDR-Brachytherapie und zusätzlicher 

perkutaner Bestrahlung bei 588 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des 

intermediären Risikoprofils. Dabei hatten die Patienten mit Gleason-Summe 6 einen 

PSA-Wert von 10-20 ng/ml (10,8 % der Patienten) und jene mit Gleason-Summe 7 

einen PSA-Wert von <10 ng/ml (89,2 % der Patienten). Die Studie war als 

Überlegenheitsstudie für die kombinierte Therapie mit einem angenommenen Vorteil 

von 12 % geplant. Nach einer medianen Nachbeobachtung von 12,1 Jahren wurde 

weder ein signifikanter Unterschied des primären Endpunktes Freiheit von 

Progression noch der sekundären Endpunkte biochemisches Versagen, 

krankheitsspezifische Mortalität, lokale Progression, Fernmetastasen, Toxizität oder 

Lebensqualität gefunden. Die Studie zeigte für keinen Endpunkt eine Verbesserung 

der Kombinationstherapie und ist somit negativ im Sinne des Studienziels. In einer 

post-hoc Analyse, aufgetrennt nach Patienten mit einem günstigen intermediären 

Profil der ISUP Gruppe 2 (n= 413) versus ISUP-Gruppe 3 (n=103) und einem PSA <10 

ng/ml für beide Gruppen zeigte sich auch hier kein Unterschied in der Freiheit von 

einer Progression. 

In den beiden monozentrischen randomisierten Studien „44/20“ und „20/0“ wurden 

die Kombination aus perkutaner Strahlentherapie mit 2 unterschiedlichen Dosisstufen 

(44 Gy und 20 Gy) mit einem LDR-Brachytherapie Boost und in der zweiten Studie 

(20/0) die Kombinationstherapie mit der LDR-Monotherapie untersucht. In einer 

gepoolten Analyse der beiden Studien (n=630) wurden die Patienten getrennt nach 

günstigem (n=294), ungünstigem intermediären (n=290) und hohem Risiko (n=46) 

ausgewertet. Patienten in der günstigen intermediären Gruppe hatten im Vergleich zu 

den anderen Risikogruppen ein verbessertes Outcome, unabhängig ob zusätzlich zur 

LDR-Brachytherapie eine perkutane Bestrahlung eingesetzt wurde oder nicht [729], 

[730]. 

Bis heute wurden vier prospektive randomisierte Studien durchgeführt, die eine 

radikale Prostatektomie mit einer LDR-Brachytherapie verglichen [731], [723], [724], 

[732]. Eine weitere Studie verglich die LDR-Brachytherapie, die radikale 

Prostatektomie, die perkutane Bestrahlung oder eine Active-Surveillance-Strategie 

(PREFERE-Studie) [733]. Drei der fünf Studien [731], [733], [732] konnten aufgrund 

mangelnder Rekrutierung nicht abgeschlossen werden und wurden vorzeitig 

abgebrochen. Mit zwei abgeschlossenen randomisierten Studien verfügen wir über 

eine Level 1 Evidenz für vergleichbare Ergebnisse der LDR-Brachytherapie mit der 

retropubischen [723] bzw. roboterassistierten [724] Prostatektomie hinsichtlich der 

PSA-Rezidiv Freiheit. Auch die Publikationen zu den vorzeitig beendeten 

randomisierten Untersuchungen suggerieren im Hinblick auf die onkologische 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

160

Sicherheit eine Vergleichbarkeit der LDR-Brachytherapie in Bezug auf die 

biochemische Rezidiv Freiheit. 

In den beiden randomisierten italienischen Single-Center-Studien zeigte sich kein 

Unterschied im biochemischen rezidivfreien Überleben. Unterschiede zeigten sich 

jedoch bei den urogenitalen Symptomen. Während in der Prostatektomie-Gruppe in 

den ersten 6 Monaten eine höhere Inkontinenzrate auftrat, zeigten LDR-

Monotherapie-Patienten im weiteren Verlauf eine erhöhte GU-Toxizität im Vergleich 

zur OP [724], [723]. In der PREFERE-Studie wurden die LDR-Brachytherapie, die 

radikale Prostatektomie, die perkutane Bestrahlung oder eine Active-Surveillance-

Strategie miteinander verglichen (PREFERE-Studie). Die Studie wurde wegen fehlender 

Rekrutierung vorzeitig beendet [733] . Nach einer medianen Nachbeobachtung von 

19 Monaten wurden 93/345 randomisierten Patienten mit einer LDR-Brachytherapie 

behandelt, was der größten Patientengruppe mit definitiver Therapie entsprach. 

Schwerwiegende Toxizität wurden prozentual nicht signifikant häufiger berichtet als 

bei der radikalen Prostatektomie oder der perkutanen Bestrahlung. 

Die mangels Rekrutierung vorzeitig geschlossene SPIRIT-Studie verglich die radikale 

Prostatektomie mit der LDR-Monotherapie. Die nach 5 Jahren durchgeführte 

Lebensqualität-Befragung der 190 eingeschlossenen Patienten zeigte eine höhere 

Lebensqualität bezüglich urogenitaler und sexueller Funktion und eine höhere 

Zufriedenheit bei den mit LDR-Monotherapie behandelten Patienten [731]. Kürzlich 

wurden die Langzeitdaten dieser Studie nach einer medianen Nachbeobachtungszeit 

von 13 bzw. 15 Jahren für beide Patientenkohorten publiziert. Ein biochemisches 

Rezidiv lag nach 15 Jahren für die LDR-Gruppe bei 2,4 % und für die Prostatektomie 

Gruppe bei 15,8 % (p<0,001) vor. Im Prostatakrebs spezifischen Überleben konnte 

kein Unterschied festgestellt werden [734]. 

Eine weitere monozentrische Studie von Moran et al. randomisierte jeweils 70 

Patienten, die eine LDR-Brachytherapie entweder mit 125-J oder 131-Caesium erhalten 

hatten. Eine ergänzende ADT war nicht erlaubt. Primärer Endpunkt war die 

urogenitale Lebensqualität gemessen durch den EPIC-Score. Nach einer medianen 

Nachbeobachtungszeit von 97 Monaten zeigten sich keine langfristigen Unterschiede 

bezüglich der einzelnen Lebensqualitäts-Domänen oder der biochemischen Rezidiv 

Freiheit [735]. 

Vergleichbare Ergebnisse liegen in einer Reihe großer Bevölkerungskohorten mit 

längerer Nachbeobachtung vor [300], [736], [737], [738], [739]. Das biochemische 

krankheitsfreies Überleben (disease-free survival, DFS) für Patienten der ISUP-Gruppe 

1 liegt nach 5 bzw. 10 Jahren zwischen 71 % und 93 % bzw. 65 % und 85 % [740], 

[741], [742], [743], [744]. Es wurde eine signifikante Korrelation zwischen der Dosis 

bzw. der Einhaltung der Dosisbeschränkungen und der biochemischen Kontrolle 

nachgewiesen [745]. Eine D90 (Dosis, welche 90 % des Prostatavolumens abdeckt) 

von >140 Gy führt zu einer signifikant höheren biochemischen Kontrollrate (PSA <1,0 

ng/ml) nach 4 Jahren (92 vs. 68 %). Langzeit PSA-Analysen legen das Erreichen eines 

PSA-Wertes von <0,2 ng/ml nach 4 Jahren für das Erreichen einer langfristigen 

Tumorkontrolle (freedom from prostate cancer) nahe. Die Rezidiv Freiheit nach 15 

Jahren lag dann bei 96,1 % [746]. 

In eine monozentrische prospektive Phase 2 Studie aus dem MD Anderson Cancer 

Center wurden 300 Patienten mit einem intermediären Risikoprofil (65 % günstiges 

intermediäres Risikoprofil) eingeschlossen und mit einer LDR-Monotherapie behandelt 

[747]. Eine kombinierte EBRT oder eine begleitende ADT waren nicht erlaubt. Die 5-

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

161

Jahres biochemische Rezidivfreiheit lag mit 97 % sehr hoch. Die Rate an Grad 3 GU/GI 

Toxizität lag bei jeweils 1 %. 

In der japanischen prospektiven Registerstudie (J-POPS) werden Patienten mit LDR-

Brachytherapie, sowohl als Boost (23 %) als auch als Monotherapie (77 %), 

eingeschlossen. In einer ersten Auswertung wurden die Ansprechraten von 2.316 

Patienten ausgewertet. Der primäre Endpunkt war das biochemische rezidivfreie 

Überleben (bRFS). 1.114 Patienten (48 %) wiesen ein intermediäres Risiko auf (28 % 

ISUP Gruppe 2 und 16 % Gruppe 3). In der multivariaten Regressionsanalyse war das 

bRFS nur für die ISUP Gruppen >3 signifikant schlechter mit einer Hazard-Ratio von 

1,85 [748]. 

Verschiedene systematische Übersichten analysierten onkologische Ergebnisse und 

Nebenwirkungen [749], [750], [751], [752]. Der G-BA stellte keinen eindeutigen 

Unterschied hinsichtlich des PSA-basierten krankheitsfreien Überlebens nach 

Behandlung mit LDR-Brachytherapie im Vergleich zur Behandlung mit Prostatektomie 

oder perkutaner Strahlentherapie [39] fest. Alle Publikationen zeigen hinsichtlich der 

biochemischen Rezidivfreiheit eine Vergleichbarkeit der LDR-Monotherapie mit der 

radikalen Prostatektomie. Die langfristige urogenitale Toxizität kann bei der LDR-

Monotherapie erhöht sein. Eine adäquate Patientenselektion und die Erfahrung des 

Zentrums haben einen Einfluss auf die langfristige Lebensqualität. 

Zusammenfassend ergibt sich aus Sicht der Autoren der Nachweis eine Äquivalenz 

der onkologischen Ergebnisse der LDR-Monotherapie im Vergleich zur externen 

Bestrahlung (+/- LDR-Brachytherapie) und der radikalen Prostatektomie bei Patienten 

mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des günstigen intermediären Risikoprofils 

(nach NCCN). 

HDR–Brachy-Monotherapie 

Für die isolierte Subgruppe der Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des 

günstigen intermediären Risikoprofils existieren keine Studien einer HDR-Brachy-

Monotherapie. In einer randomisierten Phase 2 Studie wurden Patienten mit 

niedrigem und intermediärem Risikoprofil entweder mit einer fraktionierten (2x13,5 

Gy) oder einer Einzeit (1x19 Gy) HDR-Brachytherapie behandelt. Der Anteil der 

Patienten mit einem günstigen intermediären Risiko lag bei 51 % und für das 

ungünstige Risikoprofil bei 30 %, 19 % der Patienten hatten ein niedriges Risikoprofil. 

Nach medianer Nachbeobachtung von 107 Monaten lag die 8-Jahres-PSA-Kontrollrate 

bei 83,2 % und 61,5 % für Patienten mit 2-Fraktionen gegenüber Patienten mit einer 

Fraktion (p=0,001). Es ergab sich kein signifikanter Unterschied bezüglich UG oder GI-

Spätfolgen. Allerdings zeigte sich im Einzeit-Arm eine nach 4 und 5 Jahren 

persistierende Verschlechterung der urogenitalen gesundheitsbezogenen 

Lebensqualität [753] mit späten Grad 3+ urogenitalen Toxizitäten <5 % und Grad 2+ 

GI-Toxizitätsraten von 1 % [753], [754]. 

In den Anfang der 2000er Jahre publizierten Phase-II-Studien zur HDR-Monotherapie 

wurden ca. 350 Patienten mit niedrigem Risikoprofil behandelt [755], [756], [757], 

[758], [759]. Alle Studien zeigten die technische und klinische Durchführbarkeit 

dieser Therapieoption sowie eine geringe akute Toxizität. In einem systematischen 

Review wurden 3.534 Patienten aus 14 Studien zusammengefasst. Es wurden 5-

Jahres-PSA-Kontrollraten von 97,5 % bzw. 93,5 % für PCa mit niedrigem bzw. 

mittlerem Risiko berichtet, mit späten Grad 3+ GU-Toxizitätsraten <5 % und keinen 

oder sehr geringen Grad 3+ GI-Toxizitätsraten [760]) . Es zeigte sich, dass die Dosis 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

162

pro Fraktion und das Fraktionierungsschema einen Einfluss auf das biochemische 

rezidivfreie Überleben hatten. 

Für eine HDR-Monotherapie mit nur einer Fraktion im Vergleich zur fraktionierten 

HDR-Monotherapie wird eine schlechtere biochemische Kontrollrate angegeben [709], 

[760], [753], [754]. 

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine fraktionierte HDR-Monotherapie 

ausgewählten Patienten mit günstigem intermediärem Risikoprofil angeboten werden 

kann, wobei die Patienten darüber informiert werden sollten, dass nur Ergebnisse aus 

kleinen Serien in sehr erfahrenen Zentren vorliegen. 

Effekte einer zusätzlichen Hormontherapie bei Einsatz einer Brachytherapie 

In einem systematischen Review mit 52 analysierten Studien mit insgesamt 43.303 

Patienten zeigte sich kein Benefit für eine zusätzliche ADT bei Patienten des niedrigen 

Risikoprofils sowie des günstigen intermediären Risikoprofils (nach NCCN). Die 

zusätzliche neoadjuvante oder adjuvante ADT zur LDR-Monotherapie brachte keinen 

Vorteil bezüglich des biochemischen progressionsfreien Überlebens [761] . 

Dahingegen bringt die zusätzliche ADT für einige Patienten des intermediären und 

hohen Risikoprofils einen Vorteil von 12-20 %. 

Die Autoren kommen zum Schluss, dass aufgrund der fehlenden Unterscheidung von 

günstigem und ungünstigem intermediären Risikoprofil in den meisten 

Untersuchungen eine eindeutige Empfehlung für oder gegen eine ADT nicht möglich 

ist. Da ein Benefit einer Kurzzeit-ADT nicht ausgeschlossen werden kann, wird die 

Evaluation einer Kurzzeit-ADT empfohlen. Bezüglich der Dauer der ADT soll sich 

analog den Empfehlungen der perkutanen Strahlentherapie für diese Risikogruppe 

orientiert werden. Dabei sollten die individuellen Risikofaktoren von Patienten (Alter, 

kardiale Vorerkrankungen, etc.) bei der Indikationsstellung berücksichtigt werden. 

Zu Empfehlung 6.41 bis Empfehlung 6.43 

LDR-Brachytherapie bei Patienten des ungünstigen intermediären Risikoprofils 

(nach NCCN) 

Sowohl die LDR als auch die HDR-Brachytherapie sind in Kombination mit externer 

Strahlentherapie und einer ADT eine etablierte Behandlungsoption für Patienten mit 

einem ungünstigen intermediären Risikoprofil. 

Beide Brachytherapieformen sollen nicht als Monotherapie für das ungünstige 

intermediäre Risikoprofil eingesetzt werden. 

ABS und GEC-ESTRO empfehlen, dass die LDR-Brachytherapie als Boost in 

Kombination mit einer perkutanen Strahlentherapie bei Patienten des ungünstigen 

intermediären Risikos eingesetzt werden kann [703], [752] Diese Empfehlungen 

werden durch die Ergebnisse der Studie ASCENDE-RT unterstützt [725], [726]. 

LDR- Brachytherapie 

Die prospektiv randomisierte ASCENDE-RT-Studie (n=398) verglich die perkutane 

Strahlentherapie (Gesamtdosis 78 Gy) mit der EBRT (Gesamtdosis 46 Gy), gefolgt von 

einem LDR-BT-Boost (vorgeschriebene Dosis 115 Gy) bei Patienten mit intermediärem 

(31 %) und hohem Risiko (69 %). In beiden Therapiearmen erhielten die Patienten eine 

12-monatige ADT [725], [726], [762]. Der LDR-Boost führte zu einer signifikanten 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

163

Verbesserung des biochemischen PFS nach 5, 7 und 10 Jahren (89 %, 86 % bzw. 85 %) 

im Vergleich zum perkutanen Boost (84 %, 75 % bzw. 70 %). Dies führte nicht zu einer 

Verbesserung der Rate von Fernmetastasen, des Prostatakarzinom-spezifischen- oder 

des Gesamtüberlebens. 

Diese Verbesserung der biochemischen Kontrolle der Kombinationstherapie war 

jedoch verbunden mit einer signifikant erhöhten kumulativen Inzidenz an späten 

Grad 3+ GU-Toxizitäten (18 % vs. 5 %) und zwei Therapie-bedingten Todesfällen [725], 

[726], [762]. Die kumulative Indidenz an Grad 3+ GI Nebenwirkungen war nach 5 

Jahren nicht signifikant erhöht mit 8 % vs. 3 %. 

In der NRG Oncology/RTOG 0232-Studie wurden 588 Patienten mit intermediärem 

Risikoprofil randomisiert. Die Patienten erhielten entweder 45 Gy perkutane Therapie 

plus einem LDR-Brachytherapie-Boost oder einer LDR-Brachytherapie allein. Nach einer 

medianen Nachbeobachtungszeit von 6,7 Jahren zeigte sich kein Unterschied im 

primären Endpunkt, dem progressionsfreien Überleben. Allerdings wies nur ein 

Fünftel der Patienten ein PCa des ungünstigen intermediären Risikoprofoils auf. 

Bezüglich der Spätnebenwirkungen zeigte sich ein signifikanter Vorteil für die 

alleinige Brachytherapie. Die Grad 2 urogenitalen und gastrointestinalen Spätfolgen 

betrugen 42,8 % für die Kombinationstherapie, gegenüber 25,1 % für die LDR-

Monotherapie. Die Grad 3+ UG Toxizitäten betrugen 9 % vs 3 % und die Grad 3+ GI 

Toxizitäten lagen bei 3 % vs 1 % (Kombi- vs. Monotherapie) [721]. 

Zu Empfehlung 6.44 bis Empfehlung 6.46 

HDR-Brachytherapie bei Patienten des ungünstigen intermediären Risikoprofils 

(nach NCCN) 

HDR-Brachytherapie 

Es liegen 2 randomisierte Studien zur kombinierten perkutanen Bestrahlung mit 

einem HDR-Brachytherapie-Boost im Vergleich zur alleinigen perkutanen 

Strahlentherapie vor [708], [728], [763]. 

In der Studie von Hoskin wurden 216 Patienten eingeschlossen. Davon wiesen 9 (4,2 

%), 91 (42,1 %) und 116 (53,7 %) ein Prostatakarzinom des niedrigen, intermediären 

und hohen Risikoprofils nach NCCN auf. Knapp 40 % der Patienten mit alleiniger 

perkutaner Strahlentherapie hatten nach 2 Jahren ein biochemisches Rezidiv. Nach 

einer medianen Nachbeobachtungszeit von 50 Monaten ergab sich ein signifikanter 

Vorteil für die HDR-Brachytherapie in Kombination mit einer perkutanen 

Strahlentherapie hinsichtlich der biochemischen Progressionsfreiheit. In einem Update 

im Jahr 2021 mit einer Nachbeobachtung von 12 Jahren betrug das biochemische 

rezidiv freie Überleben 48 % für die kombinierte Tele-Brachytherapie und war damit 

signifikant höher im Vergleich zu 27 % für den Behandlungsarm mit alleiniger EBRT. 

Im Gesamtüberleben ergab sich kein signifikanter Unterschied. Die GI-Toxizität war 

über die Zeit stabil, während die GU-Toxizität weiter anstieg. Es gab jedoch keinen 

signifikanten Unterschied zwischen den beiden Behandlungsarmen [708]. 

In der zweiten randomisierten Studie [728] erhielten 104 Patienten mit intermediärem 

(41 %) oder Hochrisikoprofil (59 %) entweder eine perkutane Bestrahlung mit HDR-

Brachytherapie-Boost oder eine alleinige perkutane Bestrahlung. Nach einer medianen 

Nachbeobachtungszeit von 8,2 Jahren konnte eine signifikante Verbesserung der 

biochemischen Progressionsfreiheit für die Kombinationstherapie nachgewiesen 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

164

werden (p=0,024). Ein Effekt auf das Gesamtüberleben zeigte sich nicht. Urogenitale 

oder GI-Spätfolgen waren nicht signifikant unterschiedlich [728]. 

In beiden Studien war die Vergleichsgruppe mit alleiniger perkutaner Strahlentherapie 

nach heutigen Maßstäben unterdosiert (Gesamtdosis 66 Gy/Einzeldosis 2 Gy bei Satya 

et al. [728] bzw. Gesamtdosis 55 Gy/Einzeldosis 2,75 Gy bei Hoskin et al. [708]). 

In prospektiven und retrospektiven Kohortenstudien/Fallserien erhöhte die 

Dosiseskalation der perkutanen Bestrahlung mit einem HDR-Brachytherapie-Boost 

durch eine höhere biologische Wirksamkeit den Anteil des biochemisch rezidiv freien 

Überlebens auf Werte von über 85 % nach 5 Jahren (p<0,001). Dies galt insbesondere 

für Patienten mit Tumoren mit hohem Risikoprofil, welches bei einem Großteil der 

untersuchten Patienten vorlag. Darüber hinaus zeigte sich eine Reduktion der 

Lokalrezidivrate und eine Reduktion der Fernmetastasierungsrate bei Patienten mit 

Tumoren des Hochrisikoprofils (22 % vs. 9 % bei höherer Dosierung, p=0,043). [707], 

[759], [764], [765], [766], [767]. Die Studien basieren auf der Annahme, dass 

Prostatakrebszellen eine höhere Strahlenempfindlichkeit bei Einsatz hoher 

Einzeldosen aufweisen (Alpha/Beta-Wert zur Charakterisierung der tumorbiologischen 

Strahlenwirksamkeit). Die Vergleichbarkeit mit anderen Studien zur primären 

Strahlentherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms ist schwierig, da die 

verwendeten Risikoklassifikationen in den einzelnen Studien unterschiedlich war und 

nicht denen von D’Amico entsprachen. 

Deger et al. [768] verwendeten in ihrer Kohortenstudie zur kombinierten perkutanen 

Bestrahlung mit HDR-Brachytherapie-Boost die Risikoklassifikation von D’Amico. Die 

Studie ergab ein biochemisches rezidivfreies 5-Jahres-Überleben von 65 % bzw. 59 % 

bei Patienten mit Tumoren mit mittlerem bzw. hohem Risikoprofil. Diese Effekte 

entsprechen den in der Literatur beschriebenen Ergebnissen einer kombinierten 

perkutanen Strahlentherapie und hormonablativen Therapie bei Patienten mit 

Tumoren dieser Risikoprofile. Brenner et al. konnten zeigen, dass zwei HDR-

Implantationen mit höherer Einzeldosis zu günstigeren Ergebnissen führten (p<0,05) 

als drei HDR-Implantationen mit niedrigerer Einzeldosis [769]. 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

165

6.3.4.2 Brachytherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms des hohen 

Risikoprofils 

6.47, 6.48, 

6.49 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.48; 

Evidenzbasiert: 6.47,6.49 

modifiziert 2025 

: 6.47, 6.49 

neu 2025 : 6.48 

6.47 Patienten mit einem lokal begrenzten 

Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils sollte eine 

HDR Brachytherapie, kombiniert mit einer perkutanen 

Strahlentherapie (IMRT + IGRT), angeboten werden. 

1+ 

[708], [728] 

EK 6.48 Patienten sollen über die mit dieser Therapieform 

mögliche Erhöhung der Spättoxizität (≥ Grad 3) 

aufgeklärt werden. 

 

6.49 Eine Androgendeprivationstherapie sollte bei Einsatz 

der HDR-Brachytherapie analog zu den Empfehlungen 

bei der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) 

mit 24-36 Monaten Dauer eingesetzt werden. 

2+ 

[708], [728], [761], 

[645] 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.50, 6.51, 

6.52 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.51; 

Evidenzbasiert: 6.50,6.52 

modifiziert 2025 

6.50 Patienten mit einem lokal begrenzten 

Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils kann ein 

LDR-Brachytherapie-Boost in Verbindung mit einer 

perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) angeboten 

werden. 

1- 

[725], [726] 

EK 6.51 Patienten sollen über die mit dieser Therapieform 

mögliche Erhöhung der Spättoxizität (≥ Grad 3) 

aufgeklärt werden. 

 

6.52 Eine Androgendeprivationstherapie sollte bei Einsatz 

der LDR-Brachytherapie analog zu den Empfehlungen 

bei der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) 

mit 24-36 Monaten Dauer eingesetzt werden. 

2+ 

[721], [727], [722], 

[725], [726] 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

166

6.53  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils 

sollen keine LDR oder HDR-Brachytherapie als Monotherapie erhalten. 

Evidenzlevel 

2+ 

[300], [678], [736], [737], [738], [739], [770] 

 

Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.47 bis Empfehlung 6.49, Empfehlung 6.50 bis Empfehlung 6.52 

und Empfehlung 6.53 

LDR- bzw. HDR-Brachytherapie bei Patienten des hohen Risikoprofils (nach 

NCCN) 

Alle randomisierten Studien und die Mehrzahl der Kohortenstudien, die die 

onkologische Wirksamkeit sowie die akuten und späten Nebenwirkungen der 

kombinierten Tele- Brachytherapie bei Patienten mit Hochrisikoprofil untersuchten, 

wurden als Kombinationstherapien durchgeführt. Im aktuellen systematischen Review 

von Slevin et al. (2024) wurden die meisten Studiendaten zum HDR- und LDR-

Brachytherapie-Boost im Vergleich zur alleinigen EBRT zusammengefasst. Die Autoren 

kommen zu dem Schluss, dass ein Brachytherapie-Boost zu verbesserten 

biochemischen rezidiv freien Kontrollraten führt, aber mit einer höheren urogenitalen 

Toxizität assoziiert ist [771]. 

LDR-Brachytherapie 

In die prospektive Studie ASCENDE-RT wurden Patienten mit intermediärem (31 %) 

und hohem (69 %) Risikoprofil eingeschlossen. Nach 8 Monaten neoadjuvanter ADT 

(Gesamtdauer 12 Monate) erhielten alle Patienten eine perkutane Bestrahlung der 

Prostata und der loko regionären Lymphabflusswege mit einer Einzeldosis von 2 Gy 

bis zu einer Gesamtdosis von 46 Gy. Anschließend wurden die Patienten 1: 1 

randomisiert für eine Fortsetzung der perkutanen Therapie bis zu einer Gesamtdosis 

von 78 Gy oder für eine LDR-Brachytherapie mit einer minimalen peripheren Dosis 

von 115 Gy, beginnend 2-3 Wochen nach der Beckenbestrahlung [725], [726], [762]. 

Der LDR-Boost führte zu einer Verbesserung des biochemischen PFS nach 5, 7 und 10 

Jahren (89 %, 86 % bzw. 85 %) im Vergleich zum perkutanen Boost (84 %, 75 % bzw. 

70 %) (p<0,001). Dies führte jedoch nicht zu einer Verbesserung der 

Fernmetastasierung, des Prostatakarzinom-spezifischen- oder des Gesamtüberlebens. 

Diese Verbesserung der biochemischen Kontrolle der Kombinationstherapie war 

jedoch verbunden mit einer signifikant erhöhten kumulativen Inzidenz an späten 

Grad 3+ GU-Toxizität (18 % vs. 5 %) und zwei therapiebedingten Todesfällen [725], 

[726], [762]. Die kumulative Inzidenz an Grad 3+ GI-Nebenwirkungen war nach 5 

Jahren nicht signifikant erhöht mit 8 % vs. 3 % [725], [726], [762]. 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

167

In mehreren retrospektiven Fallserien des LDR-Brachytherapie-Boosts in Kombination 

mit perkutaner Strahlentherapie und ADT bei Patienten mit hohem Risikoprofil 

zeigten sich nach einer medianen Nachbeobachtung von bis zu 8,5 Jahren 

biochemisch rezidiv freie Überlebensraten von 30-88 % [772], [773], [774], [775], 

[776], [777], [778], [779]. 

Eine Monotherapie mit LDR oder HDR bei Patienten mit hohem Risikoprofil soll nicht 

durchgeführt werden. Die empfehlungsstützenden Quellen zu Empfehlung 6.53 

werden im Evidenztabellendokument der Version 5.0 ausführlich dargelegt [79]. 

HDR-Brachytherapie 

Es liegen 2 randomisierte Studien zur kombinierten perkutanen Bestrahlung mit 

einem HDR-Brachytherapie-Boost im Vergleich zur alleinigen perkutanen 

Strahlentherapie vor [708], [728], [763]. In der Studie von Hoskin wurden 216 

Patienten eingeschlossen. Davon wiesen 9 (4,2 %), 91 (42,1 %) und 116 (53,7 %) ein 

Prostatakarzinom des niedrigen, intermediären und hohen Risikoprofils nach NCCN 

auf. Knapp 40 % der Patienten mit alleiniger perkutaner Strahlentherapie hatten nach 

2 Jahren ein biochemisches Rezidiv. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 

50 Monaten ergab sich ein signifikanter Vorteil für die HDR-Brachytherapie in 

Kombination mit einer perkutanen Strahlentherapie hinsichtlich der biochemischen 

Progressionsfreiheit. In einem Update im Jahr 2021 mit einer Nachbeobachtung von 

12 Jahren betrug das biochemische rezidiv freie Überleben 48 % für die kombinierte 

Tele-Brachytherapie und war damit signifikant höher im Vergleich zu 27 % für den 

Behandlungsarm mit alleiniger EBRT. Im Gesamtüberleben ergab sich kein 

signifikanter Unterschied. Die GI-Toxizität war über die Zeit stabil, während die GU-

Toxizität weiter anstieg. Es gab jedoch keinen signifikanten Unterschied zwischen 

den beiden Behandlungsarmen [708]. 

In der zweiten randomisierten Studie [728] erhielten 104 Patienten mit intermediärem 

(41%) oder Hochrisikoprofil (59%) entweder eine perkutane Bestrahlung mit HDR-

Brachytherapie Boost oder eine alleinige perkutane Bestrahlung. Nach einer medianen 

Nachbeobachtungszeit von 8,2 Jahren konnte eine signifikante Verbesserung der 

biochemischen Progressionsfreiheit für die Kombinationstherapie nachgewiesen 

werden (p=0,024). Ein Effekt auf das Gesamtüberleben zeigte sich nicht. Urogenitale 

oder GI-Spätfolgen waren nicht signifikant unterschiedlich [728]. 

In beiden Studien war die Vergleichsgruppe mit alleiniger perkutaner Strahlentherapie 

nach heutigen Maßstäben unterdosiert (Gesamtdosis 66 Gy/Einzeldosis 2 Gy bei Satya 

et al. [728] bzw. Gesamtdosis 55 Gy/Einzeldosis 2,75 Gy bei Hoskin et al. [708]). 

In prospektiven Kohortenstudien/Fallserien [707], [759], [765], [766], [767] erhöhte 

eine Dosiseskalation mittels HDR-Brachytherapie durch eine höhere biologische 

Gesamtdosis den Anteil des biochemisch rezidiv freien Überlebens auf Werte von über 

85 % nach 5 Jahren (p<0,001). Dies galt insbesondere für Patienten mit hohem 

Risikoprofil. Weiterhin zeigte sich eine Reduktion der Lokalrezidivrate und eine 

Reduktion der Fernmetastasierungsrate bei Patienten mit Tumoren mit hohem 

Risikoprofil (22 % vs. 9 % bei höherer Dosis, p=0,043). 

Deger et al. (2005) [768] verwendeten in einer weiteren Serie zur HDR-Brachytherapie 

die Risikoklassifikation von D‘Amico. Die Daten zeigen ein biochemisch rezidiv freies 

5-Jahres-Überleben von 65 % bzw. 59 % bei Patienten mit mittlerem bzw. hohem 

Risikoprofil. Diese Effekte entsprechen den in der Literatur beschriebenen 

6.3 Lokal begrenztes Prostatakarzinom des intermediären und hohen Risikoprofils 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

168

Ergebnissen einer kombinierten perkutanen Strahlentherapie und hormonablativen 

Therapie bei Patienten mit Tumoren dieser Risikoprofile. 

Eine retrospektive Analyse von 1.641 Patienten mit mittlerem und hohem Risiko 

zeigte ein besseres fernmetastasenfreies Überleben, wenn ein HDR-Brachytherapie-

Boost mit einer EBRT von 50-54 Gy kombiniert wurde. Der Unterschied vergrößerte 

sich nach 10 Jahren auf 12 % [780]. Weitere nicht-randomisierten Studien und Daten 

aus Bevölkerungsstudien weisen darauf hin, dass die Ergebnisse von EBRT plus HDR-

Brachytherapie der EBRT allein überlegen sind [781], [782]. 

Brenner et al. zeigten, dass zwei HDR-Implantationen mit höherer Einzeldosis zu 

günstigeren Ergebnissen führten (p<0,05) als drei HDR-Implantationen mit niedrigerer 

Einzeldosis [769]. 

Weitere nicht-randomisierte Studiendaten und Kohortenstudien weisen ebenfalls auf 

eine Überlegenheit der EBRT plus HDR-Brachytherapie gegenüber der EBRT allein hin 

[761], [782]. 

Androgendeprivationstherapie (ADT) 

Eine unterstützende Evidenz für den Nutzen des HDR-Brachytherapie-Boosts liefert die 

prospektive randomisierte RADAR-Studie TROG 03.04. Insgesamt 1.051 Patienten mit 

vorwiegend ungünstig intermediärem Risikoprofil (33,7 %) oder hohem Risikoprofil 

(64,6 %), aber auch lokal fortgeschrittene Tumoren (36,2 % T3/4 Tumoren) erhielten 

entweder eine 6-monatige oder einer 18-monatige ADT zusätzlich zu einer definitiven 

Bestrahlung. Die teilnehmenden Zentren konnten wählen zwischen einer perkutanen 

Strahlentherapie mit 66 Gy, 70 Gy oder 74 Gy EBRT oder einer kombinierten 

perkutanen Therapie 46 Gy EBRT mit einem HDR-Brachytherapie-Boost [722]. 11,9 %, 

40,6 %, 24,9 % und 22,6 % der Patienten erhielten die genannten Therapien. Der 

primäre Endpunkt war die Progression außerhalb der Prostata. Nach einer medianen 

Nachbeobachtungszeit von 10,5 Jahren reduzierte die 18-monatige ADT signifikant 

die Progression außerhalb der Prostata (p=0,002), die ossäre Metastasierung 

(p=0,0001), die Lokalrezidivrate (p=0,03) und das Prostatakarzinom-spezifische 

Überleben (p=0,009). Im Vergleich zur alleinigen EBRT mit 66 und 70 Gy zeigte die 

kombinierte perkutane Bestrahlung plus HDR-Boost einen signifikanten Vorteil 

bezüglich der Knochenmetastasierung und des Gesamtüberlebens. Gegenüber der 

Gruppe mit 74 Gy ergab sich nur ein signifikanter Vorteil bezüglich der lokalen 

Progression und des Gesamtüberlebens. 

Für die Patienten der Kombinationstherapie brachte die 18-monatige ADT ebenfalls 

eine Verbesserung über alle Endpunkte. 

Die HDR-Boost-Gruppe zeigte einen Anstieg des IPSS um 3 Punkte 18 Monate nach der 

Behandlung, der sich bis zu 3 Jahre später wieder auflöste und eine Reduktion der 

rektalen Symptome im Vergleich zur EBRT [722]. Betrachtet man den Effekt der ADT, 

dann erscheinen die Daten der aktuellen TRIP-Studie hierzu etwas widersprüchlich. In 

dieser Studie wurde randomisiert verglichen, ob eine ergänzende adjuvante ADT über 

24 Monate im Vergleich zu einer 6-monatigen neoadjuvanten und simultanen ADT 

zur kombinierte EBRT + LDR-Brachytherapie-Boost eine verbesserte biochemische 

Progression aufweisen kann. Die angenommene Überlegenheit der Langzeit-ADT über 

insgesamt 30 Monate versus 6 Monate ADT konnte nach einer medianen 

Nachbeobachtungszeit von 9 Jahren nicht nachgewiesen werden [727]. 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

169

Obwohl die Eskalation der Strahlendosis durch den Brachytherapie-Boost zu deutlich 

höheren biologischen Dosen führt, zeigen die TROG 03.04 RADAR RCT und die 

systematischen Übersichtsarbeiten, dass die ADT unabhängig von der Intensivierung 

der Strahlendosis zu besseren Ergebnissen führt [722], [761], [783]. 

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass nach Bewertung der derzeitige Datenlage 

bei Einsatz eines LDR- oder HDR-Boostes zur perkutanen Bestrahlung bei Patienten 

des hohen Risikoprofils der Verzicht auf eine ADT zu einem schlechteren OS führen 

kann. Die Dauer der ADT zusätzlich zu einem Brachytherapie-Boost sollte daher 

analog der Dauer bei der alleinigen EBRT erfolgen (24-36 Monate). 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen 

Prostatakarzinoms 

6.4.1 Radikale Prostatektomie 

6.54  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Patienten mit einer Lebenserwartung von über 10 Jahren und einem lokal 

fortgeschrittenen Prostatakarzinom oder einem lokal begrenzten 

Prostatakarzinom des sehr hohen Risikoprofils nach NCCN soll eine radikale 

Prostatektomie als Teil einer multimodalen Therapie angeboten werden. 

 

Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.54 

Die in den Empfehlungen genannte Risikoklasse „sehr hohes Risikoprofil“ meint die 

NCCN-Risikoklasse „very high risk“ [289]. Die Risikoklasse „sehr hohes Risikoprofil“ ist 

in den Empfehlungen zur radikalen Prostatektomie mit dem lokal fortgeschrittenen 

Prostatakarzinom (klinische Stadien T3 und T4) zusammengefasst, welches sie 

einschließt. 

Für keinen der operativen Zugangswege (offen, konventionell laparoskopisch, 

roboterassistiert-laparoskopisch) bei der radikalen Prostatektomie ist eine 

Überlegenheit hinsichtlich der onkologischen oder funktionellen Ergebnisse bewiesen 

[784], [785]. Für Ausführungen u.a. zu den unterschiedlichen Operationsverfahren 

siehe Hintergrundinformationen zu Empfehlung 6.15 und Empfehlung 6.16. 

Für das Hochrisiko- und lokal fortgeschrittene Prostatakarzinom (zwecks Adaptation 

an die NCCN-Risikoklassifikation wurde die Empfehlung auch auf die NCCN-Kategorie 

„very high risk“ ausgedehnt) sind sowohl radikale Prostatektomie als Teil einer 

multimodalen Strategie als auch perkutane Strahlentherapie plus 

Langzeithormontherapie Optionen [307]. Unklar ist im Falle der radikalen 

Prostatektomie die Rolle der neuen antiandrogenen Substanzen im Rahmen 

multimodaler Therapiekonzepte, die bei Ultrahochrisikokonstellationen in 

Kombination mit einer perkutanen Strahlentherapie einer konventionellen 

Hormontherapie plus Strahlentherapie überlegen sind [786]. 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

170

Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom sollten im Rahmen einer 

radikalen Prostatektomie eine ausgedehnte Lymphadenektomie erhalten (siehe 

Empfehlung Empfehlung 6.18, Kapitel 6.3.2). 

6.4.2 Perkutane Strahlentherapie 

Allgemeine Aspekte zur Durchführung der perkutanen Strahlentherapie siehe Kapitel 

6.3.3. 

6.55, 6.56, 

6.57, 6.58 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.58; 

Evidenzbasiert: 6.55,6.56,6.57 

modifiziert 2025 

: 6.55, 6.56, 6.57, 

neu 2025 : 6.58 

6.55 Patienten mit lokal fortgeschrittenem 

Prostatakarzinom soll eine perkutane 

Strahlentherapie (IMRT+IGRT) angeboten werden. 

1+ 

[787] 

6.56 Patienten mit lokal fortgeschrittenem 

Prostatakarzinom sollen zusätzlich zur perkutanen 

Strahlentherapie (IMRT + IGRT) eine hormonablative 

Therapie erhalten. 

1- 

[788], [789], [790], 

[791] 

6.57 Die hormonablative Therapie soll mindestens 24 bis 

36 Monate dauern. Diese kann bis zu 6 Monate vor 

der Strahlentherapie beginnen. 

1+ 

[683] 

EK 6.58 Die Entscheidung über die Dauer der 

hormonablativen Therapie soll individuell in 

Abhängigkeit von Komorbidität und Verträglichkeit 

getroffen werden. 

 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.59  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Wenn Patienten mit hormonsensitivem Prostatakarzinom des Stadiums Nx/N0 M0) 

mit 2 oder mehr Risikofaktoren (PSA>40 ng/ml/T3/4 oder ISUP 4-5) eine 

Bestrahlung der Prostata und des pelvinen Lymphabflusses (IMRT + IGRT) 

erhalten, soll zusätzlich eine hormonablative Therapie mit GnRH-Analogon (3 

Jahre) und Abirateron/Prednison (2 Jahre) angeboten werden. 

Evidenzlevel 

1+ 

[786] 

 

Starker Konsens 

 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

171

6.60  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (cN0 M0 – PSMA-PET-CT) 

(Risikofaktoren analog POP-RT-Studie) kann zusätzlich zu einer 

Prostatabestrahlung (IMRT + IGRT) eine Bestrahlung der pelvinen 

Lymphabflussgebiete kombiniert mit einer Androgendeprivationstherapie (24 

Monate) angeboten werden. 

Evidenzlevel 

1+, 1- 

[792], [793] 

 

Konsens 

 

6.61  Evidenzbasierte Empfehlung geprüft 2025 

Empfehlungsgrad 

Bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom soll eine 

Protonentherapie nur innerhalb klinischer Studien angeboten werden. 

Evidenzlevel 

2+ 

[651] 

 

Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.55 bis Empfehlung 6.58 

Kombinierte Hormon- und Strahlentherapie bei der Behandlung des lokal 

fortgeschrittenen Prostatakarzinom 

Das lokal fortgeschrittene Prostatakarzinom ist keine einheitliche Entität. Hierunter 

werden Patienten mit T3/T4 Tumoren und solche mit Lymphknotenbefall (N1) 

subsummiert. Die beiden Gruppen N1 und N0 werden getrennt betrachtet, obwohl 

bekannt ist, dass ein erheblicher Anteil der Patienten mit cT3/4 Tumor bereits eine 

okkulte Lymphknotenmetastasierung aufweist, insbesondere bei hohen 

Risikofaktoren, also PSA > 20 ng/ml und die ISUP Gruppen 4 und 5. Aktuell sind für 

die Patientengruppe der lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinome nur randomisierte 

Studien mit der Strahlentherapie als definitiver Behandlungsmethode verfügbar. Die 

derzeit größte Studie, in welcher die radikale Prostatektomie +/- postoperative 

Radiatio mit einer definitiven Radiohormon-therapie untersucht wird, ist die SPCG-15 

Studie, in der bereits mehr als die Hälfte der geplanten 1200 Patienten randomisiert 

wurden [794]. Die Randomisation wird voraussichtlich 2026 abgeschlossen, erste 

Ergebnisse sind nicht vor 2029 zu erwarten. 

Mehrere methodisch belastbare Studien (Evidenzlevel 1+ oder 1++) mit überwiegend 

lokal fortgeschrittenem Patientenkollektiv bestätigen die Wirksamkeit einer 

begleitenden hormonablativen Therapie zur perkutanen RT [795], [796], [797], [798], 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

172

[799], [800], [801], [802], [796], [679], [300], [803] (siehe Übersicht in den 

Evidenztabellen zur Leitlinie). In mehreren Metaanalysen wurden signifikante Vorteile 

bzgl. des krankheitsspezifischen Überlebens und der Gesamtsterblichkeit ermittelt 

[788], [789], [790], [791]. Auch im Vergleich zu einer alleinigen hormonablativen 

Therapie zeigt die Kombination aus perkutaner Strahlentherapie und hormonablativer 

Therapie eine größere Wirksamkeit. In der randomisierten Studie (SPCG-7/SFUO-3) 

zeigte sich nach zehn Jahren eine absolute Reduktion der 

Prostatakarzinomspezifischen Mortalität um 12 % [787]. Obwohl die 

Vergleichstherapie (alleinige Flutamidtherapie) aus heutiger Sicht eine Untertherapie 

darstellt, kann angesichts der signifikanten Effekte davon ausgegangen werden, dass 

das Ergebnis dieser Studie auch bei heutiger Standardtherapie gültig ist. 

Die Dauer der hormonablativen Therapie betrug in der EORTC-22863 Studie drei 

Jahre, in der RTOG-Studie 86-10 vier Monate, in der RTOG-Studie 85-31 adjuvant bis 

zum Progress und im Early Prostate Cancer Trial zwei Jahre. Bolla et al. zeigten 2009 

in einer Non-Inferioritätsstudie (EORTC-22961) für die langfristige hormonablative 

Therapie von insgesamt drei Jahren + RT eine signifikant niedrigere Prostatakrebs-

spezifische Mortalität. In dieser Studie erhielten die Patienten eine neoadjuvante und 

konkomitante maximale Androgen-blockade von sechs Monaten oder eine 

Langzeittherapie zusätzlich über 2,5 Jahre mit einem LHRH-Analogon [682]. Granfors 

et al. [801] untersuchten in einer Phase -3 Studie den Effekt der Orchiektomie, d. h. 

des dauerhaften Hormonentzugs zusätzlich zur Strahlentherapie im Vergleich zu 

einer alleinigen RT. 14-19 Jahre nach Studienbeginn zeigte sich ein signifikanter 

Vorteil der Langzeit-Hormontherapie bezüglich der Prostatakrebs-spezifischen 

Mortalität. 

Eine Metaanalyse von 12 randomisierten Studien mit 10853 individuellen 

Patientendaten untersuchte die Rolle der prolongierten Hormontherapie. 

Eingeschlossen wurden vorwiegend Patienten mit nach NCCN intermediärem und 

hohem Risikoprofil. Die zusätzliche ADT mit einer definitiven Bestrahlung ergab für 

die verlängerte adjuvante ADT-Gabe einen hochsignifikanten (alle mit p < 0,0001) 

Vorteil im metastasenfreien und Gesamtüberleben im Vergleich zu einer Kurzzeit 

ADT. Eine verlängerte neoadjuvante ADT war ohne Vorteil [645]. 

Eine kanadische randomisierte Studie zur Dauer der Hormontherapie verglich 18 

Monate mit 36 Monaten ADT zusätzlich zu einer definitiven Strahlentherapie [683]. 

Nach median 9,3 Jahren ergaben sich hinsichtlich des Gesamtüberlebens, des 

Prostatakarzinom-spezifischen Überlebens und des metastasenfreien Überlebens 

keine Unterschiede zwischen beiden Behandlungsarmen. Das biochemische Versagen 

war im 36-Monats-Arm signifikant niedriger als im 18 Monats-Arm (p = 0.02). Die 

globale Lebensqualität war nicht unterschiedlich (p = 0.3). Mehrere Items der EORTC 

QLQ30 - und PR25-Lebensqualitätsfragen waren signifikant besser im Kurzzeit-Arm, 

jedoch nur die beiden Items Hitzewallungen und „enjoyable sex“ erreichten klinische 

Signifikanz. Die Studie hat mehrere Schwächen. Die Gruppe der lokal 

fortgeschrittenen Karzinome ist mit einem geringen Anteil von nur 25% repräsentiert. 

Somit sind die Ergebnisse nur eingeschränkt auf diese Patientengruppe anwendbar. 

Darüber hinaus erhielten nur 53% der Patienten im 36 Monats-Arm die volle Dauer der 

medikamentösen Therapie. Bezüglich der „harten“ klinischen Endpunkte 

(Gesamtüberleben (OS), Krankheitsspezifisches 

Überleben (DSS) und Metastasenfreies Überleben (MFS)) muss dies als kritischer Bias 

bewertet werden. Aus diesem Grund ist nicht auszuschließen, dass eine höhere 

Compliance mit der Therapie und eine längere Nachbeobachtung, die Ergebnisse 

zugunsten der Langzeittherapie hätten verändern können. 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

173

Die Autoren der Leitlinie kommen zu dem Schluss, dass für die Gruppe der Patienten 

mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom eine Dauer der ADT von 24-36 Monaten 

mit der Stärke „soll“ empfohlen wird, da sich aus den unterschiedlichen Ergebnissen 

keine eindeutigere Zeitabgrenzung ergibt. Es besteht aber die Möglichkeit der 

Verringerung der Gesamtdauer der ADT auf 18 Monate bei Berücksichtigung von 

Lebenserwartung und Komorbidität. 

Zu Empfehlung 6.59 

Hintergrundinformationen zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen PCa mit 

Hochrisikofaktoren cN0 werden gemeinsam mit dem cN1 M0 Prostatakarzinom in 

Kapitel 6.5 (Hintergrundtext zu Empfehlung Empfehlung 6.70) diskutiert. 

Zu Empfehlung 6.60 

Behandlung des lokal fortgeschrittenen PCa (cN0 M0) und elektive 

Beckenbestrahlung 

Es ist aus mehreren randomisierten Studien bekannt, dass Patienten in der cN0-

Situation im konventionellen Staging (CT/MRT Becken und 

Ganzkörperskelettszintigraphie) nicht von einer zusätzlichen Beckenbestrahlung 

profitieren [804] und GETUG-01 Studie [792]. Dieses Ergebnis wurde auch in einer 

Subgruppenanalyse der französischen Phase 3 GETUG-12 Studie bestätigt [793]. In 

der vierarmigen RTOG-Studie wurde eine neoadjuvante oder adjuvante 

hormonablative Therapie jeweils mit einer RT der pelvinen Lymphabflusswege plus 

Prostatabestrahlung oder einer alleinigen Prostatabestrahlung bei Patienten mit 

hohem Risiko für einen Lymphknotenbefall aber cN0 (>15 %, keine histologische 

Sicherung angegeben) verglichen. Die Studie zeigte nach einer medianen 

Nachbeobachtung von 8,8 Jahren inkonsistente Ergebnisse, die auf unerwartete 

Interaktionen zwischen dem Zeitpunkt der hormonablativen Therapie und der Art der 

Bestrahlung zurückgeführt wurden. Die Bestrahlung der pelvinen Lymphabflusswege 

war nur in Kombination mit einer neoadjuvanten Hormonentzugstherapie effektiv, in 

dieser Sequenz konnte in einer vom Design der Studie jedoch nicht prospektiv 

geplanten Analyse ein Vorteil im progressionsfreien Überleben gegenüber den 

anderen Armen der Studie gezeigt werden [804]. In der GETUG-01-Studie wurden 446 

Patienten der Tumorkategorien cT1b bis cT3 cN0 randomisiert. 51 % der Patienten 

hatten ein niedriges und 49 % ein mittleres oder hohes Risiko für einen okkulten 

Lymphknotenbefall. Nach einer medianen Nachbeobachtung von 42 Monaten zeigte 

sich für keine der Risikogruppen ein Vorteil durch die Bestrahlung der pelvinen 

Lymphabflusswege [792]. 

In der GETUG-12 Studie wurde die neoadjuvante Therapie mit Docetaxel plus 

Estramustin zusätzlich zu 3 Jahren einer ADT verglichen mit einer ADT für 3 Jahre. 

Eingeschlossen wurden Patienten der hohen Risikogruppe und Patienten mit lokal 

fortgeschrittenem PCa. Eine Lokaltherapie wurde nach 3 Monaten angeschlossen. 358 

von 413 randomisierten Patienten erhielten eine definitive Radiatio, davon 208 

Patienten mit Einschluss der pelvinen Lymphabflusswege und 150 Patienten mit einer 

perkutanen Prostatabestrahlung [793]. Nach einer medianen Nachbeobachtung von 

8.8 Jahren ergab sich kein Vorteil für die elektive Beckenbestrahlung hinsichtlich des 

biochemisch progressionsfreien Überlebens. Alle Patienten der drei oben genannten 

Studien erhielten lediglich ein konventionelles Staging, d. h. eine Bildgebung des 

Beckens mit CT oder MRT sowie eine Skelettszintigraphie. Dies könnte ein 

Hauptgrund für den fehlenden Vorteil der Bestrahlung der Lymphabflusswege sein. 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

174

Bei Einsatz moderner Bildgebung (PSMA-PET-CT) zeigt sich bei Nachweis einer cN0 

Situation ein signifikanter Vorteil einer Radiohormontherapie unter Einschluss der 

pelvinen Lymphabflusswege im Vergleich zur Radiohormontherapie mit alleiniger 

Bestrahlung der Prostata. 

In die randomisierte Phase 3 Studie POP-RT [805] wurden 224 Patienten mit einem 

errechneten LK- Befallsrisiko von >20% nach der Roach-Formel eingeschlossen; 54% 

der Patienten hatten ein Risiko von 20-40%, 46% der Patienten ein Risiko von >40%. 

Fünfzig Prozent der Patienten hatten einen Gleason Score von 8-10 (ISUP 4-5), 78% 

hatten ein lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom. Alle Patienten wurden mit einer 

modernen IMRT und IGRT bestrahlt. Nach einer medianen Nachbeobachtung von 68 

Monaten konnte in der Studie ein hochsignifikanter Vorteil zugunsten der 

Beckenbestrahlung hinsichtlich des Biochemical-Failure-Free-Survival (primärer 

Endpunkt) und des Disease-Free-Survival gezeigt werden, jedoch bisher ohne 

signifikanten Einfluss auf das Gesamtüberleben (sekundäre Endpunkte). Das 

metastasenfreie Überleben war durch die zusätzliche Becken RT signifikant verbessert 

(95.9% v 89.2%; HR, 0.35; 95% CI, 0.15 - 0.82; P = .01). Dieser Vorteil wurde auf 

Kosten einer erhöhten GU-Toxizität erreicht ( ≥ Grad II späte GU Toxzität 20.0% v 

8.9%, p = 0.02). 

Zusammenfassend wird aufgrund der positiven aber relativ kleinen Phase-3-Studie mit 

nur 224 Patienten die elektive RT der LAW des kleinen Beckens trotz der erhöhten GU-

Spät Toxizität aber mit modernster Bildgebung und Strahlen/Hormontherapie mit 

einem „kann“-Empfehlung versehen. 

Zu Empfehlung 6.61 

Nur sehr wenige Studien mit meist geringer Evidenz beschäftigen sich mit der 

Protonentherapie beim lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom. Zudem bilden 

vielfach die lokal fortgeschrittenen Tumoren nur eine kleine Subgruppe im 

untersuchten Kollektiv [806], [807]. Eine kleine, prospektive Studie (NCT02874014) 

mit moderater Hypofraktionierung (67,5 bzw. 45,0 Gy in 25 Fraktionen) zeigte auch 

unter Einschluss der pelvinen Lymphabflusswege in das Zielvolumen eine geringe 

Rate später, höhergradiger gastrointestinaler sowie urogenitaler Nebenwirkungen 

(7.4% bzw. 29.2% nach 3 Jahren) [808]. Valide Daten aus prospektiven, 

randomisierten Studien mit Aussagen zur Effektivität sowie zum Toxizitätsprofil 

liegen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor. 

 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

175

6.4.3 Brachytherapie 

Allgemeine Aspekte zur Durchführung der Brachytherapie siehe Kapitel 6.3.4. 

6.62, 6.63, 

6.64 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.63,6.64; 

Evidenzbasiert: 6.62 

modifiziert 2025 

: 6.62, 6.63 

neu 2025 : 6.64 

6.62 Patienten mit lokal fortgeschrittenem 

Prostatakarzinom der klinischen Kategorie cT3a kann 

eine HDR-Brachytherapie kombiniert mit einer 

perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) 

angeboten werden. 

1+ 

[728], [708] 

EK 6.63 Eine Androgendeprivationstherapie sollte bei Einsatz 

der HDR-Brachytherapie analog zu den Empfehlungen 

der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit 

24 bis 36 Monaten Dauer eingesetzt werden. 

 

EK 6.64 Patienten sollen über die mit dieser Therapieform 

mögliche signifikante Erhöhung der Spättoxizität (≥ 

Grad 3) aufgeklärt werden. 

 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

6.65, 6.66, 

6.67 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.66,6.67; 

Evidenzbasiert: 6.65 

neu 2025 

6.65 Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen 

Prostatakarzinom der klinischen Kategorie cT3a kann 

ein LDR-Brachytherapie-Boost in Verbindung mit einer 

Strahlentherapie (IMRT + IGRT) angeboten werden. 

1- 

[725] 

EK 6.66 Patienten sollen über die mit dieser Therapieform 

mögliche signifikante Erhöhung der Spättoxizität (≥ 

Grad 3) aufgeklärt werden. 

 

EK 6.67 Eine Androgendeprivationstherapie sollte bei Einsatz 

der LDR-Brachytherapie analog zu den Empfehlungen 

der perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) mit 24 

bis 36 Monaten Dauer eingesetzt werden. 

 

Konsensstärke Starker Konsens 

 

Hintergrundinformationen 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

176

Zu Empfehlung 6.62 bis Empfehlung 6.64 und Empfehlung 6.65 bis Empfehlung 

6.67 

LDR- bzw. HDR-Brachytherapie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem 

Prostatakarzinom 

Die empfehlungsstützenden Quellen werden in der Version 5.1 dieser Leitlinie sowie 

im dazugehörigen Evidenztabellendokument ausführlich besprochen [78], [79]. Im 

Folgenden werden weitere aktuelle Studienergebnisse präsentiert. 

In den drei aktuellen randomisierten Studien zur Kombinationstherapie beim 

intermediären und hohen Risikoprofil waren lokal fortgeschrittene Tumoren der 

klinischen Stadien cT3b oder cT4 nicht eingeschlossen. Daher kann hier keine 

Empfehlung für den Einsatz einer kombinierten Brachytherapie abgegeben werden 

[721], [725], [727]. In den aktuellen Empfehlungen der europäischen und 

amerikanischen Fachgesellschaften (GEC-ESTRO und ABS) wird derzeit der Einsatz 

einer Brachytherapie bei einem cT4 Stadium generell nicht empfohlen. 

Auch in den bereits älteren randomisierten Studien zur EBRT + HDR-Brachytherapie-

Boost von Hoskin et al. und Sathya et al. wurden die Patienten im Stadium cT3 nicht 

weiter differenziert. Patienten im Stadium cT4 waren nicht eingeschlossen [728], 

[809]. 

Eine Publikation aus dem Jahr 2016 fasste die Ergebnisse aus zwei prospektiven 

Phase 2 Studien beim hohen und sehr hohen Risikoprofil nach NCCN zusammen 

[810]. Es wurde eine perkutane Bestrahlung mit 54 Gy auf die Prostata inklusive der 

pelvinen Lymphabflusswege mit einer HDR-Brachytherapie kombiniert. Eine 

begleitende ADT wurde über 2 Jahre appliziert. In die erste Studie wurden 183 

Patienten und in die zweite Studie 56 Patienten eingeschlossen. Beide Studien 

unterschieden sich hinsichtlich der Fraktionierung bei der HDR-Brachytherapie (Studie 

1: 4x 4,75 Gy innerhalb 48 h; Studie 2: 2x 9,5 Gy in 24 h). Der Anteil der Patienten 

mit einem cT3b/cT4 Tumor lag bei 10 bzw. 20 %. Die mediane Nachbeobachtungszeit 

lag bei 8 und 5 Jahren. Grad 3+ UG Toxizität traten bei 8 und 9 % der Patienten auf, 

gastrointestinale Nebenwirkungen Grad 3+ traten bei 2 % und 4 % der Patienten auf. 

In der ASCENDE-RT Studie waren 2 Todesfälle aufgrund fataler rektaler Blutungen 3 

und 4 Jahre nach Therapie aufgetreten. Ein direkter Zusammenhang mit der 

Strahlenbehandlung konnte nicht sicher ausgeschlossen werden. 

Eine retrospektive Auswertung der US National Cancer Database aus dem Jahr 2020 

untersuchte Patienten des hohen Risikos mit einer cN1 M0 Situation [811]. Es wurden 

1.650 Patienten identifiziert. Eine EBRT+ADT erhielten 1.547 (93,8 %) Patienten und 

103 (6,2 %) eine Kombinationstherapie aus einer perkutanen Bestrahlung mit einer 

ADT und einer Brachytherapie (LDR- oder HDR-Boost). Nach einer medianen 

Nachbeobachtungszeit von 4 Jahren lag das mittlere OS bei 99 vs. 109 Monaten 

zugunsten der Tripel-Kombinationstherapie. Nach adjustieren der Daten und einem 

Propensity-Score-Matching bzgl. prognostischer Faktoren war der Unterschied im OS 

nicht mehr signifikant. Die Auswertung zeigt aber dennoch, dass eine Dosis-

eskalierte Kombinationstherapie durchaus eine sinnvolle Therapieoption bei Patienten 

mit lokal fortgeschrittenem Stadium sein kann. 

Salvage-Brachytherapie nach vorangegangener Strahlentherapie 

Patienten in gutem Allgemeinzustand mit primär lokalisiertem Prostatakarzinom und 

histologisch nachgewiesenem Lokalrezidiv nach vorheriger Strahlentherapie können 

6.4 Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 


177

eine Salvage-Brachytherapie entweder mit HDR oder LDR erhalten. In einem 

internationalen Delphi-Konsens von 2023 wurden die Daten zur Salvage-

Brachytherapie zusammengefasst. Die Mehrheit der Experten sprach sich für die HDR-

Brachytherapie aus. Meist wird eine Behandlung der gesamten Drüse angestrebt 

[812]. 

In weiteren systematischen Übersichten wurden insgesamt 16 Arbeiten (vier 

prospektiv) zur HDR-Brachytherapie und 32 Studien (zwei prospektiv) zur LDR-

Brachytherapie analysiert. Die Mehrzahl der Patienten (>85 %) erhielt eine 

Nachbestrahlung der gesamten Drüse [813]. Die adjustierte gepoolte Analyse für das 

2-Jahres biochemisch rezidivfreie Überleben betrug für HDR 77 % (95% KI 70-83 %) 

und für LDR 81 % (95% KI 74-86 %). Das biochemisch rezidivfreie 5-Jahres-Überleben 

betrug für HDR 60 % (95 % KI: 52-67 %) und für LDR 56 % (95 % KI 48-63 %). Die 

Brachytherapie war mit einer geringen Rate an schweren UG-Toxizitäten verbunden. 8 

% für HDR (95 % KI 5,1-11 %) und 8,1 % für LDR (95 % KI 4,3-13 %). Die Rate der 

schweren GI-Toxizitäten beträgt 0 % für HDR (95 % KI 0-0,2 %) und 1,5 % für LDR (95 % 

KI 0,2-3,4 %). HDR- und LDR-Brachytherapie sind wirksame Behandlungsoptionen mit 

einem akzeptablen Toxizitätsprofil. In einer systematischen Analyse der lokalen 

Salvage-Optionen wurde die HDR-Brachytherapie aufgrund der besseren GU- und GI-

Toxizität favorisiert [813]. 

Ein aktuelles systematisches Review einschließlich einer Metaanalyse zur Wirksamkeit 

und Toxizität ausschließlich der HDR-Salvage-Brachytherapie konnte 26 Studien mit 

1.447 Patienten identifizieren [814]. 

Es zeigte sich ein medianes 5-Jahres rückfallfreies Überleben nach Salvage-

Brachytherapie von 61,2 Monaten (57,6 bis 72 Monate). Es wurde ein 

hochsignifikanter Vorteil für Patienten gefunden, die eine Behandlung der gesamten 

Prostata in mehr als 2 Fraktionen erhalten hatten, gegenüber denen mit einer fokalen 

Behandlung in nur einer Fraktion (p>0,0001). Überraschenderweise war ein jüngeres 

Alter (60–70 Jahre gegenüber 71–75 Jahre) (p<0,0001) und ein kurzer Zeitraum seit 

der Primärtherapie (56–67,2 Monate gegenüber 70–120 Monate) (p<0,0001) 

hochsignifikante Faktoren für ein besseres rezidiv freies Überleben. Grad 3+ UG und 

GI Spätnebenwirkungen waren mit 5 % und 0,3 % sehr gering. 

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die publizierten Daten vorwiegend aus 

kleinen Therapieserien stammen und Ergebnisse randomisierter Studien fehlen. Daher 

kann keine klare Empfehlung der Art der Salvage-Brachytherapie nach 

Prostatabestrahlung gegeben werden. Die vorhandenen Daten der Effektivität und 

Toxizität sind positiv. In jedem Fall sollte diese Behandlung nur in erfahrenen Zentren 

angeboten werden. 

 

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

178

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven 

Prostatakarzinoms 

6.68  Evidenzbasiertes Statement geprüft 2018 

Evidenzlevel 

1-, 3 

Lokale Behandlungsoptionen für Patienten mit histologisch gesicherten 

Lymphknotenmetastasen sind die operative Therapie oder die Strahlentherapie. 

Als systemische Behandlung steht die sofortige oder die verzögerte 

hormonablative Therapie zur Verfügung. 

Ein valider Vergleich der möglichen Primärtherapieverfahren als Monotherapie 

oder in Kombination ist aufgrund der vorliegenden Studien nicht möglich. 

[815] 

 

Starker Konsens 

 

6.69  Evidenzbasiertes Statement modifiziert 2018 

Evidenzlevel 

3, 2- 

Der therapeutische Stellenwert der Lymphadenektomie im Rahmen der radikalen 

Prostatektomie beim lymphknotenpositiven Prostatakarzinom ist nicht in 

prospektiven Studien geklärt. 

Der therapeutische Stellenwert der Bestrahlung der pelvinen Lymphabflusswege 

nach radikaler Prostatektomie mit Lymphknotendissektion beim 

lymphknotenpositiven Prostatakarzinom ist nicht in prospektiven Studien geklärt. 

[816], [817], [818], [819], [820], [821] 

3: Lymphadenektomie 

2-: adjuvante RT 

 

Konsens 

 

6.70  Evidenzbasierte Empfehlung neu 2025 

Empfehlungsgrad 

Wenn Patienten mit lymphknotenpositivem hormonsensitivem Prostatakarzinom 

(N1 M0) eine Bestrahlung der Prostata und des pelvinen Lymphabflusses (IMRT + 

IGRT) erhalten, soll zusätzlich eine hormonablative Therapie mit GnRH-Analogon 

(3-Jahre) und Abirateron/Prednison (2 Jahre) angeboten werden. 

Evidenzlevel 

1+ 

[786] 

 

Starker Konsens 

 

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

179

Hintergrundinformationen 

Zu Statement 6.68 

Zur Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms wurde zuletzt mit der 

Aktualisierung 2018 eine systematische Literaturrecherche und Evidenzbewertung 

vorgenommen. Aufgrund einer aktuellen Studie wurde mit Version 8 dieser Leitlinie 

eine Empfehlung zur erweiterten hormonablativen Therapie mit Abirateron im Fall 

einer lokalen Strahlenbehandlung von Prostata und Lymphabflusswegen ergänzt 

(siehe Empfehlung 6.70). 

Zusammenfassung der Evidenzlage - Stand 2018 

Die recherchierte Literatur zur Behandlung des lymphknotenpositiven 

Prostatakarzinoms stellt sich wie folgt dar: 

Es finden sich vorwiegend retrospektive Fallserien mit unzureichender 

Risikoadjustierung (im Hinblick auf prognostische Faktoren wie T-Kategorie-

Verteilung, Gleason-Score und insbesondere in Bezug auf die Anzahl befallener 

Lymphknoten). 

Ab 2000 wurden folgende RCTs zum Thema identifiziert: 

• Schröder F. H. et al. 2008 [822]: sofortige versus verzögerte alleinige 

endokrine Behandlung des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms. Die RCT 

war laut Studienprotokoll zum Nachweis einer Nichtinferiorität der 

verzögerten endokrinen Behandlung angelegt. Die Studie hat eine zu geringe 

Fallzahl bezüglich dieses Nachweises, da die Patienten nicht alle randomisiert 

wurden. Sie ist auch bezüglich des Nachweises eines Vorteils einer sofortigen 

endokrinen Behandlung zu klein. Hierfür war sie auch nicht ausgelegt. 

• Lawton et al. 2001/2005 [823], [824]: retrospektive Subgruppenanalyse des 

RTOG-85-31 RT zum Vergleich sofortiger endokriner Therapie nach 

Bestrahlung mit endokriner Therapie erst bei Auftreten eines Rezidivs bei 

(histologisch gesicherten) lymphknotenpositiven Patienten. 

• Kleeberg et al. 2000 [825]: RCT zum Vergleich sofortiger versus verzögerter 

endokriner Therapie bei lymphknotenpositiven Patienten. Die RCT hat eine 

geringe Fallzahl und damit Teststärke (Power). 

• Iversen et al. 2004 [826]: retrospektive explorative gepoolte 

Subgruppenanalyse für 150 lymphknotenpositive Patienten aus drei Studien 

mit insgesamt >8.000 Patienten (57 % histologisch gesichert, 43 % Diagnose 

aufgrund bildgebender Verfahren): Bicalutamid versus Placebo. Nur vorläufige 

Ergebnisse, keine Messung von Überlebensdaten. 

• Messing et al. 2006 [827]: RCT zum Vergleich sofortiger versus verzögerter 

hormonablativer Therapie bei lymphknotenpositiven Patienten (n=98) mit 

einer medianen Nachbeobachtungszeit von 11,9 Jahren. Die RCT zeigt einen 

statistisch signifikanten Vorteil in Bezug auf progressionsfreies und 

krankheitsfreies Überleben sowie Gesamtüberleben. 

Die vorliegenden Auswertungen aus RCTs zeigen demzufolge methodische 

Schwächen. 

Zur Wertigkeit prognostischer Faktoren bei lymphknotenpositivem Karzinom wurde 

eine populationsbezogene Studie identifiziert [828]. Hier zeigte sich bei der 

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

180

multivariaten Analyse nur der Differenzierungsgrad (Gleason-Score/WHO-Grading) des 

Tumors als grenzwertig signifikant. 

Folgende Therapieoptionen wurden in den vorliegenden Studien (unter Einschluss 

jeglicher Studienqualität) untersucht: 

• operative Therapie allein; 

• operative Therapie und Androgenablation; 

• operative Therapie und Radiotherapie; 

• Androgenablation allein; 

• Radiotherapie allein; 

• Radiotherapie und Androgenablation; 

• Radiotherapie, Androgenablation und Abirateron (vgl. Empfehlung 

Empfehlung 6.70); 

• Additive Chemotherapie; 

• Kombinierte Therapieformen. 

Die Lymphknotenmetastasen in den Studien sind nicht immer histologisch gesichert 

gewesen, dies impliziert eine Unsicherheit in der Beurteilung der erzielten Effekte. Ein 

valider Vergleich der Therapieoptionen ist anhand der vorliegenden Studien nicht 

möglich. 

Für die Option einer additiven Chemotherapie liegen lediglich eine Phase-II-Studie und 

zwei Phase-III-RCTs mit kleinen Fallzahlen und marginalen Effekten vor, sodass diese 

Therapieoption als experimentell bezeichnet werden muss [829], [830]. 

Es scheint bei der Wahl des primären Vorgehens regionale oder nationale 

Unterschiede zu geben. So führt Aus [828] in seiner populationsbasierten Analyse 

aus, dass in Schweden ein Konsens erzielt wurde, bei Nachweis von 

Lymphknotenmetastasen primär endokrin zu behandeln und auf eine lokale Therapie 

zu verzichten. 

Die Literaturübersicht (siehe Literaturzitate Swanson et al. 2006 [831]) zeigt eine 

Überlegenheit der Kombinationstherapie (lokal + hormonell) im Vergleich zu einer 

Monotherapie. Die eingeschränkte methodische Wertigkeit der Studien muss dabei 

berücksichtigt werden. 

Zur Fragestellung einer sofortigen versus einer verzögerten endokrinen Therapie bei 

lymphknotenpositiven Patienten liegen RCTs [822], [823], [824], [825], [827] oder 

(retrospektive) Subgruppenanalysen aus RCTs vor, die einen Vorteil einer sofortigen 

endokrinen Therapie zeigen (als alleinige Therapie oder als additive Therapie), der 

jedoch nicht durchgehend statistisch signifikant ist. Darüber hinaus haben die 

Studien für die Fragestellung oft eine zu geringe Fallzahl. Aufgrund der Studienlage 

sind Therapieempfehlungen deshalb mit Unsicherheiten behaftet. 

Aus den wenigen Studien, die nach Anzahl befallener Lymphknoten oder in Bezug auf 

Mikro- oder Makrometastasen differenzieren, kann eine negative Korrelation von 

Anzahl befallener Lymphknoten und Prognose im Hinblick auf krankheitsfreies 

Überleben und Gesamtüberleben abgeleitet werden [829], [830], [832], [833], [834]. 

Briganti et al. 2009 [833] konnten in einer konsekutiven Serie (n=703) mit einer 

medianen Überlebenszeit von 9,5 Jahren nachweisen, dass das tumorspezifische 

Überleben bei mehr als zwei befallenen Lymphknoten signifikant schlechter war als 

bei weniger als zwei befallenen Lymphknoten (62 % versus 84 %, nach Adjustierung 

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

181

absoluter Unterschied 4,9 %, beides p<0,001). Dieser cut-off hatte sich bereits in 

einer Serie von 2007 (n=507) [834] als prognostischer Faktor für das 

tumorspezifische Zehn-Jahres-Überleben als signifikant gezeigt. In der Serie von 

Boorjian et al. waren in der multivariaten Analyse weiterhin ein Gleason-Score von 8-

10, positive Schnittränder und die Ploidie des Tumors (diploid versus nichtdiploid) 

signifikant mit einer schlechteren Prognose assoziiert. 

Aufgrund fehlender Daten zur Behandlung von Patienten mit erhöhtem Risiko für 

einen Lymphknotenbefall, wird ein Verfahren analog dem Vorgehen bei 

nachgewiesenem Lymphknotenbefall empfohlen. Grundsätzlich sollte bei erhöhtem 

Risiko für Lymphknotenbefall immer eine Lymphonodektomie zur histologischen 

Beurteilung des Lymphknotenstatus erfolgen. Nur wenn diese nicht möglich ist, sollte 

das Risiko anhand von prognostischen Parametern/Nomogrammen abgeschätzt 

werden. 

Zu Statement 6.69 

Der Hintergrundtext zu diesem Statement orientiert sich an den bereits 

verabschiedeten Empfehlungen zum Stellenwert der Lymphadenektomie und der 

Bestrahlung der pelvinen Lymphabflusswege bei lokal fortgeschrittenen Tumoren. 

Effekt der Lymphadenektomie 

Der therapeutische Effekt der Lymphadenektomie bei Lymphknotenmetastasierung 

wurde bisher weit überwiegend in nicht-randomisierten, retrospektiven Studien 

untersucht [835]. Die Ergebnisse sind laut Übersichtsarbeit nicht ausreichend, um 

eine allgemeine Therapieempfehlung zu geben. Daher ist keine allgemein gültige 

Indikationsstellung für dieses Verfahren auf dem Boden der existierenden Evidenz 

möglich. 

Effekt der Bestrahlung der pelvinen Lymphabflusswege 

Zur Begründung siehe Hintergrundtext zu Empfehlung Empfehlung 6.76. 

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.70 (und Empfehlung 6.59) 

Behandlung des lokal fortgeschrittenen PCa mit Hochrisikofaktoren cN0 (siehe 

Empfehlung Empfehlung 6.59) und des cN1 M0 Prostatakarzinoms 

 

Das lymphknotenmetastasierte Prostatakarzinom (cN1) stellt eine Entität dar, die 

neben einer lokalen Therapie eine intensive Systemtherapie erfordert. Bei Einsatz 

einer konventionellen Ausbreitungsdiagnostik (CT/MRT und Skelettszintigraphie) 

weisen ca. 5-10% der untersuchten Patienten eine Lymphknoten- aber noch keine 

ossäre oder Organmetastasierung auf (Stadium cN1 M0). In Metaanalysen konnte 

gezeigt werden, dass durch den Einsatz der PSMA-PET-Bildgebung eine 

Tumorausdehnung in der N1-Region des Beckens in dieser Patientengruppe bei ca. 32 

% der untersuchten Patienten vorlag, die in konventioneller Diagnostik negativ waren 

[836]. In einer zur gleichen Zeit veröffentlichten randomisierten Studie konnte die 

Ergebnisse dieser Metaanalyse bestätigen [304]. 

6.5 Therapie des lymphknotenpositiven Prostatakarzinoms 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

182

Die radioonkologische Behandlung des lokal fortgeschrittenen cN0 PCa sowie des 

cN1M0 PCa basiert traditionell auf einer langfristigen ADT in Kombination mit einer 

lokalen RT. In einer aktuellen Metanalyse von 2 randomisierten Studien wurde die 

Wirksamkeit einer definitiven perkutanen Strahlenhormontherapie (RT + 3 Jahre ADT) 

im Vergleich mit einer intensivierten kombinierten Hormontherapie (Studie 1: RT + 

ADT für 3 Jahre plus Abirateron/Prednison für 2 Jahre oder Studie 2: RT + ADT für 3 

Jahre plus Abirateron/Prednison plus Enzalutamid für 2 Jahre) untersucht. 

Neununddreißig Prozent der Patienten (n = 774) wiesen in der konventionellen 

Bildgebung ein N1-Stadium auf. 80% bzw. 90 % der Patienten erhielten eine 

Strahlentherapie als Standard-of-Care. Nach einer medianen Nachbeobachtung von 

72/60 Monaten konnten Attard und Kollegen der STAMPEDE Gruppe [786] bei 

Patienten mit Prostatakarzinom der (sehr) hohen Risikogruppe (entweder N1 oder 

mindestens 2 der folgenden Faktoren: ISUP-Gruppe 4 oder 5, PSA > 40 ng/ml, 

cT3/cT43) zeigen, dass mit der Kombinationstherapie mit Abirateron neben dem 

progressionsfreien Überleben auch bezüglich der Endpunkte MFS, OS und Prostate-

Cancer-Specific-Survival ein hochsignifikanter Vorteil erreicht wird. 

Zusammenfassend sehen die Autoren der S3-Leitlinie im Fall einer Prostata- und 

Beckenbestrahlung (IMRT + IGRT) die Kombination mit einer intensivierten 

Hormontherapie (ADT für 3 Jahre und zusätzlich Abirateron für 2 Jahre) bei cN1-

Patienten oder solchen mit den genannten Risikofaktoren als Standardbehandlung an. 

Trotz diesesEvidenzlevels (LoE 1) ist Abirateron aktuell in Deutschland für diese 

Indikation nicht zugelassen. 

 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

183

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei 

radikaler Prostatektomie 

6.71  Evidenzbasierte Empfehlung modifiziert 2025 

Empfehlungsgrad 

Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom aller Risikoprofile sollte vor 

radikaler Prostatektomie keine neoadjuvante antihormonelle Therapie erfolgen. 

Evidenzlevel 

1++ 

[307] 

 

Starker Konsens 

 

6.72  Konsensbasiertes Statement modifiziert 2025 

EK 

Als adjuvante perkutane Strahlentherapie (IMRT+IGRT) wird die Strahlentherapie 

nach radikaler Prostatektomie nach Erreichen des definierten PSA-Nullbereichs 

bezeichnet. 

(Zur Behandlung bei postoperativ persistierendem PSA-Wert siehe Kapitel 7.2) 

(Zur Definition der PSA-Progression siehe Kapitel 7.1) 

 

Starker Konsens 

 

 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

184

6.73, 6.74, 

6.75 

Verknüpfte Empfehlungen: Konsensbasiert: 6.75; 

Evidenzbasiert: 6.73,6.74 

modifiziert 2025 

: 6.73 

geprüft 2025 : 

6.74, 6.75 

 Die Indikation zur adjuvanten Strahlentherapie 

(IMRT+IGRT) beschränkt sich auf folgende Risikogruppen:   

6.73 Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen 

Prostatakarzinom (pN0) mit hohem Risiko und den 

nachfolgenden Faktoren sollte eine adjuvante 

Strahlentherapie (IMRT+IGRT) unter Aufklärung über 

Nutzen und Risiken als Option angeboten werden: 

pT3/pT4 (unabhängig vom R-Status) + Gleason Score 

8-10 (ISUP 4-5). 

1- 

[837], [838], [839], 

[840], [841], [842], 

[843] 

6.74 Patienten mit einem lokal begrenztem 

Prostatakarzinom (pN0) und den nachfolgenden 

Faktoren kann eine adjuvante Strahlentherapie 

(IMRT+IGRT) unter Aufklärung über Nutzen und 

Risiken als Option angeboten werden: R1 (multifokal-

positiver Schnittrand) + Gleason Score 8-10 + pT2. 

1- 

[837], [841], [843] 

EK 6.75 Bei jeder der genannten Gruppen soll bei der 

Aufklärung über die adjuvante Strahlentherapie die 

alternative Option der perkutanen Strahlentherapie 

(IMRT+IGRT) bei PSA-Anstieg aus dem definierten 

Nullbereich genannt werden (siehe Kapitel 7.2 zur 

Behandlung des PSA-Rezidivs). 

 

Konsensstärke Konsens: 6.73 

Starker Konsens: 6.74, 6.75 

 

6.76  Konsensbasierte Empfehlung neu 2025 

EK 

Patienten mit histopathologisch nachgewiesenen Lymphknotenmetastasen kann 

eine adjuvante Hormontherapie oder eine adjuvante Hormontherapie plus 

adjuvante Strahlentherapie (IMRT + IGRT von Prostataloge und 

Lymphabflussgebiet) angeboten werden. 

 

Starker Konsens 

 

 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

185

Hintergrundinformationen 

Zu Empfehlung 6.71 

Die Leitlinie der EAU 2024 empfiehlt beim lokal begrenzten Prostatakarzinom keine 

neoadjuvante Hormontherapie („Do not offer neoadjuvant androgen deprivation 

therapy before surgery.“ [307]). Die EAU-Leitlinie nimmt aber nicht explizit zur Rolle 

der neoadjuvanten Hormontherapie beim lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom 

Stellung. Die Empfehlung lautet in diesem Kontext lediglich „Offer RP to patients with 

cN0 disease as part of multi-modal therapy.“ [307], wobei unterstrichen wird, dass 

„cN0“ sich auf die Resultate konventioneller Bildgebung bezieht. Im Rahmen 

multimodaler Konzepte bei fortgeschrittenen Tumoren ist eine neoadjuvante 

Hormontherapie vor radikaler Prostatektomie eine Option, die nicht komplett 

auszuschließen ist. Dies gilt auch für einzelne Patienten mit lokal begrenztem 

Prostatakarzinom mit sehr hohem Risiko nach NCCN-Klassifikation (beispielsweise 

Patienten mit sehr hohem PSA-Wert und vielen befallenen Zylindern mit ISUP-Grad 4 

oder 5), deren Wahrscheinlichkeit eines tatsächlich organbegrenzten Tumors gering 

ist und die darum ebenfalls Kandidaten für eine multimodale Therapie sein können. 

Hintergrundinformationen 

Zu Statement 6.72 bis Empfehlung 6.75 

Zusammenfassung der Evidenzlage der adjuvanten perkutanen Strahlentherapie 

nach radikaler Prostatektomie (pN0) 

Die recherchierte Literatur zur adjuvanten perkutanen Strahlentherapie (ART) im 

Stadium pN0 nach RP erbrachte für die adjuvante Strahlentherapie im Vergleich zur 

„wait and see-Strategie“ drei RCT zur Fragestellung des Nutzens der ART [837], [841], 

[843]. Zur Frage des Vergleiches der adjuvanten Strahlentherapie mit der frühen 

Salvage-Strahlentherapie (SRT) liegen Ergebnisse von drei randomisierten Studien 

sowie eine Metaanalyse vor [844], [840], [842]. 

Die Einschlusskriterien für die adjuvante Strahlentherapie versus „wait and see“ waren 

in den Studien unterschiedlich, in der Regel handelte es sich um lokal 

fortgeschrittene Prostatakarzinome im Stadium pT3/4, jedoch auch teilweise im 

Stadium des lokal begrenzten PCa (pT2), dann mit positivem Schnittrand. Bei den 

lokal fortgeschrittenen Karzinomen handelt es sich um Patienten sowohl mit als auch 

ohne positiven Schnittrand. Aus diesen drei RCT liegen zusätzliche Auswertungen zur 

Stratifizierung spezifischer Risikofaktoren für eine Tumorprogression vor. Zusätzlich 

liegen Auswertungen hinsichtlich der möglichen Akut- und Spätfolgen vor. 

Die Voraussetzung für die Diskussion der randomisierten Studien ist die Festlegung 

eines definierten „Nullbereichs“ des PSA nach radikaler Prostatektomie. Dieser 

sogenannte „PSA-Nullbereich“ wird in der Literatur in der großen Mehrzahl der Fälle 

als ein PSA-Wert <0,1 ng/ml angesehen, in einigen Leitlinien jedoch auch als <0,2 

ng/ml [845]. Von diesem Erreichen des „PSA-Nullbereichs“ zu unterscheiden sind 

Patienten, die nach der radikalen Prostatektomie diesen Nullbereich nicht erreichen. 

Es handelt sich dann um einen „persistierenden“ PSA-Wert. Diese Patienten werden 

definitionsgemäß nicht adjuvant bestrahlt, sondern einer Salvage-Strahlentherapie 

zugeführt. Zu dem Zeitpunkt der Konzeption der RCT der adjuvanten Strahlentherapie 

im Vergleich zu einer „wait and see-Strategie“ waren diese Kriterien noch nicht 

hinlänglich definiert. Bei diesen drei RCT war nur in der deutschen Studie das 

Erreichen des Nullbereiches gefordert (<0,1 ng/ml) [843]. In den beiden anderen RCT 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

186

wurde ein Cutoff <0,2 ng/ml angesetzt [837], [841]. In der EORTC-Studie [837] 

erreichten 87 % der Interventionsgruppe diesen Wert, bei der SWOG-Studie [841] lag 

dieser Anteil nur bei 65 %, wobei PSA-Werte in dieser Studie nur für 85 % der Patienten 

verfügbar waren. 

In den neueren RCT, in denen die adjuvante Strahlentherapie mit der frühen SRT 

verglichen wurde, war als Eingangsvoraussetzung für den PSA-Nullbereich ein PSA-

Wert < 0,1 ng/ml [840], [842] oder ein Wert von < 0,2 ng/ml [846] gefordert. 

Die perkutane Strahlentherapie wurde in den frühen drei RCT mit älteren 

Bestrahlungstechniken durchgeführt, nur in der deutschen Studie wurde eine relativ 

moderne 3D-Bestrahlungstechnik eingesetzt [843]. Dementsprechend finden sich 

relativ hohe Raten an Spätfolgen der Therapie in der EROTC- und der SWOG-Studie 

[837], [841]. Die Gesamtdosis der Bestrahlung in allen 3 Studien betrug 60 Gy bei 

einer Einzeldosis von 2 Gy. In den neueren drei RCT war sowohl die 3D-geplante RT 

Standard als auch mit zunehmender Frequenz die intensitätsmodulierte 

Strahlentherapie (IMRT), da diese Studien in den Jahren 2005 und aufwärts konzipiert 

wurden. Hier betrug die Einzeldosis aufgrund einer frühen Absprache dieser 3 

Studiengruppen (ART versus SRT) 2 Gy pro Fraktion, die Gesamtdosis 64–66 Gy 

jeweils in beiden Therapiearmen. 

Während in den frühen RCT eine alleinige Strahlentherapie durchgeführt wurde, 

erhielten in den neueren RCT die Patienten der GETUG AFU-17-Studie in beiden Armen 

(ART und SRT) eine 6-monatige ADT [842]. In der britischen Studie (RADICALS-RT) war 

im Rahmen einer sekundären Randomisation auch die Teilnahme der Patienten in 

einem randomisierten Vergleich von zusätzlich einer Kurzzeit-ADT (6 Monate) versus 

24 Monate ADT möglich (RADICALS-HD) [838]. 

Zum Nutzen der adjuvanten Strahlentherapie im Vergleich zur frühen Salvage-

Strahlentherapie 

Den Empfehlungen liegen die drei frühen RCT zugrunde [837], [841], [843] sowie die 

drei neueren RCT und die Metaanalyse dieser RCT [847], [840], [842], [839] (s. o.). Bei 

den frühen RCT lag die mediane Nachbeobachtung bei ca. 10 Jahren, bei den neueren 

RCT und der Metaanalyse bei ca. 5 Jahren, abgesehen von RADICALS RT, von der nun 

bei einer medianen Nachbeobachtung von 7,8 Jahren 10-Jahresdaten vorliegen [848]. 

In den drei frühen RCT im Vergleich adjuvante RT vs. „wait and see“ konnte 

grundsätzlich die Wirksamkeit der perkutanen adjuvanten Strahlentherapie 

nachgewiesen werden. Der primäre Endpunkt zweier dieser Studien [837], [843] war 

die Verbesserung der biochemischen Progressionsfreiheit, in der SWOG-Studie war 

der primäre Endpunkt das metastasenfreie Überleben. In allen drei Studien konnte mit 

einer medianen Nachbeobachtung von 10 Jahren eine signifikante Verbesserung der 

biochemischen Progressionsfreiheit in der Interventionsgruppe gezeigt werden 

(SWOG: 53 % vs. 30 %) (EORTC 60,6 % vs. 41 %) (ARO 56 vs. 35 %). Eine vierte, 

finnische Studie ist nicht gut mit den anderen Studien zu vergleichen, da hier eine 

Vielzahl der Patienten den PSA-Nullbereich nicht erreicht hat und es zu einer 

Durchmischung einer adjuvanten RT mit einer SRT kam [849]. In Bezug auf das 

Gesamtüberleben zeigte sich lediglich in der SWOG-Studie nach 10 Jahren ein 

signifikanter Überlebensvorteil (74 % vs. 66 %) [841]. In Bezug auf die 

Nebenwirkungsrate war von den drei Studien lediglich die deutsche Studie mit 

heutigen Therapien vergleichbar, weil alle Patienten 3D-geplant bestrahlt wurden. 

Dementsprechend war bei einer Gesamtdosis von 60 Gy die Rate schwerer 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

187

Nebenwirkungen (RTOG Grad >3) bei 1-2 %, sie lag in den zwei anderen Studien 

signifikant höher. 

Zusammenfassend haben diese drei randomisierten Studien den Nutzen der 

adjuvanten Strahlentherapie gegenüber einer „wait and see“-Strategie bewiesen. 

Allerdings konnte ein Überlebensvorteil nicht eindeutig nachgewiesen werden, da die 

Studien hierfür entweder nicht gepowert waren oder einen anderen primären 

Endpunkt aufwiesen. Bereits aus diesen drei Studien wurde evident, dass die 

Patienten mit dem höchsten Progressionsrisiko (pT3/4+SR+Gleason 8-10) nach 

radikaler Prostatektomie (RP) die geeignetsten Kandidaten für eine adjuvante Therapie 

sein würden, da viele Patienten (nach 5 Jahren noch 50 %) aus diesen drei Studien 

biochemisch noch nicht progredient waren, möglicherweise also übertherapiert 

wurden. Die wichtige neue Fragestellung zu diesem Zeitpunkt war, ob dieser Vorteil 

auch bei einem direkten Vergleich der adjuvanten Strahlentherapie mit der frühen 

Salvage-Therapie, also bei beginnender Progression, bestehen bleiben würde. Diese 

Fragestellung konnte mit den drei älteren Studien nicht beantwortet werden, da bei 

Progression keine konkrete SRT in dem Design dieser drei Studien gefordert war. 

Konsequenterweise waren die neueren drei randomisierten Studien unter Einschluss 

der Meta-Analyse dieser Fragestellung gewidmet [850], [839], [840], [842]. 

In die sog. „Raves“-Studie sollten 470 Patienten randomisiert werden, die entweder 

einen positiven Schnittrand oder ein pT3-Stadium sowie Kombinationen davon 

aufwiesen [840]. Die Rekrutierung wurde jedoch 2015 nach 333 Patienten vorzeitig 

abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der primäre Endpunkt (Äquivalenz 

beider Studienarme) wegen einer zu geringen Zahl von progredienten Patienten nach 

Radikaler Prostatektomie nicht erreicht werden würde. 

Randomisiert wurde in eine adjuvante RT innerhalb von 4-6 Monaten nach OP, 

Einzeldosis (ED) 2 Gy, Gesamtdosis (GD) 64 Gy vs. eine SRT bei den Patienten, bei 

denen der PSA-Wert über 0,2 ng/ml angestiegen war. Auch diese Patienten erhielten 

dann 64 Gy Gesamtdosis. Die biochemische Progression wurde definiert als PSA-

Anstieg über 0,4 ng/ml nach SRT. Insgesamt handelte es sich um ein prognostisch 

günstiges Kollektiv mit nur 15 % der Patienten mit Gleason 8-10-Tumoren. 67 % der 

Tumoren hatten einen positiven Schnittrand (inkl. pT2-Karzinome) und lediglich 20 % 

der Tumoren eine Samenblaseninfiltration. Zum Zeitpunkt der Auswertung, drei Jahre 

nach Ende der Rekrutierung, zeigten 84 Patienten im Beobachtungsarm (50,3 %) eine 

biochemische Progression, 80 von diesen wurden bisher bestrahlt. Bei einer 

medianen Nachbeobachtungszeit von 6 Jahren insgesamt ergab sich für den primären 

Endpunkt (freedom from biochemical failure) nach 5 Jahren medianer 

Nachbeobachtung kein signifikanter Unterschied (86 vs. 87 %). Aufgrund der viel zu 

geringen Anzahl von biochemischen Progressionen und der zu kleinen Zahl 

randomisierter Patienten konnte die angenommene Nicht-Unterlegenheit der SRT 

nicht nachgewiesen werden. Es zeigte sich eine signifikant erhöhte Rate an GU-

Toxizität Grad II+ (ART-Arm 70 %, SRT-Arm 54 %) zu Ungunsten der adjuvanten RT. 

Nur ein Teil der Patienten im Salvage-Arm wurde bisher bestrahlt (50 %). In der „Intent 

to treat“ Analyse werden die Raten an Spätfolgen auf die Gesamtzahl der 

randomisierten Patienten bezogen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass im 

Kontext der drei randomisierten Studien und der Meta-Analyse die frühe SRT 

gegenüber einer adjuvanten Strahlentherapie grundsätzlich favorisiert werden sollte. 

In die zweite randomisierte Studie („GETUG-AFU-17“) [842] sollten 718 Patienten 

randomisiert werden, die entweder adjuvant oder verzögert Salvage-

strahlentherapiert werden sollten. Auch hier konnten insgesamt weniger Patienten als 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

188

geplant eingebracht werden (n=424), sodass die Studie wegen schlechter 

Rekrutierung geschlossen wurde. Die Patienten hatten ein pT3/4-Karzinom und 

mussten zusätzlich einen positiven Schnittrand aufweisen. Die Gesamtdosis der RT 

betrug in beiden Armen 66 Gy, eine RT der pelvinen Lymphabflussgebiete war 

erlaubt. Der mediane PSA-Wert vor SRT betrug 0,26 ng/ml. Alle Patienten erhielten 

zusätzlich eine sechsmonatige LHRH-Analogon-Therapie (was keinem therapeutischen 

Standard entspricht). Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 75 Monate. Nach 

fünf Jahren zeigte sich bei dem primären Endpunkt („event-free survival“) kein 

signifikanter Unterschied (92 % vs. 90 %). Auch hier zeigte sich darüber hinaus ein 

signifikanter Unterschied zu Ungunsten von ART bei den Spätfolgen Grad II + am GU-

Trakt (27 % der Patienten mit ART, 7 % der Patienten mit SRT). Vergleichbare 

Unterschiede zeigten sich auch bei der erektilen Dysfunktion. Zum Zeitpunkt der 

Analyse hatten 115/212 Patienten (54 %) eine SRT wegen Progress erhalten. 

In die dritte randomisierte Studie („RADICALS-RT) [851] wurden zwischen 2007 und 

2016 1.396 Patienten randomisiert. Die Patienten hatten zumindest einen 

Risikofaktor (pT3/4, Gleason Score 7-10, SR+ oder einen prä-RP-PSA >10 ng/ml). Die 

mediane Nachbeobachtungszeit betrug 7,8 Jahre. Der primäre Endpunkt der Studie 

war das metastasenfreie Überleben. Bisher haben lediglich 39 % der Patienten 

(270/699), im Beobachtungsarm die SRT gestartet, 82/699 (12%) weitere Patienten 

haben eine nachgewiesene Progression, die SRT wurde aber noch nicht gestartet. 

Nach 10 Jahren betrug die FFDM („Freedom From Distant Metastasis“ – primärer 

Endpunkt 93% (ART) versus 90% (SRT) (HR=0.68; 95% KI 0.43-1.07, P=0.095). Auch 

das Gesamtüberleben zeigte keinen signifikanten Unterschied (p=0.917). Nur 17 

Patienten waren an dem PCa verstorben. Zusätzlich zeigten die Patienten nach ART-

Randomisation nach einem Jahr eine signifikant schlechtere Kontinenz und eine 

leichte Stuhlinkontinenz (p<0.001), die leichte Stuhlinkontinenz verblieb auch nach 

10 Jahren noch signifikant (p=0,017) [852]. 

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Nebenwirkungsrate an GU-Spätfolgen 

durch die adjuvante Strahlentherapie erhöht wird und kein Vorteil in Bezug auf 

klinisch relevante Vorteile zu sehen ist. Daher sei die SRT der zukünftige Standard, 

eine ART sollte nicht mehr durchgeführt werden. 

Eine Meta-Analyse der 3 genannten Studien [839] umfasst insgesamt 2.153 Männer 

davon 1.075 mit ART und 1.078 mit SRT. Von diesen hatten bisher erst 39,1 % eine 

SRT benötigt bzw. erhalten (421/1.078). Die mediane Nachbeobachtungszeit in den 

Studien reichte von 60–78 Monate. Diese erste Analyse beruhte auf lediglich 270 PSA-

Progressionsereignissen. Es zeigte sich kein Hinweis auf einen Vorteil von ART 

gegenüber SRT; das „event-free survival“ betrug nach 5 Jahren 89 % (ART) vs. 88 % 

(SRT) (p>0,05). Die Schlussfolgerung der Autoren dieser Meta-Analyse, die allerdings 

teilweise identisch mit denen der randomisierten Studien sind, ist, dass grundsätzlich 

nur noch eine frühe SRT eingesetzt werden sollte. 

In der Gesamtbeurteilung aller drei RCTs und der Meta-Analyse zeigen sich 

verschiedene Aspekte, die einer kritischen Diskussion bedürfen. Eine 

Zusammenfassung dieser Kritikpunkte findet sich in dem Kommentar von Frau Tilki 

und Herrn D’Amico [853] sowie Herrn Ghadjar et al. [854]. 

Kritisch anzumerken ist, dass für viele der Patienten in allen drei Studien, die in den 

(ca. 2005 konzipierten) Studien einer ART zugeführt wurden, heute die ART als nicht 

mehr indiziert angesehen wird, da keine ausreichenden adäquaten Risikofaktoren 

vorhanden waren und damit die Progressionsraten erheblich zu niedrig waren. Zum 

6.6 Neoadjuvante Therapie / Adjuvante Therapie bei radikaler Prostatektomie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

189

Beispiel konnten Patienten in die RADICALS-RT-Studie eingebracht werden, die ein 

pT2-Karzinom hatten, wenn der PSA-Wert präoperativ >10 ng/ml war, unabhängig 

vom Schnittrand. Dementsprechend zeigt sich in der Meta-Analyse, dass mehr als 20 

% der Patienten ein pT2-Karzinom hatten, jedoch nur 16 % die echten Risikofaktoren 

für einen Progress (Gleason Score 8-10; pT3b-Stadium – 20 %). Zusätzlich ist zu 

kritisieren, dass die in der adjuvanten Situation eingesetzten Strahlentherapie-

Gesamtdosen von 64-66 Gy denen entsprachen, die bei der SRT eingesetzt wurden 

und damit höher waren als der Standard zu dieser Zeit (60 Gy). Die erhöhte Rate an > 

Grad 2- und 3 - Nebenwirkungen (hauptsächlich GU-Toxizität) erklärt sich auch 

dadurch, dass viele Patienten behandelt wurden, die nach heutigen Kriterien nicht 

mehr behandelt worden wären. Die Nebenwirkungsraten der SRT wurden daher 

hochgerechnet auf die Gesamtzahl der randomisierten Patienten, auch wenn diese gar 

nicht bestrahlt wurden. Vergleicht man die GU-Spättoxizität Grad 3 zwischen den nur 

bestrahlten ART-Patienten aus RADICALS-RT (N=697) mit den nur mit einer SRT 

behandelten Patienten in RADICALS HD (N=737), dann zeigen bei den mit ART 

bestrahlten Patienten 11% und bei denen mit einer SRT bestrahlten Patienten 16% 

diese Nebenwirkungen. Von einem signifikanten Unterschied der Spätfolgen zum 

Nachteil der mit ART bestrahlten Patienten kann also keine Rede sein. Hinzu kommt 

der Einsatz der ADT (bei allen Patienten in der GETUG-Studie, zusätzlich bei ca. 20 % 

der RADICALS-RT-Patienten, die in einer sekundären Randomisation auch zwischen 

einer antihormonellen Therapie von 6 oder 24 Monaten im Rahmen der RADICALS-HD 

Studie wählen konnten) [855]. Durch eine solche antihormonelle Therapie kann es zu 

einer erheblichen Verlängerung der Zeit bis zu einer biochemischen oder klinischen 

Progression kommen. Die Metaanalyse wurde durchgeführt, obwohl zwei der drei 

randomisierten Studien frühzeitig wegen mangelnder Patientenrekrutierung 

abgebrochen wurden und für RADICALS-RT zum Zeitpunkt der Metaanalyse nicht der 

primäre Endpunkt (FFDM) berichtet wurde. Diese Punkte können zu erheblichen 

methodischen Einschränkungen führen. 

In diesem Kontext ist die Abstufung der evidenzbasierten Empfehlung 6.73 bis 

Empfehlung 6.75 dahingehend zu verstehen, dass Patienten mit hohem Risiko und 

speziellen Faktoren (pT3/pT4 + Gleason Score 8-10) unabhängig von der 

Schnittrandsituation (R0 und R1) eine adjuvante Therapie unter Aufklärung über 

Nutzen und Risiken als Option angeboten werden sollte (Empfehlung 6.61), da hier 

die Zahl der Patienten in den drei randomisierten Studien bei deutlich unter 20 % lag. 

Deshalb werden auch bei einer Nachbeobachtungszeit von 10 Jahren selbst in der 

Metaanalyse kaum statistisch belastbare Daten generiert werden können. Dieses 

Vorgehen entspricht auch den aktuellen Leitlinien der EAU [855]. 

Zusätzlich kann Patienten, die bei einem lokal begrenzten Prostatakarzinom (pT2) die 

Risikofaktoren multifokal positiver Schnittrand + Gleason Score 8-10 + pT2 aufweisen, 

eine adjuvante RT unter Aufklärung über Nutzen und Risiken als Option angeboten 

werden (Empfehlung 6.74), da die genannten Faktoren mit einem signifikant erhöhten 

lokalen Rezidivrisiko verbunden sind [855]. 

Da grundsätzlich der Wert der Salvage-Therapie belegt ist und sichere Aussagen nicht 

gemacht werden können, sollen deshalb nach der Empfehlung 6.75 diese Patienten 

eine Aufklärung über die alternative Option der perkutanen Salvage-Therapie bei 

Progress aus dem Nullbereich erhalten. 

Diese Empfehlungen tragen der Problematik Rechnung, dass bei den drei neueren 

randomisierten Studien und der Metaanalyse erst Nachbeobachtungszeiten von 10 

und mehr Jahren mit Darstellung des metastasenfreien Überlebens und des 

6.7 Fokale Therapie 

© Leitlinienprogramm Onkologie | Prostatakarzinom | Langversion - 8.1 | August 2025 

190

karzinomspezifischen Überlebens herangezogen werden müssen, was aktuell nur für 

die RADICALS-RT-Studie gilt. Erst dann könnten endgültige Aussagen über die 

adjuvante Strahlentherapie im Vergleich zur frühen SRT getroffen werden. 

Hintergrundinformationen